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ARD-Programmbeschwerde: Keine Berichte über Aktionsplan zu NATO-Beitritt der Ukraine

13 Donnerstag Jul 2017

Posted by Dok in ARD

≈ 3 Kommentare

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ARD, Desinformation, EU, NATO, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Ukraine, USA, Verschweigen, Verzerren

ard_logoEingabe: Aktionsplan über NATO-Beitritt der Ukraine
Datum: 13. Juli 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer

Eingabe: Aktionsplan über NATO-Beitritt der Ukraine

Sehr geehrte Rundfunkräte des NDR,

wieder einmal erweist sich, dass die Europäische Union zum Vorfeldaktivisten der NATO degeneriert wurde: Die Ukraine hat, wie seit dem Maidanputsch angestrebt, am 10. Juli tatsächlich Gespräche mit der NATO über einen Beitritt aufgenommen.

Quelle: https://euobserver.com/foreign/138481

ARD-aktuell berichtete über dieses wichtige Ereignis nicht.

Der ukrainische Oligarch, Komplize nazistischer Strömungen und nach einem Staatsstreich zum „Präsidenten“ gemachte Petro Poroschenko sowie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg beschlossen in Kiew einen Aktionsplan. „Wir haben einen klaren Zeitablauf, was wir bis zum Jahr 2020 erreichen müssen, um die Mitgliedskriterien zu erfüllen“, wird Poroschenko vom „EUobserver“ zitiert.

Quelle: https://euobserver.com/foreign/138481

Ein Aktionsplan über die Mitgliedschaft ist der erste Schritt hin zu einer Mitgliedschaft bei der Nato.

Die Nachricht mag, da sie keine sofortigen militärischen Folgen hat, als unwichtig erscheinen. Das wäre jedoch eine fatale Fehleinschätzung. Zu erinnern ist daran, dass die NATO seit Jahrzehnten ihre Kapazitäten und Truppen im Osten Europas ausbaut und sie immer dichter an die Grenze zu Russland schiebt. Diese Politik muss von Moskau als Bedrohung aufgefasst werden, sie ist ja ersichtlich auch so gemeint, obwohl sie agitatorisch mit einem „Schutzbedürfnis“ vor russischer Bedrohung entschuldigt wird. Militärberater der NATO sind nicht erst seit dem Maidanputsch in der Ukraine aktiv. Die „Friedensdividende“, das einst dem Gorbatschow gegebene Versprechen, die NATO „keinen Meter“ weiter nach Osten zu verschieben (auch nicht auf das einstige Gebiet der DDR), ist bekanntlich längst verspielt. Vom Westen.

Der NATO-Aktionsplan mit der Ukraine zeigt darüber hinaus, dass die EU als eigenständige außenpolitische Kraft an Einfluss verliert.

Für Rundfunkräte ohne Englisch-Kenntnisse: Die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ informieren über den Aktionsplan und kommentieren: „NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg wiederholt zwar immer wieder, dass niemand einen neuen Kalten Krieg wolle, doch das Verhältnis zwischen Russland und der NATO steuert genau auf dieses Ziel zu. All diese Fakten führen dazu, dass Russland sich eingekreist fühlt und im Gegenzug ihre Raketenabwehr und militärischen Kapazitäten ausbaut.“

Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/07/11/ukraine-leitet-beitritts-prozess-zur-nato-ein/

Stimmt, ARD-aktuell-Chefredakteur Dr. Gniffke hat auch die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ als nicht seriös eingestuft. Das rechtfertigt die von ihm zu vertretende Nachrichtenunterschlagung der ARD-aktuell über den beschriebenen Vorgang trotzdem nicht. Keinen Bericht über Poroschenko-Stoltenberg gebracht zu haben, in keinem der vielen Programmangebote des 10. Juli, verstößt gegen den Auftrag lt. Staatsvertrag und gegen das Informationsbedürfnis des Publikums. Dessen Sorge um den Frieden ist erkennbar stärker, als die Redaktion mit ihrer tendenziös-transatalntisch-antirussischen Linie berücksichtigt, obwohl die Qualitätsjournalistentruppe laut Staatsvertrag mit ihrer Berichterstattung zur Völkerverständigung beitragen sollte.

Es liegt u.a. ein Verstoß gegen die Programmrichtlinien des Rundfunkstaatsvertrages (§ 11e) vor, weil diese Nachricht in der Tagesschau-Ausgabe vom 10. bzw. 11.7.2017 fehlte und insofern u.a. die Verpflichtung zur "umfassenden Berichterstattung" unbeachtet blieb.

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: Nachrichtenunterdrückung über ukrainischen Neo-Nazismus

07 Freitag Jul 2017

Posted by Dok in ARD

≈ 24 Kommentare

Schlagwörter

Desinformation, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Ukraine, Verschweigen

ard_logoNachrichtenunterdrückung über ukrainischen Neo-Nazismus

Datum: 03. Juli 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: „NDR RR VWR“ <gremienbuero@ndr.de>

Sehr geehrte Mitglieder des NDR-Rundfunkrates,
 
dem starken politischen Interesse, das Deutschland gegenüber der Ukraine formuliert, entspricht in keiner Weise, was ARD-aktuell in seinem Programm darüber berichtet. Auch einordnende Informationen über den Kontext und über die Entwicklung in der Urkaine sind ausgesprochen Mangelware, seit sich herausgestellt hat, dass von „mehr Demokratie“ in der Ukraine ebensowenig die Rede sein kann wie von einem politischen Gewinn für die Europäische Union, die bekanntlich als Vorfeld-Organisation der USA und der NATO aktiv an dem Staatsstreich („Maidan Bewegung“) in Kiew beteiligt war. Milliardenbeträge muss die EU nun dafür zahlen, dass Kiew nicht bankrott geht. Vorteile von der Erweiterung des USA-EU-Einflussbereichs haben nur internationale Spekulanten, die derzeit ungehemmt die Ressourcen des Landes plündern. Gleichzeitig wachsen das soziale Elend und die Macht faschistischer Kräfte in dem Land. 
Dass der Staatsstreich die Korruption und das Oligarchenunwesen nicht nur nicht beendete und, übel genug, ultranationalistische Figuren in Führungspositionen schwemmte, sondern den Neonazis zunehmenden Einfluss verschafft, wäre angesichts der Kooperationen und europäischen Interferenz dieses tiefbraunen "Packs" unbedingt berichtenswert. Doch ARD-aktuell schweigt über diese Szene und hat diesbezüglich gravierende Verletzungen des Programmauftrags lt. Staatsvertrag zu verantworten. Gleichzeitig erweisen sich das mediale Gedröhne von ARD-aktuell und die Bekenntnisse von Rundfunkräten gegen rechte Entwicklungen in Deutschland als pure Heuchelei.
 
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wurde jetzt einer der die Stadt prägenden Boulevards umbenannt und trägt nun den Namen eines weltweit berüchtigten Nazis, des Kommandeurs des im II. Weltkrieg aktiven Mörderbataillons „Nachtigall“. Dieser politisch außerordentlich aussagestarke Vorgang fand zwar z.B. in der Schweiz große Aufmerksamkeit, nicht aber das Interesse unserer vorgeblichen Informationssendung ARD-aktuell. 
Wir erlauben uns, zu Ihrer Information den gutbürgerlichen schweizerischen Informationsdienst „Infosperber.ch“  in voller Länge zu zitieren. Ein Extrakt aus dessen Artikel hätte unbedingt in eine Tagesschau-Sendung gehört, sie hätte es dann dem Publikum ermöglicht, sich ein realtitätsgerechtes Bild von der Entwicklung in der Ukraine zu machen. 
 
Wir beschweren uns darüber, dass Sie als NDR-Rundfunkräte "nicht darauf hinwirken, dass der NDR seine Aufgaben aus dem Staatsvertrag erfüllt", d.h. die bestehenden Programm- und ARD-Richtlinien zur Sicherung einer "umfassenden" Berichterstattung beachtet (§ 18 Abs. 1 NDR-STV).

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer

Anlage:
https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Ukraine-Nationalismus-Faschismus-Schuchewytsch


Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: Kein Wort zu britischen Kriegsverbrechen in Afghanistan

05 Mittwoch Jul 2017

Posted by Dok in ARD

≈ Ein Kommentar

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Desinformation, Kriegspropaganda, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Verschweigen

ard_logoBritische Kriegsverbrechen in Afghanistan
Datum: 03. Juli 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: „NDR RR VWR“ <gremienbuero@ndr.de>

Symbolbild: British SAS, B Squadron – Afghanistan

Eingabe: Britische Kriegsverbrechen in Afghanistan

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
in den "Grundsätzen für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschafts­programm 'Erstes Deutsches Fernsehen‘“  heißt es über den Programmauftrag:

