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Die Propagandaschau

~ Der Watchblog für Desinformation und Propaganda in deutschen Medien

Die Propagandaschau

Suchergebnisse für: ulfkotte

ZDF-Korrespondentin Gellinek: „Expertin“ für Ukraine, Russland, EU und neuerdings für den Iran

08 Sonntag Nov 2015

Posted by Dok in ZDF

≈ 23 Kommentare

Schlagwörter

Assad, Demokratie, Desinformation, Doppelmoral, Heuchelei, Lügen, Propaganda, Staatsmedien, Syrien, Verschweigen, Verzerren, ZDF

zdf_80Die sogenannten „Korrespondenten“ des ZDF zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie oftmals von den Ländern, aus denen sie berichten, noch weniger wissen, als über Politik und Gesellschaft im eigenen Land.

So kommt es, dass eine Anne Gellinek vorgestern noch aus der Ukraine, gestern aus Brüssel und heute aus dem Iran „berichtet“. Ein Bernhard Lichte berichtet mal aus Ägypten, dann aus der Ukraine. Ihre „Qualifikationen“ liegen offensichtlich nicht in Kenntnissen über Gesellschaft oder politische Systeme der jeweiligen Länder – in der Regel sprechen sie nicht einmal die dortigen Sprachen -, sondern in medialer Prostitution und Maulhurerei.

Gellinek und Lichte sprechen „NATO-Speak“, eine Art politisches Esperanto und wissen genau, welche Propagandafloskeln sie in die Kamera absondern müssen, damit am Ende des Monats die Kasse klingelt. Sie sind nichts anderes als vollkommen scham- und skrupellose „Presstituierte“ im Dienste staatlicher Propaganda die nicht nur über Leichen gehen, sondern mit ihrer Hetze und Propaganda Massengräber schaufeln. Sie quatschen schlicht und einfach genau das ins Mikro, was die Redaktionen und die herrschende Politik hören wollen.

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ARD & Co – Walter van Rossum zu „Medien und Medienkritik“

24 Samstag Okt 2015

Posted by Dok in Allgemein

≈ 16 Kommentare

Schlagwörter

ARD, Demokratie, Desinformation, Gekaufte Journalisten, Mediendiskurs, Neoliberalismus, Propaganda, Staatsmedien, Verzerren, ZDF

ARD & Co. – Wie Medien manipulieren

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ARD & Co. –
Wie Medien manipulieren; Selbrund Verlag

Ende letzter Woche haben wir hier mit „ARD & Co. Wie Medien manipulieren“ ein gerade frisch ver­öffent­lich­tes Buch empfohlen, das sich kritisch und selbst­verständlich faktenbasiert mit den Manipulationen der Mainstreammedien auseinandersetzt. War es für diese Mainstreammedien noch relativ leicht, Udo Ulfkottes „Gekaufte Journalisten“ totzuschweigen oder zu dis­kreditieren, dürften Diffamierungen gegen die ver­schie­denen Autoren von „ARD & Co.“ schwer fallen, denn es handelt sich durchgängig um renommierte Journalisten, die man nicht so leicht in die rechte Ecke abschieben oder als vermeintliche „Ver­schwö­rungs­theoretiker“ brandmarken kann, wie das bei dem langjährigen Journalist der FAZ Udo Ulfkotte, der sich u.a. mit Tiraden gegen den Islam selbst beschädigt hatte, der Fall war.

Wir werden hier in loser Folge kurze prägnante Ausschnitte aus dem Buch präsentieren, die zum einen Appetit auf mehr machen und zum anderen natürlich der Aufklärung über die Methoden und Machenschaften der Staats- und Konzernmedien dienen sollen. Ein Kauf des Buches wird nachdrücklich empfohlen. Nicht nur zum Selberlesen, sondern auch, um es an Freunde und Verwandte auszuleihen oder zu verschenken. Bald ist Weihnachten und was gibt es Wertvolleres zu verschenken, als kluge und wahrhaftige Erkenntnisse?

Wir beginnen mit Walter van Rossum, der in seinem Kapitel „Medien und Medienkritik – Wie der NDR gleich zweimal versuchte, mit Kritikern ins Gespräch zu kommen“ seine ganz eigenen Erfahrungen mit ZAPP und PANORAMA beschreibt, über die wir hier und hier auch im Juni berichtet hatten.

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Die CIA und die Medien: 50 Tatsachen, die in der Welt bekannt werden müssen

09 Freitag Okt 2015

Posted by Dok in Allgemein

≈ 18 Kommentare

Schlagwörter

CIA, Desinformation, Gekaufte Journalisten, Propaganda, USA

memoryhole1500x500525JamesFTracy240James F. Tracy, PHD, ist außerordentlicher Pro­fes­sor für Medienwissenschaften an der Atlanic Universität in Florida. Seine Arbeiten über Medien­geschichte, Politik und Kultur sind in zahlreichen akademischen Zeitschriften und Sammel­bänden sowie alternativen Nachrichten­quellen und Mei­nungs­foren erschienen. Tracy ist Herausgeber der Zeitschrift Democratic Communiqué der Union for Democratic Communications und Mitautor von „Censored 2013: The Top Censored Stories and Media Analysis of 2011-2012“ von Project Censored. Weitere Schriften und Information können der Website memoryholeblog.com entnommen werden.

Die CIA und die Medien: 50 Tatsachen, die in der Welt bekannt werden müssen

Global Research, 28.08.15                       Übersetzung: luftpost-kl.de

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges übt die Central Intelligence Agency / CIA beträchtlichen Einfluss auf die Medien in den USA und im Ausland aus und bestimmt zunehmend, was die Öffentlichkeit sieht, hört und liest. CIA-Publizisten und Journalisten bestreiten das natürlich, aber ihre manchmal durchsickernde Einflussnahme weist in eine ganz andere Richtung, die Medienhistoriker nur nicht untersuchen wollen.

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Jakob Augstein, der SPIEGEL und die Lüge von den „willkommenen Kommentaren“

15 Samstag Aug 2015

Posted by Dok in Allgemein

≈ 34 Kommentare

Schlagwörter

Demokratie, Desinformation, Gekaufte Journalisten, Heuchelei, Spiegel, Verschweigen, Verzerren, Zensur

SPON_Forum_ZensurJakob Augstein hatte keine Lust oder keine Zeit – vielleicht auch weder das eine, noch das andere – denn statt eine Kolumne zu schreiben, kramte er – oder ließ kramen – einige Kommentare der vergangenen Wochen zu seinen Wortmeldungen aus dem Archiv und bedankte sich scheinheilig bei den Lesern.

Augstein_Spiegel_Kommentare860

Die Hitze stimmt den Kolumnisten milde. Er sagt danke – und zwar dem Leser: für die Zeit, die er sich Woche für Woche für seine Kommentare nimmt. Manche sind hilfreicher als andere, aber alle sind willkommen. Eine Auswahl. (Link)

„Alle Kommentare willkommen?“ Ist Augstein so blöde, dass er nichts von der chinesischen Zensur bei Spiegel Online weiß, oder will er die Leser ganz bewusst belügen und für dumm verkaufen?

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RUSSIA INSIDER: Die Entlarvung der übelsten deutschen Medienlügner – Teil 1 Benjamin Bidder

11 Donnerstag Jun 2015

Posted by Dok in Spiegel

≈ 66 Kommentare

Schlagwörter

Desinformation, Gekaufte Journalisten, Propaganda, Russland, Spiegel

Russia Insider ist ein junges, crowdfinanziertes News-Portal, das sich zum Ziel gesetzt hat, die systematischen Lügen und Desinformation der anglo-amerikanisch-dominierten Presse aufzudecken und ein informelles Gegengewicht zu setzen.

CharlesBausman_RI240Es wurde 2014 von in Russland lebenden und ursprünglich aus dem Westen stammenden Auswanderern gegründet, die genug hatten vom Russland-Bashing der westlichen Medien. Gründer Charles Bausman erläutert im RT-Interview die Motivation und Zielsetzung.

In einem aktuellen Artikel, der den Start einer Serie über „die übelsten deutschen Medienlügner“ darstellt, beschäftigt sich Autor Mihajlo Doknic mit dem SPIEGEL-Hetzer Benjamin Bidder und einer Auswahl seiner Machwerke.

Die Aufdeckung der übelsten deutschen Medienlügner – Teil 1:
Benjamin Bidder

Original von Mihajlo Doknic (in einer Übersetzung von FritztheCat)

Seit den Enthüllungen von Udo Ulfkotte wissen wir alle, wie korrupt die deutschen „Journalisten“ der Systempresse sind. Benjamin Bidder von Spiegel Online ist einer der schlimmsten Betrüger im Pressewesen.

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Vorgetäuschte Selbstkritik: Der Pseudodiskurs in den Medien

02 Samstag Mai 2015

Posted by Dok in Allgemein

≈ 63 Kommentare

Schlagwörter

Demokratie, Desinformation, Gekaufte Journalisten, Mediendiskurs

Es war mindestens der dritte Pseudo-Diskurs über den evidenten Vertrauensverlust der Medien innerhalb weniger Wochen. Anlässlich des Tages der Pressefreiheit am morgigen Sonntag luden DJU, DJV, VDZ, BDZV und ROG am Mittwoch zu einer Podiumsdiskussion in die Landesvertretung Sachsen-Anhalt.

MedienschelteWieder einmal wurden keine Kritiker eingeladen, sondern die Systemvertreter selbst fummelten sich gegenseitig am entlarvten Gehänge, während eine Expertin für Rechtsextremismus (sic) als Vorwand diente, die Kritik in die gewünschte Schmuddelecke zu schieben. Wieder einmal dabei: der unvermeidliche Bernhard Pörksen.

– Alice Bota, Redakteurin „Die Zeit“, Hamburg
– Stefan Niggemeier, freier Medienjournalist, Berlin
– Prof. Dr. Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler, Universität Tübingen
– Andrea Röpke, Politologin und freie Journalistin, Expertin für Rechtsextremismus

Einen Mitschnitt der Veranstaltung gibt es offenbar nicht. Lediglich einige Zusammenfassungen von MEEDIA und verdi1, verdi2 haben wir gefunden.

Angesichts der durchweg systemtragenden Protagonisten ist ein Mitschnitt auch überflüssig. Es gehört offensichtlich zur Methode der medialen Gleichschaltung und Propaganda, echte Kritiker mit Argumenten außen vor zu halten. Verständlicherweise, denn es wäre schnell peinlich, wenn sich Alice Bota etwa für ihre lächerliche Maidan-Propagada in der ZEIT rechtfertigen müsste.

Wenn sogar auf MEEDIA Tatjana Kerschbaumer schreibt, dass die einzige Erkenntnis darin lag: „Die Kritik der ‚vernetzten Vielen‘ geht nicht so einfach wieder weg“, dann steckt darin ein – vermutlich nicht einmal beabsichtigtes – verheerendes Zeugnis für diese Veranstaltung. Und wenn ein Stefan Niggemeier, der selbst darauf angewiesen ist, Teil des Systems zu sein, heute noch als Medienkritiker durchgeht, dann kann man nur noch müde lächeln.

