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zdf_80„Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen!“, diese Lüge Adolf Hitlers, die mit dem Überfall auf Polen den Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa markiert, ist bis heute stilprägend für westliche Desinformation und Propaganda. Deren zentrale Methode ist die Verdrehung von Aggressor und Opfer. Oliver Meier von der regie­rungs­nahen Propa­ganda­­organisation „Stiftung Wissenschaft und Politik“ (SWP) bewies gestern im heute-journal erneut, dass die Methoden von Hitler und Goebbels bis heute fortleben.

ZDF 01.03.2018 heute-journal

Schon die Eingangsfrage von Christian Sievers zielte erwartungsgemäß nicht in Richtung Aufklärung der deutschen Öffentlichkeit, welche Motivation und Absicht denn hinter Vladimir Putins Rede zur Lage der Nation stecken mag, in der der russische Präsident neu geplante Waffensysteme vorstellte, sondern sie zielte auf Angstmache. „Hätte er die Möglichkeiten, das auch tatsächlich umzusetzen? Wieviel neue Waffen hat er tatsächlich?“, wollte Sievers als erstes wissen. Damit war die Zielrichtung vorgegeben, Russland als Aggressor zu brandmarken.

Der vom Bundeskanzleramt finanzierte Propagandist Oliver Meier stimmt in dieses realitätsverdrehende Narrativ ein und spricht wiederholt davon, dass Russland die USA mit den neuen Waffen „angreifen“ kann.

Oliver Meier: „… Das ist eine neue Interkontinentalrakete, Sarmat, die so weit fliegen kann, dass sie über den Südpol die USA angreifen kann…

Er hat darüberhinaus ein Unterwasser-Torpedo, Langstrecken-Torpedo, vorgestellt, dass auch Nuklear bewaffnet die USA oder amerikanische Trägergruppen angreifen kann…

Ein solches System hatte man überhaupt nicht auf dem Schirm, das soll also mit einem kleinen Nuklearreaktor angetrieben praktisch unbegrenzte Reichweite haben, um die USA aus jeder Richtung angreifen zu können.

Und er hat sogenannte Hyperschallsysteme vorgestellt, die mit vielfacher Schallgeschwindigkeit, damit auch praktisch nicht detektierbar, die USA angreifen können….“

Falls jemandem die gezielte Irreführung des (Propaganda-)Experten, der die deutsche Sprache und seine Worte sehr wohl zu wählen gelernt hat, nicht auf den ersten Blick einleuchtet, hier die Definition des Dudens zum Wort „angreifen“:

Den Vorsatz seiner gezielten Irreführung im Stile von Adolf Hitler und Joseph Goebbels unterstreicht der schäbige transatlantische Propagandist, wenn er kurz darauf – ebenfalls wahrheitswidrig – behauptet, dass jetzt „eine neue Rüstungsspirale“ in Gang gekommen sei.

Oliver Meier: „… Es ist aber genauso klar, das ist ja nicht das Ende der Entwicklung und das hat Putin in seiner Rede auch selbst eingestanden. Er hat gesagt, ‚Andere Staaten werden jetzt sicherlich versuchen nachzuziehen, aber wir werden eben sehen, unsere Jungs‘, hat er gesagt, ‚werden dafür sorgen, dass wir dann schon wieder weiter sind.‘ Sodass hier jetzt tatsächlich eine neue Rüstungsspirale in Gang gekommen ist.“

Diese freche Lüge entlarvt sich jedem, der die Rede Putins tatsächlich kennt, in der der russische Präsident zum wiederholten Male darauf verwies, dass es in Wahrheit die USA waren, die mit dem Bau des Raketenschirms und der Aufkündigung des ABM-Vertrages, die neue Rüstungsspirale begannen, nachdem sich zuvor ein gewisses Gleichgewicht der atomaren Abschreckung eingestellt hatte.

Die Wahrheit erfährt man bei diesen Lügnern und Propagandisten selbstverständlich nicht. Dazu muss man sich die Rede komplett anhören, nachlesen oder bei russischen Medien wie RT oder SPUTNIK nachschauen:

Die Entwicklung neuer Waffen sei nötig geworden, weil die USA 2002 aus dem Vertrag über die Begrenzung der Raketenabwehr ausgestiegen sind und versuchten, die russischen strategischen Raketen komplett abzufangen, Russland also die Verteidigung zu nehmen, sagte der Kreml-Chef. Die USA arbeiteten bereits seit vielen Jahren mit großer Intensität an einem Raketen-Abwehrschirm, der bereits in Rumänien steht, sich in Polen im Aufbau befindet und der außerdem in Japan, Südkorea und auf 30 Schiffen stationiert werden soll.

Wladimir Putin erklärte, dass jeder atomare Angriff auf Russland oder seine Verbündeten sofort beantwortet wird. Präventivschläge sind in der russischen Militärdoktrin aber nicht vorgesehen.

Kann man Wladimir Putin vorwerfen, dass er leichtfertig mit den neuen Waffen droht? Nein, denn der russische Präsident hat den Westen mehrmals vorgewarnt, was passiert, wenn dieser versucht, Russland militärisch zur Verteidigung unfähig zu machen.

In seiner gestrigen Rede erklärte der russische Präsident, er habe die USA 2004 gewarnt. Wenn der Westen aufrüste, werde auch Russland neue Waffen entwickeln. Die jetzt entwickelten Waffen habe der Westen nicht. Putin beendete seine Ausführung zu den neuen Waffen mit den Worten:

Wir wollten unsere Partner zu Verhandlungen bewegen, aber niemand will mit uns reden und uns zuhören. Hören sie uns jetzt zu!

(Quelle)