(a) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung. (b) Die Programme und Angebote der ARD dienen der Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung. Die Angebote und Programme der ARD haben ein vielfältiges kulturelles Angebot zu vermitteln. Sie berücksichtigen die Bedürfnisse von Mehrheiten und Minderheiten. (c) Die Programme und Angebote der ARD haben der Allgemeinheit einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Die ARD soll hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. (d) Der Auftrag zur Information erstreckt sich dabei auf alle Bereiche des politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens und umfasst auch die Darstellung geschichtlicher Zusammenhänge und Entwicklungen.
Quelle: Grundsätze für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm Im Umkehrschluss bedeutet das: ARD-aktuell, das wichtigste Informationsprogramm im „Ersten“, verstößt gegen die genannten Prinzipien, wenn es in seinen Sendungen eine wesentliche Nachricht unterschlägt und damit verhindert, dass sich das Publikum einen sachgerechten und umfassenden Überblick z.B. über das „internationale Geschehen" verschaffen kann. In Afghanistan ist Deutschland im Rahmen der NATO und der vom UN Sicherheitrat gebildeten International Security Assistence Force (ISAF) militärisch mit dem drittstärksten Kontingent engagiert, zeitweise operiert auch das geheime „Kommando Spezialkräfte“ der Bundeswehr in Afghanistan. Aus Afghanistan stammt ein Großteil der Kriegsflüchtlinige, die derzeit in Deutschland um Asyl nachsuchen. Alles, was sich in Afghanistan ereignet, verdient demzufolge grundsätzliche publizistische Aufmerksamkeit bei uns. Dies zum Beispiel: Großbritannien stellt nach den USA das zweitstärkste Kontingent am Hindukusch. Seine Truppe verfügt mit der SAS über eine ähnliche Spezialeinheit wie die Bundeswehr. Die britische Sunday Times bezichtigte jetzt diese SAS schwerster Kriegsverbrechen; sie habe Zivilisten exekutiert und versuche nunmehr mit allen Mitteln, die Verbrechen zu vertuschen und Beweise zu vernichten. Titel der Geschichte: "Rogue SAS unit accused of executing civilians in Afghanistan - Claims of cover-up as Afghan investigation is wound down.“ Die Vorwürfe gegen die „schurkische SAS“, so berichtet das Blatt, hätten sich im Verlauf einer mehrere Millionen Pfund teuren Untersuchung der Königlichen Militärpolizei erhärtet. Quelle: https://www.thetimes.co.uk/article/rogue-sas-unit-accused-of-executing-civilians-in-afghanistan-f2bqlc897 Andere britische Zeitungen berichteten ebenfalls. Quellen u.a.: https://www.thesun.co.uk/news/3928163/sas-soldiers-executed-civilians-afghanistan-killings-probe-claims/ https://www.arrse.co.uk/community/threads/rogue-sas-unit-accused-of-executing-civilians-in-afghanistan.265506/page-2 ARD-aktuell berichtete nicht, es geht ja nicht um Putin oder Assad. Wir beklagen, dass Sie ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, dass die genannten ARD-Richtlinien eingehalten werden. Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: Tendenzberichterstattung der ARD-aktuell über NATO-Aktivitäten

01 Samstag Jul 2017

Posted by Dok in ARD

≈ 6 Kommentare

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ARD, Desinformation, NATO, Programmbeschwerden, Propaganda, Russland, Staatsmedien, USA, Verschweigen, Verzerren

ard_logoProgrammbeschwerde: Tendenzberichterstattung der
ARD-aktuell über NATO-Aktivitäten

Datum: 30. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

Eingabe: Tendenzberichterstattung der ARD-aktuell über NATO-Aktivitäten

http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-20519.html
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-20521.html
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-20517.html
http://www.tagesschau.de/ausland/nato-afghanistan-121.html

Sehr geehrte Rundfunkräte des NDR,

wieder einmal glänzt die Redaktion ARD-aktuell mit einer Höchstleistung in Tendenzberichterstattung. Ihre Berichterstattng (alle Sendungen des 30. Juni 17, TV und Internet) über das Treffen der NATO-Kriegsminister in Brüssel enthielt das Wort „Russland“ kein einziges Mal – im Unterschied zur kommerziellen Konkurrenz. Der Verstoß gegen die Vorgaben des NDR-Staatsvertrags (umfassend und objektiv berichten, dem Publikum ermöglichen, ein eigenständiges Bild vom Weltgeschehen zu entwickeln) ist evident. Quellen: Auswahl von Links zu den Angeboten der ARD-aktuell im Betreff. Angebot des Springerschen n-tv hier:

http://www.n-tv.de/politik/Russland-warnt-Nato-vor-Ruestungswettlauf-article19911493.html

ARD-aktuell widmet sich in allen ihren Sendungen zwar ausgiebig dem Beschluss der Verteidigungsminister, die Truppenstärke in Afghanistan zu erhöhen, und im Einzelfall kommt auch US-Präsident Trump indirekt zu Wort mit seinen Vorstellungen von den Aufgaben und der Finanzierung der NATO. Die Problematik der Aufrüstungspolitik des längst nicht mehr nur der Verteidigung dienenden Militärbündnisses NATO und die Tatsache, dass sich Russland mehr und mehr davon bedroht und unter Druck gesetzt sieht, wird hingegen mit keinem Wort erwähnt. Dies, obwohl der russische Botschafter bei der NATO, Alexander Gruschko, mit Blick auf das Ministertreffen nachdrückliche Warnungen ausgesprochen hatte.

Informationen sollen so übermittelt werden, dass sie vom Empfänger verständig eingeordnet werden können, verlangt der Staatsvertrag. Allein die europäischen Mitglieder der NATO geben für ihre Armeen viermal mehr Geld aus als Russland. Gruschko gegenüber der Springerzeitung WELT: Ein "sehr gefährlicher Trend" sei die geplante Erhöhung der Verteidigungsausgaben in den europäischen Bündnisstaaten und Kanada. "Die erste Frage, die uns in den Sinn kommt, lautet, warum 250 Milliarden US-Dollar - das ist die Summe der Verteidigungsausgaben der europäischen Länder - nicht genug sind?" Diese Politik könne zu einem neuen Rüstungswettlauf führen. (Anmerkung: Russlands Verteidigungshaushalt liegt bei 65 Milliarden US-Dollar).

Bezüglich Afghanistans und des Kampfes gegen den weltweiten Terrorismus bot Gruschko erneut ein Zuarbeit Russlands an. Auch darüber informierte ARD-aktuell in seinen Sendungen dieses Tages nicht. Die Informationen standen der Redaktion fraglos zur Verfügung, zum Beispiel berichtete die französischen Nachrichtenagentur AFP über Gruschkos Äußerungen.

Dass es nicht nur russische Kritik an der Aufrüstungspolitik der NATO gibt, sondern auch viel internationale Kritik über die Ergebnislosigkeit des westlichen Militärengagements in Afghanistan – das Land ist längst unter dem Schutz der USA zum größten Opiumproduzenten der Welt geworden, es liefert mehr Opium als alle übrigen Anbauländer zusammen – wurde von ARD-aktuell ebenfalls nicht dargestellt. Auch diese einordnende Information wäre für ein realitätsgerechtes Verständnis vom aktuellen „NATO-Ministertreffen“ und dessen Beschlüssen nötig gewesen. Bekanntlich setzen die Geheimdienste der USA das aus Afghanistan stammende Heroin gezielt in den Ländern an der russischen Peripherie ein, für die sie einen „regime change“ betreiben - und fördern den Drogenschmuggel auch zur Destabilisierung in Russland selbst. 
Quelle: http://www.sopos.org/aufsaetze/4bc8242b20438/1.phtml

"Nato-Streitkräfte sind zusammen mit Großbritannien und den USA des Nachts mit dem Drogenhandel beschäftigt. Sie holen 110 Milliarden US-Dollar daraus [...]“ 
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Afghanistan-Opiumproduktion-in-Rekordhoehe-3358608.html?seite=2

Die tendenziöse Berichterstattung der ARD-aktuell über das NATO-Treffen in Brüssel belegt ihre transatlantische und antirussische Schlagseite überdeutlich. Von Objektivität und Unparteilichkeit kann angesichts dieser Programmpolitik nicht die Rede sein.

Bezugspunkt unserer Beschwerde sind die o.g. Beiträge.

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: US-„Koalition“ tötet in Syrien 57 Zivilisten

29 Donnerstag Jun 2017

Posted by Dok in ARD

≈ 5 Kommentare

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ARD, Desinformation, Kriegspropaganda, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Syrien, USA, Verschweigen, Verzerren

ard_logoProgrammbeschwerde: US-„Koalition“ tötet in Syrien 57 Zivilisten
Datum: 29. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

Sehr geehrte Rundfunkräte des NDR,

die "Tagesschau-Sendung vom 26. Juni 2017" verstieß insofern gegen die Programmrichtlinien, als "sie der Allgemeinheit keinen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen gab," bzw. dem "Ziel aller Informationssendungen widersprach, sachlich und umfassend zu unterrichten und damit zur selbstständigen Urteilsbildung der Bürger und Bürgerinnen beizutragen"..

Wir fordern Sie deshalb entsprechend § 18 NDR-STV auf festzustellen, dass die genannte Sendung gegen diese Anforderungen verstoßen hat.

Die von den USA geführte sogenannte „Koalition“ im sogenannten „Krieg“ gegen den sogenannten Islamischen Staat hat am 26. Juni 17 erneut in Syrien bombardiert – ein Völkerrechtsverbrechen. Getroffen wurde ein Gefängnis, in dem der IS vorwiegend Zivilisten festhielt – ein Kriegsverbrechen, denn das war kein militärisches Ziel und das Bombardement traf Wehrlose. Bei dem Angriff sollen mindestens 57 Zivilisten umgebracht worden sein. Zahlreiche Quellen berichten darüber (kleine Sammlung von Links im Anhang).

Die Sendung "Tagesschau" vom 26.6.2017 berichtete kein Wort davon. Obwohl doch eine der Quellen für die Information die sonst von ARD-aktuell so selbstverständlich wie regelmäßig zitierte „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ (SOHR) ist, jener zwielichtige geheimdienstlich finanzierte Schuppen eines im britischen Coventry ansässigen syrischen Kleiderhändlers und Assad-Opponenten.

Unser Fazit: Der Absturz eines Kleinflugzeugs in Australien mit 5 toten Abendländern ist der Tagesschau eine Meldung wert. Ein vorzugsweise von den USA zu verantwortendes Kriegsverbrechen an mindestens 57 Syrern hingegen nicht: Es waren ja bloß Kleinasiaten. Und auf unseren hehren Verbündeten, nein, US-Hegemon, lässt ARD-aktuell nun mal kein schlechtes Licht fallen.

Wir meinen: Ein schwerer Verstoß gegen Programmauftrag und die Programmrichtlinien gem. NDR-Staatsvertrag.

