Irre Propaganda im ARD Presseclub: „Die Welt ist aus den Fugen, weil die Ordnungsmacht USA ausfällt.“

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ARD Presseclub 11.06.2017

Brexit, Klimakrise, Erdogan: Soll Deutschland jetzt die Welt retten?“

Sven Gösmann Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur (dpa):
„Ich glaube, dass die Welt doch ein wenig aus den Fugen geraten ist, weil die Ordnungsmacht USA ausfällt; auch als moralisches, demokratisches Vorbild, das sie zumindestens für viele auf der Welt anerkanntermaßen noch waren…“

Gösmanns dummes Geschwätz war selbstverständlich nicht die einzige hanebüchene Realitätsverdrehung.

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Hadmut Danisch: Ein Hoch auf die „Hatespeech“

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Schon der Ankündigungsflyer (s.o) ist ein entlarvender Schuss ins eigene Knie. Das selbsternannten „Netzwerk Recherche„, finanziert von der Bundes­re­gie­rung und GEZ-Zwangsgebühren, unter der Leitung des Staatssenders NDR, macht aus seinen Feindbildern (Trump, Putin, Petry, Erdogan, Le Pen) und damit seinem „journalistischen“ Selbstverständnis gar keinen Hehl. Es sind die Huren und Stricher, die Agitatoren und PR-Dienstleister der deutschen Regierung, die sich jetzt zu ihrer Jahreskonferenz trafen.

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Wahrheitspresse: Patrick Cockburns Reportagen aus dem Nahen und Mittleren Osten

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Patrick Cockburns Reportagen aus dem Nahen und Mittleren Osten

Von Ulrich Teusch

Jeder weiß – oder sollte wissen: Das erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit. Nicht nur die Militärmaschinerien laufen auf Hochtouren, auch die Propagandaapparate tun es. Und nicht nur die jeweiligen Kriegsparteien verbiegen nach Kräften die Wirklichkeit, auch die Medien sind mit von der Partie, mal mehr, mal weniger.

Der Krieg in Syrien ist ein besonders drastischer Fall. Einseitige, verzerrende Berichterstattung und die Verbreitung fingierter, fabrizierter Nachrichten haben in diesem Konflikt ein Ausmaß angenommen, wie man es seit dem Ersten Weltkrieg nicht mehr erlebt hat. Das sage nicht ich. Das sagt der vielleicht renommierteste Auslandskorrespondent unserer Zeit, der irische Journalist Patrick Cockburn…

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ARD-Programmbeschwerde: Katar- ARD-Fake-News

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ard_logoKatar – ARD-Fake-News
Datum: 10. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

http://www.tagesschau.de/ausland/katar-terror-101.html

Sehr geehrter Intendant Marmor,
 
erinnern wir uns:

Die Kanzlerin war vor einigen Wochen gerade in Saudi-Arabien angekommen (diesmal ohne Menschenrechtsappelle im Reisegepäck, dafür aber in Begleitung einflussreicher deutscher Wirtschaftsmanager), um dicke Geschäfte der deutschen Industrie mit der Mörderbande in Riad anzubahnen, da ließ die Redaktion ARD-aktuell bereits ihren Hofberichterstatter, den "Star-Journalisten " Kühntopp , schleimen: "Saudi-Arabien ist - viel besser als sein Ruf". Und das über ein Land, das im Jemen einen gnadenlosen Krieg mit Aushungern großer Bevölkerungsteile führt, mit Todesstrafen gegen Oppositionelle vorgeht, Atheisten zum Tode verurteilt, Blogger blutig peitschen lässt und Terroristen in Syrien finanziert.

Jetzt erleben wir ein weiteres, illustres Beispiel höfischer und opportunistischer Berichterstattung von ARD-aktuell.

Nachdem in den letzten Tagen Konflikte mit Katar entstanden, waren Gniffke und seine Partner im SWR erneut mit den Schleimbeuteln zur Stelle. Es galt, Katar, einen wichtigen Handelspartner Deutschlands (es hält z.B. 17% der VW-Aktien), in der deutschen Öffentlichkeit zu promoten: Siegmar Gabriel traf sich mit Katars Außenminister in Wolfenbüttel, Gniffke übernahm den Job, Katar vom Geruch der Terroristenunterstützung zu befreien, im Interesse der deutschen Wirtschaft und der heuchelnden deutschen Merkel-Regierung.