Niggemeier selbst weiß am besten, wo die Grenzen der Kritik sind. Man muss nur seinen Blog lesen, um zu erkennen, dass er sich dort krampfhaft eine Nische sucht, die an der Oberfläche Staub wedelt. Wenn es aber an die Substanz geht, beweist Niggemeier stramme Konformität indem er sich mit Kritik an Ulfkotte oder der Publikumskonferenz seinen Fleischtöpfen andient.

FAZIT:
überflüssig

NDR: ZAPP hetzt gegen deutsch-russische Verständigung

06 Montag Apr 2015

Posted by Dok in ARD

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Schlagwörter

ARD, Desinformation, Propaganda, Russland, Staatsmedien, Verschweigen, Verzerren

Zapp_LogoDas NDR-Medienmagazin ZAPP hatten wir hier bereits mehr als einmal im Visier, aber was den Zuschauern in dieser Woche über das neue Tolstoi-Institut vorgesetzt wurde, war so unterirdisch, dass wir es hier dokumentieren müssen.

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Zu blöd, auf die richtige Demo zu gehen, aber nicht zu blöd, um nicht im FAZ-Feuilleton blödes Zeug zu schreiben

09 Dienstag Dez 2014

Posted by Dok in FAZ

≈ 86 Kommentare

Schlagwörter

Desinformation, Diffamierung, FAZ, Gekaufte Journalisten, Lügen, Propaganda, Putin, Russland, Verzerren

faz_kopf_belogenSo genüsslich es ist, das journalistische Vollversagen eines Claus Kleber zu dokumentieren, so schwer fällt es, sich mit dem x-ten antirussischen Elaborat der gekauften Journalisten von der FAZ auseinanderzusetzen. Das liegt in diesem speziellen Fall an der sowohl in Qualität, als auch in Quantität maßlosen Blödheit, die dem Leser im neuesten Machwerk zugemutet wird.

Verantwortlich zeichnet die ebenfalls einschlägig bekannte Anna Prizkau, die nach eigener Darstellung (siehe Artikel) zu blöd ist, auf die richtige Demo zu gehen, aber ganz offensichtlich nicht zu blöd, um im Feuilleton der FAZ ihre schon zur Demo hingetragenen – und dort frisch aufgeladenen – Ressentiments in einen Artikel zu defäkieren. Es ist wohl eine besondere, schwer nachzuvollziehbare Form der „Wertschätzung“ der eigenen Leser, die die FAZ veranlasst, ihren Konsumenten einen derartigen Durchfall vorzusetzen.

Die Ignoranz beginnt schon, bevor es überhaupt los geht. Wobei nicht wirklich klar ist, ob die Autorin selbst auch noch zu blöd ist, ihren eigenen Vornamen zu schreiben (der durchaus überschaubar ist) oder ob es die Ignoranz der Redaktion ist, die aus Anna Prizkau eine Anne Prizkau macht. Für ein „Leitmedium“ wie die FAZ wäre keine der beiden „Erklärungen“ eine akzeptable Entschuldigung. Geschenkt.

prizkau_fazDas Bizarre, was die Autorin offensichtlich selbst nicht in der Lage ist zu reflektieren, ist die Tatsache, dass sie selbst – unter der denunziatorisch gemeinten Überschrift „Verschwörungsjournalismus“ – in Form einer Verschwörungstheorie gegen Bürger hetzt, die bestenfalls einen einzigen gemeinsamen Nenner teilen: dass sie nämlich Angst vor Krieg haben. Darüber hinaus sind die in diesem Machwerk diffamierten Personen in keinster Weise organisiert oder gar formiert, wie die Autorin behauptet. Vielmehr ist es so, dass die Protagonisten zwar politische Schnittmengen haben, aber von einer Formation oder gar übergreifenden Organisation so weit entfernt sind, wie Anna Prizkau von seriösem, unvoreingenommenem Journalismus.

„Sie hassen den Westen“ behauptet Prizkau und bleibt erwartungsgemäß jeden Beweis für diese Unsinn schuldig. Ziel der Lüge ist die Diffamierung der berechtigten Kritik an aggressiver, mörderischer westlicher Politik. Die Masche ist die gleiche, wie man sie vom „Antisemitismus„-Label kennt. Wer israelische Verbrechen kritisiert ist Antisemit. Wer US-Verbrechen kritisiert ist Anti-Amerikaner oder „hasst den Westen“ und wer Russlands Interessen als berechtigt anerkennt, der ist Putin-Versteher oder – in der einfältigen Welt von Anna Prizkau – ein liebender Putin-Fan. In einer nochmaligen Steigerung heißt es später: „sie lieben Russland“.

Wie beschränkt Prizkaus Politikverständnis ist und ihr Vermögen, sich argumentativ und stringent zu artikulieren, offenbart sich in weiterem substanzlosem Dummschwatz:

  • Putin nahm sich die Krim, weil er es kann
  • dass der Kreml für Hass auf Twitter und Facebook zahlt, ist bewiesen
  • wer die Propaganda der Mainstreammedien kritisch hinterfragt ist ein „Wahrheitssucher“ – (was in Prizkaus Welt etwas ganz Schlechtes ist)
  • Diese Deutschen, die da sprechen, hassen Presse und Politik, Amerika und Israel, den Kapitalismus machen sie für alles verantwortlich und sind im Grunde einfach nur gegen die Demokratie
  • die Worte, die ihren Vertretern so locker aus den Mündern fallen, sind fast immer Worte des Hasses (das sagt die Richtige)
  • Die deutschen Antisemiten hassen zwar öffentlich selten so direkt wie die russischen, fühlen sich aber unter „Israel-Kritikern“ wie Jebsen sehr wohl. 
  • etc.

Worum es im Kern der Kritik auf den Montagsdemos oftmals tatsächlich geht – das System der FED und die Profite des US-Kapitals an den Kriegen dieser Welt – auch darauf kommt die Hetzerin zu sprechen. Freilich nicht, um die Kritik sachlich aufzugreifen, argumentativ zu analysieren oder gar gegebenenfalls zu widerlegen. Dazu fehlt der feuilletonistischen Dreckschleuder jegliches Hintergrundwissen. Stattdessen wird die Kritik in bekannter Manier in die Ecke des Antisemitismus gerückt. Das ist die alte Masche, wenn den Lohnschreibern und Profiteuren des mörderischen Systems die Argumente fehlen.

Mährholz, ein Mann, der wie ein harmloser, netter Tierschützer aussieht und seine Sätze oft mit „ihr Lieben“ beendet, predigt auch selbst. Sein Hassthema ist der Kapitalismus, speziell das Zentralbankensystem der Vereinigten Staaten, das in Mährholz’ Kopf der größte Kriegstreiber auf dieser Welt ist. Damit trifft der Mahnwachen-Veranstalter sowohl die Herzen der linken, als auch der rechten Verschwörungstheoretiker, die wiederum an eine „jüdische Weltverschwörung“ glauben.

DAS ist das intellektuelle Niveau der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Jahre 2014! Man würde sich ekeln, sich damit den Allerwertesten abzuwischen, geschweige denn einen Hering darin einzuwickeln.

Am Ende ihrer Blödheit ist die Verfasserin damit aber noch lange nicht. Frisch hineingesteigert in den eigenen Wahn versteigt sie sich zu immer abstruserem Unfug, der in der Verschwörungstheorie gipfelt:

… das wahre, heimliche Mastermind dieser deutschen „Friedensbewegung“ [ist] nicht Jürgen Elsässer, nicht Ken Jebsen, nicht sonst irgendwer, es ist der russische Präsident höchstpersönlich. 

Das ist so dermaßen blöde, dass man nicht weiß, ob man Lachen oder Weinen soll. In jedem Fall muss man es richtig fett hervorheben, denn damit übertrumpft die verwirrte Verfasserin jede einzelne der hanebüchenen Verschwörungstheorien, die sie gerade eben selbst den Friedensdemonstranten in diffamierender Intention anhängen wollte.

FAZIT:

Es ist wohl einer der dümmsten Artikel der letzten Wochen im Rahmen der Montagsdemos oder des Ukraine-Konflikts. Gleich mehrere PS-Leser haben – völlig zu Recht – den Alarmknopf gedrückt, was letztlich den Ausschlag gab, den eigenen Ekel zu überwinden und diesen groben Unfug hier im Blog zu dekonstruieren. Erstaunlicherweise ist die Kommentarfunktion zum Artikel bei der FAZ offen und die Leser machen ausgiebig Gebrauch davon. Dieser peinliche Erguss wird dort gerade genauso zerrissen, wie bereits ein früheres Elaborat der gleichen Autorin vom August. Wer die Nerven hat, noch mehr Müll in sich zu kippen, kann sich das ja auch noch antun. Auch damals waren die Kritiken der FAZ-Leser vernichtend.

Hier die Kommentare der FAZ-Leser zum heutigen Artikel in der Sortierung nach der höchsten Bewertung:

(272) Vielen Dank!
Max Reinhard  1  (MaximilianReinhard) - 09.12.2014 11:52
" Und sie lieben Putin." Angesichts eines Artikels, der so einseitig, pauschalisierend und vollkommen am Kern der Sache vorbei, argumentiert, misstraue ich in der Tat der Presse. Danke fuer diese Beispiel, das sie hier aufzeigen.


  (254) Wieder ein Artikel der Abteilung:
Hecktor Bastion  1  (hectorbastion) - 09.12.2014 11:55
"Wir sind die Guten", es langweilt zunehmend.


  (234) Wer der Presse misstraut, ist irrational? Ich habe das schon in der Grundschule anders gelernt:
Ursula Jens  5  (UrsulaJ) - 09.12.2014 11:51
Man lehrte mich, u.a. BILD zu misstrauen. Die Autorin versieht Vertreter von Meinungen, die von ihrer Meinung abweichen hier massiv mit abwertenden Beschreibungen, indem sie ihnen irrationales Denken unterstellt ("liebt" Putin, "hasst", "überschwemmen mit unendlichem Hass" etc. etc.!). Offenbar findet die Autorin keinen rationalen Erklärungen für Meinungen, die von ihrer eigenen abweichen. Und dennoch beschreibt sie so mindestens 48,5 % der Bevölkerung und einen großen Teil ihrer Leserschaft. Das ist nicht die Schuld derjenigen, die wohlbegründet zu anderen Meinungen kommen, sondern mangelnde Fähigkeit, Sorgfalt oder Interesse der Autorin. // Sie hält sich selbst für rational und die Meinungen anderer eben für irrational. Es übersteigt ganz offenbar den geistigen Horizont der Autorin, dass andere Meinungen einem Mehr-Wissen einer besseren Analyse als der eigenen entspringen.


  (221) Schon die Einleitung in den Artikel ist eine Frechheit!
Willi Winzig  (kaffee001) - 09.12.2014 11:59
"In Deutschland formiert sich eine Gruppe von Menschen, die überall Lügen sehen. Sie hassen den Westen, misstrauen der Presse, und den Politikern sowieso. Und sie lieben Putin. Wer sind sie? " Ich war auf Montags-Demos in Hamburg und Köln. Auch lese ich Berichte von KenFM. Über den Westen hassende Menschen bin ich noch nicht gestoßen...