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer

Kleine Auswahl an Quellen:

http://www.deutschlandfunk.de/syrien-moeglicherweise-viele-tote-nach-luftangriff.1939.de.html?drn:news_id=761946

https://southfront.org/us-airstrikes-hit-isis-prison-in-syria-kill-at-least-42-civilians-reports/

https://www.derwesten.de/politik/offenbar-42-tote-bei-luftangriff-auf-is-gefaengnis-in-syrien-id211051839.html

http://www.heute.at/welt/news/story/Luftschlag-gegen-IS-Gefaengnis--42-Zivilisten-tot-56356433

http://www.fr.de/politik/syrien-aktivisten-57-tote-bei-luftangriff-auf-is-gefaengnis-in-syrien-a-1303364

http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/syrien/sn/artikel/57-tote-bei-luftangriff-gegen-is-gefaengnis-in-syrien-253847/

https://www.ffh.de/bilder-videos/meController/Mediathek/meAction/index/meTopic/syrien-offenbar-57-tote-bei-luftangriff-auf-is-gefaengnis.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/krieg-in-syrien-aktivisten-mindestens-tote-bei-luftangriff-in-syrien-1.3562989

http://www.dw.com/de/tödliche-attacke-auf-is-gefängnis-in-syrien/a-39436025

https://www.welt.de/newsticker/news2/article165985070/Aktivisten-57-Tote-bei-Luftangriff-der-US-gefuehrten-Koalition-in-Syrien.html

https://de.sputniknews.com/politik/20170627316343826-usa-koalition-syrien-gefaengnis/

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.luftangriff-der-koalition-aktivisten-57-tote-bei-luftangriff-in-syrien.97cded83-1dcb-45d0-bf86-c93bf8b5df1c.html


Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: Kein ARD-aktuell-Bericht über US-geführte Folterungen im Jemen

28 Mittwoch Jun 2017

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≈ 8 Kommentare

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ARD, Desinformation, Kriegspropaganda, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, USA, Verschweigen, Verzerren

ard_logoProgrammbeschwerde:
Kein ARD-aktuell-Bericht über US-geführte Folterungen im Jemen

Datum: 27. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

Sehr geehrter Herr Intendant Marmor,

es mag Sie inzwischen kaum noch ein müdes Lächeln kosten, wenn wir hier eingangs daran erinnern, was hehre staatsvertragliche Pflicht der Nachrichtenredaktion ARD-aktuell ist :

„[...] den Rundfunkteilnehmern und Rundfunkteilnehmerinnen einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale [...] Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. [...]“ (§ 5,1 „Programmauftrag“ d. NDR-Staatsvertrags)

Kostet es Sie auch nicht mehr als ein müdes Lächeln, wenn Sie hier lesen: Soldaten des Weltherrschers und kommandierenden „partners in leadership“, USA, wirken bei unvorstellbar grausamer Folterungen im Jemen mit – und ARD-aktuell verschweigt systematisch die Ungeheuerlichkeiten? Obwohl die Quellen der Information (die US-Nachrichtenagentur Associated Press, das britische The Bureau of Investigative Journalism) über jeden Zweifel erhaben sind und US-Senatoren eine förmliche Untersuchung von Verteidigungsminister Mattis fordern?

Der Reihe nach:

Am 8. Juni legte der britische Journalistenbund The Bureau of Investigative Journalism, TBIJ, die Ergebnisse wochenlanger Nachforschungen über Verschwundene im Jemen vor: Von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterhaltene "Elite Forces" verschleppten seit Jahren jemenitische Männer in ein Geheimgefängnis auf dem Militär-Flughafen Riyyan im Südosten des Jemen. TBIJ fand weitere Geheimgefängnisse und erfuhr von üblen Folterpraktiken.

Quelle: https://www.thebureauinvestigates.com/stories/2017-06-08/disappearance-and-torture-uae-forces-accused-of-widespread-abuse-in-yemen

ARD-aktuell brachte nichts davon in ihren Sendungen.

Am 13. Juni berichtete RT Deutsch, gestützt auf Informationen von Menschenrechtsgruppen, über die Vorgänge in Riyyan, zitierte TBIJ und schilderte u.a., die Verschleppten würden z.B. in metallene Schiffscontainer gepresst und diese würden in der tropischen Sonne auf Temperaturen um 50 Grad aufgeheizt.

Quelle: https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/52297-menschenrechtsorganisation-us-gestutzte-emirate-folter-jemen/

ARD-aktuell verlor weiterhin kein Wort darüber in ihren Sendungen.

Am 21. Juni berichtete die US-Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, es gebe hunderte von Entführten, die Milizionäre der VAR ließen viele nach den Folterungen einfach verschwinden.

Quelle: https://www.hrw.org/news/2017/06/22/yemen-uae-backs-abusive-local-forces

ARD-aktuell brachte noch immer nichts dazu in ihren Sendungen.

Am 22. Juni lieferte die größte US-Nachrichtenagentur Associated Press, AP, eine umfassende Reportage: Mindestens 18 Geheimgefängnisse im Südosten des Jemen. Grauenhafte Foltermethoden: Unter anderem würden die Opfer an Gitter gekettet und in einem Feuerring geröstet. Die VAR-Milizionäre hätten die Rolle der Folterknechte inne, die Befrager seien jedoch reguläre Soldaten der US-Army. Ohne deren Zustimmung und Mitwrkung geschehe nichts. Die Foltergefängnisse befänden sich nicht nur in Kasernen, sondern auch auf einigen Flug- und in Seehäfen und sogar in privaten Villen und würden vom jemenitischen Marionetten-Regime geschützt und getarnt; zwei stünden unter alleiniger Kontrolle der VAR-Miliz, doch auch dort seien US-Soldaten anwesend.

Quelle: https://apnews.com/4925f7f0fa654853bd6f2f57174179fe/US-interrogates-detainees-in-Yemen-prisons-rife-with-torture

ARD-aktuell brachte nichts davon in ihren Sendungen – und verschweigt die Ungeheuerlichkeiten bis heute.

Ein paar Motivlagen für diese unfassliche „Informationspolitik“ lassen sich leicht erkennen und benennen: Regierungsfrommer Konformismus der Redaktion, denn das Auswärtige Amt Berlin definiert die VAR verharmlosend als „patriarchalisches Präsidialsystem mit traditionellen Konsultationsmechanismen“, obwohl es sich um Despotien handelt, es keine Parteien und Opposition im sogenannten Parlament gibt und einige Mitglieder der Herrscherfamilien sich gelegentlich auch persönlich an Folterungen beteiligen; Kanzlerin Merkel unterhält schließlich beste Beziehungen zu den arabischen Despotien. Transatlantische Verformung der Redaktionsprogrammatik, denn schließlich verhalten sich die deutsche Bundesregierung und viele MdB doch meistens ebenfalls nur kriecherisch gegenüber Weißem Haus und Kongress in Washington. Das gehört nicht erst seit Bekanntwerden des Umgangs mit den NSA-Schnüffeleien in der BRD zum Allgemeinwissen.

Was wir von der hier angegriffenen Art Nachrichtengestaltung halten, ist auch Ihnen bekannt. Uns interessiert nur noch, ob Sie gegen diese Zustände bei ARD-aktuell endlich etwas zu unternehmen gedenken – und, gegebenenfalls: was.

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: Hohe Reichweite, begrenzte Wirkung und einäugiger Faktenfinder

27 Dienstag Jun 2017

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Demokratie, Desinformation, FakeNews, Mediendiskurs, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Verschweigen

ard_logo„Hohe Reichweite, begrenzte Wirkung“ – und einäugiger „Faktenfinder“
Datum: 25. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

http://faktenfinder.tagesschau.de/hintergrund/studien-fake-news-101.html

Bezug: Reuters-Studie
 
Quellen u.a.: 
http://www.digitalnewsreport.org
http://meedia.de/2017/05/09/republica-2017-desinteresse-an-klassischen-medien-bei-millennials-als-naehrboden-fuer-fake-news/
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Reuters-Institute-Grosses-Interesse-an-Nachrichten-abnehmendes-Vertrauen-in-Medien-3753125.html
https://deutsch.rt.com/inland/47011-reuters-bericht-kaum-vertrauen-deutsche-medien/
http://www.digitalnewsreport.org/survey/2017/germany-2017/

Sehr geehrter Herr Intendant Marmor,

es dürfte einvernehmlich sein, dass das freimütige Eingeständnis von Fehlern und Mängeln in der Nachrichtengestaltung nicht nur vom journalistischen Anstand geboten ist, sondern auch den redaktionellen Selbstanspruch stärkt und die Glaubwürdigkeit des Instituts erhöht. Dass die Chefredaktion ARD-aktuell sich zwar mächtig etwas darauf zugute hält (Dr. Gniffke: Fehler muss man eingestehen“. Sendereihe „Sag´s mir ins Gesicht“), mit Fehlern und Schwächen adäquat umzugehen, tatsächlich jedoch meilenweit entfernt davon ist, lässt sich ebenso mühelos nachweisen.  Ein bemerkenswerter Beitrag der ARD-aktuell zu ihrer „Glaubwürdigkeit“ ist, dass sie über den neuen jährlichen Reuters Institute Digital News Report zur globalen Medien-Nutzung nicht ein einziges Wort verliert – weder in der Tagesschau (obwohl es doch ausdrücklich um deren Belang in der Studie geht – noch in einem ihrer anderen Formate. Verständlich ist das zwar, denn die Qualitätsjournalistenzentrale bekommt im Ergebnis eine schallende Ohrfeige; entschuldbar ist es aber nicht, denn selbstverständlich hätte es im Interesse der Zuschauer gelegen, darüber informiert zu werden, welchen Rang „ihre“ Sendung nun eigentlich einnimmt in nationalen und im internationalen Vergleichen. 

Hier nur einige Zahlen aus der Studie: Lediglich die Hälfte aller deutschen Nutzer vertraut den Medien in ihrer Gesamtheit noch (USA: nur noch 33%).

Lediglich 44% der Zuschauer gestehen der ARD-aktuell die Attribute „akkurat“ und „verlässlich“ für ihre Nachrichten zu. Nur 39% halten die Sendung für die beste hinsichtlich Verständlichkeit bei der Vermittlung komplexer Sachverhalte. Und gar nur noch 28% gestehen ihr zu, die entschiedensten Standpunkte zu vertreten. 

Das „Flaggschiff der ARD“  kommt also sehr schlecht in der aufwändigen Studie weg. Die Zahlen für die ARD sind sowohl für sich, als auch im Vergleich verheerend. Großbritannien:

Die BBC – ein Medium, mit dem sich die ARD gerne vergleicht – überzeugte immerhin noch 70% ihrer Nutzer in puncto „akkurate“ und „vertrauenswürdige“ Nachrichten. 