Auf Tagesschau.de hieß es deshalb:

"Dass die Führung Katars eben nicht in die Finanzierung von Terrororganisationen vom Schlage IS und Al Kaida verwickelt ist, behaupten auch viele Fachleute. Ja, so sagen sie, Katar hege Kontakte zu militanten Islamisten vom Schlage Al Kaidas; Kontakte bedeuteten aber nicht, dass die Spitze Katars mit den fraglichen Gruppen zusammenarbeitet, sie finanziert oder sonst wie unterstützt. Dafür gebe es keine bekannten Beweise."

Am 17.9.2014 hieß es bei unseren ARD-Wendehälsen trotz der Dementis der Kataris noch: "Jetzt steht Katar als Staat da, der Terrororganisationen finanziert."

Um das Wendemanöver der Öffentlichkeit plausibel erklären zu können, müssen wieder einmal anonym bleibende "Fachleute" dazu herhalten, den Fake-News-Journalismus zu tarnen. Es ist die alte Masche der Desinformation, unter Berufung auf solche nicht überprüfbaren Aussagen den üblichen Regierungskonformismus zu kaschieren.

Entgegen der ARD-aktuell-Ausführungen unterstützt Katar mit enormen Finanzmitteln den Terrorismus in Syrien (insbesondere "moderate Rebellen"), um die Regierung Assad zu stürzen.

Mitchell Orenstein – Professor an der US-Universität Pennsylvania – nannte Zahlen:

Allein Katar finanzierte terrorristische Milizen in Syrien von 2011 bis 2013 mit etwa drei Milliarden Dollar. Es bot jedem Deserteur der syrischen Armee überdies 50 000 Dollar Belohnung. Die amerikanische CIA trainierte "Rebellen" im US-Stützpunkt in Katar, und der katarische TV-Sender Al Djazeera verbreitete die Stimmen der syrischen Opposition (nachhaltig und erfolgreich bis ins ARD-Studio Kairo und in Gniffkes Hamburger Refugium).

Dass ARD-aktuell mit dem hier zitierten dreisten Wendemanöver offenkundig unwahr berichtet, belegt ihre Regierungshörigkeit und ihren opportunistischen Umgang mit Tatsachen. Mit den Programmrichtlinien ist dieser Journalismus nicht vereinbar.

F. Klinkhammer V. Bräutigam

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

Das ZDF heute-journal entfernt klamm­heimlich einen Bericht über „Trump-Anhänger in Tennessee“ (Update)

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zdf_80Wer das gestrige heute-journal gesehen hat, wird sich an einen Bericht über „Trump-Anhänger in Tennessee“ erinnern. Alles andere als repräsentativ wurden auf einem Country-Festival Besucher und Musiker zu ihrer Einstellung zu Trump befragt. Der Bericht mit dem Tenor „Freaks wählen Trump“ reiht sich nahtlos in die seit Monaten übliche Diffamierungskampagne ein, wurde aber aus bisher unbekannten Gründen klammheimlich herausgeschnitten, bevor die Sendung in die Mediathek hochgeladen wurde.

ZDF heute-journal vom 09.06.2017 – In den Ankündigungen wird der Beitrag über „Trump-Anhänger in Tennessee“ noch aufgeführt

Auch wenn die  Hintergründe der Löschaktion bisher unbekannt sind, beweist das Beispiel einmal mehr die Bereitschaft des Staatssenders zur heimlichen Manipulation. Während in anderen Fällen Hinweise und Gründe für die Unkenntlichmachung beispielsweise urheberrechtlich geschützten Bildmaterials angegeben werden, hat man hier einen Beitrag so gründlich entfernt, dass nur wirklich aufmerksamen Beobachtern auffällt, dass die in der Mediathek veröffentlichte Version nicht die Sendung ist, die am Vorabend ausgetrahlt wurde.