  (205) Die Wahrheit kennen doch nur FAZ, ZON, WON, etc.
Jim Truether  2  (DerHesse) - 09.12.2014 12:05
Aus nahezu allen Absätzen ist die Herablassung der Autorin zu spüren. Bspw: Auf die freundliche Begrüssung "„Ja, schön, dass du da bist.“, antwortet die WINDJACKE mit dem Palästinensertuch." --> Es gilt ja die DEUTUNGSHOHEIT zu verteidigen. Im Ggs. zum Alpha-Journalisten rufen die Genannten, insbesondere Ken Jebsen dazu auf, NICHTS zu glauben und ALLES zu prüfen. Das Sperren der Kommentarfunktionen bei bestimmten Themen spricht Bände. Fragt man sich als LESER nicht schon lange, warum valide Argumente der Kommentatoren nicht/NIE aufgegriffen werden...? Die Anstalt vom ZDF klärt mittlerweile auch die grossen Skandale auf und bringt die Widersprüche deutsche Politik auf den Punkt. PS: Wer ist Udo Ulfkotte? Macht €uch auf die EIGENVERANTWORTLICHE Suche! Bildet.


  (182) Was will uns dieser Beitrag sagen?
Thomas Berger  (tberger) - 09.12.2014 11:54
Wer meint, dass man den Willen von 90% der Krim-Bewohner respektieren sollte, ist nicht etwa ein Demokrat, sondern ein Antisemit, (ggf. ehemaliger) Antideutscher, jedenfalls Antiamerikaner, homophob, Fed- und Merkelgegner? Man könnte meinen, dass Ziel des Beitrags ist, Werbung für das jüngste Pamphletchen von Ulfkotte zu machen... :-)


  (170) Nabelschau at its best....
Gerd Fischer  6  (dongerdo) - 09.12.2014 12:11
Der ARD wurde nachgewiesen dass Interviews mit Leuten in der Ostukraine falsch wiedergegeben wurden um in die Berichterstattung zu Passen, der WDR brachte Aufnahmen aus dem Georgien-Krieg als Beleg für russische Truppen in der Ost-Ukraine, Ich fange erst gar nicht an "Flucht aus Ilowaisk" zu Bearbeiten.... Die Liste ist mittlerweile Endlos. Es wurde im wahnhaften Eifer bei sich überschlagenden Eilmeldungen mithalten zu Müssen durch Missachtung grundlegster Sorgfaltspflichten unglaublich viel Porzellan zerschlagen, nicht nur von den Öffentlich-rechtlichen Sendern sondern quer durch die Bank. Subjektiver Meinungsjournalismus hat objektive Berichterstattung nahezu Verdrängt da man den Leser/Zuschauer mittlerweile sehr offenkundig für zu Blöde hält sich selbst "die richtige" Meinung zu bilden. Kritiker hier mal wieder pauschal als Verschwörungstheoretiker zu Bezeichnen passt da durchaus ins Bild. Verlorenes Vertrauen wieder zu Gewinnen wird ein langer Weg.....


  (137) Und dann gibt es noch diejenigen,
Michael Zimmer  (mickz) - 09.12.2014 11:53
die alle Wahrheiten des Westens und westlicher Medien glauben. Wieso hat Anne Prizkau nur an die nicht auch noch gedacht?


  (125) Ja, wie bringt man die zur Vernunft?
Markus Florin  (Parteiloser) - 09.12.2014 12:31
Ich habe den Artikel nur überflogen. Ich möchte ledigtlich zu der Schlussfrage, wie man die dämlichen Verschwörungstheoretiker zur Vernunft bringen könnte, einige Vorschläge liefern. 1.) Politik wird in Deutschland künftig im Parlament gemacht, nicht in der Lobby oder im Geheimen hinter verschlossenen Türen (TTIP...). Alles kommt auf den Tisch, kein Gemauschel. 2.) Über wesentliche, die Zukunft des Landes massiv betreffende Entscheidungen befindet das Volk in direkter Demokratie. 3.) Die Bundesregierung, insb. die Kanzlerin, steht dem Parlament persönlich Rede und Antwort. 4.) Die Presse lässt Kommentare zu ALLEN Themen zu und zensiert nur noch bei groben Verstößen, und nicht, wenn es ihren Lenkern paßt. Das funktioniert im Ausland (z.B. UK) auch. 5.) Die Presse nimmt ihre Kontrollfunktion gegenüber der Politik wieder wahr (keine Springer-Mohn-Merkel-Seilschaften...) und trennt sauber und klar Erkennbar "Information" von "Meinung". 6.) Lobbyismus wird als Korruption wahrgenommen.


  (120) Liebe Frau Prizkau, liebe FAZ,
Thomas Müller  (Tmemainz) - 09.12.2014 12:17
die Ukraine-Krise wir irgendwann zu Ende sein. Die Glaubwürdigkeitskrise den "führenden" Medien gegenüber wird, auch aufgrund derartiger Artikel, länger andauern. Anders als bei früheren Krisen, gab es noch nie so viele Menschen in Deutschland, die die medialen Manipulationen durch Einseitigkeit, Halb- und Unwahrheiten erkennen. Allein die Millionen von Russischstämmigen in unserem Land, die wenigsten davon Putin-Freunde, haben durch ihre Familien und regelmäßigen Besuche in der alten Heimat eine deutlich klarere Sicht als viele Journalisten, die meist nur selten die Lobbys ihrer Moskauer Hotels verlassen. Die Verschwörungstheoretiker sitzen eher in Ihrer Umgebung.


  (109) Klare Ansage!
George Dashwood  3  (Dashwood) - 09.12.2014 12:26
Das ist mal eine klare und undifferenzierte Ansage. Wer nicht mit dem Mainstream ist, der ist ein Spinner, dumm obendrein und Putin ist Schuld an allem. Lieber Autor, sie haben doch glatt die AfD zu erwähnen vergessen, erst dann wäre es ein richtiger 360 Grad Rundumschlag geworden. Politisch Korrekt jedoch, wurden die für die deutsche Wirtschaft schädlichen Sanktionen weggelassen und die steigende Krieggefahr und die bald ansteigenden Kosten für das Militär ignoriert.


  (102) "Wie aber kann man diese Friedensbewegten aufhalten?"
Michael Bleibenreb  (user47alpha) - 09.12.2014 12:37
Ganz einfach: Durch eine Presse, die nicht jeden, der eine andere Meinung hat, als "Wutbürger" darstellt. Die nicht die Frage, ob die Unabhängigkeit der Gerichte in Deutschland und Europa nicht eventuell für internationale Konzerne gut genug sein muss mit dem Hinweis auf Chlorhühnchen abwürgt. Die die Vermischung der Begriffe "Asylbewerber" und "Migrant" nicht unkommentiert hinnimmt sondern sich nicht bemüht, in Interviews und Kommentaren diesen Unterschied klarzustellen - oder zu recherchieren wer warum bemüht ist, hier keinen Unterschied mehr zu machen. Und durch eine Presse, die nicht jeden, der Angst hat im Zuge von geopolitischen Ränkespielen in einen Krieg ohne Gewinner zu geraten, als homophoben, antisemitischen Putinversteher darstellt. Kurzum: Macht euren Job ordentlich und kritisch, dann glauben euch die Leute auch, dass ihr ordentlich arbeitet und kritisch hinterfragt.


  (99) Tja, und die Meinungsfreiheit endet halt auch in der freien FAZ bei Putin- und Israel-Themen ...
Gerold Keefer  3  (solaris21) - 09.12.2014 12:31
... wo regelmäßig die Kommentarfunnktion abgeschaltet wird. Danke, dass Sie mir durch Löschung dieses Kommentars den direkten Beweis dafür erbringen.


  (95) Vielen Dank für diesen Artikel!
Egon Olsen  (egon349) - 09.12.2014 12:28
Er entlarft sich selbst, die Lügenpresse und macht klar, daß es vorbei sein muß mit der westlichen Dekadenz und den verleumdern von Millionen von Menschen.


  (92) Geht es jetzt darum,..
Andreas Mattur  (AnMattur) - 09.12.2014 12:13
..jeden, der den deutschen Politikern und der Presse misstraut, mit weiteren an den Haaren herbeigezogenen Attributen (..liebt Putin, ..hasst den Westen) zu versehen und diesen Menschen ein neues Schamgefühl zu vermitteln? Manche dieser "Verschwörungstheoretiker" könnten das als "Propaganda" sehen und ich übrigens auch.. Huch, aber dann wäre ich ja auch ein..%$§;-)


  (85) Starker Tobak
Luis Vernet  (Vernet) - 09.12.2014 12:28
Man muss sich diesen Text gebrüllt oder geschrien denken.


  (83) Vielen Dank für diesen Artikel
Holger Muschal  2  (Holly011) - 09.12.2014 12:09
Ich habe nicht gezählt, wie oft das Wort "Hass" in diesem Artikel vorkommt. Es ist auch nicht so wichtig. Der Artikel ist eine sehr schöne Öffnung der offiziellen Mediensicht, ein wichtiger und seltener Einblick. Dafür Danke ich dem Author. // Die mahnwachen funktionieren sehr einfach: Jeder kann erscheinen. Jeder muss ich den Regeln der Mahnwache unterwerfen. Diese Regeln sind sehr einfach. // Keinerlei Gewalt, weder direkt noch indirekt. // Keine Diskriminierung, egal ob Inhalt oder Mensch. // Keine Parteien, weder Werbung noch Nennung. // Wer spricht muss ich der Diskussion stellen, jeder und alles wird hinterfragt, aber jeder darf grundsätzlich reden. // Jeder steht für die Inhalte die vertreten werden, es ist egal, was der/die im realen Leben ist, der Inhalt zählt. // Es gibt weder -rechts- noch -links-, mit der Aufteilung hält sich niemand auf, es gibt nur Thremen, denen man sich stellt und die man hinterfragt. // Jeder ist Teil der Gesellschaft, jeder hat Rederecht. // thats it.


  (79) Die Gründe sind zunächst einmal zweitrangig
Michael Horch  (Polynesia) - 09.12.2014 12:29
Entscheidend ist, daß eine tiefe Vertrauenskrise das Land erfaßt hat. Und daraus kann alles entstehen. Das ist tatsächlich eine große Gefahr und so langsam werden die Mächtigen gezwungen, das zu erkennen. Ob es für sie bereits zu spät ist, darauf zu reagieren, ist schwer zu sagen. So könnte es aber sein, denn man hätte längst zuhören müssen, also könnte etwas ganz Neues kommen. Die Zeit hält immer wieder Neues bereit, wogegen sich keine Macht stemmen kann. Eine Epoche scheint zu Ende zu gehen.


  (78) Und der Arabische Frühling...
Elin Gjelland  2  (Elin_Gjelland) - 09.12.2014 12:34
...war auch die Demokratisierung des Orients, wie uns Presse und Politik noch bis vor einem Jahr gebetsmühlenartig verkauften, ehe Flüchtlinge in Massen aus besagten Ländern zu uns kamen. Aber "Ist halt so, ist die Wahrheit! ", nicht wahr Frau P.?


