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Nach der Mordinszenierung

Medien in der Ukraine:
Die Schock-Strategie

von Malte Daniljuk

…Ruslan Kotsaba rief im Jahr 2015 auf, den Krieg in der Ostukraine zu beenden und die Mobilmachungswelle zu boykottieren. Daraufhin überzog ihn die Staatsanwaltschaft mit Prozessen wegen Hochverrat. Insgesamt verbrachte er bisher 524 Tage in ukrainischen Gefängnissen. Erst am vergangenen Montag sprach ihn ein Richter endgültig frei. Gegenüber Telepolis berichtet Kotsaba, die Regierung wolle „Loyalität und Gehorsam ausnahmslos aller ukrainischen Medien“ erreichen. Leider sei sie damit erfolgreich: „Auf dem medialen Feld sind fast keine wirklich oppositionellen Medien übriggeblieben.“

Das Schicksal ihrer ukrainischen Kollegen interessiert den deutschen Mainstream wenig. Am Mittwoch nutzte der größte Berufsverband, der Deutsche Journalistenverband (DJV), stattdessen seinen Twitter-Account, um zum Boykott der anstehenden Fußballweltmeisterschaft in Russland aufzurufen…

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