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Fall Babtschenko: Journalismus trifft Behördengläubigkeit

von Paul Schreyer

Die „Wiederauferstehung“ des Journalisten Arkadi Babtschenko in der Ukraine hat viele Kollegen im Mainstream kalt erwischt – und offenbart ein Grundproblem: Medien halten die Stellungnahmen staatlicher Behörden des eigenen Landes und befreundeter Länder in der Regel für hinreichend seriös, um sie ungeprüft zu verbreiten.

Es sollte eigentlich kein großes Geheimnis sein: Regierungen und ihre Behörden lügen die Öffentlichkeit gelegentlich an, vor allem dann, wenn es um die Durchsetzung einer Politik geht, die hoch umstritten und demokratisch schwach oder gar nicht legitimiert ist – aber auch sonst, wenn es irgendwie in den eigenen Kram passt oder notwendig erscheint. Diese Banalität entdeckt ein maßgeblicher Teil des etablierten Journalismus allerdings gerade ganz neu…

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