  (78) Ich bin jetzt auch Verschwörungstheoretiker
Faustino Gallina  3  (Veneziano) - 09.12.2014 12:34
Ich misstraue auch dem Westen, weil ich nunmal Europäer bin, und weder transatlantisch, noch transuralisch. Sache ist aber, dass unser schönes Europa seit Jahrhunderten von einem Konzert der Mächte beherrscht wurde, zu dem auch Russland gehörte. Die USA weniger. Der Presse sollte man grundsätzlich misstrauen, wie auch dem Staat - Kant sagt hallo (eigener Verstand). Putin muss man nicht gleich lieben, aber als Korrektiv spielt er seine Rolle, die hier in der Presse - ganz anders als auf der Straße - ganz anders dausgelegt wird. Ich beende meinen Beitrag mal ganz verschwörerisch: warum lese ich in der FAZ letzte Woche so viele Putinartikel, aber keinen einzigen über die US-Kongress Resolution 758? Verschwörerisch!

Bücher zum Thema »Propaganda«

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Gellermann, Bräuti­gam, Klinkhammer:
„Die Macht um acht – Der Faktor Tagesschau“
tagesschau15 Minuten lang informiert die Tagesschau über die vorgeblich wichtigsten Ereignisse des Tages. Als »Flaggschiff der ARD« gibt sie sich als verlässlich, neutral und seriös. Diesen Anspruch hinterfragen Uli Gellermann, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer detailliert und gründlich. Ihr Fazit ist ernüchternd. Sie halten die Tagesschau weder für verlässlich noch für neutral, nur für bedingt seriös und bestenfalls für schlau. Nach diesen 15 Minuten weiß man, was die Regierung denkt; was die Republik denken soll und was zu denken unter den Tisch fallen kann.
Ronald Thoden (Hg.)
„ARD & Co. – Wie Medien manipulieren“
ARD_coPutin ist böse, Klitschko gut, Griechenland unersättlich, Bahnstreiks untragbar, Kuba zu sozialistisch, Assad ein Schlächter, Diktaturen abscheulich, außer die in Saudi-Arabien, Katar, Bahrain …
Manipulative Methoden tendenziöser Berichterstattung sind ermittelbar und damit Desinformation dekonstruierbar, wenn man die falsche Zuordnung von Bildern, das Weglassen wichtiger Informationen, Strategien des Wording sowie die Herstellung falscher Bezüge und Verschleierungstechniken erkennt.
In diesem ersten Band in der Reihe ARD & Co. beschreiben 17 Autoren und Autorinnen in verschiedenen Beiträgen Beispiele und Strukturen von zielgerichteter Informationsvermittlung und Manipulationen aus den letzten Jahren, darunter der Ukraine-Konflikt, Griechenland, Russland, Syrien, Frauenrechte, Uranmunition, Iran, Kaukasus-Krieg, Kosovo, Irak.
Noam Chomsky:
„Media Control“
chomsky_media_controlNoam Chomsky, einer der wichtigsten Querdenker der USA, wirft den Medien vor, unbequeme Tatsachen bereitwillig zu verschleiern und die Verbrechen des »Feindes« wie mit der Lupe zu betrachten. Obwohl sie keiner direkten staatlichen Kontrolle unterliegen, verstehen sich die Massenmedien in den USA nicht als kritische Gegner, sondern als Partner der Regierung und ihrer hegemonialen Ziele.
Albrecht Müller:
“Meinungsmache”
meinungsmacheAlbrecht Müller (nachdenkseiten.de) will in seinem Werk anhand einer Fülle von Beispielen veranschaulichen wie die öffentliche Meinung durch gesteuerte und bezahlte Kampagnen massiv beeinflusst wird und deckt dabei auf, wer diese Kampagnen steuert
Udo Ulfkotte:
“Gekaufte Journalisten”
(2014)
ulfkotte_gekaufte_journalistenDer heute umstrittene Autor hat 17 Jahre im Establishment bei der FAZ gearbeitet und beschreibt, wie transatlantische Medien die Bürger gezielt manipulieren. Ein kontrovers diskutiertes Buch und Pflichtlektüre um deutschen Leitmedien zu verstehen
Edward Bernays: Propaganda
Die Kunst der Public Relations
bernays_propagandaEdward Bernays (1891-1995) gilt als Vater der Public Relations. Bernays machte nicht nur das Werk seines Onkels Sigmund Freud populär, er bediente sich auch bei der Psychoanalyse und entwickelte auf ihrer Basis Methoden zur Steuerung der öffentlichen Meinung. PROPAGANDA (ein Begriff, den er später selbst in »Public Relations« umbenannte) ist Bernays Hauptwerk. In klarer Sprache, frei vom heute verbreiteten Branchenvokabular, legt er in Propaganda dar, worin sich Public Relations von Werbung unterscheidet.
Gustave Le Bon:
Psychologie der Massen
leBon_Psychologie_der_MassenGustave Le Bon (1841-1931) Arzt, Ethnologe, Soziologe und Psychologe. Er gilt als Begründer der »Massenpsychologie«. Sein berühmtes Werk »Psychologie der Massen« übte einen nachhaltigen Einfl uss in der Wissenschaft und praktischen Politik aus. Dieses Grundlagenwerk der Sozialpsychologie beeinfl usste nicht nur Siegmund Freud (»Die Massenpsychologie und die Ich-Analyse«), sondern wurde auch von Politikern und Diktatoren des 20. Jahrhunderts für die Ausarbeitung ihrer Propagandatechniken benutzt.
Uwe Krüger:
Meinungsmacht.
Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse
Krüger_MeinungsmachtWie eng verbunden sind deutsche Spitzenjournalisten mit anderen Eliten unserer Gesellschaft? Und spiegelt sich die Verbundenheit zwischen Top-Journalisten und anderen Eliten auch in der Berichterstattung wider? Uwe Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, gibt Antworten auf die Fragen. In einer beeindruckenden Studie hat Krüger die Netzwerkverbindungen deutscher Spitzenjournalisten analysiert. Seine Studie, die gewaltig am pluralistisch-demokratietheoretischen Medienverständnis rüttelt, ist unter dem Titel „Meinungsmacht“ als Buch erschienen. (TP)
Mathias Broeckers, Paul Schreyer:
Wir sind die Guten
Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren
Broeckers_Schreyer_die_GutenWas geht Deutschland die Ukraine an? Und wie kommt es, dass ein gescheitertes Abkommen mit der EU zu einer der gefährlichsten Krisen geführt hat, die Europa in den vergangenen Jahrzehnten erlebte? Alles Putins Schuld? Oder ist die Wahrheit hinter diesem Konflikt, der nun den Frieden eines ganzen Kontinents bedroht, doch komplexer? Und welche Rolle spielen eigentlich die Medien? Sind sie noch unabhängige Berichterstatter oder längst selbst zur Partei geworden?
Klaus Norbert:
“Die Einflüsterer”
Norbert_einflüstererDas meinungsstark (die der Leser nicht unbedingt teilen muss) geschriebene Buch des Autors versucht mittels bis zur Drucklegung 2010 vermeldeter größerer faktenverbiegender und kleinerer nebensächlicher Ereignisse Mechanismen der Propaganda von Politik & Wirtschaft begreiflich zu machen und hat daher nichts an Aktualität verloren
Edward S.Herman, Noam Chomsky:
„Manufacturing Consent“
chomsky_manufacturing_consentDas Propagandamodell wurde zuerst 1988 in Hermans und Chomskys Buch Manufacturing Consent: the Political Economy of the Mass Media dargestellt. Die Theorie beschreibt, wie die Medien ein dezentralisiertes und nicht-verschwörerisch handelndes Propagandasystem bilden können, das fähig ist, einen Konsens im Interesse der gesellschaftlichen Oberschicht herzustellen und die Öffentlichkeit manipulativ in diese Perspektiven der Oberschicht einzubinden…
Erich Schmidt-Eenboom:
Geheimdienst, Politik und Medien
Meinungsmache Undercover
schmidt_eenboom_geheimdienstGeht es um mögliche Verstrickungen deutscher Medien mit östlichen Geheimdiensten wie MfS oder KGB, so ist das öffentliche Interesse oft riesig. Merkwürdig ruhig ist es dagegen, wenn die Verbindungen zum Bundesnachrichtendienst dokumentiert werden. Erich Schmidt-Eenboom als versierter Fachmann mit Geheimdiensten vertraut, hat in den letzten Jahren intensiv dazu recherchiert.
Erich Schmidt-Eenboom:
Undercover
– Der BND und die deutschen Journalisten
schmidt_eenboom_geheimdienstErich Schmidt-Eenboom, Geheimdienstkritiker und Direktor des Forschungsinstituts für Friedenspolitik in Weilheim, erforschte in zweieinhalbjähriger Kleinstarbeit die Hintergründe einer ominösen Liste mit „Pressesonderverbindungen“. (Telepolis)
Philip Agee, Stefan Aust, Manfred Bissinger, Ekkehardt Jürgens, Eckart Spoo:
Unheimlich zu Diensten
Medienmißbrauch durch Geheimdienste
agee_unheimlich_zu_dienstenDas Buch gibt einem Einblick in die Verflechtungen der Geheimdienste und Medien in der Nachkriegszeit bis 1987. Es zeigt die Methoden von Geheimdiensten anhand von Beispielen – welche sich auch fast eins zu eins auf die heutige Zeit übertragen lassen. Angst durch Terror verbreiten, diese Taten den Leuten immer wieder vor Augen halten und auch damals wie heute war die Antwort immer: Mehr Macht und Militarisierung des Staates, weniger Freiheiten und Rechte für die Bürger.
Andreas Elter:
Die Kriegsverkäufer
Geschichte der US-Propaganda 1917-2005
elter_kriegsverkäuferAndreas Elter zeichnet die vielfältigen Bemühungen der Einflußnahme der US-amerikanischen Regierungen auf die öffentliche Meinung vom 1. Weltkrieg bis zum jüngsten Irakkrieg nach. Er zeigt, inwiefern die jeweils neu aufkommenden Medien wie Radio, Fernsehen und Internet sowie die verschiedenen Maßnahmen der Regierungen einer wechselseitigen Beeinflussung unterliegen – von Zensur über Drohungen bis hin zu regelrechter »Werbung«.
Markus Dormann:
PR-Strategien im Krieg
Grundlagen Akteure Einflussfaktoren Instrumente
dormann_PR_im_KriegDie beiden Golfkriege der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt, dass der strategische Umgang mit Informationen und Berichterstattung von zentraler Bedeutung für die involvierten Staaten ist. Neben hoch­modernen Waffen­systemen scheinen es kommunikative Strategien zu sein, die mehr denn je über den Kriegsausgang entscheiden. Gerade im Zeitalter der globalen Medien­präsenz ist genau abzuwägen, welche Informationen wie gestreut werden. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Autor PR-Aktivitäten im Kriegs­ge­schehen …

 

Weitere Buchtipps können gerne als Kommentar eingereicht werden. Übernommene oder verworfene Buchtipps werden zugunsten einer besseren Übersicht später gelöscht.