Das sind verheerende Ergebnisse der ARD-aktuell hinsichtlich Glaubwürdigkeit und Gewicht in der eigenen Nutzergruppe für einen mit Unsummen von der Bevölkerung alimentierten Apparat, der laut Rundfunkstaatsvertrag objektiv, umfassend, unabhängig und überparteilich berichten sollte.

Einen Tag nach der Reuters-Studie veröffentlichte der „Faktenfinder“ der ARD-aktuell das Traktätchen „Hohe Reichweite, begrenzte Wirkung“ und befasste sich darin mit dem ach so beliebten Thema "Fake News". Die Reuters-Studie wird hier natürlich auch nicht erwähnt. Und erst recht wird kein Blick auf koinzidentes Zahlenmaterial geworfen:  Laut "ARD ZDF Beitragsservice" befinden sich 4,6 Mio. Konten im Mahnverfahren - das sind rund 10% aller Zahlungspflichtigen. Letztes Jahr wurden 1,46 Mio. Vollstreckungen eingeleitet. Sekundärquelle:
http://www.mmnews.de/index.php/politik/117890-gez-46-mio-mahnverfahren-15-mio-vollstreckungen

Die Beitragseinnahmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehen zurück. Auch darin ist eine Antwort auf die Glaubwürdigkeitsfrage zu finden.

Der Programmauftrag im Staatsvertrag enthält u.a. die Verpflichtung der ARD-aktuell, den Rundfunkteilnehmern und Rundfunkteilnehmerinnen „einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und länderbezogene Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben.“ Indem die Qualitätsjournalistenzentrale in Hamburg-Lokstedt die für sie blamable Reuters-Studie mit Schweigen bedenkt, verstößt sie gegen diese Pflicht.

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: Wording und fehlende Einordnung – Jetabschuss durch US-Militär

21 Mittwoch Jun 2017

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Schlagwörter

ARD, Desinformation, Kriegspropaganda, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Syrien, USA, Verschweigen, Verzerren, Wording, Wortwahl

ard_logoARD-Programmbeschwerde:
Wording und fehlende Einordnung –
Jetabschuss durch US-Militär

Datum: 20. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-20355.html
http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-usa-russland-107.html

Sehr geehrte NDR-Rundfunkräte,

die missbräuchliche, weil kommentierend abwertende Bezeichnung „Machthaber“ für einen gemäß Völkerrecht als Staatspräsident anzusehenden Politiker rechtfertigte der ARD-aktuell-Chefredakteur Dr. Gniffke jüngst ausdrücklich und abwegig damit, solches „Wording" diene der vom Staatsvertrag gebotenen „Einordnung“, es sei also wesentlicher Bestandteil einer sachlichen Nachricht. Der werte Herr Chefredakteur belieben, Sie, die berufenen Repräsentanten des Publikums, am Nasenring herumzuführen. Enthielt z.B. fast jeder ARD-aktuell-Bericht über die Krim-Sezession „einordnende“ Floskeln über den Völkerrechtsbruch der Russen, so fehlen entsprechende Verständnishilfen stets dann, wenn das der transatlantischen, „prowestlichen“ konformistischen Linie der ARD-aktuell Abbruch täte.

Beispiel Tagesschaumeldung, am 19.06.2017 um 20 Uhr:

„Der Abschuss eines syrischen Kampfjets durch ein US-Flugzeug belastet die Beziehungen zwischen den USA und Russland. Der russische Vizeaußenminister Rjabkow sprach von einem Akt der Aggression und warf den USA vor, Terroristen zu unterstützen. Das russische Militär werde Flugzeuge der US-geführten Koalition als potenzielle Ziele ins Visier nehmen, hieß es in Moskau. Der syrische Jagdbomber war gestern bei Gefechten um die IS-Hochburg Rakka getroffen worden.“

Die Anwesenheit der US-Luftwaffe (und die der Verbündeten der USA) in Syrien ist an sich bereits ein Bruch des Völkerrechts, denn es gibt kein Mandat des UN-Sicherheitsrats dafür. Diese Erklärung gehört zum rechten Verständnis der Bedeutung des geschilderten Flugzeugabschusses zwingend in diese Nachricht. Der Abschuss selbst ist ein Kriegsverbrechen, denn für diesen Gewaltakt gibt es gem. Kriegsrecht keine gültige Grundlage. Das hätte ebenfalls erklärt werden müssen, ebenso, wie darauf hinzuweisen gewesen wäre, dass die russische Einschätzung „aggressiver Akt“ international rechtskonform ist; stattdessen wird die russische Reaktion jedoch – explizit im o.g. Artikel auf tagesschau.de – als Drohung hingestellt, obwohl sie nichts anderes als die rechtlich einwandfreie Bereitschaft darstellt, die syrische Souveränität zu schützen. Es hätte darauf hingewiesen werden müssen, dass die US-amerikanische bedenkenlose Schießwut vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gehörte, was auch im aktuellen Fall unter anderem deshalb nicht erfolgt, weil sich die USA der Rechtsprechung des IStGH entziehen. Auch dies Detail wäre für eine qualifizierte Urteilsbildung der Zuschauer wichtig gewesen.

Es ist die Fortsetzung der bisher bekannten Linie, dass ARD-aktuell stattdessen erneut versucht, geopolitische Kriminalität indirekt als „Kampf gegen den IS“ für erklärlich und vertretbar auszugeben. Hier wird Berichterstattung mit Kriegspropaganda verwechselt, und zwar offenkundig bewusst und gewohnheitsmäßig. Auf diese Weise wird dem in der Politik längst alltäglichen Rechtsnihilismus auch im Verständnis des TV-Publikums Vorschub geleistet. Mit den Programmrichtlinien ist der o. g. Beitrag ebenso unvereinbar wie mit den Grundsätzen für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm "Erstes Deutsches Fernsehen":

§5 Programmauftrag
(1) Der NDR hat den Rundfunkteilnehmern und Rundfunkteilnehmerinnen einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale [...] Geschehen [...] zu geben.

§8 Programmgestaltung
Ziel aller Informationssendungen ist es, sachlich und umfassend zu unterrichten und damit zur selbständigen Urteilsbildung der Burger und Bürgerinnen beizutragen. Berichterstattung und Informationssendungen [...] müssen unabhängig und sachlich sein [...] Alle Beitrage haben den Grundsätzen journalistischer Sorgfalt und Fairness [...] zu entsprechen.

ARD-Grundsätze
(3) Anforderungen insbesondere an Informationssendungen und -angebote
Die ARD hat bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung [...] zu berücksichtigen. [...] In Berichten und in Beitragen, in denen sowohl berichtet als auch gewertet wird, dürfen keine Tatbestande unterdrückt werden, die zur Urteilsbildung nötig sind. [...]

Der hier diskutierte Auszug aus der ARD-aktuell-Berichterstattung – die oft fast wortgleich mit allen anderen Mainstreammedien ist – belegt, was der österreichische Russlandexperte Hannes Hofbauer in seinem Buch "Feindbild Russland" (2017) treffend im Kapitel "Medienmeute losgelassen" beschreibt. Er zitiert u.a. die Kommunikationswissenschaftlerin Sabine Schiffer:

"Wie man einen Feind bastelt, bekommen wir derzeit lehrbuchmäßig vorgeführt. [...] Im alltäglichen Gebrauch der Medien fällt gar nicht mehr auf, wie das scheinbar zufällige Setzen negativ konnotierter Adjektive oder Wortzusammensetzungen die Wahrnehmung von gut und Böse beeinflussen [...] Zum Repertoire jeder Feindbildproduktion gehört dann auch noch das Hinzudichten kleiner und größerer Lügen, das "Messen mit zweierlei Maß", die "Dämonisierung und Dehumanisierung des ausgemachten Gegners. [...]“

Insbesondere für die neuen Mitglieder in Ihren Reihen dürften Hinweise erhellend sein, an welches Netzwerk im internationalen Informationswesen zu denken ist und wie man es sich vorzustellen hat, wenn hier von „transatlantischer Schlagseite der ARD-aktuell“ die Rede ist; hilfreich sind dabei die Arbeiten der Schweizer Studiengruppe „Swiss Propaganda“. Untige Links führen zu deren entsprechender Grafik für Deutschland sowie zu den jüngsten Studienergebnissen

https://swisspropaganda.wordpress.com/netzwerk-medien-deutschland/
https://swisspropaganda.wordpress.com

Ebenfalls von besonderem Interesse dürfte für Sie ein Vortrag sein, den der vormalige Justiziar des NDR, Dr. Werner Hahn, jüngst auf einem mdr-Podium hielt: http://www.mdr.de/medien360g/video-103576.html

Wir empfehlen Ihrer besonderen Aufmerksamkeit seine Anmerkungen über das Ungleichsheitsverhältnis zwischen dem Rundfunkrat und dem Management eines öffentlich-rechtlichen Senders (beginnend bei ca. 28’) und dem Anstaltsumgang mit öffentlicher Kritik.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

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ARD-Programmbeschwerde: Die Filterblase der Tagesthemen

14 Mittwoch Jun 2017

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Schlagwörter

ARD, Desinformation, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Trump, USA, Verschweigen, Verzerren

ard_logoBeschwerde: Abgehobene Tagesthemen-Berichterstattung
Datum: 12. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

Sehr geehrter Intendant Marmor,
 
wir haben, angeregt von der Harvard-Studie über die Anti-Trump-Tendenzberichterstattung der Mainstream-Medien, die Tagesthemen-Ausgaben im Februar 2017 auf ihre Schlagseite hin untersucht. Wir sehen unsere statistischen Ergebnisse nicht im Vergleich zu der besagten Studie, halten unser Zahlenmaterial für sich genommen aber auch für erhellend:

Die transatlantisch orientierte Berichterstattung (einschließlich aller Nachrichten über die NATO und die sog. Münchener Sicherheitskonferenz) belief sich auf 80 Minuten = 12 % der Gesamtzeit aller Februar TT-Sendungen. Es handelt sich um 34 Berichte und Nachrichten im Komplex mit US-Präsident Trump.