Update: Leser Herbert hat den Beitrag in der ZDF-Mediathek als Einzelvideo unter dem Titel: „Nashville hält Trump die Treue“ gefunden. Vielen Dank für den Hinweis! Warum der Beitrag aus dem heute-journal entfernt wurde, ist nach wie vor unklar. Dass der Beitrag im nachhinein bearbeitet wurde, zeigt sich am doppelten ZDF-Logo in der oberen linken Ecke. Über dem üblichen „ZDF”-Logo ist hier nachträglich ein weiteres „ZDF HD”-Logo eingefügt worden.

Bild anklicken, zum Vergrößern!

ARD und ZDF wollen von ihrer Kriegshetze gegen Libyen nichts mehr wissen

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Dass der Begriff Lügenpresse den „Öffentlich-Rechtlichen“ nicht gerecht wird, weiß jeder, der in der Lage ist, den alles andere als komplizierten Zusammenhang zwischen Kriegspropaganda und millionenfachem Tod und Elend herzustellen. ARD, DLF und ZDF sind in Wahrheit Massenmordmedien, die in den vergangenen Jahrzehnten mit systematischer Desinformation und militaristischer Hetze geholfen haben, unvorstellbares Leid in der Welt zu verbreiten, unter welchem der sogenannte „Islamische Staat“ nur die jüngste Ausgeburt der Hölle darstellt.

NATO-Bomben auf Tripolis, Libyen 2011 – ARD und ZDF hetzten auch für diesen Krieg gegen das ehemals reichste und sozial fortgeschrittenste Land Afrikas

Die Kriegspropaganda in den geopolitischen Konflikten um Vietnam, Afghanistan (ab 1979), Jugoslawien, Irak, Libyen, Syrien und der Ukraine – um nur einige Beispiele zu nennen – hat Abermillionen Tote und noch mehr verkrüppelte, verwaiste, vertriebene und traumatisierte Menschen produziert und verwüstete, verseuchte und verminte Landstriche hinterlassen. Wie schon die Nazis vor ihnen, wollen auch die Täter in ARD und ZDF von den eigenen Verbrechen hinterher nichts mehr wissen.

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Österreich: Hetzkampagne stoppt Friedenskonferenz der Gruppe42

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Die Konferenz „Angst essen Zukunft auf“ mit namhaften Friedensaktivisten musste abgesagt werden nachdem in einem Blog und mit Emails gegen die „Verschwörungstheoretiker“ gehetzt wurde.

Hassmails essen Friedenskonferenz auf

Antidemokraten haben das Konzept der Wiener Friedenskonferenz zum Scheitern gebracht. Doch Absagen heißt noch lange nicht Aufgeben.

von Katrin McClean

Am 16. und 17. Juni sollte in Wien eine Konferenz mit dem Motto „Angst essen Zukunft auf“ stattfinden. Die Wiener „Gruppe42“ hatte dazu verschiedene Referenten aus wissenschaftlichen Einrichtungen und aus der Friedensbewegung eingeladen, dazu namhafte deutschsprachige Autoren. Insbesondere sollten auch Vortragende aus muslimischen Organisationen kommen, die sich für Frieden und Menschenrechte einsetzen. Nun wurde die Konferenz abgesagt. Katrin McClean sprach mit Stephan Bartunek über die Gründe.

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ARD-Programmbeschwerde: „Russische Pflegedienste“

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ard_logoFake News: „Russische Pflegedienste“
Datum: 09. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

Tagesschau 30.05.2017
 
Sehr geehrter Intendant Marmor,
 
wieder einmal zeigten die Qualitätsjournalisten der ARD-aktuell, unsere wahren Fake-News-Experten, den bekannten russophoben Beissreflex. In der Hauptausgabe der Tagesschau am 30.5.2017 berichteten sie über die Betrugsmafia in den Pflegediensten.
 
"Es geht dabei um 230 überwiegend russische Dienste, die ein bundesweites Betrugsnetz aufgebaut haben. Der Schaden der Kassen belaufe sich auf viele Millionen Euro."
 
