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Der Krieg im Jemen ist ein Paradebeispiel für die vor­sätz­liche Desinformation und Propaganda in den deutschen Medien – insbesondere den Staatssendern ARD und ZDF. Weil es der westliche Verbündete Saudi-Arabien ist, der dort massenhaft Zivilisten ermordet und die größte humanitäre Katastrophe der Welt angerichtet hat, wird dieses Verbrechen in den GEZ-Sendern nahezu komplett ausgeblendet oder in einen „Stellvertreterkrieg“ zwischen Saudis und Iran umgedichtet, obwohl es absolut keine Beweise für militärische Aktivitäten oder Waffenlieferungen der Perser an die Houthis gibt.

AFP- 23.04.2018 – „Dozens killed in air raid on Yemen wedding“
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Nach Berichten von Medien vor Ort wurden am vergangenen Sonntag bis zu 50 Menschen getötet, darunter – weil es sich um eine Hochzeit handelte – viele Frauen und Kinder. Laut Ärzte ohne Grenzen wurden 63 Menschen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Für die „Aufklärung“, die diesen Luftangriffen vorausgeht, sind hauptsächlich die USA verantwortlich, die Saudi-Arabien mit Waffenlieferungen, Ausbildung und Logistik unterstützen. Neben den USA sind Großbritannien, Frankreich und auch Deutschland, Mittäter in diesem Krieg. Die deutsche Öffentlichkeit erfährt über diese Unterstützung genauso wenig, wie über dieses aktuellste einer ganzen Reihe von Massakern. ARD und ZDF berichteten weder in den sogenannten „Nachrichten“ noch auf ihren Webseiten.

Stattdessen: PR für Saudi-Arabien

25.03.2018 – In den tagesthemen bewerben Caren Miosga und Daniel Hechler Saudi-Arabien als Touristenparadies. Die Massaker der islamistischen Despoten im Jemen und die Terrorunterstützung in Syrien werden so gut es geht totgeschwiegen.

Die andere Seite des Totschweigens saudischer Verbrechen ist eine aktive Werbekampagne, die von ARD und ZDF seit Monaten für die islamistische Diktatur gefahren wird. Wer sich Propagandamagazine wie die „tagesthemen“, das „heute-journal“, den „Weltspiegel“ oder das „auslandsjournal“ anschaut, bekommt lupenreine PR vorgesetzt, in der das Land der öffentlichen Enthauptungen und Auspeitschungen zu einem „modernes Touristenparadies“ umlackiert wird.

Was eine Suche in der ARD-Mediathek über Saudi-Arabien zutage fördert, ist höchst aufschlussreiche PR-Arbeit.