Nur ganz vereinzelt tauchten Nachrichten über das sonstige Geschehen in den USA (Glamour-Events und Sport) auf.

5 der 34 Berichte waren im Bezug auf Trump und seine Regierung neutral bzw. positiv. Sie drehten sich  u.a. um die Besuche der deutschen Verteidigungsministerin und des deutschen Wirtschaftsministers in den USA und um die Forderung Trumps nach Erhöhung der Rüstungsausgaben. Diesbezüglich war deutliches Wohlwollen erkennbar.

Die restliche Berichterstattung über Trump war kritisch-negativ, zwar sachlich nicht falsch, aber ersichtlich ausgesucht, um  Zweifel an der politischen Kompetenz und Regierungsfähigkeit des US-Präsidenten zu verbreiten. Auch diese ständig negativ akzentuierte Berichterstattung hat Methode: Sie dient der Dämonisierung des Präsidenten. Dass das Ansehen der USA in der deutschen Bevölkerung inzwischen auf das Niveau des Ansehens Russlands „herunter berichtet“ wurde, ist eine der Folgen dieser Nachrichtengestaltung.

Der Glaubwürdigkeit der ARD-aktuell dient es wohl kaum, dass das Trump  "abmeiern" die Berichterstattung dermaßen dominiert.

Die Anstöße des „Harvard Kennedy School’s Shorenstein Center“ für die Journalisten, wie sie ihr arg ramponiertes öffentliches Ansehen wiederherstellen könnten, sollten auch die Redakteure von ARD-aktuell und die aller andren deutschen Mainstream-Medien beherzigen:
 
"Journalisten konzentrieren sich auf die Macht-Spielchen in Washington - wer ist gerade oben und wer ist unten, wer ist immer besser als andere, wer kann eine faszinierende Geschichte liefern. Am Ende des Tages ist das nur interessant für Polit-Junkies. Solch eine Berichterstattung ist zu weit entfernt vom Leben der US-Bürger, um sie zu lehren, dass das politische System nicht für sie da ist oder auch nur für sie spricht."
 
Dass auch ARD-aktuell für den überwiegenden Teil der Bevölkerung in Deutschland nicht da ist, zeigen die weiteren Zahlen unserer kleinen Auswertung. Zum Thema Soziales (Arbeitskämpfe, Armut, Rente, Kinder) stellte Dr. Gniffke gerade einmal 12 Minuten Sendezeit (1,8%) für den ganzen Monat Februar zur Verfügung. In 36 Sekunden (0,2%) durften sich Bürger auch mal selbst äußern.

Regierungsverlautbarungen und Wirtschaftsnachrichten sind fester Bestandteil in den Tagesthemen.

Börsennachrichten, interessant für die Wohlbetuchten, gibt es werktäglich von Montag bis Donnerstag, das Sendevolumen hierfür war im Februar mit 17 Minuten rund 50 % höher als das über die soziale Situation der Gesamtbevölkerung. Das ist ein unbezweifelbarer Beleg dafür, dass und wie an den Interessen der Bevölkerung vorbei berichtet wird.
Wie heißt es so hübsch im Staatsvertrag über das ARD-Programmangebot:
 
„Die Programme und Angebote der ARD haben der Allgemeinheit einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Die ARD soll hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern.“ 
 
Wir meinen, dass ARD-aktuell gegen diese Verpflichtung massiv verstößt.

F. Klinkhammer V. Bräutigam

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: Nachrichtenbeitrag zur Krise im Nahen Osten, unkritische Übernahme einer CNN-Meldung

11 Sonntag Jun 2017

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Schlagwörter

Desinformation, FakeNews, Programmbeschwerden, Propaganda, Russland, Staatsmedien, Verleumdung

ard_logoARD-Programmbeschwerde: Nachrichten­beitrag zur Krise im Nahen Osten, unkritische Übernahme einer CNN-Meldung
Datum: 10. Juni 2017
An: Mitteldeutscher Rundfunk
Anstalt des öffentlichen Rechts
04360 Leipzig
Per E-Mail: publikumsservice@mdr.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 07.06.2017 strahlten Sie auf dem Radio-Kanal „MDR Radio Thüringen“ in den Nachrichten einen Beitrag zu den angeblichen Ursachen der Krise zwischen Saudi-Arabien und Katar aus. Dabei haben Sie ungeprüft einen CNN-Beitrag als Grundlage verwendet.

Unter Berufung auf nicht näher genannte US-Regierungskreise, berichtete der US-Sender CNN, dass mutmaßlich die zwischenzeitlich sprichwörtlichen „russischen Hacker“ letztendlich für die schwere diplomatische und geopolitische Krise am Persischen Golf verantwortlich seien. Demnach würden Informationen von US-Nachrichtendiensten darauf hindeuten, dass russische Hacker bereits Ende Mai in die Systeme der staatlichen Nachrichtenagentur Katars eingedrungen sein, um dort eine Falschmeldung zu platzieren.

Auch wenn Sie die Quelle Ihrer Meldung nennen, wird die Meldung deshalb nicht wahrheitsgemäßer. Dass der Inhalt der Meldung lächerlich sein könnte, und die Glaubwürdigkeit der Nachrichten auf Ihrem Sender beschädigen könnte, scheint Ihren Horizont zu übersteigen. Deshalb beschränke ich meine Kritik darauf, dass Sie in einem öffentlich finanzierten Rundfunksender einen Beitrag des Senders CNN ungeprüft verwenden.

Bezüglich des Inhalts möchte ich nur einen von vielen ähnlichen Kommentaren zu der Meldung auf „Zeit Online“ zitieren:
David Rumba: „Diese Behauptung ist nicht nur lächerlich, sondern geradezu grotesk, weil sie überhaupt keinen Sinn macht. Es scheint mir viel wahrscheinlicher, dass der US-Geheimdienst hinter der Attacke steht, denn er hat an dieser Entwicklung ein deutlich größeres Interesse. Es ist wohl auch kein Zufall, dass diese konzertierte Aktion wenige Tage nach dem Besuch des US-Präsidenten in Saudi-Arabien erfolgte und die US-Regierung einen strikten Anti-Iran-Kurs verfolgt. Da Katar sich diesem Kurs nicht anschließen wollte, wird es jetzt massiv unter Druck gesetzt.“

Einen kleinen Hinweis auf den geopolitischen Hintergrund möchte ich Ihnen noch mitgeben: Katar und Iran fördern Erdgas aus einem Gasfeld, welches sich quer unter dem Persischen Golf von der Küste Katars bis zur Küste des Irans erstreckt. Beide tun dies in friedlicher Koexistenz, eine Pipeline führt nach Katar, eine Pipeline führt in den Iran. Somit ist Katar naturgemäß an friedlichen Beziehungen mit dem Iran interessiert und lässt sich nicht ohne weiteres auf den Iran-feindlichen Kurs der USA und Saudi-Arabiens einstimmen. (So ein Hintergrund wäre für Ihre Hörer interessanter, als wilde Spekulationen über angebliche russische Hacker.)

Ich behalte mir die Veröffentlichung dieser Beschwerde und Ihrer Antwort vor.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Köhler

Quelle: Ständige Publikumskonferenz der öff.-rechtl. Medien

ARD-Programmbeschwerde: Katar- ARD-Fake-News

10 Samstag Jun 2017

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Schlagwörter

Desinformation, FakeNews, Islamismus, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Terror, Verschweigen, Verzerren, Wortwahl

ard_logoKatar – ARD-Fake-News
Datum: 10. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

http://www.tagesschau.de/ausland/katar-terror-101.html

Sehr geehrter Intendant Marmor,
 
erinnern wir uns:

Die Kanzlerin war vor einigen Wochen gerade in Saudi-Arabien angekommen (diesmal ohne Menschenrechtsappelle im Reisegepäck, dafür aber in Begleitung einflussreicher deutscher Wirtschaftsmanager), um dicke Geschäfte der deutschen Industrie mit der Mörderbande in Riad anzubahnen, da ließ die Redaktion ARD-aktuell bereits ihren Hofberichterstatter, den "Star-Journalisten " Kühntopp , schleimen: "Saudi-Arabien ist - viel besser als sein Ruf". Und das über ein Land, das im Jemen einen gnadenlosen Krieg mit Aushungern großer Bevölkerungsteile führt, mit Todesstrafen gegen Oppositionelle vorgeht, Atheisten zum Tode verurteilt, Blogger blutig peitschen lässt und Terroristen in Syrien finanziert.

Jetzt erleben wir ein weiteres, illustres Beispiel höfischer und opportunistischer Berichterstattung von ARD-aktuell.

Nachdem in den letzten Tagen Konflikte mit Katar entstanden, waren Gniffke und seine Partner im SWR erneut mit den Schleimbeuteln zur Stelle. Es galt, Katar, einen wichtigen Handelspartner Deutschlands (es hält z.B. 17% der VW-Aktien), in der deutschen Öffentlichkeit zu promoten: Siegmar Gabriel traf sich mit Katars Außenminister in Wolfenbüttel, Gniffke übernahm den Job, Katar vom Geruch der Terroristenunterstützung zu befreien, im Interesse der deutschen Wirtschaft und der heuchelnden deutschen Merkel-Regierung.

Auf Tagesschau.de hieß es deshalb:

"Dass die Führung Katars eben nicht in die Finanzierung von Terrororganisationen vom Schlage IS und Al Kaida verwickelt ist, behaupten auch viele Fachleute. Ja, so sagen sie, Katar hege Kontakte zu militanten Islamisten vom Schlage Al Kaidas; Kontakte bedeuteten aber nicht, dass die Spitze Katars mit den fraglichen Gruppen zusammenarbeitet, sie finanziert oder sonst wie unterstützt. Dafür gebe es keine bekannten Beweise."

Am 17.9.2014 hieß es bei unseren ARD-Wendehälsen trotz der Dementis der Kataris noch: "Jetzt steht Katar als Staat da, der Terrororganisationen finanziert."

Um das Wendemanöver der Öffentlichkeit plausibel erklären zu können, müssen wieder einmal anonym bleibende "Fachleute" dazu herhalten, den Fake-News-Journalismus zu tarnen. Es ist die alte Masche der Desinformation, unter Berufung auf solche nicht überprüfbaren Aussagen den üblichen Regierungskonformismus zu kaschieren.