In diesem kurzen Absatz gleich zwei Fake-News. Es handelt sich nicht nur – wie hier gar zu oberflächlich formuliert - um viele Millionen, sondern um mindestens eine Milliarde  Euro Betrugsschaden, also um eine gänzlich andere Dimension. Falsch ist vor allem jedoch die Behauptung, es handele sich um "überwiegend russische Dienste".
 
Die Polizei meldete "russisch-sprachige" Täter, das ist etwas ganz Anderes. Zu ihnen können. Ukrainer, Kasachen, Russen und Auslandsdeutsche nach Art. 116 GG gehören. Die polizeiamtliche Begrifflichkeit hierfür:  Russisch-Eurasisch Organisierte Kriminalität (REOK). Es geht um Netzwerke, die von Personen dominiert werden, die in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion geboren wurden oder von Personen, die sich "aufgrund ihrer Kultur, Geschichte, Sprache, Traditionen oder Vorfahren als Angehörige einer Volksgruppe eines der Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion betrachten".
 
Die polizeiliche Formulierung "russischsprachige Dienste" ist eine proble­ma­tische Verkürzung, da sie geeignet ist, antirussische Diffamierungen auszulösen, vergleichbar der xenophoben Sprachregelung bei den NSU-Ermittlungen: "Döner-Morde".
 
Die Redakteure bei ARD-aktuell warfen dann ja auch alle Verdächtigen in einen "Russentopf". Sie erwähnen nicht Menschen unterschiedlichster nationaler Herkunft als Verdächtige, sondern behaupten einfach einen "russischen Pflegedienst". Es ging diesen Qualtitätsjournalisten offen­sicht­lich wieder nur um die Befolgung ihrer russophoben Redaktionslinie. Putin und die Russen stehen für alles Böse dieser Welt. Die Bestärkung dieses Vorurteils mittels Fake-News hatte Vorrang vor den Tatsachen: Der größte Teil der als betrügerisch verdächtigten Betreiber stammt nach Angaben der Polizei aus der Ukraine und eben nicht aus Russland.
Die falsche und verzerrende Berichterstattung ist mit den Programmrichtlinien unvereinbar.
Sie nicht zu korrigieren, ist ein Zeichen dafür, dass eine vorsätzliche Diffamierung vorlag.

F. Klinkhammer V. Bräutigam

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

Was die Comeyker in ARD & ZDF unter „Nachrichten“ verstehen

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wdrMathias Bröckers hat den Nachdenkseiten gerade ein lesens­wertes Interview („Ein letztes Aufbäumen in der verlorenen Schlacht um das Deutungsmonopol“) gegeben, in dem er den unterirdischen Kampagnenjournalismus insbesondere der „Öffentlich-Rechtlichen“ zerpflückt.

Rudeljournalismus, Opportunismus, Karrierismus, Geistesarmut, Seelenschwäche…

Mit Milliarden Euro gemästet, bringen die Anstalten bestenfalls noch in abseitigen Programmnischen etwas zustande, was man als Journalismus bezeichnen kann. Insbesondere die Nachrichtenformate sind zu einem Panoptikum der totalen Verblödung und billigen politischen Agitation verkommen – oder waren sie das schon immer? Zwei aktuelle Beispiele zeigen, wie sich ARD und ZDF zu lächerlichen Comeykern machen, um dem verhassten US-Präsident stündlich neu ans Bein zu pinkeln.

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ARD-Programmbeschwerde: Tendenziöser Armutsbericht

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ard_logoARD-Programmbeschwerde:
Tendenziöser Armutsbericht

Datum: 07. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

http://www.tagesschau.de/inland/kabinett-205.html
http://www.tagesschau.de/archiv/sendungsarchiv100~_date-20170412.html

Sehr geehrter Herr Intendant, 

am 12.4. 2017 hieß es bei Tagesschau.de in einem Beitrag über den Armutsgrenze- und Reichtumsbericht, die soziale Lage habe sich positiv entwickelt, aber in puncto Vermögen gebe es große Unterschiede. Zitat:
 
