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Jetzt ist es raus! Ein mutmaßlich geleaktes Strategiepapier – „Nur für den internen Dienstgebrauch“ – soll Hand­rei­chun­gen und Wording für ARD, ZDF, DLF und DW enthalten, mit denen die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland als „Putins WM“ offenbar ins richtige Licht gerückt werden soll. Experten halten die Authentizität wahrscheinlich für echt, Beobachtern gilt die Enthüllung als stichhaltig, viele könnten sich nun womöglich bestätigt sehen und Kritiker fordern erste Konsequenzen.

Das brisante Papier, das zuerst in den sozialen Medien auftauchte, und bisher nur in digitaler Form vorliegt – Experten sprechen hier von einem „Bild“ – enthüllt in schonungsloser Weise, wie Journalisten offensichtlich gleichgeschaltet werden, um die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland nicht zu einem Propagandaerfolg des von vielen als Autokraten angesehenen, russischen Präsidenten Vladimir Putin werden zu lassen.

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In den Sendern soll der mutmaßliche Leak für helle Aufregung gesorgt haben, da man jetzt wohl nicht zu Unrecht befürchtet, dass die öffentlich gewordenen Strategien nicht mehr greifen und die eingebundenen Journalisten auch von arglosen Zuschauern nun als Propagandisten wahrgenommen werden könnten. Den Russland-Korrespondenten der ARD, Udo Lielischkies, ficht das alles nicht an. Er twitterte kurz darauf ein Foto von sich in einer Blutlache in der Wohnung eines Oppositionellen unweit der Kremlmauer. Die Bundesregierung prüft eine Verschärfung der Sanktionen.