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ard_logoDie Propaganda und Hetze gegen Nordkorea hat so viele Facetten und Methoden wie alle geostrategisch bedeutenden Konflikte, die die deutschen Staatssender im Sinne ihrer transatlantischen Hintermänner „einordnen“ müssen. Personifizierung auf einen „Diktator“, Dämonisierung seiner Person, Verschweigen, Verzerren und Verkehren kausaler und historischer Zusammenhänge, etc. Die „Berichterstattung“ in ARD und ZDF über den Koreakonflikt ist dermaßen billige Propaganda, dass man sich fragen muss, ob es tatsächlich Menschen gibt, die diese schamlose Agitation mit Journalismus verwechseln.

ARD-Kriegshetzerin Miosga zu Nordkoreas Friedensinitiative: „Die warmen Worte könnten vergiftet sein und Kims kalter Logik folgen“

Wir wollen an dieser Stelle ein prägnantes Beispiel herausgreifen, das zeigt, wie und warum die ARD-Propaganda das friedliche Entgegenkommen des Nordens im Umfeld der Olympischen Spiele im Süden skandalisiert. Es zeigt einmal mehr die Verkommenheit widerwärtiger Kriegstreiber, die nicht einmal davor zurückschrecken, die höchst erfreulichen Entwicklungen in einem der gefährlichsten Konflikte der Welt, aus niederen Motiven in ein schäbiges Licht zu rücken.

Besonders schäbig ist der aktuelle Fall, weil sich im Koreakonflikt auch die deutsche Geschichte spiegelt, die ebenfalls von jahrzehntelanger Teilung und der Gefahr der nuklearen Auslöschung der gesamten Menschheit geprägt war. Dass sich überhaupt „Journalisten“ finden, die eine friedliche Annäherung und Friedensgespräche der beiden Koreas skandalisieren, ist nicht nur erschreckend, es bestätigt einmal mehr das Urteil, dass wir es in ARD und ZDF mit vollkommen skrupellosen und empathieunfähigen Subjekten zu tun haben, die man mit einem gesunden Verstand nur als Abschaum der Menschheit ansehen kann.

Das zentrale „Narrativ“, das den Zuschauern von tagesschau und tagesthemen bereits seit einigen Wochen vorgesetzt wird, um Nordkoreas Charmeoffensive in den Dreck zu ziehen ist dabei höchst entlarvend, denn den Kommunisten im Norden wird unterstellt, sie würden „einen Keil zwischen Südkorea und die USA treiben“ wollen. Nach dieser perversen Logik sind die imperialen US-amerikansichen Besatzer Südkoreas dem dortigen Volk enger verbunden als dessen eigene Brüder und Schwestern im Norden.

Diese schon auf den ersten Blick idiotische Sichtweise verrät auf den zweiten Blick umgehend die Herkunft dieses propagandistischen Spins und gibt eine aufschlussreiche Antwort auf die Frage, welche Interessen die USA in Korea verfolgen. Frieden und Einigung des Landes sind es offensichtlich nicht – auch das ist eine Parallele zum nach wie vor und trotz Einheit besetzten Deutschland.

Caren Miosgas falsche Ankündigung

Der Verdacht liegt nahe, dass die ARD gestern Abend einen Beitrag der tagesthemen kurzfristig überarbeitet hat ohne ihrer Rampensau Caren Miosga rechtzeitig Bescheid zu geben, denn die kündigt (siehe Screenshot oben) etwas an, was im dann folgenden Bericht überhaupt nicht vorkommt. „Die warmen Worte könnten vergiftet sein und Kims kalter Logik folgen“, meint Miosga mit Hinblick auf die Entsendung von Kims eigener Schwester zu den Olympischen Spielen in den Süden, verbunden mit einer Einladung zu Gesprächen an den südkoreanischen Präsidenten.

Wer jetzt erwartete, dass im folgenden Bericht von Sascha Storfner das gleiche diffamierende Propagandanarrativ, das bereits zuvor in der 20Uhr-Ausgabe der tagesschau verbreitet wurde, noch einmal wiederholt würde, der wurde überrascht: es fehlte komplett und damit ging Miosgas Ankündigung, die sie offensichtlich in Erwartung eines anderen Beitrags geschrieben (oder vorgesetzt bekommen) hatte, ebenso komplett ins Leere.