"Das Bundeskabinett hat den 5. Armuts- und Reichtumsbericht verabschiedet. Der Bericht mit dem Titel "Lebenslagen in Deutschland" belege eine "insgesamt positive Entwicklung der sozialen Lage in Deutschland", erklärte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. Sie verwies unter anderem auf die niedrigen Arbeitslosenzahlen. Anhaltendes Wirtschaftswachstum habe zur niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der deutschen Einheit beigetragen. Bestehende Ungleichheiten würden durch Steuern und Transfers "erheblich abgemildert".
Eine "verfestigte Ungleichheit" weist der Bericht bei den Vermögen aus. Danach besitzen die reichsten zehn Prozent der Haushalte mehr als die Hälfte des gesamten Netto-Vermögens, die untere Hälfte dagegen nur ein Prozent. Auch komme der wirtschaftliche Aufschwung nicht bei allen an. So hätten die unteren 40 Prozent der Beschäftigten real weniger verdient als Mitte der 1990er-Jahre. Dem Bericht waren monatelange Verhandlungen unter anderem zwischen Nahles und dem Bundeskanzleramt vorausgegangen. Sozialverbände kritisieren das "Feilschen um wohlfeile Passagen" und mahnen eine wirkungsvolle Armutsbekämpfung insbesondere bei Kindern und Familien an."
 
 An diesem Beitrag fällt auf, dass ARD-aktuell sich wieder einmal als Hofberichterstatter der Berliner Regierung betätigt. Kein eigener Hinweis, kein eigener Gedanke, nicht die Spur von Distanz zu der regierungspolitischen Darstellung. Es wird nur durchgereicht, was Politiker herunterbeten. Der Kontext, leicht zu ermittelnder Fakten (beispielsweise beim Statistischen Bundesamt abrufbar) wird nicht mitgeliefert, Informationen zur Einordnung werden nicht geboten.  ARD-aktuell als PR-Agenturfiliale der GroKo, als Regierungströte, wie so oft gehabt....
 
Korrekt wäre gewesen, auch über das zu berichten, was Nahles und Schäuble verschwiegen. So stellte sogar die Europäische Kommission in in ihrem Bericht vom 21.2.2017 schwere Versäumnisse bei der deutschen Armutsbekämpfung fest: 
 
"Die Umverteilungsmaßnahmen, die Ungleichverteilung und Armut entgegenwirken sollen, haben an Wirksamkeit eingebüßt. Im Zeitraum 2008-2014 hat die deutsche Politik in hohem Maße zur Vergrößerung der Armut beigetragen, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass die bedarfsabhängigen Leistungen real und im Verhältnis zur Einkommensentwicklung gesunken sind Eine Reihe früherer Änderungen bei Steuern und Sozialabgaben könnten ebenfalls zu einem Teil für die nachlassende Wirksamkeit der Umverteilungsmaßnahmen verantwortlich sein. Die Abschaffung der Vermögenssteuer im Jahr 1997, die Absenkung des Einkommensteuerspitzensatzes von 53 % im Jahr 2000 auf 42 % im Jahr 2004, die pauschale Besteuerung von Kapitalerträgen seit 2009 und die Anhebungen der Sozialversicherungsbeiträge seit Anfang der 1990er Jahre haben dazu beigetragen, den progressiven Charakter des Steuersystems zu verringern, und die Einkommensunterschiede möglicherweise zu erhöhen". 
 
Und weiter 
"Auch hat die in den letzten Jahren positive Entwicklung am Arbeitsmarkt das Armutsrisiko nicht verringert... im relativ großen Niedriglohnsektor wurden neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen, was die Einkommensungleichverteilung und die Armut trotz Erwerbstätigkeit aber eher verschärft..." "Auch die Angemesseheit der Renten wird weiter abnehmen."
 
Unerwähnt blieben auch die Streichungen aus einem Bericht des Politikwissenschaftlers A. Schäfer, den die Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte. Darin hieß es: 
 
"Personen mit geringerem Einkommen verzichten auf politische Partizipation, weil sie Erfahrungen machen, dass sich die Politik in ihren Entscheidungen weniger an ihnen orientiert." Diese Passage wurde genauso gestrichen wie der Satz: "Die Wahrscheinlichkeit für eine Politikveränderung ist wesentlich höher, wenn diese Politikveränderung von einer großen Anzahl von Menschen mit höherem Einkommen unterstützt wird."
 
