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zdf_80Nur weil ZDF-Korrespondent Uli Gack in einem Fall allzu offen­sichtlicher Widersprüche die westliche Propagandafront für einen waghalsigen Moment verlassen hat, sollte niemand auf die Idee kommen, es handele sich um einen seriösen Journalisten, der sich prinzipiell bemüht, objektiv, unparteilich und unvoreingenommen zu berichten. Dass Gack kein unabhängiger Beobachter ist, haben wir hier im Blog in der Vergangenheit mehrfach gezeigt und sein aktuellster Kommentar in den gestrigen „Nachrichten“ des Mainzer Staatssenders macht dies noch einmal deutlich.

ZDF 25.04.2018 heute 19 Uhr

Uli Gack: „Dass Assad sein Amt aufgibt, freiwillig, aus Selbstlosigkeit, um seinem Land den Wiederaufbau zu ermöglichen, das halte ich für eher unwahrscheinlich.“

Das ist der Uli Gack, wie wir ihn kennen. Mit imperialistischer Doppelmoral grundiert bis auf die Knochen, macht er sich hier gewohnheitsmäßig westliche Forderungen nach Regime-Change zu eigen und erweckt den Eindruck, es gäbe auch nur einen einzigen berechtigten Grund für Baschar al-Assad sich zukünftig nicht mehr dem Volk zur Wahl zu stellen.

In Wahrheit ist es eine fast übermenschliche Selbstlosigkeit, mit der der gelernte Augenarzt, der eigentlich nicht Präsident werden wollte, sich einer imperialistischen Aggression entgegenstellt, die bereits den Irak und Libyen zerstörte, Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi hinrichtete bzw. massakrierte und dem gewählten syrischen Präsidenten einem vergleichbaren Schicksal zuführen möchte, um das Land unter Kontrolle zu bekommen.

Dass Uli Gack menschenverachtenden, westlichen Erpressungsversuchen, die das Leid der Syrer nicht nur sieben Jahre verursacht, verschärft und aus niederen geopolitischen Motiven gewollt haben, sondern es nun auch noch in einem letzten Akt der Schamlosigkeit instrumentalisieren, um doch noch Einfluss in der Levante zu bekommen, mit diesem Kommentar eine vor Doppelmoral und Verlogenheit nur so triefende Legitimität verleiht, zeigt seine wahre Haltung.