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wdrBeim ersten Hören dachte ich noch, das kann nicht wahr sein. So unverschämt kann selbst der WDR nicht sein. Was da vor einigen Tagen im WDR5 Morgenecho als Kommentar zur Selbst­bedienung der ehemaligen Volksparteien gesendet wurde, ist so nah an Satire, so offenkundig dreist und beleidigend für den Verstand der Zuhörer, wie jene Politiker selbst, die Dagmar Pepping hier vorgibt zu „kritisieren“, dass man sowas eigentlich nicht über den Sender gehen lassen kann. Aber der WDR kann!

WDR5 16.06.2018 „Morgenecho“

Hört euch das einfach mal an! Der Kommentar von Dagmar Pepping bezieht sich auf die Selbstbedienung der GroKo-Parteien im Schatten der WM-Eröffnung am vergangenen Wochenende. Achtet darauf, wie die Staatspropagandistin die Zuhörer erst „einsammelt“ und dann – wenn sie die Einfältigen in der Tasche hat – den Skandal in einen Dienst für die Demokratie verdreht. Es erscheint auf den ersten Blick aberwitzig, grotesk, aber es ist eben auch ein Lehrbuchbeispiel, wie 90% aller Kommentare in der ARD funktionieren, nämlich immer wieder mit der Volte: „Das ist ja unglaaaaublich, aber bei näherem Hinsehen führt kein Weg daran vorbei.“ Nur so dreist wie in diesem Fall, das ist selten. (Dass nebenbei auch die unabdingbaren „russischen Hacker“ herhalten müssen, um den Griff in die Kasse zu rechtfertigen, gehört zu den Zwangsneurosen dieser staatlichen Flittchen.)