Typisch für ARD-aktuell ist auch die kritiklose Übernahme des Schönsprech-Begriffs "verfestigte Ungleichheit". Korrekt wäre es, von "staatlich geförderter Ausbeutung" zu reden.
 
Der desinformierende und inhaltslose Beitrag widerspricht der Staatsvertragsverpflichtung zur "umfassenden" und "objektiven" Berichterstattung.
 
Ebenfalls bezeichnend für die Schieflage der Berichterstattung: In der Hauptausgabe um 20 Uhr gab es zum Armutsbericht eine 17-Sekunden Meldung, während der Börsenbericht immerhin 62 Sekunden Sendevolumen hatte. In den Tagesthemen um 21.45 Uhr dieselbe Situation.
 
Deutlicher kann ARD-aktuell nicht bestätigen, was neben zahlreichen fachkundigen und namhaften Kritikern auch wir ihr vorwerfen: Die Redaktion ist das Sprachrohr der Mächtigen, wird aber finanziert von der gesamten Gesellschaft. Sie ist ein Skandal.
Die Einseitigkeit der hier aufgeführten Beiträge verstößt gegen den Programmauftrag.

F. Klinkhammer V. Bräutigam

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

ARD und ZDF propagieren erneut Gewalt zum Sturz einer demokratisch gewählten Regierung

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Würde die Gewalt, die ARD und ZDF tagtäglich propagieren, auf die öffentlich-rechtlichen Täter selbst zurückfallen, die Rundfunkhäuser wären längst niedergebrannt und die Verbrecher, die dort arbeiten, wären verkohlt, enthauptet und massakriert, wie ihre Tausenden Opfer in Syrien, Libyen, der Ukraine oder Venezuela. Auch in diesem Beitrag werden wir erneut zeigen, dass es sich bei den deutschen Staatssendern um verlogene und moralisch verwahrloste Verbrecher­organisationen handelt.

2011 Syrien – 2014 Ukraine – 2015 Deutschland – 2017 Venezuela:
ARD und ZDF empören sich über einen „Schubser“ auf einer AFD-Demo, aber verschweigen, rechtfertigen oder propagieren tödliche Gewalt, wenn es darum geht, andere Länder zu destabilisieren und unter westliche Kontrolle zu bekommen

Das ganze Ausmaß der verbrecherischen Desinformation durch ARD und ZDF erschließt sich nur jenen, die verstanden haben, dass die „öffentliche Meinung“ – auf die die Politiker in westlichen Pseudodemokratien zumindest teilweise angewiesen sind – regelrecht gemacht wird. Sie ist ein vergiftetes Produkt, dass die Massenmedien herstellen.

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Eine Frage an den russischen Präsidenten Vladimir Putin

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Am 15. Juni stellt sich Vladimir Putin erneut zu einer ausführlichen Fragestunde. Wir haben auch eine. Bild anklicken, SPUTNIK!

Sehr geehrter Herr Präsident,

in den 80er Jahren haben USA und NATO die westeuropäische Öffentlichkeit mit selbst inszenierten „U-Boot-Sichtungen“ in Angst und Schrecken versetzt, um den eigenen Bürgern und Politikern eine sowjetische Bedrohung einzureden. Nachdem der Journalist Dirk Pohlmann diese Kriegstreiberei vor zwei Jahren in einem Dokumentarfilm ans Licht brachte, verlegte sich die westliche Propaganda auf die Verbreitung komplett erfundener oder selbst inszenierter „russischer Hackerangriffe“.

Die deutschen Staatsmedien verschweigen der Öffentlichkeit, dass die CIA ein ganzes Arsenal von Cyberwaffen angelegt hat, mit denen man falsche Spuren nach Russland legen kann und Angela Merkel hat im deutschen Fernsehen mehrfach den falschen Eindruck erweckt, es gäbe eine russische Doktrin des Cyberkriegs, die für Attacken auf deutsche IT-Netze verantwortlich sein könnte. Zuletzt tat sie dies neben Ihnen stehend bei der Pressekonferenz am 2. Mai in Sotschi.

