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Die Medien-Illusion –

„Die Menschen vertrauen den Medien nicht mehr.”

von Michael Meyen

…Eigentlich waren die Studien zu Vertrauen und Glaubwürdigkeit, zu Wahrheitstreue und Objektivität Mitte der 1990er Jahre tot – kein Wunder nach den desaströsen Ergebnissen (Tabellen 3, 4). 1995 sagte nur noch jeder Fünfte, dass die Medien die Dinge so wiedergeben, „wie sie wirklich sind“. Das ist lange vor Facebook, Fake News und Lückenpresse.

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ARD und ZDF haben den Fragebogen damals stillschweigend geändert und in ihrer Langzeitstudie fortan die relative Glaubwürdigkeit auf Gattungsebene untersucht (Fernsehen, Radio, Zeitung, Zeitschrift, Internet). Auf Nummer sicher gehen, sozusagen. Irgendwas im Netz ist ja immer unglaubwürdig – im Zweifel dieser Text…

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Prof. Dr. Michael Meyen 1988 bis 1992 Journalistikstudium in Leipzig. 1991 bis 1997 Journalist und Nachrichtenredakteur in der Tagespresse, beim Hörfunk und beim Teletext. 1995 Promotion in Leipzig. 1997 bis 2000 Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2001 Habilitation. Lehrbeauftragter an den Universitäten Leipzig (1995 bis 2001) und Halle (2000/2001). Im Wintersemester 2001/2002 Gastprofessur an der TU Dresden. Zum Sommersemester 2002 Berufung auf eine Professur für Allgemeine und Systematische Kommunikationswissenschaft an der LMU. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Fach- und Theoriegeschichte der Kommunikationswissenschaft, Mediennutzung, DDR, Historische Rezeptionsforschung, Methoden, Journalismusforschung (Short version in english – PDF). Blog: Medienrealität.