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Am gestrigen Samstag war Ulrich Teusch zu einer Lesung und Diskussion beim Evange­lischen Erwachsenen­bildungs­werk in Aachen. In seinem jüngsten Buch „Lückenpresse. Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten“ (2016) beschäftigt sich der auch für die ARD tätige Journalist mit der Glaubwürdigkeitskrise unserer Qualitätsmedien.

Bild anklicken, YouTube! Prof. Dr. Ulrich Teusch ist Publizist, Hörfunk- und Sachbuchautor und Professor für Politikwissenschaft an der Universität Trier.

Die etablierten Medien stecken in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise. Teile des Publikums proben den Aufstand, öffentliche und veröffentlichte Meinung driften auseinander. Nicht nur hierzulande, auch in vielen anderen Ländern geraten die angeblichen Leitmedien unter Beschuss. Stein des Anstoßes sind die Inhalte – Stichwort „Lügenpresse“. Doch sind Lügen wirklich das Problem? Ulrich Teusch stellt zwei andere, weit gravierendere Faktoren ins Zentrum seiner Analyse: die Unterdrückung wesentlicher Informationen und das Messen mit zweierlei Maß. Beide Defizite sind in unserem Mediensystem strukturell verankert. Wenn sich daran nichts ändert, wird sich das Siechtum der Mainstreammedien fortsetzen. Und der Journalismus, wie wir ihn kannten, wird bald der Vergangenheit angehören. (Quelle: westendverlag)