Entgegen der ARD-aktuell-Ausführungen unterstützt Katar mit enormen Finanzmitteln den Terrorismus in Syrien (insbesondere "moderate Rebellen"), um die Regierung Assad zu stürzen.

Mitchell Orenstein – Professor an der US-Universität Pennsylvania – nannte Zahlen:

Allein Katar finanzierte terrorristische Milizen in Syrien von 2011 bis 2013 mit etwa drei Milliarden Dollar. Es bot jedem Deserteur der syrischen Armee überdies 50 000 Dollar Belohnung. Die amerikanische CIA trainierte "Rebellen" im US-Stützpunkt in Katar, und der katarische TV-Sender Al Djazeera verbreitete die Stimmen der syrischen Opposition (nachhaltig und erfolgreich bis ins ARD-Studio Kairo und in Gniffkes Hamburger Refugium).

Dass ARD-aktuell mit dem hier zitierten dreisten Wendemanöver offenkundig unwahr berichtet, belegt ihre Regierungshörigkeit und ihren opportunistischen Umgang mit Tatsachen. Mit den Programmrichtlinien ist dieser Journalismus nicht vereinbar.

F. Klinkhammer V. Bräutigam

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: „Russische Pflegedienste“

09 Freitag Jun 2017

Posted by Dok in ARD

≈ 13 Kommentare

Schlagwörter

Demokratie, Desinformation, FakeNews, Lügen, Programmbeschwerden, Propaganda, Russland, Staatsmedien, Verschweigen, Verzerren, Wortwahl

ard_logoFake News: „Russische Pflegedienste“
Datum: 09. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

Tagesschau 30.05.2017
 
Sehr geehrter Intendant Marmor,
 
wieder einmal zeigten die Qualitätsjournalisten der ARD-aktuell, unsere wahren Fake-News-Experten, den bekannten russophoben Beissreflex. In der Hauptausgabe der Tagesschau am 30.5.2017 berichteten sie über die Betrugsmafia in den Pflegediensten.
 
"Es geht dabei um 230 überwiegend russische Dienste, die ein bundesweites Betrugsnetz aufgebaut haben. Der Schaden der Kassen belaufe sich auf viele Millionen Euro."
 
In diesem kurzen Absatz gleich zwei Fake-News. Es handelt sich nicht nur – wie hier gar zu oberflächlich formuliert - um viele Millionen, sondern um mindestens eine Milliarde  Euro Betrugsschaden, also um eine gänzlich andere Dimension. Falsch ist vor allem jedoch die Behauptung, es handele sich um "überwiegend russische Dienste".
 
Die Polizei meldete "russisch-sprachige" Täter, das ist etwas ganz Anderes. Zu ihnen können. Ukrainer, Kasachen, Russen und Auslandsdeutsche nach Art. 116 GG gehören. Die polizeiamtliche Begrifflichkeit hierfür:  Russisch-Eurasisch Organisierte Kriminalität (REOK). Es geht um Netzwerke, die von Personen dominiert werden, die in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion geboren wurden oder von Personen, die sich "aufgrund ihrer Kultur, Geschichte, Sprache, Traditionen oder Vorfahren als Angehörige einer Volksgruppe eines der Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion betrachten".
 
Die polizeiliche Formulierung "russischsprachige Dienste" ist eine proble­ma­tische Verkürzung, da sie geeignet ist, antirussische Diffamierungen auszulösen, vergleichbar der xenophoben Sprachregelung bei den NSU-Ermittlungen: "Döner-Morde".
 
Die Redakteure bei ARD-aktuell warfen dann ja auch alle Verdächtigen in einen "Russentopf". Sie erwähnen nicht Menschen unterschiedlichster nationaler Herkunft als Verdächtige, sondern behaupten einfach einen "russischen Pflegedienst". Es ging diesen Qualtitätsjournalisten offen­sicht­lich wieder nur um die Befolgung ihrer russophoben Redaktionslinie. Putin und die Russen stehen für alles Böse dieser Welt. Die Bestärkung dieses Vorurteils mittels Fake-News hatte Vorrang vor den Tatsachen: Der größte Teil der als betrügerisch verdächtigten Betreiber stammt nach Angaben der Polizei aus der Ukraine und eben nicht aus Russland.
Die falsche und verzerrende Berichterstattung ist mit den Programmrichtlinien unvereinbar.
Sie nicht zu korrigieren, ist ein Zeichen dafür, dass eine vorsätzliche Diffamierung vorlag.

F. Klinkhammer V. Bräutigam

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: Tendenziöser Armutsbericht

08 Donnerstag Jun 2017

Posted by Dok in ARD

≈ 15 Kommentare

Schlagwörter

Demokratie, Desinformation, Klimawandel, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, USA, Verschweigen, Verzerren

ard_logoARD-Programmbeschwerde:
Tendenziöser Armutsbericht

Datum: 07. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

http://www.tagesschau.de/inland/kabinett-205.html
http://www.tagesschau.de/archiv/sendungsarchiv100~_date-20170412.html

Sehr geehrter Herr Intendant, 

am 12.4. 2017 hieß es bei Tagesschau.de in einem Beitrag über den Armutsgrenze- und Reichtumsbericht, die soziale Lage habe sich positiv entwickelt, aber in puncto Vermögen gebe es große Unterschiede. Zitat:
 
"Das Bundeskabinett hat den 5. Armuts- und Reichtumsbericht verabschiedet. Der Bericht mit dem Titel "Lebenslagen in Deutschland" belege eine "insgesamt positive Entwicklung der sozialen Lage in Deutschland", erklärte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. Sie verwies unter anderem auf die niedrigen Arbeitslosenzahlen. Anhaltendes Wirtschaftswachstum habe zur niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der deutschen Einheit beigetragen. Bestehende Ungleichheiten würden durch Steuern und Transfers "erheblich abgemildert".
Eine "verfestigte Ungleichheit" weist der Bericht bei den Vermögen aus. Danach besitzen die reichsten zehn Prozent der Haushalte mehr als die Hälfte des gesamten Netto-Vermögens, die untere Hälfte dagegen nur ein Prozent. Auch komme der wirtschaftliche Aufschwung nicht bei allen an. So hätten die unteren 40 Prozent der Beschäftigten real weniger verdient als Mitte der 1990er-Jahre. Dem Bericht waren monatelange Verhandlungen unter anderem zwischen Nahles und dem Bundeskanzleramt vorausgegangen. Sozialverbände kritisieren das "Feilschen um wohlfeile Passagen" und mahnen eine wirkungsvolle Armutsbekämpfung insbesondere bei Kindern und Familien an."
 
 An diesem Beitrag fällt auf, dass ARD-aktuell sich wieder einmal als Hofberichterstatter der Berliner Regierung betätigt. Kein eigener Hinweis, kein eigener Gedanke, nicht die Spur von Distanz zu der regierungspolitischen Darstellung. Es wird nur durchgereicht, was Politiker herunterbeten. Der Kontext, leicht zu ermittelnder Fakten (beispielsweise beim Statistischen Bundesamt abrufbar) wird nicht mitgeliefert, Informationen zur Einordnung werden nicht geboten.  ARD-aktuell als PR-Agenturfiliale der GroKo, als Regierungströte, wie so oft gehabt....
 
Korrekt wäre gewesen, auch über das zu berichten, was Nahles und Schäuble verschwiegen. So stellte sogar die Europäische Kommission in in ihrem Bericht vom 21.2.2017 schwere Versäumnisse bei der deutschen Armutsbekämpfung fest: 
 
"Die Umverteilungsmaßnahmen, die Ungleichverteilung und Armut entgegenwirken sollen, haben an Wirksamkeit eingebüßt. Im Zeitraum 2008-2014 hat die deutsche Politik in hohem Maße zur Vergrößerung der Armut beigetragen, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass die bedarfsabhängigen Leistungen real und im Verhältnis zur Einkommensentwicklung gesunken sind Eine Reihe früherer Änderungen bei Steuern und Sozialabgaben könnten ebenfalls zu einem Teil für die nachlassende Wirksamkeit der Umverteilungsmaßnahmen verantwortlich sein. Die Abschaffung der Vermögenssteuer im Jahr 1997, die Absenkung des Einkommensteuerspitzensatzes von 53 % im Jahr 2000 auf 42 % im Jahr 2004, die pauschale Besteuerung von Kapitalerträgen seit 2009 und die Anhebungen der Sozialversicherungsbeiträge seit Anfang der 1990er Jahre haben dazu beigetragen, den progressiven Charakter des Steuersystems zu verringern, und die Einkommensunterschiede möglicherweise zu erhöhen". 
 
Und weiter 
"Auch hat die in den letzten Jahren positive Entwicklung am Arbeitsmarkt das Armutsrisiko nicht verringert... im relativ großen Niedriglohnsektor wurden neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen, was die Einkommensungleichverteilung und die Armut trotz Erwerbstätigkeit aber eher verschärft..." "Auch die Angemesseheit der Renten wird weiter abnehmen."
 
Unerwähnt blieben auch die Streichungen aus einem Bericht des Politikwissenschaftlers A. Schäfer, den die Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte. Darin hieß es: 
 
"Personen mit geringerem Einkommen verzichten auf politische Partizipation, weil sie Erfahrungen machen, dass sich die Politik in ihren Entscheidungen weniger an ihnen orientiert." Diese Passage wurde genauso gestrichen wie der Satz: "Die Wahrscheinlichkeit für eine Politikveränderung ist wesentlich höher, wenn diese Politikveränderung von einer großen Anzahl von Menschen mit höherem Einkommen unterstützt wird."
 
Typisch für ARD-aktuell ist auch die kritiklose Übernahme des Schönsprech-Begriffs "verfestigte Ungleichheit". Korrekt wäre es, von "staatlich geförderter Ausbeutung" zu reden.
 
Der desinformierende und inhaltslose Beitrag widerspricht der Staatsvertragsverpflichtung zur "umfassenden" und "objektiven" Berichterstattung.
 