Können Sie die wahren Inhalte der sogenannten „Gerassimow-Doktrin“ erläutern, damit die deutsche Öffentlichkeit zumindest in dieser Frage nicht länger gegen Russland aufgehetzt werden kann?

Vielen Dank.

 

Wie CNN „Muslim-Protest gegen Terror“ in London inszeniert

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Der eine oder andere erinnert sich sicherlich noch an die vor etwas mehr als 2 Jahren von der Regierung in Berlin inszenierte Staatsaufführung „Muslime gegen Terror“. Das Spektakel, das anders als von ARD und ZDF damals gelogen wurde, nicht von muslimischen Verbänden ausging, sondern von der Bundesregierung, verbreitet unterschwellig die perfide Botschaft, die Terrorwelle in Europa sei „islamisch“ und Muslime müssten sich deshalb vom Terror distanzieren.

ZDF 13.01.2015 heute 19.00 UhrZDF_13012015

Wir haben hier in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe weiterer Beispiele dokumentiert, wie ARD und ZDF Demonstrationen inszenieren und benutzen, um politische Agitation zu betreiben. Die Fake-Demo der Staatschefs in Paris oder Armin Coerpers ZDF-Laientheater „Russland tötet“ in Kiew sind da nur die hanebüchensten Beispiele, wie die deutschen Zuschauer immer wieder gezielt für dumm verkauft werden. Jetzt zeigt ein Video, wie CNN eine Demo in London in Szene setzt. Hollywood lässt grüßen!

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ARD-Programmbeschwerde: Klimaschutz

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ard_logoARD-Programmbeschwerde: Klimaschutz
Datum: 05. Juni 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
An: l.marmor@ndr.de

Sehr geehrter Herr Intendant, 

die "Tagesschau" bleibt Fake-Spezialist und dient sich als Bühne an für die heuchlerische Propaganda des politischen Führungspersonals unserer Eliten. In Betracht nehmen wir hier die Berichterstattung über die Abkehr der USA von den Klimazielen:
Die Behauptung, die USA seien aus dem Klimaschutzabkommen ausgeschieden, ist unzutreffend. Richtig ist vielmehr: Die USA waren dem Pariser Abkommen nie wirklich beigetreten.

Förmlich ratifiziert haben die USA im Gegensatz zu anderen Staaten das Abkommen nämlich nicht. Barack Obama hatte lediglich per präsidialer "executive order“ die Zustimmung seiner Regierung verkündet. Die aber ist nur vorläufig gültig. Verbindlich ratifizieren können die USA das Abkommen nur mit einem Kongressbeschluss - und der liegt nicht vor. Obama wusste wie alle Welt, dass er für den förmlichen Beitritt keine Mehrheit bekommen hätte, da viele Republikaner den Klimawandel, soweit vom Menschen verursacht, als "Fake Science" betrachten.

In der Washington Post hat dies Eugene Kontorovich, Professor für Verfassungs- und Internationales Recht, in einem Beitrag kurz vor der erwartbaren Entscheidung Trumps ausgeführt, der allerdings gegen Donald Trump gerichtet war. Die USA können nicht aussteigen, weil sie eben dem Vertrag gar nicht beigetreten waren. Siehe den informativen Beitrag auf „Telepolis“; dort sind genau die Informationen nachzulesen, die eigentlich der öffentlich-rechtliche Rundfunk hätte liefern müssen.

Eine weitere Fake-News: Es wird behauptet, US-Außenminister Tillerson habe sich früher für das Klima-Abkommen ausgesprochen. Korrekt ist vielmehr: Beim Thema Klimawandel plädierte Tillerson im Januar 2017 lediglich für die Fortsetzung des internationalen Dialogs: Die USA sollten "ihren Platz am Tisch behalten“ [...] "bei den Gesprächen über die Gefahren des Klimawandels, die eine weltweite Antwort erfordern". "Kein Land kann das alleine lösen", hatte er hinzugefügt. Das ist die Position, die Trump mit der Forderung nach neuen Verhandlungen aktuell einnimmt, aber von Kanzlerin Merkel, Frankreich, der EU und vielen anderen Ländern konsequent abgelehnt wird, wahrscheinlich, weil man jetzt den Schwarzen Peter für die absehbare Ineffektivität des Abkommens an Trump weiterreichen kann. Fest steht nämlich bereits mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass Merkel-Deutschland die großmäulig verkündeten Klimaschutzziele selbst nicht wird einhalten können. Fakt ist: Eigentlich sollte Deutschland bis 2020 seine Emissionen um 40 Prozent unter den Wert von 1990 drücken. Erreicht sind bisher aber nur 27,6 Prozent. Die Differenz ist in der verbleibenden Zeit kaum noch zu füllen.