Ist Olaf Sundermeyer tatsächlich nur „Journalist“?

25 Dienstag Nov 2014

Posted by Dok in Allgemein

≈ 93 Kommentare

Schlagwörter

Desinformation, Gekaufte Journalisten, Propaganda, RT_Deutsch, Verzerren

Es ist schon mehr als ungewöhnlich, was Olaf Sundermeyer nach seinem Kurzauftritt bei RT-Deutsch so alles erfahren haben will. Das, was er jetzt in den Medien (FAZ, RBB) von sich gibt, hat ganz offensichtlich nichts mit seinem Auftritt bei RT zu tun.

Sundermeyer im RBB: „Den Eindruck den ich dort gewonnen habe, der hat leider das bestätigt, was ich an Vorahnung hatte, dass es ausschließliche Propaganda ist, die dort gemacht wird.“

Sundermeyer_RBB

youtube: RT-Deutsch zum Bashing Sundermeyers (Bild anklicken)

Herr Sundermeyer war vielleicht 1-2 Stunden, vielleicht etwas länger im Sender. Was kann er gesehen haben, das einen seriösen Journalisten zu der Erkenntnis bringen würde, „da wird ausschließlich Propaganda gemacht“? War er in Redaktionskonferenzen, wo Chef Rodionov die Redakteure auf Linie getrimmt hat? Lagen Wording-Bücher in kyrillischer Schrift auf den Tischen? Gab es eine Standleitung in den Kreml? Und warum kommt der tatsächlich unabhängige Journalist Mathias Bröckers zu einer ganz anderen Einschätzung und macht sich über die Anti-RT-Trollerei der transatlantischen Medien so herrlich lustig?

Was Sundermeyer hier vorgaukelt, er sei der aufgeschlossene Journalist, der zwar Vorbehalte hatte, aber dennoch mal gucken wollte, wie es bei RT so ist, stimmt hinten und vorne nicht. Es ist nicht schlüssig, sondern eine erfundene Geschichte, die er sich schon ausgedacht hat, bevor er RT überhaupt besucht hat. Sundermeyer ist allem Anschein nach schon mit genau diesem Vorsatz überhaupt zum Interview gegangen: nachher eine reißerische Geschichte angeblicher Propaganda aufzutischen. Sundermeyers klaffendes Problem ist, dass er dafür nicht den geringsten Beleg liefern kann.

Jetzt tingelt er durch die transatlantischen Medien und erzählt überall mit den gleichen Floskeln die gleiche krude Geschichte:

Olaf Sundermeyer: Wir haben ja in Deutschland in den vergangenen Wochen eine Bewegung erlebt die sich Hooligans gegen Salafisten nennt, das heisst eine Eskalation von Gewalt durch gewaltgeneigten, rechts motivierten Fussball Fans. Darüber, sagte man mir, wolle die Redaktion RT Deutsch, also Russia Today Deutsch, mit mir sprechen, über Rechtsextremismus im Fussball insgesamt, ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich dieser Einladung folge, weil ich natürlich auch die kritische Auseinandersetzung mit RT Deutsch mitbekommen habe und nachdem ich dann mit einigen Kollegen Rücksprache gehalten habe, habe ich mir überlegt: Gut, du bist Reporter, Reporter müssen immer dorthin gehen und sich die Dinge ganz genau ins eigene Angesicht nehmen und das habe ich dann einfach getan. (LINK zum Transkript eines Interviews mit dem SRF, Audio)

Peter Voegeli: Und was ist ihre Bilanz?

Olaf Sundermeyer: Die Bilanz ist, dass RT Deutsch mit Journalismus überhaupt nichts zu tun hat, das ist reinste Kreml-Propaganda, der es dazu geht, einer alten Geheimdienstregel folgend, Vladimir Putin ist ja ein ehemaliger KGB-Agent, der jahrelang in der DDR gearbeitet hat und mit ihm auch viele ehemalige Geheimdienstagenten im Kreml, Gesellschaften in Ländern zu spalten, indem man sich selbst in einen Antagonismus verstrickt sieht, und Russland sieht sich nicht nur in einem Antagonismus mit den Vereinigten Staaten, sondern auch mit Europa, und deswegen versuchen sie über RT Deutsch einen Spaltpilz zu setzen im deutschsprachigen Raum und in Europa, das heisst Skeptikern Auftritt zu geben. Leute, die überhaupt nicht an das System glauben, die nicht an die Demokratie glauben, diesen Leuten will man Futter geben, indem man dort einfach Propaganda verbreitet und so ne ganz andere spezifische Sicht der Dinge, der Gesellschaft insgesamt, strategisch verbreitet. (ebd)

Besonders krude wird es wenig später:

Olaf Sundermeyer: Das ist sehr perfide, und perfide ist in diesem Sinne gut gemachte Agitation, dort herrscht eine sehr totalitäre Unternehmenskultur in diesem Sender, die ich fast sektenförmig nennen möchte, wie das zum Beispiel bei Scientologen ist, wenn man sich mit denen auseinandersetzt, oder auch bei extremen Parteien wie der rechtsextremen NPD. Das heiss man kommt dorthin, ein Team des Norddeutschen Rundfunks hat offiziell einen Beitrag gemacht über diesen Sender und wurde selbst gefilmt bei den Dreharbeiten, ganz aggressiv fast schon gefilmt und solche Dinge, die kenne ich eigentlich nur aus totalitären Zusammenhängen und das ist bei RT Deutsch definitiv Unternehmenskultur. (ebd)

Es ist völlig absurd anzunehmen, man könne solche „Erkenntnisse“ anhand eines Besuchs und Interviews bei RT gewinnen. Was Sundermeyer sich da aus den Fingern saugt ist so grotesk übertrieben und fern jeder Realität, dass er sich damit selbst Lügen straft. Da Sundermeyer diesen Unsinn unmöglich bei seinem Kurzbesuch als Eindruck bekommen haben kann, ist klar, dass er diese Dinge schon vorher im Kopf hatte. Nur warum ging er dann überhaupt hin und sagt seinen Text zum Hooliganismus auf, der in diesem ganzen Kontext seltsam in den Hintergrund tritt?

Es gibt nur zwei plausible Erklärungen. Die Erste ist die Harmlosere. Danach ist Sundermeyer tatsächlich voller reaktionärer Ressentiments und ist ganz bewusst zu RT gegangen, um sich anschließend in den transatlantischen Medien wichtig zu machen. Da kann man nur sagen: Armer Tropf!

Die andere ist etwas spannender, aber aus der Natur der Sache heraus schwer zu belegen. Sundermeyers merkwürdiges Verhalten wird plötzlich dann plausibel, wenn man unterstellt, dass er nicht nur Journalist ist, sondern auch Informant von unserem Freund Maaßen. Diese Idee ist alles andere als weit hergeholt. Die Zusammenarbeit des VS mit Journalisten hat lange Tradition. Ulfkotte hat erschöpfend dargelegt, wie eng die Kooperation ist, wenn Journalisten in bestimmten Regionen der Welt unterwegs sind und transatlantische Themen beackern. Es gibt aber auch eine andere Themenwelt, die für Maaßens Dienste ganz oben auf der Agenda steht und das sind Rechtsextremisten und Hooligans und das sind die Schwerpunktthemen unseres merkwürdigen RT-Bashers Sundermeyer. Zufall? Es ist nicht lange her, da musste ein anderer „Journalist“ untertauchen: Martin Thein – Fußball-Fanforscher, Buchschreiber und … Informant des VS. Hier das entsprechende Video.

Zieht man diesen Verdacht in Betracht, dann werden die grotesken Gedankengänge, die der „Journalist“ Sundermeyer als logisch nachvollziehbar auftischen will, plötzlich plausibel. Dann bedeutet das nichts anderes, als das Sundermeyer politische Agitation auf der Fahrkarte des VS betreibt. Seine alberne Bitte, mit dem Handy aufzeichnen zu können, wird genauso plausibel, wie seine mantraartig wiederholten Ängste, er könne seine journalistische Reputation verlieren, wenn er zu RT ginge.

Nun kann man das natürlich nicht belegen. Es sind nur Indizien. Jeder kann sich seine eigene Meinung dazu bilden. Allerdings ergeben sie ganz plötzlich ein in sich schlüssiges Bild, zu einem zuvor mehr als widersprüchlichem Narrativ, das Sundermeyer uns mit seiner Mär vom „sektenförmigen Kreml-Propagandasender“ auftischen will.

Dank an Chris für das Transkript des SRF-Interviews im Propaganda-Melder!

Neue Rubrik: Linksammlung Literatur und Videos zum Thema »Propaganda«

15 Samstag Nov 2014

Posted by Dok in Allgemein

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Die Propagandaschau soll um eine Rubrik erweitert werden. Wir wollen Links zu Internetartikeln, sowie Hinweise auf Literatur und Videos zum Thema »Propaganda« zusammenstellen, um den Lesern und Kommentatoren einen übersichtlichen Fundus an weitergehenden Informationsquellen anzubieten.

Bitte schreibt uns in den Kommentaren zu diesem Beitrag, welche Webseiten, Bücher oder Videos/Audios Ihr in einer solchen Linksammlung sehen wollt! Dieser Beitrag wird ein oder zwei Wochen oben angepinnt, bis wir eine gute Basis gesammelt haben, aus der dann die neue Rubrik entsteht.

Die Kommentare/Hinweise sollten der Übersicht halber folgendermaßen aussehen:

Buch: Udo Ulfkotte: „Gekaufte Journalisten“
– Der Autor hat selbst 17 Jahre bei der FAZ gearbeitet und beschreibt, wie transatlantische Leitmedien die Bürger gezielt manipulieren

oder

Video: Ken Jebsen interviewt Dr. Andreas von Bülow
– Der ehemalige parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Dr. Andreas von Bülow über US-Propaganda und Geheimdienste

oder

Webseite: Medien, Macht Manipulationen
– Markus Jansohn beschreibt auf hintergrund.de, wie Wirtschaft und Lobbyisten in den Medien die Meinung diktieren

…

Zur Formatierung Eures Hinweises könnt Ihr folgendes Gerüst benutzen, in dem Ihr nur noch das Medium (Webseite, Buch, Video), einen Namen, einen Link, den Titel und eine kurze Inhaltsangabe eintragen müsst:

<strong>Medium: </strong> Name: <a href=“http://www.webseite.com„> “Titel”</a>
– Inhalt

Ihr könnt auch tags verwenden, um die Inhaltsangabe abzukürzen. Also beispielsweise USA, NATO, Gladio, NSU, Atlantikbrücke, etc…

Wenn Euch ein Hinweis besonders wichtig erscheint, könnt Ihr in einer Antwort zu diesem Kommentar einfach „5 Sterne“ geben. Die Hinweise, die besonders viele Sterne von Euch bekommen, werden in der neuen Rubrik dann ganz oben erscheinen.