Ebenfalls bezeichnend für die Schieflage der Berichterstattung: In der Hauptausgabe um 20 Uhr gab es zum Armutsbericht eine 17-Sekunden Meldung, während der Börsenbericht immerhin 62 Sekunden Sendevolumen hatte. In den Tagesthemen um 21.45 Uhr dieselbe Situation.
 
Deutlicher kann ARD-aktuell nicht bestätigen, was neben zahlreichen fachkundigen und namhaften Kritikern auch wir ihr vorwerfen: Die Redaktion ist das Sprachrohr der Mächtigen, wird aber finanziert von der gesamten Gesellschaft. Sie ist ein Skandal.
Die Einseitigkeit der hier aufgeführten Beiträge verstößt gegen den Programmauftrag.

F. Klinkhammer V. Bräutigam

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD-Programmbeschwerde: Klimaschutz

05 Montag Jun 2017

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Schlagwörter

Demokratie, Desinformation, Klimawandel, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, USA, Verschweigen, Verzerren

ard_logoARD-Programmbeschwerde: Klimaschutz
Datum: 05. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

Sehr geehrter Herr Intendant, 

die "Tagesschau" bleibt Fake-Spezialist und dient sich als Bühne an für die heuchlerische Propaganda des politischen Führungspersonals unserer Eliten. In Betracht nehmen wir hier die Berichterstattung über die Abkehr der USA von den Klimazielen:
Die Behauptung, die USA seien aus dem Klimaschutzabkommen ausgeschieden, ist unzutreffend. Richtig ist vielmehr: Die USA waren dem Pariser Abkommen nie wirklich beigetreten.

Förmlich ratifiziert haben die USA im Gegensatz zu anderen Staaten das Abkommen nämlich nicht. Barack Obama hatte lediglich per präsidialer "executive order“ die Zustimmung seiner Regierung verkündet. Die aber ist nur vorläufig gültig. Verbindlich ratifizieren können die USA das Abkommen nur mit einem Kongressbeschluss - und der liegt nicht vor. Obama wusste wie alle Welt, dass er für den förmlichen Beitritt keine Mehrheit bekommen hätte, da viele Republikaner den Klimawandel, soweit vom Menschen verursacht, als "Fake Science" betrachten.

In der Washington Post hat dies Eugene Kontorovich, Professor für Verfassungs- und Internationales Recht, in einem Beitrag kurz vor der erwartbaren Entscheidung Trumps ausgeführt, der allerdings gegen Donald Trump gerichtet war. Die USA können nicht aussteigen, weil sie eben dem Vertrag gar nicht beigetreten waren. Siehe den informativen Beitrag auf „Telepolis“; dort sind genau die Informationen nachzulesen, die eigentlich der öffentlich-rechtliche Rundfunk hätte liefern müssen.

Eine weitere Fake-News: Es wird behauptet, US-Außenminister Tillerson habe sich früher für das Klima-Abkommen ausgesprochen. Korrekt ist vielmehr: Beim Thema Klimawandel plädierte Tillerson im Januar 2017 lediglich für die Fortsetzung des internationalen Dialogs: Die USA sollten "ihren Platz am Tisch behalten“ [...] "bei den Gesprächen über die Gefahren des Klimawandels, die eine weltweite Antwort erfordern". "Kein Land kann das alleine lösen", hatte er hinzugefügt. Das ist die Position, die Trump mit der Forderung nach neuen Verhandlungen aktuell einnimmt, aber von Kanzlerin Merkel, Frankreich, der EU und vielen anderen Ländern konsequent abgelehnt wird, wahrscheinlich, weil man jetzt den Schwarzen Peter für die absehbare Ineffektivität des Abkommens an Trump weiterreichen kann. Fest steht nämlich bereits mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass Merkel-Deutschland die großmäulig verkündeten Klimaschutzziele selbst nicht wird einhalten können. Fakt ist: Eigentlich sollte Deutschland bis 2020 seine Emissionen um 40 Prozent unter den Wert von 1990 drücken. Erreicht sind bisher aber nur 27,6 Prozent. Die Differenz ist in der verbleibenden Zeit kaum noch zu füllen.

Die Merkel-typische Scheinheiligkeit ("wir müssen die Schöpfung bewahren“) – erfährt natürlich seitens ARD-aktuell keine erkenntnisfördernde kritische Berichterstattung, vielmehr übt der oberste Qualitätsjournalist der Nation Dr. Gniffke verständnisinnige Zurückhaltung, Es gilt der eherne Grundsatz: Wir sind die Guten, Trump ist der Böse. Trumps Politik mag ablehnenswert erscheinen, doch wäre das in einem Kommentar zu vermitteln; die tendenziöse, mittlerweile antiamerikanisch akzentuierte Falschberichterstattung (nach dem Muster der Russland-Berichterstattung)) widerspricht hingegen journalistischen Grundsätzen.

Da Falschmeldungen mit den Programmrichtlinien unvereinbar sind, ist eine erneute Beschwerde angebracht. 

F. Klinkhammer V. Bräutigam

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

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ARD-Programmbeschwerde: Wie der Westen die Ukraine plündern will

02 Freitag Jun 2017

Posted by Dok in ARD

≈ 15 Kommentare

Schlagwörter

Demokratie, Desinformation, Kriegspropaganda, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Ukraine, Verschweigen, Verzerren

ard_logoBetreff: Eingabe 35 – Wie der Westen die Ukraine plündern will
Datum: 01. Juni 2017 um 10:51:26 MESZ
An: l.marmor@ndr.de

Sehr geehrter Herr Intendant, 

das Thema Ukraine betreffend, übermittelt Dr. Gniffke dem deutschen Publikum grundsätzlich frohe Botschaften, auf dass seine Kanzlerin wegen ihrer verfehlten Politik nicht in Misskredit gerate. Der deutsche Michel soll ruhigen Gewissens und in der Überzeugung schlafen gehen, dass der Maidan ein prächtiger Demokratischer Aufbruch war, ein Leuchtfeuer für die Menschenrechte.

Die zu 90% üblen Ukraine-Informationen ignoriert Dr. Gniffke hingegen, im krassen Gegensatz zur ausufernd kritischen, oft läppischen Trump-Berichterstattung. Dass es jetzt Visa-Freiheit für die Ukrainer gibt, vermeldet seine ARD-aktuell zwar ganz am Rande. Dass die Ukrainer davon nicht viel haben – für Pässe fehlen derzeit biometrische Fotos – kommt in den Qualitätsnachrichten allerdings nicht vor, die dieses Prachtexemplar von Chefredakteur zu verantworten hat. 

Weit schlimmer jedoch ist das Unterdrücken aller grundlegenden Informationen, die zeigen, in welch empörendem Ausmaß die „Maidaner" beim Putsch 2014 vom Westen mit leeren Versprechen geleimt und nunmehr für ihre Ahnungslosigkeit und Gutgläubigkeit abgestraft werden. Beispiel: Obwohl die Arbeitslosenquote auf über 10 % gestiegen ist, verlangt die „Westliche Wertegemeinschaft“ über ihren Internationalen Währungsfonds, dass ein höheres Rentenalter eingeführt wird. Es liegt derzeit bei 60 m/ 57 f bei einer Minirente von 50€ pro Monat.... 
Der Regierungschef der Ukraine, Volodymyr Groysman, droht mit Rücktritt, sollten die Pensionszahlungen in dem osteuropäischen Land nicht im Zuge einer Rentenreform ab dem 1. Oktober 2017 erhöht werden. Bei dem Rentenalter will der Premierminister keinerlei Veränderungen. Kein Wort davon in ARD-aktuell. ...  

Der Internationale Währungsfonds besteht außerdem auf einer Bodenreform. Mit ihr soll der Markt für den Verkauf staatlicher und privater Ackerflächen an ausländische Investoren geöffnet werden, der internationale Raubzug auf die ebenso wertvolle wie begehrte Schwarze Erde der Ukraine würde entfesselt. Im Klartext: Es geht um den wirtschaftlichen Ausverkauf der Ukraine. Der IWF droht: Entweder gebt Ihr Euer Tafelsilber, oder Ihr bekommt keine Kredite (8,6 MRD stehen an) und geht in die Staatspleite. Kein Wort davon in ARD-aktuell. ... 

Der AgitProp-Laden ist wahrhaftig vorzüglich als Nachrichtenredaktion getarnt. 

Wir sind der Überzeugung, dass es zwingend erforderlich war, die genannten Informationen den deutschen Fernsehzuschauern zu vermitteln. Es hätte längst kenntlich gemacht werden müssen, um was es der „Westlichen Wertegemeinschaft“ im Ukraine-Konflikt tatsächlich geht: Um die vollständige Ausplünderung eines Staates mit wertvollen Ressourcen unter Mithilfe korrupter Oligarchen, um die Destabilisierung und Untewerfung eines weiteren Staates (die vormalige US-Sicherheitsbraterin Condoleezza Rice: „creative chaos“) unmittelbar an der Grenze zu Russland.

ARD-aktuell ist zwar verpflichtet, „umfassend“ zu informieren und den Bürgern die „Einordnung“ der Informationen zu ermöglichen. In der Berichterstattung über die Ukraine demonstriert ARD-aktuell seine Pflichtvergessenheit aber in nicht mehr überbietbarer Weise.

F. Klinkhammer V. Bräutigam


Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

ARD-Programmbeschwerde: EU-Sanktionen gegen Syrien

01 Donnerstag Jun 2017

Posted by Dok in Allgemein

≈ 21 Kommentare

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Demokratie, Desinformation, Kriegspropaganda, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Syrien, Terror, Verschweigen, Verzerren

ard_logoBetreff: EU-Sanktionen gegen Syrien
Datum: 31. Mai 2017 um 22:18:24 MESZ
An: l.marmor@ndr.de

Sehr geehrter Herr Intendant,

noch vor einigen Monaten waren die ARD-aktuell-Sendungen gefüllt mit Berichten über das Elend der syrischen Bevölkerung, die massiv unter den Kriegsereignissen leide. Wiederholt kritisierten wir, dass die Redaktion dieses Leid nur insofern interessiere, als seine Ursachen tatsächlich oder vermeintlich der syrischen oder der russischen Armee anzulasten seien. Die entsprechenden Informationen der ARD-aktuell kamen fast ausschließlich aus oppositionellen (SOHR) oder gar aus den Terroristen nahestehenden Quellen. 

