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Fake oder Fakt?
Wem nutzen Kampagnen gegen „Fake News“?

– Wer ist hier (nicht) ganz sauber?

…Aber man sollte bei aller berechtigten Kritik an „Fake News“ und „Alternative Facts“ nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Michael Meyen weist zu Recht darauf hin (Michael Meyen: Fake Debate: Wem „Fake News“ wirklich helfen. In: Michael Meyen (Hrsg.): Medienrealität 2018. https://medienblog.hypotheses.org/1009, Aufruf 16.1.2018, 19.20 Uhr), dass die Kampagnen gegen „Fake News“ (ähnlich wie das Schlagwort „asoziale Medien“) vor allem denen helfen, die (so oder so, ob nun das Trump-Lager oder die Clinton-Tendenz) an der Macht sind, und ihren „traditionellen Sprachrohren“, heißen sie nun Fox News oder aber New York Times. Das stimmt laut Meyen auch deshalb, weil diese Debatten ablenken von Problemen, über die wir sprechen sollten im Sinne sozialer und ökologischer Demokratisierung. Über die Qualität des Journalismus zum Beispiel, über seine Finanzierung via Werbung und Verkauf, die vieles von dem zumindest nicht erleichtert, was wir von ihm erwarten dürfen (Öffentlichkeit herstellen, die Mächtigen kritisieren und kontrollieren), und nicht zuletzt über die Besitzverhältnisse. Ich halte in dieser Hinsicht für wichtig: Einerseits lassen sich längst auch in den Metropolen des Turbokapitalismus wachsende soziale Spaltungen beobachten. Andererseits (und das mag damit zusammenhängen) kann man den medialen „Mainstream“ als sogar noch homogener beschreiben denn bisher. Aus diesen sich verstärkenden Spannungen scheinen sowohl „von oben“ als auch „von unten“ (leider) eher destruktive Tendenzen zu erwachsen, im Sinne von Autoritarismus und Exklusion. Und dann haben es „Fake News“ oder „Alternative Fakten“ relativ leicht, zumindest große Reichweiten zu erzielen…

Weiterlesen im Blog von Prof. Dr. Sebastian Köhler