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Die Nahost-Berichterstattung gilt schon lange als Übungsgelände für Wirklichkeitsverdreher.

Hat da niemand „Besatzung“ gesagt?

von Fabian Goldmann

Irgendwann im Sommer 2007 muss es gewesen sein. Die Hamas hatte gerade die Parlamentswahlen gewonnen. Israel verschärfte seine Blockade des Gazastreifens. Und auf den Straßen stritten sich Palästinenser um das bisschen Restmacht, das die israelische Besatzung ihnen gelassen hatte. Auf dem Praktikantenschreibtisch des Ablegers einer deutschen Parteistiftung in Ramallah landete zu jener Zeit ein Schreiben des israelischen Außenministeriums.

Ein Beamter hatte dort Formulierungshilfen zum Nahostkonflikt zusammengestellt: Gaza werde nicht „belagert“, es handle sich vielmehr um „Einfuhrkontrollen“. Statt „besetzt“ wäre doch „umstritten“ ein passenderes Attribut für die Palästinensergebiete. Außerdem: „maximale Zurückhaltung“, „Recht auf Selbstverteidigung“, solche Sachen…

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