Statt des um 20 Uhr verbreiteten Spins vom „Keil, der zwischen den Süden und die USA getrieben werden solle“, den wir umgehend im obigen Tweet aufgegriffen haben, wurde nun – ebenfalls vollkommen faktenfrei und unter Herbeifantasierung namenloser „Vieler“, mit denen man immer alles begründen kann – behauptet, „die Charmeoffensive der Nordkoreaner wird nach den Spielen vorbei sein.“


Die Chronologie:

ARD 10.02.2018 tagesschau 20 Uhr

Sascha Storfner: „Die Einladung in den Norden ist ein geschickter Schachzug von Machthaber Kim Jong-Un. Er könnte damit einen Keil zwischen Südkorea und dessen Verbündeten, die USA, treiben.“

Offensichtlich ging Miosga noch davon aus, dass in den späteren tagesthemen das gleiche faktenfreie und diffamierende Narrativ verbreitet werden sollte, denn nur so ist ihre Anmoderation „Die warmen Worte könnten vergiftet sein und Kims kalter Logik folgen“ zu verstehen. Tatsächlich wurde aber genau dieser Teil aus dem Bericht entfernt und stattdessen wurde die oben bereits angedeutete zweite Diffamierungsstrategie verbreitet, dass nämlich alles nur eine von Kim für Olympia geplante Show sei. Dafür gibt es wohlgemerkt keinerlei Faktengrundlage. Auch hierbei handelt es sich um reine Diffamierung aus dem bösartig-kranken Hirn schäbiger Propagandisten.

ARD 10.02.2018 tagesthemen

Sascha Storfner: „Viele (sic!) im Süden vermuten, dass die Charmeoffensive der Nordkoreaner nach den Olympischen Spielen vorbei sein wird.“

Woher stammt der „Keil“-Spin?

Der in der tagesschau um 20Uhr präsentierte Spin vom „Keil“, den die verschlagenen Nordkoreaner „zwischen Südkorea und den USA schlagen wollen“, wurde gestern nicht zum ersten Mal in der ARD präsentiert. So eine gezielte Diffamierung denken sich auch nicht deutsche Journalisten aus, wie man vielleicht schon auf den ersten Blick erahnen kann, sondern er kommt aus den USA, genau genommen aus der New York Times – mit freundlichen Grüßen vom Council on Foreign Relations.

Bild anklicken, zum Vergrößern! (Quelle: Swiss Propaganda Research)

Bereits einen Monat zuvor, am 9. Januar, als Nordkorea seine Schritte Richtung Olympia ankündigte, wurde genau dieser Spin den Zuschauern in den tagesthemen eingehämmert – doppelt, weil es dann besser hält!

ARD 09.01.2018 tagesthemen

Uwe Schwering: „Schon zu Neujahr hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un dem Süden die Friedenspfeife gereicht, den USA aber mit dem roten Knopf gedroht, als wolle er einen Keil treiben zwischen Verbündete.“

In der gleichen Sendung, wenige Minuten später, erfolgt ein sogenannter „Kommentar“. Man muss sich dabei wieder die notorische Irreführung der Zuschauer vergegenwärtigen, die darin besteht, in eine Sendung, die nahezu ausschließlich aus Kommentaren besteht (die Mär vom „Keil“ ist natürlich auch ein Kommentar und keine Sachinformation), einen Block einzubauen, der suggeriert, dies sei der einzige Ort in der ganzen Sendung, in der die ARD-Prostituierten ihre Meinung äußern würden.

Gabi Kostorz: „Doch Kims Taktik ist gewiss nicht ohne Hintergedanken. Es ist auch der Versuch, einen KEIL zwischen Südkorea und die Schutzmacht USA zu treiben.“

Mehr davon gefällig? Kein Problem! ‚Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, dann wird sie geglaubt.‘ Dieses angebliche Zitat von Joseph Goebbels haben seine Enkel in der ARD verinnerlicht und so gibt es tatsächlich einen weiteren Beitrag, der bereits eine Woche zuvor gesendet wurde, der den Zuschauern des staatlichen Propagandasenders ebenfalls diesen Spin einimpft. Auch da war es Uwe Schwering, in diesem Fall in der tagesschau. In dieser ersten Variante stellt er den Spin sogar als eine erwiesene Tatsache dar.

