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Es gibt kaum eine Meldung in ARD und ZDF mit Bezug zu Russland oder anderen geopolitisch bedeutsamen Themen, die nicht mit irgendwelchen Propagandamätzchen daherkäme. Das beginnt mit der Nachrichtenauswahl bzw. -unterdrückung, setzt sich fort über das Wording, die freche Vermischung von Information mit persönlichem Kommentar und geht bis zu verdrehten Zitaten, Verleumdungen und offener Trollerei. Dass es anders geht, zeigte das ZDF in „heute“ um 19 Uhr. Der Grund ist entlarvend.

ZDF 29.03.2018 heute 19 Uhr

Petra Gerster: „Und gerade erreicht uns diese Meldung: Im Streit um den Giftgasanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal hat Russlands Außenminister Lawrow die Schließung des US-Konsulats in Sankt Petersburg angekündigt. Zudem werde man den US-Gesandten einbestellen, sagte Lawrow. Russland werde insgesamt ebensoviele Diplomaten ausweisen wie die westlichen Staaten.“

Bemerkt? Reine Fakten, sachlich, nüchtern, keine Mätzchen, kein manipulaties Wording, keine eingeflochtenen Kommentare, Meinungen oder Wertungen. Wären Nachrichten immer in dieser Form, gäbe es nicht diesen Blog und keinen Aufstand gegen die Lügenpresse. Und was ist der entlarvende Grund?

Wer die Antwort auf Anhieb kennt, ist ein Propaganda-Profi. Der Grund ist, dass die Meldung offenbar so kurz vor oder während der Sendung ins Studio kam, dass gar keine Zeit blieb, an einem tendenziösen Wording, Verdrehungen, wertenden Kommentaren oder „Expertenmeinungen“ zu arbeiten, mit denen man die Nachricht „eingeordnet“ und Lawrow – repektive Russland – irgendwie angeschmiert hätte.

Wer die „ach-so-seriöse“ tagesschau zum Vergleich heranzieht, wird in diesem Fall bemerken, dass Schmierenjournalist Demian von Osten, weil er mehr Zeit hatte, einen „Bericht“ zu erstellen, eben nicht rein sachlich über Fakten informiert, sondern die Informationen gewohnheits- und auftragsgemäß mit den üblichen Propagadamethoden dekoriert.

ARD 29.03.2018 tagesschau

Demian von Osten: Russland wendet die ‚Wie-du-mir-so-ich-dir-Taktik‘ an. 60 amerikanische Diplomaten müssen das Land verlassen. So viele russische Botschaftsmitarbeiter hatten die USA ausgewiesen… Es wirkt erstmal wie milde Maßnahmen. Manche Beobachter hatten Schlimmeres befürchtet, auch weil die Sprecherin des Außenministeriums [nicht mal Sacharowas Name wird genannt oder eingeblendet, obwohl sie im Bild zu sehen ist] alle Vorwürfe gegenüber Russland heftig abstreitet …“

Wer dem Schmierenjournalist Demian von Osten erlaubt oder ihn beauftragt hat, seine vollkommen unqualifizierte, persönliche Meinung dahingehend kundzutun, dass Russlands Reaktion aus seiner Sicht „eine Taktik“ ist, oder zu bewerten, ob das nun „milde“ oder nicht „milde“ ist und in den Nachrichten zu verbreiten, was auch immer irgendwelche anonymen „Beobachter“ erwartet hatten, das kann man sich denken: Derlei Aufträge zur Manipulation erteilt die Redaktion in Hamburg – wenn sie denn ausreichend Zeit dafür hat.