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ard_logoIn einem neuen Lehrbuchbeispiel politischer Propaganda verdrehte die tagesschau gestern einmal mehr die Wahrheit rund um den maßgeblich von Nordkorea angeschobenen Friedensprozess in der Region. Fakten werden gezielt unterschlagen, um die kommunistische Volksrepublik als Aggressor dämonisieren zu können.

ARD 22.05.2018 tagesschau

Thorsten Schröder: „…Nordkorea hatte das [geplante] Treffen zuletzt infrage gestellt und den innerkoreanischen Dialog unterbrochen. Nun scheint auch der US-Präsident an dem Zusammenkommen zu zweifeln.“

Stefan Niemann: „… in Washington wächst die Furcht, Kim Jong-Un könnte den für 12. Juni in Singapur geplanten Gipfel platzen lassen. Der US-Präsident gibt sich nur noch vorsichtig optimistisch und empfängt zur Stunde seinen südkoreanischen Amtskollegen Moon. Sie wollen beraten, wie sich die Hoffnung auf Entspannung, Denuklearisierung und dauerhaften Frieden am Leben halten lässt – trotz der zuletzt wieder aggressiven Signale aus Pjöngjang…“

Was die ARD-Propaganda unter anderem verschweigt, um die Schuld an einem möglichen Platzen der Gespräche Nordkorea zuschieben zu können: Trumps Sicherheitsberater John Bolton hatte Nordkorea mit dem „Libyschen Modell“ gedroht und die von der ARD zu Friedensfürsten umlackierten Staatschef der USA und Südkoreas haben trotz der Entspannung in den Wochen zuvor ein massives, feindseliges Manöver gegen Nordkorea abgehalten.

Insbesondere das erneute gemeinsame Manöver „Max Thunder“ hatte mit seiner Invasionsübung durch Luftstreitkräfte in Nordkorea verständlicherweise Empörung ausgelöst. Wären die deutschen Zuschauer umfassend über Fakten und Hintergründe der militärischen Bedrohung Nordkoreas durch den Süden und seinen Hegemon USA informiert, dann wäre die Meinung sicherlich eine andere, als sie die tagesschau einer desinformierten Öffentlichkeit einmal mehr einimpfen will.

Die staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas hatte sich bereits vor einer Woche wütend gezeigt:

„…The DPRK-targeted drill across south Korea is an undisguised challenge to the Panmunjom Declaration and a deliberate military provocation to the trend of the favorably developing situation on the Korean Peninsula.

The north and the south of Korea solemnly stated in the declaration that a new peace era was ushered in and reached an agreement on making joint efforts to defuse the acute military tensions on the peninsula and substantially ease the danger of war. The U.S., too, expressed full support to it.

However, even before the ink of the historic April 27 Declaration got dry, the south Korean authorities and the U.S. started such a drill against the DPRK, reacting to all the peace-loving efforts and good intentions shown by the DPRK with rude and wicked provocation and arousing serious concern and disappointment among all the fellow countrymen and the international community wanting the declaration to be implemented….“

Bild anklicken, zum Vergrößern! Quelle: (KCNA/Nordkorea)

Die Masche von ARD-aktuell ist sattsam bekannt und allein hier im Blog zigfach dokumentiert: Vorsätzlich werden von der tagesschau (und anderen gleichgeschalteten Mainstreammedien) Fakten unterdrückt und Täter/Opfer bzw. Aggressor und Aggressionsziel vertauscht, um den Westen als „die Guten“ und das (potentielle) Opfer als „das Böse“ darzustellen. Um die wortreiche Hetze komplett zu machen, werden wieder mal ausschließlich Bilder nordkoranischer Aufmärsche und Waffen gezeigt, während Trump und Moon freundlich in die Kameras winken.

Mit dieser Form der kriegs- oder auch sanktionsvorbereitenden Propaganda, die nichts anderes ist als der schon sprichwörtliche Mord an der Wahrheit, der jedem Krieg vorausgeht, haben die Mainstreammedien in den vergangenen Jahren geholfen, Millionen Menschen zu töten, psychisch und physisch zu verkrüppeln und in Flucht und Elend zu stürzen.