Samstag 9:20 Uhr: WDR5 möchte über eine „Verschwörungstheorie“ reden (Update: Kritik zur Sendung)

15 Samstag Nov 2014

Posted by Dok in ARD

≈ 60 Kommentare

Schlagwörter

ARD, Demokratie, Gekaufte Journalisten, Staatsmedien

wdr5
Eine Frage des Vertrauens:

Warum stehen die Medien unter Generalverdacht?

Nun gibt es in Deutschland Qualitätsmedien, die uns komplexe Sachverhalte richtig und unvoreingenommen erklären wollen. Doch das Vertrauen in die Leitmedien wie etwa den „Spiegel“, die „FAZ“, die „Süddeutsche Zeitung“ sowie ARD und ZDF scheint erschüttert. In Netz-Foren machen Leser und Zuschauer ihrem Unmut Luft über die aktuelle Berichterstattung. Echte und vermeintliche Fehler werden auch schon mal als Beleg für einen Masterplan der Medien interpretiert, die Bevölkerung bewusst hinters Licht zu führen. Es gibt Buchautoren, die verbreiten entsprechende Verschwörungstheorien und erklimmen die Bestsellerlisten. Die Kritiker bilden aber keineswegs eine homogene Gruppe. Sie eint jedoch der Vertrauensverlust in die Medien. Wir stellen die Vertrauensfrage. (LINK)

Dazu muss man erst einmal klarstellen, dass es nicht DIE Medien sind, die unter Generalverdacht stehen, sondern die gleichgeschalteten Mainstreammedien inklusive der Öffentlich-Rechtlichen. Die sogenannten Leitmedien also, die allesamt mit transatlantischen Netzwerkern in den Führungspositionen besetzt sind und erwiesenermaßen US-hörige NATO- und Hofberichterstattung betreiben, anstatt kritischen Journalismus, dessen Aufgabe die Kontrolle der Mächtigen (Regierung, EU, NATO, Wirtschaftseliten,…) wäre.

Diese Medien stehen auch nicht unter Generalverdacht, sondern sie betreiben erwiesenermaßen politische Propaganda – oder wie Tom Buhrow das nennt: „westliche Position verteidigen“. Kann sich ein Journalist – der Intendant des WDR – eigentlich deutlicher offenbaren?

Von „vermeintlichen Fehlern“ kann schon lange keine Rede mehr sein. Vielmehr haben wir es mit einer systematischen Desinformation zu tun, deren sogenannte „Fehler“ merkwürdigerweise immer genau auf der politischen Agenda der NATO-Aggressoren liegen. Wer angesichts dessen, was hier und andernorts dokumentiert ist, noch von vermeintlichen Fehlern spricht, lügt vorsätzlich, will sich dumm stellen oder ist tatsächlich dumm.

Dass hier auf die Sendung im WDR morgen hingewiesen wird, hat einen besonderen Grund und das ist die Tatsache, dass Stefan Niggemeier dort als Gast eingeladen wurde. Niggemeier kann man noch als Schnittstelle zwischen Mainstream und Blogosphäre ansehen. Und diese Schnittstellen sind – auch angesichts der Wagenburg, in der sich die ertappten Propagandisten einigeln – ziemlich selten und auch deshalb durchaus wichtig.

Es wäre sehr naiv, zu glauben, dass Sendungen wie „Funkhaus Wallraffplatz“ dazu angelegt sind, vorgetragene Kritik als Anlaß zur Besserung zu nehmen. Die transatlantischen Netzwerker werden das Machtinstrument, das sie in den Händen haben, nicht einfach altruistisch reformieren. Es geht ihnen ausschließlich darum, die Zuschauer, Hörer und Leser bei der Stange zu halten – ihnen zu suggerieren, sie hätten eine Stimme, die gehört würde. Tatsächlich wird die Kommunikation auch zukünftig weiter nur in eine Richtung laufen, denn es geht ihnen nicht um Information, sondern um Manipulation. Die Stimmen der Rezipienten sind dabei weitestgehend irrelevant, da die politischen Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen wurden und auch in Zukunft weiter getroffen werden sollen. Nur wenn sie anfangen, laut aufzuheulen, dann müssen sie irgendwie wieder eingefangen werden – dazu dient diese Sendung.

Niggemeier weiß natürlich genau, dass er auf einem Drahtseil laviert. Schon seine Rezension über Ulfkottes Buch hatte eindeutig Schlagseite. Die Kritik am Buch war berechtigt, stichhaltig und sehr gut, aber die Würdigung der authentischen Einblicke in ein korruptes System, die Ulfkotte ja tatsächlich liefert, war so gut wie nicht vorhanden. Auch wegen sehr verdächtiger Lobeshymnen aus Kreisen der Mainstreammedien müssen die Krautreportern erst noch beweisen, ob sie eher auf Seiten der Bürger oder doch auf der Seite der Macht stehen.

Es wird also spannend, wie Niggemeier sich morgen in der Sendung positioniert. Als kritischer Journalist, der sich auch nicht scheut, den Mist im Augias-Stall beim Namen zu nennen oder als Beschwichtiger, der im Sinne des Mainstreams den Aufruhr besänftigen will.

Dank an T. Schlessinger für den Hinweis an den Propaganda-Melder!

Kurzkritik zur Sendung:

Das Einschalten hat sich in jedem Fall gelohnt. Die Sendung war so kontrovers, wie der gesamte aktuelle Diskurs und man muss Stefan Niggemeier ausdrücklich dafür loben, wie er die Kritikpunkte an der Berichterstattung der ÖR präzise auf den Punkt gebracht hat.

Die ÖR sind Konfliktpartei – und mit ihnen die gleichgeschalteten Leitmedien von SPIEGEL bis ZEIT. DAS ist der politisch brisante Kern aller Kritik. Aus dieser schamlosen und gefährlichen Parteinahme speist sich sowohl der (zutreffende) Eindruck der Gleichschaltung, als auch die Empörung der medienkritischen Öffentlichkeit. Wir sind die Guten – die Anderen sind die Bösen. Mit dieser simplen Formel – mit der die Bush-Administration die USA in einen verbrecherischen Krieg gezogen hat – werden wir derzeit wieder in Deutschland manipuliert und es ist gut zu wissen, dass es hier eine beachtliche Zahl an Bürgern gibt, die sich nicht so plump in die ideologischen Schützengräben führen lassen.

Zu Recht beschreibt Niggemeier die Gefahr, die darin besteht, dass die ÖR nur noch als Partei wahrgenommen werden. Damit – das sagte er so nicht – sind sie nämlich zu dem Staatsfunk geworden, der sie laut Bundesverfassungsgericht nicht sein dürfen. Die ÖR müssen immer und in jedem Fall so gut es geht objektiv und unparteilich berichten. DAS sind die in der deutschen Geschichte begründeten Vorgaben des Staatsvertrags. Nur auf dieser Grundlage haben die ÖR eine Berechtigung zu existieren – und das Recht Gebühren von den Bürgern einzufordern.

Der Chefredakteurin blieb nichts anderes, als zu lavieren und die Vorwürfe „zurückzuweisen“ Das kennt man schon von Tom Buhrow. Dessen auf Telepolis kolportiertes Zitat, dass man in den ÖR die westlichen Positionen verteidige, stellte sie in Abrede. Eine weitere Verteidigungslinie war der Hinweis auf die vielen Korrespondenten in der Ukraine, Moskau, Brüssel, Paris und sonstwo, die sich im Programm der ARD/WDR zum Konflikt geäussert hätten. Dass jeder einzelne von ihnen die gleiche anti-russische NATO-Propaganda verbreitet, sagte sie natürlich nicht.

Spannend war der Einblick, den Niggemeier in einen internen Vorgang beim WDR gab. Offenbar war er zunächst als Gast für die WDR-Kultursendung Scala eingeplant. Das führte zu senderinternen Bedenken, weil er dort verhältnismäßig unwidersprochen seine Kritik hätte vortragen können. Aus diesem Grund wurde er auf diese Funkhaus Wallraffplatz-Ausgabe umdisponiert, wo ihm die Chefredakteurin persönlich „Contra“ geben konnte. Wie schwach sie dabei aussah – weil ihre Position schwach ist – kann sich jeder im Podcast anhören, den wir hier verlinken, sobald er veröffentlicht ist. Wenn aber nicht eimal ein Stefan Niggemeier im Programm des WDR ohne einen Kettenhund zu Wort kommen kann, ist es mit diesem Sender wahrlich weit gekommen.

FAZIT: Es besteht trotz allem noch Hoffnung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Alles andere wäre auch fatal und gefährlich. So lange Sendungen wie diese noch möglich sind, ist nicht alles verloren. Dass die ÖR reformiert werden müssen, sollte allerdings mittlerweile auch dem arglosesten Hörer klar geworden sein. Auch eine Chefredakteurin wie Angelica Netz würde zweifellos lieber Lob für Ausgewogenheit, Objektivität und Unparteilichkeit des Programms bekommen, als sich gegen gegenteilige Vorwürfe verteidigen zu müssen. Aber sie ist nur ein Rädchen in einem System und müsste ihren Hut nehmen, wenn sie auch nur ansatzweise eingestehen würde, wie im Sender gezielt von oben Druck auf das Programm gemacht wird. Seriöse Journalisten im WDR sollten kapieren, dass wir hier im Blog für ihr Recht kämpfen, guten und ausgewogenen Journalismus zu machen – statt Propaganda.

Der Podcast der Sendung zum Nachhören!

RT seit heute mit deutschem Webauftritt

06 Donnerstag Nov 2014

Posted by Dok in Allgemein

≈ 34 Kommentare

Schlechte Nachrichten für die transatlantischen Meinungsmonopolisten:

RT-Deutsch ist online!

RtdeutschEine gute Nachricht ist das dagegen für all jene, die sich nicht länger einseitig manipulieren lassen wollen, sondern Wert darauf legen, auch die andere Perspektive zu betrachten.

Dass RT-Deutsch auf deutsche und internationale Themen zielt und der einseitigen, anglo-amerikanisch dominierten Propaganda ganz bewusst ein Gegengewicht entgegenstellen will, zeigt der erste Blick auf die Seite: GdL, Ulfkottes „Gekaufte Journalisten“, Ukraine-Konflikt, „Rechtsstaat“ USA, etc. Brandaktuelle Themen, die in deutschen Medien allesamt verzerrt oder gar nicht dargestellt werden. Das neue Angebot an die deutsche Gesellschaft umfasst auch einen youtube-Kanal. Ein deutscher TV-Kanal ist in Arbeit und wird hoffentlich 2015 auf Sendung gehen.

Aber ist das nicht Propaganda? Nicht zwangsläufig! Nur weil RT vom russischen Staat finanziert wird, ist das Programm nicht automatisch und in jedem Fall parteiisch. Auch deutsche Staats- und Konzernmedien machen ja nicht durchgängig Propaganda. Man muss eben in jedem einzelnen Fall genau hinschauen. Ein wertvolle Informationsquelle die den Blick auf die Welt erweitert, neue Facetten hinzufügt und ein Gegengewicht zur vorherrschenden transatlantischen Meinungsmache setzt, wird RT-Deutsch in jedem Fall sein.

