Schlagwörter
Dämonisierung, Demokratie, Desinformation, Mediendiskurs, Propaganda, Russland, Zensur
Dass Maybrit Illners ZDF-Talk gestern wieder einmal unterirdisch war, ist unter medienkritischen Beobachtern Konsens. Das Thema eine Zumutung, die Gäste einseitig antirussisch und eine bekanntermaßen unfähige „Moderatorin“ forderten starke Nerven, wenn man als halbwegs informierter Mensch nicht einfach abschalten konnte.

Mittwoch in den ARD tagesthemen, Donnerstag bei Illner im ZDF: Eine Kriegsministerin von der Leine hetzt mit Rüstungsgeschrei durch die Öffentlich-Rächtlichen.
Der vielleicht aussagekräftigste Moment mit Blick auf FakeNews und Propaganda findet sich zur Halbzeit der Sendung in der 30. Minute, als der ehemalige Chefredakteur von ZEIT-Online, Wolfgang Blau, auf seine „Erfahrungen“ mit russischen Bots zu sprechen kam.


















Wenige Tage, nachdem der Atlantic Council eine Liste mit angeblichen Trojanischen Pferden des Kreml in Deutschland und Europa veröffentlichte, kommt die Washington Post mit einem aufsehenerregenden Beitrag, in dem sie eine schwarze Liste von US-Medien propagiert, die angeblich Teil eines russischen Propagandanetzwerks sind. Die vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen im McCarthy-Stil ähneln denen des Atlantic Council. Man kann diesen Vorgang gar nicht wichtig genug nehmen. Denn Facebook und Google werden das als Zensuranleitungen nehmen…






