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wdrMit welch billigen Mitteln, Arroganz und Doppelmoral die deutschen Staatssender aktuell versuchen, die morgen anstehende Wahl in Russland in den Dreck zu ziehen, dürfte selbst ein­fäl­tig­sten GEZ-Opfern auffallen. Wenn US-Bimbo Claus Kleber mit seiner non­cha­lanten Attitüde im ZDF heute-journal bereits in einer kurzen Anmoderation eine Litanei an Verleumdungen („Unterdrückung, Manipulation, keine Auswahl“) in deutsche Wohnstuben kotzt, um im gleichen Satz einzugestehen, dass Vladimir Putin – hätte er denn die Möglichkeiten und den Willen – es gar nicht nötig hätte, die Wahlen zu mani­pu­lieren, dann bedarf es wiedermal einer ordentlichen Portion Verblödung, um diese Agitation als „Journalismus“ zu bezeichnen.

Im WDR5 „Morgenecho“ (Audio oben) haben sich Sabine Stöhr und Thomas Schaaf ein besonderes Frühstücksei für die Zuhörer ausgedacht – und man muss sich beim Anhören bewusst sein, dass diese scheinbar zwanglosen „Interviews“ öffentlich-rechtlicher „Journalisten“ untereinander von vorne bis hinten gescriptet sind. Moskau-Korrespondentin Stöhr liefert vor so einem Gespräch die Fragen nach Köln, die der Moderator im Studio ihr dann in der Live-Sendung serviert.

 

Heute Morgen sollten im WDR die Bemühungen der russischen Regierung um eine hohe Wahlbeteiligung skandalisiert werden und die Domestiken des WDR, des Staatssenders, der vor jeder Wahl in Deutschland quasi täglich Wahlaufrufe von Politikern, „Künstlern“ oder „Experten“ verbreitet und der bei jeder Präsentation der Wahlergebnisse seit Jahrzehnten systematisch die Nichtwähler ausblendet, um eine verfälscht hohe Zustimmung und damit Legitimation der Regierung zu suggerieren, dieser WDR will den Hörern mit Blick auf Russland einreden, dass das Bemühen um eine hohe Wahlbeteiligung „für uns komisch klingt“.

So sieht ein Wahlergebnis bei geringer Beteiligung aus, wenn man die Nichtwähler in der Grafik einbindet.

Eine solche Grafik bekommen die Bürger in den Staats- und Konzernmedien gar nicht oder bestenfalls versteckt in den Tiefen des Webangebots zu sehen, denn sie verdeutlicht auf den ersten Blick die geringe Legitimität einer Regierung. Das gleiche Wahlergebnis sieht deshalb bei der ARD – ohne Nichtwähler – so aus:

sachsen_wahl_tagesschau

Aus dem 19,4% Stimmenanteil der CDU an der Gesamtheit der Wahlberechtigten werden im Staatssender 39,4%, was eine hohe Legitimität suggerieren soll. Auch in der Balkengrafik sind die Nichtwähler nicht vorhanden. Ihr Fehlen erspart der CDU einen peinlichen Vergleich (s.o.)

Entlarvend wird es, wenn Stöhr prahlt, dass sie „mit vielen jungen Leuten gesprochen hat – gerade auch mit Anhängern von Alexey Nawalny“. Deren Wahlboykott, für den Merkels Haussender DW ganz offen Propaganda gemacht hat, passt den Antidemokraten des WDR nur allzu gut ins Konzept.

Die Deutsche Welle, Merkels Staatssender, ruft ganz unverhohlen zum Wahlboykott in Russland auf. Welchen Aufschrei es in ihrer Entourage und deutschen Staatssendern gegeben hätte, wenn RT oder Sputnik vor der Bundestagswahl für einen Boykott geworben hätten, kann sich jeder vorstellen.