Bookmarked!

Cicero: Sind wir Kriegstreiber?

05 Mittwoch Nov 2014

Posted by Dok in Allgemein

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Gekaufte Journalisten

Cicero_sind_wir_kriegstreiberDer Artikel im Cicero ist zwar schon aus dem August, aber weil die Denkweise der Autorin durchaus beispielhaft für viele Journalisten der Mainstreammedien ist und weil PS-Leserin Petra ihn so ausführlich seziert hat, übernehmen wir ihren Kommentar auf die Frontseite.

 

Petra:

Und hier ein Beispiel dafür, dass sich gar nichts ändern wird, weil die Presse inzwischen nämlich ein ganz anderes Selbstverständnis entwickelt hat, als man sich das so denkt.

Der Artikel:

MEDIENBERICHTE ÜBER PUTIN, GAZA UND ISIS
Sind wir Kriegstreiber?
VON PETRA SORGE 14. AUGUST 2014

Zitat: “Dass es nicht mehr nur Verschwörungstheoretiker oder jene vom Kreml finanzierten Manipulatoren in sozialen Netzwerken und Kommentarforen sind, die die deutsche Presse für einseitig und gesteuert halten, sondern mittlerweile auch Vertreter des Bildungsbürgertums, lässt Vertreter meiner Branche erschrecken.”

Klingt erst mal gut, gelle? Das Bildungsbürgertum ist kritisch, das schreckt auf. Das könnte einen freuen. Ich bin sicher, dass ich nicht die einzige bin, die unter dem Eindruck stand, dass die kritischen Stimmen sich in der Mehrheit durch einen gewissen Wissensstand, eine gewisse Bildung, eine gewisse Sprachfähigkeit und durch die Fähigkeit der Argumentation auszeichneten.

Es ist aber nicht gut. Denn: es sind NICHT MEHR nur Verschwörungstheoretiker und Manipulatoren. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Das impliziert nämlich, dass zu Beginn nur Durchgeknallte oder Profis kritisch waren. Und diese dann durch ihre Argumentation irgendwie das Bildungsbürgertum aufgebracht haben.

Sozusagen: der Kreml könnte sich hinstellen und sagen: Manipulation der öffentlichen Meinung in Deutschland? Mission accomplished.

Das Ende der Hoffnung auf Einsicht folgt sofort:

Zitat: “Trotzdem halte ich den Vorwurf, wir orchestrierten einen Propagandafeldzug für mehr Kriegseinsätze, im Ergebnis für absurd. Und auch für ein bisschen verletzend: Ich habe an der Universität Leipzig studiert, das zu DDR-Zeiten als „Rotes Kloster“ galt. Dort wurde der Journalist zum sozialistischen Agitator und Propagandist erzogen. Heute leben wir zum Glück in einer Demokratie; die Pressefreiheit ist eins der wohl wertvollsten Güter.”

Übersetzung: die liegen alle falsch, denn bei uns steht ja Pressefreiheit drauf, dann ist sie auch drin. Bei uns steht Demokratie drauf, also ist sie auch drin. Ich könnte nun ein Kettchen anfertigen lassen, auf dem steht “Kleopatra VIII” das heisst doch noch lange nicht, dass ich Unterstützer für meinen Herrschaftsanspruch am Nil finden werden.

Und nun wird es richtig spannend:

Zitat: “Die Frage, wieso so viele Menschen den Medien misstrauen, hängt auch mit der Meinungskluft zwischen den politischen Eliten und der Öffentlichkeit zusammen. Fast vier Fünftel der Bundesbürger lehnen ein stärkeres militärisches Engagement Deutschlands in der Welt ab – teils selbst dann, wenn das hieße, anderen Hilfe zu verweigern. Zwischen diesen beiden Extremen müssen die Medien kommunizieren und vermitteln: ”

Also mehr als nur die absolute Mehrheit der Deutschen hat eine Meinung. Die politischen Eliten haben eine andere. Also eine absolute Minderheit. Und die Aufgabe der Medien ist es: zwischen diesen Extremen zu vermitteln?

Da sieh mal einer an. Und ich dachte die Aufgabe der 4. Gewalt ist es, sicher zu stellen, dass durch die Kontrolle der politischen Elite durch die Medien, die Demokratie erhalten bleibt. Demokratie: Herrschaft des Volkes, ergo: nicht die 4/5 müssen überzeugt werden, sondern die kleine politische Elite, die offenbar in der Hauptsache nur elitär ist und in der festen Überzeugung lebt, besser als die Masse zu wissen, was gut für Deutschland ist.

Mit diesem Absatz entlarvt die Autorin sich als williger Vollstrecker der Politik. Und da ich selbst eine Frau bin, kann man mich auch nicht mit dem emotionalen Blinzel-Bienen-Gewäsch von wegen “es sei ein wenig verletztend”, dass die Menschen annehmen, die Medien sind nur noch die Propaganda-Abteilung, zu Mitgefühl bewegen.

Die Aufgabe der Medien ist es eben nicht zu vermitteln, im Sinne eines Mediators, sondern Inhalte zu vermitteln. Die Aufgabe ist Information. Aber man ist zur Meinungsbildung übergegangen. Und das, mit Verlaub, verbitte ich mir.

Die Aufgabe der Medien ist es, die Eliten zu überwachen und dem Bürger eine Stimme zu geben, weil er selbst sich nur sehr schwer Gehör verschaffen kann. Statt dessen sind die Medien dazu übergegangen, dazu beizutragen, dass der einzelne Mensch in diesem Land sich nicht mehr äussern kann, ohne mit dem Totschlags-Argument “Putin Troll” diffamiert zu werden.

Selbst die Autorin, die sich hier ja einsichtig zeigen will, weil das nun mal so ein Trend ist, denn es sind inzwischen zu viele Zeitungen abbestellt worden, fällt in dieses Verhalten zurück, indem sie betont, dass es “NICHT MEHR NUR Verschwörungstheoretiker und bezahlte Agenten sind”.

Aber weiter.

Zitat: “Vielen Rezipienten fällt es aber auch schwer, zwischen sozialen und traditionellen Medien zu unterscheiden.”

Ach da schau an. Das Problem scheinen aber inzwischen auch die Regierungen zu haben. Jedenfalls hab ich nicht vergessen, dass man uns “Beweise” für die Schuld Russlands vorlegte, die aus der Quelle “soziale Medien” stammte. Da sollte man diesen sozialen Medien vertrauen. Bilder vom Buk System zum Beispiel das eindeutig aus Russland kam. während wir gerade kürzlich von Herrn Schleicher (BND) erfahren durften: ne, die Russen hatten das nicht geliefert, sondern die Rebellen hatten es
erbeutet, von einem ukrainischen Stützpunkt.

Und statt zu fragen, taten die traditionellen Medien das, was ihnen die kritische Haltung der Bürger einbrachte: nichts! Es wurde weder gefragt: wieso hat das die Ukraine von Anfang an nicht gesagt, dass das Ding weg war, wieso wurde der Luftraum nach der Erbeutung dieses Systems nicht gesperrt und vor allem: sollte man nun nicht wenigstens mal die Sanktionen ein wenig reduzieren, die ja nur wegen der “Mitschuld der Russen” an der Tragödie überhaupt durch die EU erlassen wurden. Sollte man sich vielleicht auch mal bei den Russen entschuldigen, weil man ihren Repräsentanten mit Gaddafi verglichen hatte? Nichts kam. Immer weiter geht es.

Also ich find es einfach mehr als fragwürdig von den Lesern und Zuschauern eine Medienkompetenz zu verlangen, die den “Eliten” offenbar selbst fehlt. Und ich finde es fragwürdig, dass Rechtfertigungen folgen, Erklärungen, aber niemals auch nur ein Stückchen Einsicht mit Konsequenz. Denn nur dann ist es Einsicht, sonst nur leeres Geschwätz.

Nun folgt eine solche Rechtfertigungsarie. Zeitdruck und was weiss ich. Wessen Job ist in unserer schnelllebigen Zeit schon einfacher geworden? Wenn alle jetzt ihre Fehler immer wieder begehen und sich rechtfertigen, dann bricht alles zusammen. Man macht Fehler, man lernt daraus. Oder eben nicht. Dann sollte man sich aber auch nicht beklagen.

Und was man tunlichst unterlassen sollte folgt im Artikel:

Zitat: “Leser selbst für das Angebot verantwortlich

Dabei hat der Leser mit seinem Verhalten selbst das mediale Desinteresse mitzuverantworten. Der Tod von Robin Williams hat in dieser Woche von den Online-Zugriffen her nahezu alle anderen Themen überlagert. Spiegel Online machte am Dienstag mit drei Artikeln des US-Schauspielers auf, von denen es zwei in die Top 5 des Tages schafften. In den Ranking-Sparten meist „gelesen“, „verschickt“ und „gesehen“ des Nachrichtenmagazins fand sich kein einziger politischer Beitrag, geschweige denn einer zur Außenpolitik. An jenem Tag, an dem die deutsche Politik Waffenlieferungen an die Kurden in Aussicht stellte, interessierten sich die Nutzer am meisten für Grillfleisch, Rotweine oder Miroslav Klose, und bei Cicero Online erreichte ein Artikel über Helene Fischer Rekord-Zugriffe. Wenn die Nachfrage nach ausgewogenen außenpolitischen Analysen so gering ist, warum sollten die Medien da noch mehr liefern? Und worin sollte der ökonomische Anreiz bestehen, Kriegspropaganda zu verbreiten?”

Jetzt wissen wir es. Wir sind dumme Schafe und deshalb kriegen wir den Dreck zu fressen. Selbst schuld. Merci dafür Mädchen.

Allerdings, mal ein paar Anmerkungen:

Wieso gibt sich der Cicero überhaupt dafür her, diesen Quatsch über eine Helene Fischer zu schreiben, während es um Waffenlieferungen geht?

Wieso sollte das Thema Waffenlieferungen die Bürger ganz massiv in Wallung bringen? Die Debatte im Parlament erfolgte NACH der Entscheidung. Und die Kanzlerin hatte noch dazu erklärt, dass sie an einen Beschluss vom Bundestag nicht gebunden sei. Wieso erwartet man vom Bürger, eine Ernsthaftigkeit und ein Bewusstsein für demokratische Prozesse, die bei den Hauptakteuren fehlt? Wenn schon der Bundestag zur Dekoration gemacht wird “labert mal fein, aber ändern wird das eh nix” wie soll der Bürger sich dann motiviert fühlen, sich in einen Prozess und sei es nur durch das Schreiben eines Kommentars, einzubringen?

Die letzte Frage worin der ökonomische Anreiz im Verbreiten der Kriegspropaganda besteht ist nun wirklich beleidigend. Mädchen, einfach mal in die Buchhandlungen gehen und das Buch von Ulfkotte lesen. Vielleicht auch einfach mal darüber informieren, wie Journalisten in die transatlantische NGO Welt eingebunden werden, und da reicht Insentives abgreifen.

Und dass ausgerechnet Zeitungsausträger von Anfang an vom Mindestlohn ausgenommen wurden, war sicher auch reiner Zufall.

