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zdf_80Verlogen bis auf die Knochen: Das ZDF, dessen „Kor­res­pon­denten“ seit Jahren auf dem Schoß des ägyptischen Diktators al-Sisi in Kairo sitzen, um von dort Propaganda für islam­is­tische Terroristen zu verbreiten, die mit westlicher und saudischer Unter­stützung das säkulare Syrien in Trümmern bomben, verharmlost und rechtfertigt am Samstag die ägyptische Militärdiktatur.

ZDF 24.03.2018 heute 19 Uhr

Für die ZDF-Propagandisten Barbara Hahlweg und Uli Gack ist al-Sisi kein „Diktator“ oder „Machthaber“, sondern ein „Präsident“. Das Land wurde laut ZDF 2011 nicht von einer Demokratiebewegung kurzzeitig zu demokratischen Wahlen und einem demokratisch legitimierten Präsident Mursi geführt, sondern „erschüttert!“. Heute ist Ägypten „stabil, aber zugleich politisch wie gelähmt.“, weiß Hahlweg. Von Unterdrückung der Presse, willkürlichen Verhaftungen und systematischer Folter weiß Hahlweg nichts. „Gegner haben keine Chance“, ist das Wording dieser verkommenen Propaganda, die suggerieren soll, dass es an der Unfähigkeit der Opposition liegt, dass sie keinen chancenreichen Kandidaten ins Rennen schicken kann.

Update: In einem aktuellen Artikel auf wsws.org schildert Johannes Stern die Hintergründe, die die Verbrecher des ZDF gezielt unterdrücken:

„… Bereits vor den Wahlen hat das Regime einen Kandidaten nach dem anderen zum Rücktritt gezwungen oder verhaftet, darunter Mohammed Anwar al-Sadat, einen Neffen des früheren Präsidenten Anwar al-Sadat, den früheren Premierminister und Luftwaffengeneral Ahmed Shafik und den Anwalt und Aktivisten Khaled Ali. Festgenommen und teilweise an unbekannte Orte verschleppt wurden andere Kandidaten aus dem Militär wie Oberst Ahmed Konsowa und Sami Anan, der frühere Generalstabschef der ägyptischen Armee.

Der einzig verbliebene „Gegenkandidat“ Moussa Mustafa Moussa, Vorsitzender der liberalen al-Ghad-Partei, wurde vom Regime selbst ins Rennen geschickt und ist ein glühender Anhänger seines „Kontrahenten“. Vor der Bekanntgabe seiner Kandidatur hatte er offen al-Sisis Kampagne unterstützt, und selbst danach prangte noch lange das Konterfei des Diktators auf dem Titelbild seiner Facebook-Seite.

Der Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, Markus N. Beeko, kommentierte, dass sich „die schwierige Menschenrechtssituation in Ägypten in den Wochen vor der anstehenden Präsidentschaftswahl weiter zugespitzt“ habe. Das Regime gehe „systematisch gegen politische Gegner vor. Oppositionelle Politiker und Aktivisten, aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen werden bedroht und ihre Mitarbeiter sind willkürlichen Festnahmen, Entführungen und Gewalt durch Sicherheitskräfte ausgesetzt…“