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Keine guten Nachrichten für Schlafwandler

Von Ulrich Teusch

Die Rede Wladimir Putins am 1. März 2018 vor der Föderalen Versammlung seines Landes verdient weit mehr Aufmerksamkeit, als ihr in den westlichen Medien bislang zuteil geworden ist. Vor allem verdient sie erheblich größere analytische Anstrengungen, als besagte Medien offenbar zu leisten imstande (oder zu leisten gewillt) sind. Man muss sich – wie so oft – anderswo umschauen, um zu begreifen, was die Ankündigungen des russischen Präsidenten bedeuten.

Worum geht es? Sagen wir es so einfach wie möglich:

Zu Zeiten des Ost-West-Konflikts standen sich in einem bipolaren globalen System die nuklear hochgerüsteten USA und die ebenfalls nuklear hochgerüstete UdSSR gegenüber. Man sprach von einem „Gleichgewicht des Schreckens“. Der Satz „Wer zuerst schießt, stirbt als zweiter“ war an der Tagesordnung. Jedermann war klar: Sollte es zu einem Nuklearkrieg kommen – ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt –, würde er nur Verlierer hinterlassen. Er würde zur beiderseitigen Vernichtung führen. Im Englischen sprach man von „Mutally Assured Destruction“, abgekürzt MAD…

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