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deutschlandfunkEin Lehrbuchbeispiel für staatsräsonale Propaganda über den Palästinakonflikt aus unserem Propagandamelder:

„Wer hat jetzt die Proteste gesteuert?“

Israelische Scharfschützen erschießen aus ihrer militärisch abgesicherten Position jenseits der Grenze einen unbewaffneten Palästinenser, der mit einem Autoreifen Nachschub für den Sichtschutz aus Rauschschwaden sorgen wollte. Nur einer von über Hundert kaltblütigen Morden.

Die Propaganda der israelischen Täter und ihrer Verbündeten in den westlichen Mainstreammedien will mit allen Mitteln auch in diesem Konflikt Täter und Opfer vertauschen. Dazu benötigt man ein Feindbild, das von den wahren Opfern und den Verbrechen an ihnen ablenkt. Dirk Müller führt am 15.05. im Deutschlandfunk vor, wie primitiv und menschenverachtend das funktioniert.

Im Interview mit dem Nahost-Experten Michael Lüders zeigen die hier aufgelisteten Fragen des GEZ-Propagandisten Dirk Müller, wes Geistes Kind er ist:

Müller: Welche Rolle spielt dabei die regierende radikalislamische Hamas? Das ist unser Thema mit dem Politikwissenschaftler und Nahost-Experten Michael Lüders. Guten Tag!

Müller: Herr Lüders, gehört bei der Hamas Gewalt zur Staatsräson?

Müller: Wer hat die Proteste jetzt gesteuert?

Müller: Es wird ja jetzt viel diskutiert, Herr Lüders, über die Verantwortlichkeiten auf beiden Seiten. Viele sehen das ganz einseitig, die Israelis sagen, das waren die Palästinenser schuld, die Hamas-Führung, ganz klar, hat das Ganze gesteuert, manipuliert, forciert, wie auch immer interpretiert. Die Hamas, viele Palästinenser äußern sich ganz genau in die gegenteilige Richtung. In der internationalen Politik ist das Vorgehen Israels äußerst umstritten. Wenn wir aber noch einmal auf die Hamas schauen: Jetzt war dieser Tag programmiert, er war angesagt, er war fest einprogrammiert, das heißt, er war auch kalkulierbar. Und dennoch kommt es zu dieser gewalttätigen Auseinandersetzung, zu diesen Toten, zu diesen vielen Verletzten, wie auch schon vor einigen Wochen. Warum konnte das niemand verhindern?

Müller: Herr Lüders, um da noch mal zu unterbrechen: Wäre denn Wegbleiben, und zwar das öffentlich zu thematisieren, das öffentlich zu filmen und klar zu machen, wir sind weggeblieben trotz dieser Provokation, jedenfalls aus palästinensischer Sicht, wäre das nicht eine denkbare bessere Alternative gewesen?

Müller: Von den Grenzzäunen, von den Provokationen, Abstand nehmen, eben gar nicht erst hinzugehen.

Müller: Die Führung sitzt ja irgendwo ganz gesichert und schickt dann Jugendliche und Kinder nach vorn.

Müller: Also für Sie ist das schwarz-weiß?

… (Quelle)

Nahezu jede Frage suggestiv verleumderisch und als Höhepunkt der Unverschämtheit wird Michael Lüders, der sich in seinen Antworten ganz offensichtlich bemüht, zu differenzieren und Ursache und Wirkung darzulegen, auch noch unterstellt, er würde den Konflikt „schwarz-weiß“ sehen.

Das Ziel dieser Sternstunde GEZ-finanzierter Propaganda ist – und man muss das mal ganz unabhängig von den beiden Konfliktparteien betrachten, um sich die Dimension der moralischen Verkommenheit zu verdeutlichen – die Legitimation kaltblütiger Morde von bis an die Zähne bewaffneten Scharfschützen aus einer militärisch höchst gesicherten Position an schlimmstenfalls mit Steinen oder seltener mit Brandsätzen bewaffneten Demonstranten, die gegen ihre Vertreibung, Entrechtung und Ghettoisierung protestieren.

Viele Videos zeigen, dass die IDF bewusst auf vollkommen Unbewaffnete schießt.

Auch Journalisten wurden gezielt angegriffen und sogar ermordet.

Die gleichen Propagandasender skandalisieren seit Jahren, dass die syrische Regierung militärisch gegen (vom Westen) bewaffnete Terroristen vorgeht oder echauffierten sich – in diesem Fall zurecht – vor Monaten über Äußerungen aus der AFD, die eine bewaffnete „Verteidigung“ deutscher Grenzen gegen Flüchtlinge und Migranten in den Bereich des Diskutierbaren bringen wollte. Man stelle sich ein deratiges Massaker an der bayrischen Grenze vor…