Schlagwörter
Demokratie, Desinformation, Doppelmoral, Flüchtlinge, Propaganda, Verharmlosung, Verschweigen, Verzerren
Rassismus ist nicht nur, wenn Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft benachteiligt, sondern auch, wenn sie aus den gleichen Gründen im Vergleich zur Mehrheitsgesellschaft bevorteilt werden. In beiden Ausprägungen dieses Rassismus begründet die Andersartigkeit eine Sonderbehandlung, die die Minderheit von der Mehrheit systematisch normativ unterscheidet.

Auch wenn ein nett gemeinter „linker“ Rassismus sich als Gegenreaktion auf einen bösartigen „rechten“ Rassismus gründet oder gar beruft, stellt auch er ein Hindernis in der Integration dar, weil er sich auf die gleichen vermeintlichen Unterschiede im Menschsein beruft und diese damit nicht weniger manifestiert, als dies durch einen ablehnenden Rassismus geschieht. Vollständige Integration kann aber prinzipiell nur durch eine allumfassende gesellschaftliche Gleichbehandlung geschehen, die letztlich idealerweise zu einer von Stereotypen und Vorurteilen befreiten Normalisierung in der Wahrnehmung „der Anderen“ führt.

Wenn man Propaganda und Desinformation nicht unbemerkt zum Opfer fallen und sich nicht zum Spielball fremder Interessen machen lassen will, dann muss man sich die Fakten, also das, was man mit ein wenig Aufwand wissen kann, immer wieder ins Gedächtnis rufen und mit dem abgleichen, was Politik und Medien als vermeintlich korrekte Weltanschauung in die Köpfe trichtern wollen.
Die Türkei ist wahrlich kein Paradies für Journalisten. Aber liegt das nur an den rabiaten Methoden des Staates, der unbequeme Fragen mit Gefängnis oder extralegalen Hinrichtungen beantwortet oder auch daran, dass es dort – anders als in deutschen Mainstreammedien – überhaupt mutige Journalisten gibt?