Und offenbar lohnt es auch nicht, den Dreck über Lieschen Lotterleben zu schreiben, denn der Absatz sinkt.

Aber das Letzte und ich mein wirklich das Allerletzte ist doch wohl: “Wenn die Nachfrage nach ausgewogenen außenpolitischen Analysen so gering ist, warum sollten die Medien da noch mehr liefern?”

WEIL DAS DER AUFTRAG DER MEDIEN IST!
Also der, der Bürger. Der, der Politik ist sicher: weitermachen mit der Volksverdummung, dann gehen die auch nicht auf die Strasse zum Protestieren.

Wer sich als Journalist freiwillig auf Boulevard-Niveau begibt, der verdient es auch nicht, darüber zu flennen, dass die Bürger eine “verletzende” Einstellung haben. Kann doch egal sein, sind doch eh nur primitive Dummköpfe, die auf die nächste Staffel von Deutschland sucht das nächste was auch immer, warten.

Mein Fazit: wieder so ein Jammerartikel, arme Journalisten, blöde Kunden, böse Meinungsmacher (vom Kreml bezahlt) und wieder keine, aber wirklich keine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik.

So Mädchen, jetzt ab in die Ecke, Tränchen trocknen, und dann ne Bewerbung an die Gala. Da braucht man sich auch nicht zu rechtfertigen, wenn man keine politischen Analysen abliefert. DIE Leser erwarten nämlich nix anderes!

Herzliche Grüsse
Petra

Spiegelkabinett: Diskussion zur Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichspreises an Golineh Atai

28 Dienstag Okt 2014

Posted by Dok in ARD

≈ 4 Kommentare

Schlagwörter

ARD, Desinformation, Propaganda, Staatsmedien, Ukraine

Udo Ulfkotte findet in seinem Buch „Gekaufte Journalisten“ die richtigen Worte für den Hanns-Joachim-Friedrichspreis. Er vergleicht ihn mit dem selbstverliehenen, güldenen Medaillen der Lebensmittelindustrie, der DLG-Prämierung, die quasi jedes Lebensmittel bekommt, wenn die Packung nicht schon vor dem Verkauf durch Faulgase zum Bersten gebracht wird.

avnVielleicht gibt es mehr Parallelen zur Pornobranche, die sich ja auch mit selbstverliehenen Preisen bewirbt. Aber man täte den so sportlichen wie professionellen Darstellern damit wohl Unrecht. Menschen wie Atai, Lielischkies, Eigendorf etc. verbreiten keine Freude, sondern verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit Desinformation und Volksverhetzung. Sie sind Täter, die sich problemlos einen rechtschaffenen Beruf suchen könnten. Zum Beispiel im Supermarkt, um dort DLG-Produkte zu verkaufen.

Die Verleihung des Hajo Friedrichs-Preises ausgerechnet an Golineh Atai ist ein geschmackloser Witz der Geschichte, der wohl auf drei Gründe zurückzuführen ist. Erstens will man dem Gegenwind aus der Bevölkerung etwas entgegensetzen: Schaut her, sie hat doch einen Preis bekommen! Zweitens will man Atai mit ihrem tendenziösen Drecksjournalismus bei der Stange halten. Wenn sie nicht total debil ist, muss ihr nämlich völlig klar sein, dass sie schäbigste Propaganda betreibt. Das dürfte innere Konflikte hervorrufen, die ihre Arbeitgeber auf diese Weise etwas besänftigen wollen. Motto: braves Mädchen, weiter so! Drittens liegt die Wahl wohl in der Automatik der Preisverleihung und der Juroren. Das sind allesamt Hurenkollegen aus einem gemeinsamen Puff. Wen sollen die wohl sonst ehren?

Der Staatsfunk sah sich angesichts der grotesken Preisverleihung bemüßigt, eine eigene Diskussionrunde zu inszenieren. Vor ausgewähltem Kollegenpublikum und mit gerademal zwei zaghaft kritischen Stimme auf dem Podium geriet auch diese Veranstaltung zu einer Farce. Der Spiegelkabinett-Blog hat diese Show eingehend dokumentiert, weshalb wir den Artikel hier empfehlen möchten.

phoenix_atai

ein Panorama journalistischer Blasiertheit und Realitätsverweigerung

…Diese Diskussionsrunde, ursprünglich dazu gedacht, die anhaltende Kritik an der Berichterstattung über die Ukraine zu thematisieren, sich ihr zu stellen, kann nur als absolut misslungen bezeichnet werden. Das Gegenteil wurde erreicht. Die versammelte Journaille zeigte einmal mehr, dass sie absolut beratungsresistent ist. Es wurde dem Zuschauer ein widerwärtiger Korpsgeist der Medienschaffenden vorgeführt. Man spielte sich die Bälle zu, beklagte sich über schlechte Arbeitsbedingungen, über Überforderung und mangelnde Anerkennung durch die Zuschauer und Leser.

 Selbstkritik war nicht einmal im Ansatz zu erkennen. Stattdessen wurden die alten Lügen wiederholt, man erging sich im Bezeugen gegenseitiger Hochachtung und wurde aggressiv gegenüber den beiden, sehr moderaten Kritikern, Paul Siebertz und Simon Weiß. Will man ein Resümee ziehen, so bleibt festzustellen: Die Journalisten des Mainstreams sind eitel und selbstgefällig, sehen sich als eine eigene unangreifbare Kaste mit einem ekelhaften Korpsgeist, mit dem sie sich gegenseitig die Unfehlbarkeit testieren.

Spiegelkabinett2

Zum ganzen Artikel geht es hier:

Weitere Programmbeschwerde zu ARD-Lügen über angeblichen russischen Abzug aus „Kampfgebiet“

19 Sonntag Okt 2014

Posted by Dok in ARD

≈ 34 Kommentare

Schlagwörter

ARD, Desinformation, Kriegspropaganda, Lügen, Russland, Ukraine

ardDie ständige Publikumskonferenz hat weitere Lügen in der ARD-Berichterstattung über den Abzug russischer Truppen von der ukrainischen Grenze entdeckt und erneut Programmbeschwerde eingelegt. Gerade erst haben wir darüber berichtet, dass der WDR auf seiner Webseite am 13.10. die Lüge verbreitete, Russland habe „seine Soldaten aus dem Kampfgebiet zurückgezogen“. Noch drei Tage später, am 16.10, legte Michael Stempfle (Motto: „First get it right, then get it first.“) vom ARD-Hauptstadtstudio in der Tagesschau um 16.00 Uhr und 17.00 Uhr Gregor Gysi die folgenden Worte in den Mund:

Gysi_Bundestag_16.10Stempfle aus dem Off: „Seine (Gysis) Forderung: Die Bundesregierung müsse ihren harten Kurs aufgeben. Schließlich habe sich Russland in Minsk bereit erklärt, Waffen aus der umkämpften Region abzuziehen“

Gysi hat das in seiner Rede nie gesagt. Auch die Behauptung, Russland hätte sich derartig geäußert, ist ja eine Lüge, die dazu dient, die Propaganda vom angeblichen russischen Einmarsch in der Ostukraine in den Köpfen der Zuschauer zu verfestigen.

PublikumskonferenzZur Programmbeschwerde und der Bewertung des Vorgangs durch die ständige Publikumskonferenz geht es hier!

Säuberungsaktionen: ARD und ZDF entfernen klammheimlich antirussische Lügen und Propaganda

17 Freitag Okt 2014

Posted by Dok in ARD, ZDF

≈ 69 Kommentare

Schlagwörter

ARD, Desinformation, Kriegspropaganda, Lügen, Staatsmedien, Verschweigen, Verzerren, ZDF

ardzdfFingerabdrücke wegwischen, Werkzeug verschwinden lassen und so tun als ob nichts gewesen wäre. Dieses Verhaltensmuster Krimineller sehen wir aktuell bei den ÖR. ARD und ZDF entfernen Beweise ihrer Lügen und Propaganda heimlich still und leise aus dem Webangebot. Das Vorgehen erinnert nicht nur an schnöde Kriminelle, sondern – weil wir es hier mit politischer Manipulation zu tun haben – an die stalinistische oder nationalsozialistische Propaganda, bei der es üblich war, schon mal ganze Personen aus Fotos wegzuretuschieren, zu schwärzen oder zu übermalen. Als Nächstes werden dann vermutlich nicht nur Inhalte heimlich entfernt, sondern auch nachträglich bearbeitet und verfälscht. Ups, so neu wäre das ja gar nicht!

Am 2.10. berichteten wir hier nach einem Hinweis der Publikumskonferenz, dass auch das ZDF im Mittagsmagazin die Lüge von den angeblich von Separatisten erschossenen Toten von Krasnoarmeysk verbreitet hatte.

ZDF_12.5_MiMa_KrasnoarmejskMittlerweile hat das ZDF den betreffenden Beitrag klammheimlich und ohne jede Erklärung unter dem entsprechenden Link aus der Mediathek entfernt, worauf uns Maren Müller freundlicherweise aufmerksam macht. (Die von uns gesicherte Version ist noch auf myvideo abrufbar)

Der WDR des Intendanten und Atlantikbrücken-Festredners Buhrow geht noch den oben beschriebenen Schritt weiter und verändert im nachhinein seine Inhalte ohne den Leser darauf aufmerksam zu machen. So hatten wir hier am Montag darüber berichtet, dass der WDR behauptet hatte, Russland würde seine Truppen aus dem Kampfgebiet  der Ostukraine abziehen. Unter Beibehaltung des alten Datums und ohne jeden Hinweis, dass die Meldung nachträglich umgeschrieben wurde, liest man dort jetzt etwas völlig anderes: die Wahrheit!

wdr_russen_kampfgebiet neu_b

Bild anklicken zur Vergrößerung – zur heimlich geänderten Webseite des WDR gehts hier

Originaltext vom 13.10: „Russland ist der Aufforderung des Westens nach eigenen Angaben gefolgt und hat damit begonnen, seine Soldaten aus dem Kampfgebiet zurückzuziehen…“ (Screenshot)
Neue Version am 17.10: „Russland hat nach eigenen Angaben begonnen, Soldaten von der Grenze zur Ostukraine abzuziehen.“ (Screenshot)




FAZIT: ARD und ZDF versinken im Sumpf der eigenen Lügen und Propaganda. Es ist möglicherweise tatsächlich so, dass die eigenen Mitarbeiter von der WDR-Propaganda so durchdrungen sind, dass sie den Quatsch von dem Abzug aus dem Kampfgebiet selbst geglaubt haben. Aber wer weiß das schon? Wer einmal angefangen hat, zu lügen, der verstrickt sich immer tiefer in den eigenen Gespinsten. Eine Lüge und Manipulation zieht dann die Nächste nach sich, wenn der Täter – wie in diesem Fall – nicht zur Einsicht fähig ist und den Vorgang vertuschen und unter den Teppich kehren möchte.

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ARD & Co. – Wie­ Medien manipulieren

Impressum

Michael Radke
Hand- & Kopfwerker, Pädagoge
Freidenker, Philosoph, Aufklärer

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