Es ging, so unser Vorwurf, allein darum, das Kriegsleid einseitig zu instrumentalisieren, um die deutsche Bevölkerung gegen die Präsidenten Assad und Putin aufzuhetzen. Als die von der ARD-aktuell-Berichterstattung gehätschelten dschihadistischen Terroristen in Ost-Aleppo ihre Niederlage erfuhren und ins Terrorgebiet der Al Quaida in Idlib abzogen, wurde ARD-aktuell merklich still. Das vorgebliche Interesse an der Zivilbevölkerung löste sich praktisch in Nichts auf. Es gab so gut wie keine Informationen über die anschließende massive Unterstützung der Zivilbevölkerung durch Russland, nichts über die Versöhnungsbemühungen der staatlichen syrischen Stellen, kaum etwas über die Freude der Bevölkerung, endlich von dem terroristischen Gesindel "moderaten Rebellen" befreit worden zu sein. Das mediale Desinteresse war nicht mehr zu leugnen. Dieses schändliche Schweigen zeigt, was von der Heuchelei der korporierten Massenmedien unter Anführerschaft von ARD-aktuell zu halten ist. Nämlich nichts. Kriegspropaganda kann nicht eindeutiger nachgewiesen werden als von ARD-aktuell selbst.

Ein besonderer Grund für die Verelendung und die Massenflucht syrischer Menschen nach Europa sind die Sanktionen der "Westlichen Wertegemeinschaft" gegen Syrien. Die EU verlängerte auf maßgebliches Betreiben der Regierung Merkel die weitreichenden Syrien-Sanktionen Ende Mai 2017.

Die "Strafmaßnahmen" haben seit ihrem Inkrafttreten die Wirtschaft in Syrien faktisch lahmgelegt. Sie bestehen u.a. aus einem Ölembargo und Investitionseinschränkungen. Vermögen der syrischen Zentralbank innerhalb der EU ist eingefroren. Die Sanktionen haben vor allem verheerende Wirkung auf die Zivilbevölkerung. Bereits vor einem Jahr hatten sich Vertreter der christlichen Kirchen an die EU gewandt und die Aufhebung der Sanktionen erbeten – weil die Sanktionen nicht den Machthabern im Land schadeten, sondern der gesamten Bevölkerung.

Ein UN-Report hatte vor einigen Monaten aufgezeigt, dass die Sanktionen tatsächlich direkt gegen die Zivilbevölkerug wirken. In einer ausführlichen Analyse kamen diese Autoren zu dem Schluss, dass die Sanktionen nicht die Eliten in Damaskus träfen, sondern die einfache Bevölkerung.  
https://assets.documentcloud.org/documents/3114567/Study-on-Humanitarian-Impact-of-Syria-Related.pdf

Das alles interessiert offenbar weder Bundeskanzlerin Merkel noch ihre Hofberichterstatter von ARD-aktuell. Obwohl in dem Embargo und den Strafmaßnahmen eine der wesentlichen Fluchtursachen liegt, die die Kanzlerin Merkel vorgeblich doch bekämpfen will. Sie verlängert und steigert stattdessen die Brutalitäten gegen das syrische Volk - und ARD-aktuell guckt weg und unterlässt es, das deutsche Pubklum angemessen über diese Vorgänge zu informieren.  

Wir erinnern noch einmal: Unter dem Titel „Basta sanzioni alla Siria e ai Siriani“  forderten (2016) die Führer der syrischen christlichen Kirchen ein Ende der EU-Sanktionen. Quellen u.a.: 
http://www.bastasanzioniallasiria.org/
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/05/29/schwerer-schlag-fuer-zivilisten-eu-verlaengert-syrien-sanktionen/

Zitat: "Das Gerede über die Kriegsflüchtlinge aus Syrien sieht nach purer Heuchelei aus, solange man gleichzeitig diejenigen, die in Syrien bleiben, weiter aushungert, ihnen die medizinische Versorgung, Trinkwasser, Arbeit, Sicherheit und die elementarsten Rechte verweigert. Wir wenden uns deshalb an die Abgeordneten und Bürgermeister jedes Landes, damit die Bürger der Europäischen Union (bis heute absolut unwissend) über die Ungerechtigkeit der Sanktionen gegen Syrien informiert werden und die Sanktionen endlich Gegenstand einer ernsthaften Debatte und entsprechender Beschlüsse werden."

Diese Nachrichten zu verschweigen ist ein schwerwiegender Verstoß gegen die Programmrichtlinien. Sie wären auch für die Flüchtlingsdiskussion in Deutschland von Belang. Der Vorgang macht auch deutlich, wie generell heuchlerisch und verlogen die Diskussion über Menschenrechte in der "westlichen Welt" geführt und von Medien wie ARD-aktuell gestützt wird. Menschenrechte und humanitäre Aspekte werden zu Manipualtionszwecken in den Diskurs gebracht. Sie werden nicht hervorgekramt, um für eine Veränderung und Verbesserung der Verhältnisse zu werben, sondern um Stimmung für sachfremde politische Interessen zu machen.

F. Klinkhammer V. Bräutigam


Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

Programmbeschwerde zum Film NSU-Komplex und die Antwort des BR-Rundfunkrates

25 Donnerstag Mai 2017

Posted by Dok in Allgemein

≈ 7 Kommentare

Schlagwörter

ARD, Demokratie, Desinformation, NSU, Verschweigen, Verzerren

Rufmord-Kampagnen

Programmbeschwerde zum Film NSU-Komplex und Antwort des BR-Rundfunkrates


Bayerischer Rundfunk
Geschäftsstelle des Rundfunk- und Verwaltungsrats
Rundfunkplatz 1
80335 München

Programmbeschwerde „NSU-Komplex“, BR-Produktion, gelaufen am 18.10.2016

14.02.2017

Sehr geehrte Damen und Herren des BR-Rundfunkrates,

das Angebot zur Meinungsbildung in den öffentlich-rechtlichen Sendern muss dem Grundsatz der „Objektivität“ folgen. Der sogenannte „Dokumentarfilm“ „NSU-Komplex“ verstößt gegen diesen Grundsatz auf eklatante Weise. Auf der BR-Internetseite wird der Film folgendermaßen beworben:

„Der Dokumentarfilm von Stefan Aust und Dirk Laabs liefert einen umfassenden und genauen Überblick über die Hintergründe des NSU-Terrors (…).“

Diese Werbeaussage stimmt nicht, da kein Dokumentarfilm vorliegt. Es wird kein authentisches, wahrhaftes Bild der Hintergründe des sogenannten „NSU-Terrors“ gegeben, sondern eine Fiktion beschrieben…

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ARD – Programmbeschwerden 9/2017

30 Sonntag Apr 2017

Posted by Dok in ARD

≈ 9 Kommentare

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ARD, Desinformation, Kriegspropaganda, Propaganda, Staatsmedien, Verschweigen, Verzerren

rundfstv548

ard_logo

Programmbeschwerden:
von Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer wegen Nach­rich­ten­ver­zer­rung und -unter­drückung durch ARD-aktuell in folgenden Themen:

  • Faktenfinder mit faktenfreier, antirussische Hetze
  • Tagesthemen vom 7.April 2017
  • „Strafaktion mit Bedacht“
  • ARD-Fake-News im Faktenfinder
  • ESC-Verbot durch ukrainischen Geheimdienst
  • „Nach mutmaßlichem Giftgas-Einsatz“
  • Armutsbericht

Eine Programmbeschwerde kann und sollte jeder Bürger per Post oder Mail einreichen, wenn er erkennt, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihrem Informationsauftrag nicht nachkommen. Wer GEZwungen wird, für Informationen zu bezahlen und dann feststellt, dass ARD, DLF und ZDF Nachrichten und Meinungen unterdrücken, die Realität verzerren, einseitig Partei ergreifen und Feindbilder schüren um damit die deutsche Öffentlichkeit zu manipulieren und in die Irre zu führen, hat jederzeit die Möglichkeit, sich bei den Verantwortlichen zu beschweren.


Wir werden hier im Blog jede anonymisierte Programmbeschwerde veröffentlichen, die ihr uns per Kommentar zukommen lassen könnt!

ARD – Programmbeschwerden 8/2017

03 Montag Apr 2017

Posted by Dok in ARD

≈ 2 Kommentare

Schlagwörter

ARD, Desinformation, Kriegspropaganda, Propaganda, Staatsmedien, Verschweigen, Verzerren

rundfstv548

ard_logo

Programmbeschwerden:
von Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer wegen Nach­rich­ten­ver­zer­rung und -unter­drückung durch ARD-aktuell in folgenden Themen:

  • Manipulative Wortwahl bei Spionagevorwürfen
  • Meryl Streep hui – Oliver Stone pfui
  • Nichts über die Ukraine
  • ARD-aktuell manipuliert Nahost-Berichterstattung
  • Tagesschau beschweigt Trumps Mordauftrag
  • „Schwarze Liste des syrischen Geheimdienstes“
  • Berichterstattung zu Yücel

Eine Programmbeschwerde kann und sollte jeder Bürger per Post oder Mail einreichen, wenn er erkennt, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihrem Informationsauftrag nicht nachkommen. Wer GEZwungen wird, für Informationen zu bezahlen und dann feststellt, dass ARD, DLF und ZDF Nachrichten und Meinungen unterdrücken, die Realität verzerren, einseitig Partei ergreifen und Feindbilder schüren um damit die deutsche Öffentlichkeit zu manipulieren und in die Irre zu führen, hat jederzeit die Möglichkeit, sich bei den Verantwortlichen zu beschweren.


Wir werden hier im Blog jede anonymisierte Programmbeschwerde veröffentlichen, die ihr uns per Kommentar zukommen lassen könnt!

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ARD & Co. – Wie­ Medien manipulieren

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Michael Radke
Hand- & Kopfwerker, Pädagoge
Freidenker, Philosoph, Aufklärer

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