Schlagwörter

, , , , , , ,

ard_logoWer sich folgenden „Bericht“ der ARD-Propaganda durchliest, der heute auch durch alle Hörfunknachrichten verbreitet wird, erkennt schnell, dass es sich wieder einmal um die typische Dämonisierung Russlands handelt, der wenige Fakten und noch weniger Recherche oder kritische Hinterfragung zugrunde liegen, dafür aber umso mehr diffamierende Suggestionen und Verleumdungen.

Es ist ein weiteres Lehrbuchbeispiel, wie man gezielt Hetze betreiben kann, indem man die Leser mit Andeutungen und Suggestionen füttert, die ein gewünschtes Feindbild verfestigen sollen, das bereits mit Verleumdungen und Suggestionen von Grund auf konstruiert wurde. Ganz nebenbei wird das Denken des Lesers in eine bestimmte Richtung gelenkt, wodurch andere Erklärungen für ein mögliches Verbrechen ausgeblenden werden.

Die britische Polizei ermittelt: Ein russischer Ex-Spion und eine Frau sind in Lebensgefahr – wohl nach Kontakt mit einer unbekannten Substanz. Der Fall weckt Erinnerungen.

Von Thomas Spickhofen, ARD-Studio London

Sonntagnachmittag, ein Einkaufszentrum in Salisbury im Süden von England. Sie habe dieses Paar da auf der Bank gesehen, sagt eine Augenzeugin, ein älterer Mann und eine jüngere Frau. Sie lehnte sich an ihn an und sah so aus, als sei sie vielleicht schon tot. Der Mann, so die Augenzeugin weiter, habe seltsame Handbewegungen gemacht und in den Himmel geschaut.

Sergej Skripal heiße der Mann, berichten britische Medien: 66 Jahre alt, ein Ex-Spion. Er soll mit einer noch unbekannten Substanz in Berührung gekommen sein – einem Bericht des „Guardian“ zufolge mit Fentanyl, einem Betäubungsmittel. Bei der Frau soll es sich um eine 33-Jährige handeln. Zu ihrem Namen gibt es bislang keine Angaben.

Die beiden befinden sie sich nach Angaben der Polizei inzwischen auf der Intensivstation einer Klinik. Ihr Zustand wird als kritisch beschrieben.

Seit 2010 in Großbritannien

Skripal war 2006 in Russland zu 13 Jahren Haft verurteilt worden, wegen Spionage für die Briten. 2010 kam er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs frei. Danach fand er Zuflucht in Großbritannien.

Ob es sich um eine Straftat handele, könne man noch nicht sagen, sagt Craig Holden von der örtlichen Polizei. Man sei noch in einer sehr frühen Phase der Ermittlungen. Man stufe den Vorfall als schwerwiegend ein und habe mehrere Behörden eingeschaltet, erklärt Holden.

Erinnerungen an den Fall Litwinenko

Der Vorgang in Salisbury lässt Erinnerungen an den Fall Litwinenko wach werden. Alexander Litwinenko, ein früherer russischer Geheimagent und britischer Informant, war 2006 in einem Londoner Hotel mit radioaktivem Polonium vergiftet worden. Ein britischer Richter, der den Fall später untersuchte, beschuldigte am Ende die russische Regierung, dafür verantwortlich zu sein.

tagesschau.de

In Wahrheit weckt nicht dieser „Fall“, von dem noch völlig unklar ist, ob es überhaupt ein „Fall“ ist, irgendwelche Erinnerungen, sondern es ist der ARD-Propagandist Spickhofen der Erinnerungen an den Fall Litwinenko weckt, von dem bis heute vollkommen unklar ist, wer die Täter waren.

Durch das Konstruieren einer „russischen Spur“ wird zudem ausgeblendet, dass es – neben privaten Hintergründen – genauso gut der heimische oder ein dritter Geheimdienst gewesen sein könnte, der hier möglicherweise einen ehemaligen Zuarbeiter ausschalten wollte, wenn es denn überhaupt ein (offensichtlich gescheiterter) Anschlag war. Kein Zweifel: Wäre Ähnliches in Russland passiert, hieße es in der westlichen Propaganda, dass der Mann „unweit des Kreml“ gefunden wurde.

Dass die Russen Skripal nicht begnadigt hätten, sondern problemlos – und vor allem unspektakulärer und nicht zusammen mit einer Begleiterin – während seiner zeitlich überschaubaren Haftstrafe im eigenen Land hätten umbringen können, wenn sie es denn gewollt hätten, auf diese Idee kommen nur Leser, die sich von primitiver westlicher Propaganda nicht tagtäglich für dumm verkaufen und aufhetzen lassen.