Die Merkel-typische Scheinheiligkeit ("wir müssen die Schöpfung bewahren“) – erfährt natürlich seitens ARD-aktuell keine erkenntnisfördernde kritische Berichterstattung, vielmehr übt der oberste Qualitätsjournalist der Nation Dr. Gniffke verständnisinnige Zurückhaltung, Es gilt der eherne Grundsatz: Wir sind die Guten, Trump ist der Böse. Trumps Politik mag ablehnenswert erscheinen, doch wäre das in einem Kommentar zu vermitteln; die tendenziöse, mittlerweile antiamerikanisch akzentuierte Falschberichterstattung (nach dem Muster der Russland-Berichterstattung)) widerspricht hingegen journalistischen Grundsätzen.

Da Falschmeldungen mit den Programmrichtlinien unvereinbar sind, ist eine erneute Beschwerde angebracht. 

F. Klinkhammer V. Bräutigam

Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tages­zeitungen in Süddeutsch­land und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redak­teur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Haupt­abteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungs­auftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er fest­angestellt beim NDR. Er war Gesamt­personalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeit­nehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.

(Quelle)

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Desinformation und Agitation: Trumps Stopp des Klimaabkommens in ARD und ZDF

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Seit Freitag, nachdem Donald Trump den Ausstieg aus dem Pariser Abkommen erklärte, hyperventilieren die Staats­sender ARD und ZDF in ihrer Agitation gegen den US-Präsidenten. Die ganze Verlogenheit und systematische Desinformation der deutschen Öffentlichkeit entlarvt sich jetzt in einem TELEPOLIS-Artikel, der klarstellt, dass die USA dieses Abkommen gar nicht ratifiziert hatten.

Wie Florian Rötzer erläutert, war Trump-Vorgänger Obama, der Heiland der Mainstreammedien und transatlantischer Propaganda, dem Abkommen nur mit einem Präsidentenerlass beigetreten, wissend, dass er einen verbindlichen Vertrag gar nicht durch den Kongress bekommen hätte.

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Doppelstandards: Wie ARD und ZDF Emotionen schüren und Trump daraus einen Strick drehen wollen

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Gerade erst haben wir hier erneut die Doppelmoral der verlogenen Staatssender entlarvt, da liefert das ZDF im gestrigen heute-journal ein weiteres Lehrbeispiel. Donald Trump hatte gegen erhebliche Kritik beschlossen, aus dem Klimaabkommen von Paris auszusteigen. ARD und ZDF reagierten mit Hyperventilation, um den eigenen CO2-Abbau zu beschleunigen. Einige chronisch konstringierte Hirngefäße setzten dabei komplett aus.

ZDF 02.06.2017 heute-journal

Ulf Röller: „Der Präsident [Trump] reagiert wie immer, wenn er in der Enge ist, er will Emotionen schüren. Er hat seine Anhänger aufgerufen, morgen Mittag vor dem Weißen Haus hinter mir zu stehen und für ihn zu demonstrieren…“

Röllers Vorwurf in Richtung Trump ist an Verlogenheit kaum zu überbieten, denn nur 3 Minuten zuvor hatte Kollege Daniel Pontzen seinen Bericht mit einer Handvoll Anti-Trump-Demonstranten vor dem Weißen Haus emotional aufgepeppt. Die ARD tagesschau hatte bereits zuvor um 20 Uhr eine Kaskade von Gegen-Demos auf die Zuschauer niederregnen lassen, damit auch der letzte SUV-Fahrer begreift, das morgen die Welt untergeht – wegen Trump!

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