ARD 02.01.2018 tagesschau 20 Uhr

Uwe Schwering: „Kims Strategie, einen Keil zwischen die Verbündeten in Seoul und Washington zu treiben, verfängt bislang nicht.“

Wie oft dieser Spin tatsächlich seit Anfang des Jahres in der ARD gesendet wurde, weiß nur das ARD-Archiv. Es dürfte ein Vielfaches der hier dokumentierten Beispiele sein, die sich wie immer nur auf die abendlichen Ausgaben der tagesschau und tagesthemen beziehen. Auch in Politmagazinen, Boulevardsendungen und Talkshows werden derartige Narrative üblicherweise nachgeplärrt, um sie den Zuschauern in den Kopf zu hämmern.

Die Herkunft des Spin

Die gesamte geopolitischen „Berichterstattung“ in ARD und ZDF ist selbstverständlich eng an die Besatzungsmacht USA gebunden. Wer glaubt, die hier präsentierten Huren und Stricher der GEZ-Sender seien auch nur im Geringsten „unabhängig“ oder frei, in dem was sie berichten und kommentieren, der ist politisch unmündig mit starker Tendenz zur Schwachsinnigkeit. Und so ist es in diesem Fall ein Leichtes, die Herkunft des prägnanten Narrativs zu recherchieren, wenn man den „Keil“ in den englischen „Wedge“ übersetzt und durch eine Suchmaschine jagd. In Kombination mit „North Korea“ ist schon der erste von zahlreichen Treffern die New York Times, die einen Tag, bevor Uwe Schwering es in der tagesschau erstmalig nachplappert, in der Headline titelt:

Kim Jong-Un’s Angebot könnte einen Keil zwischen Südkorea und die USA treiben

Hier sind wir an der Quelle dieser GEZ-finanzierten, kriegstreiberischen Hetze und Propaganda. Wer den Autor Sanger googelt, wird in dem „National Security Correspondent“ der NYT eine der zahllosen Propagandaschleudern für andere geopolitische Konflikte erkennen, in denen es um Sicherung und Ausdehnung des US-Imperiums geht und bei denen Menschenleben nicht die geringste Rolle spielen.

Sanger ist kein Journalist, sondern ein offener Agitator, bei dem man mit Sicherheit Kontakte zu den maßgeblichen US-ThinkTanks und Geheimdiensten finden würde, wenn man nur tief genug danach graben könnte. Sie sind die wahre Macht, die in Washington regiert und mit der sich auch jeder US-Präsident konfrontiert sieht, wenn er es wagen sollte, abweichlerische politische Ziele zu verfolgen.

Dass es die USA sind, die an der koreanischen Versöhnung so wenig Interesse haben, wie an der deutschen Einheit, die uns nur unter dem Dach der NATO und fortbestehender militärischer Besatzung gestattet wurde, steht außer Frage, denn wie in Europa geht es dem US-Imperium um den Erhalt Südkoreas als Aufmarschgebiet in Asien. Auch auf der koreanischen Halbinsel ist deshalb eine Wiedervereinigung keine Frage, die den beiden Bruderstaaten überlassen wäre, sondern die bestenfalls unter vergleichbaren Vorzeichen gestattet wäre, wie sie James Baker Helmut Kohl einst diktiert hatte.

Baker: „Wir sagten zu ihm: Also Kanzler, wir Amerikaner werden die Wiedervereinigung unterstüt- zen – offen gesagt, gegen Wider- stände der Briten, der Franzosen und der Sowjets – aber nur, wenn Sie mit uns darin über­ein­stim­men, dass das ver­einte Deutsch­land der NATO angehört.“

Nachtrag: Nur wenige Minuten nach Fertigstellung des Artikels hat eine spontane Suche nach David E. Sanger seine Mitgliedschaft beim Council on Foreign Relations (CFR) zutage gefördert. Noch Fragen?