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Wer sich heute die Propaganda in den Mainstreammedien über Israel und den Nahostkonflikt anschaut – allen voran ARD und ZDF – wird unablässig mit der Lüge konfrontiert, dass Israel ein Opfer sei. Was für die Juden in Europa grausame Realität war, galt für die Zionisten in Palästina nicht. Sie waren dort Invasoren, die Land annektierten, Menschen vertrieben und mit Gewalt und Terror einen religiösen Apartheidsstaat aufbauten. Den westlichen Kolonialmächten war das spätestens seit 1967 nur recht und billig. Allen voran das nach wie vor antisemitische Deutschland, das eine „humanistische“ Endlösung der Judenfrage durch den Exodus nach Palästina mit massiver Aufrüstung des neuen Staates und gigantischen Summen unterstützte.

Der obige Ausschnitt aus der aktuellen ARD-Doku „Israel, Geburt eines Staates“ zeigt in frappierender Weise, wie sich Israel schon vor dem Sechstagekrieg in den Medien – auch vor der eigenen Bevölkerung – als Opfer gerierte, um auf diese Weise den Überfall auf seine Nachbarn, verbunden mit der völkerrechtswidrigen Ausdehnung seines Territoriums mittels Besatzung und Annexion zu rechtfertigen. Die Parallelen zur heutigen Propaganda sind so deutlich, dass man davon ausgehen muss, dass der nächste Krieg hinter den Kulissen tatsächlich längst beschlossene Sache ist.

Was in der ARD-Doku unterschlagen und damit falsch nacherzählt wird, ist die Tatsache, dass sich Israel vor dem Sechstagekrieg in Washington eine stillschweigende Zustimmung des US-Verteidigungsministers McNamara abgeholt hatte. Mossad-Direktor Meir Amit war hierzu extra am 1. Juni 1967 in die USA gereist und vergewisserte sich, dass auch der US-Präsident über die israelischen Pläne informiert würde.

Bild anklicken, historisches US-Dokument!

Wie in der ARD-Doku korrekt wiedergegeben, haben auch die Israelis nach erfolgreichem Feldzug eingestanden, dass die Existenz Israels niemals in Gefahr war. Man hatte lediglich die (durchaus verständlichen) Anfeindungen und Drohungen der arabischen Nachbarn benutzt, um damit die eigenen, völkerrechtswidrigen Überfälle in der öffentlichen Meinung zu legitimieren.

Die Idee, dass Syrien vor dem Sechstagekrieg eine Bedrohung für Israel war, ist geradezu lächerlich.

Mosche Dajan

Die Parallelen zu heute sind überwältigend. Während Israel längst im Besitz von Atomwaffen ist, wird in der westlichen Propaganda beinahe täglich wieder die Lügen von einem „iranischen Atomprogramm“ aufgeführt, das es niemals gegeben hat. Die islamische Republik Iran hat immer wieder bekräftigt, dass die Atomforschung ausschließlich ziviler Nutzung gewidmet ist und dass Atomwaffen „unislamisch“ seien. Bis heute gibt es auch laut IAEA nicht den geringsten Beweis, dass der Iran an Atomwaffen gearbeitet hat.

Parallel zur Kampagne gegen den Iran hat Israel in Syrien nicht nur Terroristen unterstützt, sondern in den vergangenen Monaten vermehrt völkerrechtswidrige Bombardements durchgeführt und geriert sich auch auf diesem Schlachtfeld als Opfer – mit wohlwollender und verlogener Unterstützung westlicher Propaganda – an vorderster Front der Fake-News und Lügen: ARD und ZDF.

Ein Lehrbeispiel für die westliche Verlogenheit und ein Echo zu dem oben gezeigten Beispiel der Kriegspropaganda vor dem Sechstagekrieg war gestern in den ARD tagesthemen zu bewundern, wo Israel-Korrespondentin Susanne Glass zunächst „beunruhigende Meldungen“ hat, wonach das israelische Militär einen „Gegenschlag“ auf dem Golan befürchtet und deshalb Bunker für die Bevölkerung geöffnet hat, um dann im nächsten Moment zu berichten, dass Israel Syrien bombardiert hat – was offiziell natürlich nicht bestätigt wird.

ARD 08.05.2018 tagesthemen

Auch auf der Webseite der tagesschau findet sich diese vorsätzliche Verdrehung der Realität nach dem Motto: „Hilfe, wird sind bedroht! – Pssst, wir haben Syrien bombardiert.“

Bild anklicken, tagesschau.de!

Wir sehen also eine seit mindestens 1967 aktiv betriebene Masche der israelischen Propaganda, sich fortwährend als bedroht und als Opfer zu gerieren, um unter diesem medialen Schirm der Lügen eigene kriegerische Verbrechen gegen die arabischen Nachbarn begehen zu können.

Die Methode ist nicht neu, sondern spätestens seit dem 1. September 1939 im kollektiven Gedächtnis Europas, als Hitler fabulierte, dass seit 5.45 Uhr zurückgeschossen“ wird. Dass die deutschen Staatssender bei dieser Verdrehung der Realität aktiv mitspielen – zumal am Jahrestag des Kriegsendes in Europa -, sagt alles über diese Verbrecher, was man wissen muss.