20.2.2014 Mail an die FAZ bezüglich “Pussy Riot”

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie die Kommentare auf Ihrer Webseite zeigen, empfinden viele Leser die exzessive Berichterstattung über „Pussy Riot“ genauso unangemessen, wie die Aktionen dieser „Aktivisten“. Gemessen an der Aufmerksamkeit, die beispielsweise den christlichen Friedensaktivisten um Megan Rice zukommt, drängt sich der Eindruck auf, dass „Pussy Riot“ gezielt benutzt werden, um Propaganda gegen Russland zu betreiben.

Am Donnerstag, den 20.2. wurde versucht, dieses Missverhältnis in der Berichterstattung (148:1) , in einem Leserkommentar auf faz.net zu thematisieren. Leider wurde der Kommentar nicht zugelassen, weshalb nun auf diesem Wege versucht wird, Anworten auf einige Fragen zu erhalten, mit denen Sie den Verdacht der einseitigen Berichterstattung/Propaganda ausräumen können.

Der zensierte/nicht veröffentlichte Leserkommentar zum Artikel: http://www.faz.net/aktuell/sport/olympische-winterspiele/neues-pussy-riot-video-peitschen-schlagstoecke-und-pfeffergas-12811562.html lautete wie folgt:

Aus diesem Vorgang ergeben sich folgende Fragen, die nun auf diesem Wege gestellt werden sollen, um Ihnen Gelegenheit zu geben, den Verdacht der einseitigen Berichterstattung/Propaganda/Zensur auszuräumen:

1. Sehen Sie selbst ein Missverhältnis in ihrer Berichterstattung über eine Gruppe wie Pussy Riot einerseits und den Friedensaktivisten um Megan Rice andererseits?

2. Können Sie erklären, warum eine Gruppe wie Pussy Riot in Ihrem und anderen deutschen Medien dermaßen publizistisch gehyped wird, während die Friedensaktivisten um Megan Rice nahezu totgeschwiegen werden?

3. Halten Sie die Aktionen von Pussy Riot (öffentliche Orgien, obszöne sexuelle Handlungen, Bespritzen von Polizisten mit Urin, gespielte Hinrichtungen, Erstürmung von Kirchen, Bepöbeln von Gläubigen, etc) für wichtiger, angemessener und zielführender, als die Aktionen von Megan Rice und ihren Mitstreitern (ziviler Ungehorsam, Einbruch in Atomanlagen, Wand-Graffiti mit Bibelzitaten, bespritzen des Bodens mit Menschenblut, etc.)?

4. Was meinen die – zweifellos vorhandenen – US-Experten in ihrer Redaktion, wie viele Jahre Pussy Riot in den US-Gefängsnissen verbringen würden, wenn sie dort:

  • öffentlichen Gruppensex in einem Museum veranstalten
  • obszöne sexuelle Handlungen in einem Supermarkt begehen
  • Polizeibeamte mit Urin bespritzen
  • vor dem Capitol ein Pöbelkonzert veranstalten
  • eine Kirche stürmen und ein „Punk-Konzert“ aufführen
  • maskiert vor dem SuperBowl-Stadion einen Hassgesang auf Obama anstimmen

Selbstverständlich sind Sie nicht verpflichtet zu antworten, aber es wäre einem renommierten Blatt wie Ihrem doch kaum angemessen, auf diese berechtigten Fragen zu schweigen.

Diese Mail und (gegebenenfalls) Ihre Antwort werden unter folgender URL veröffentlicht:
https://propagandaschau.wordpress.com/propagandaschau-fragt-nach/

Vielen Dank für Ihre Bemühungen!
Mit freundlichen Grüßen,
DOK

1 Gedanke zu “20.2.2014 Mail an die FAZ bezüglich “Pussy Riot””

  1. Diese Hetze wird wohl nie aufhören, da bei Verlagen in allen Arbeitsverträgen klar geregelt ist, dass man nur EU und Amerika freundlich berichten darf:

    http://www.neopresse.com/medien/springer-presse-solidaritaet-mit-den-vereinigten-staaten-von-amerika/

    Schon traurig, wenn vor allem bei uns mit Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, etc. geworben wird, und NICHT MAL kritische Kommentare der Leser (!!!) freigeschaltet werden.