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Die Grenzen der Pressefreiheit

Der Schweizer Presseclub in Genf hat seit seiner Gründung über zweitausend Anlässe mit illustren Rednern von Fidel Castro bis Henry Kissinger und von Jean Ziegler bis Klaus Schwab organisiert und genießt weithin einen guten Ruf. Doch für Ende November 2017 war ein Vortrag angekündigt, der sich kritisch mit den in westlichen Medien populären Syrischen Weißhelmen befassen wollte.


-Vanessa Beeley als Gast des Schweizer Presseclubs

Hiervon erfuhr die britische Organisation The Syria Campaign – und forderte umgehend die Absage der Veranstaltung. Es folgten ähnliche Interventionen von der Direktorin des Washingtoner Syria Institute, einem bekannten Senior Fellow des Atlantic Council, der Syrien-Beauftragten der deutschen Heinrich-Böll-Stiftung, einem britischen Nahost-Diplomaten und weiteren Akteuren beidseits des Atlantiks.


-Guy Mettan, Direktor des Schweizer Presseclubs, zu den Attacken auf die Pressefreiheit

Schließlich wurde die Schweizer Sektion von Reporter ohne Grenzen auf den Plan gerufen. Als Mitglied des Presseclubs distanzierte sie sich in einem Offenen Brief vom geplanten Anlass und forderte mit scharfen Worten dessen Absage, denn einige der Redner seien in russischen Staatsmedien aufgetreten und wären mithin »Werkzeuge der russischen Propaganda«.

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