Schlagwörter

, , , , , ,

Saudi-Arabien führt, unterstützt von seinen westlichen Verbündeten – darunter die deutschen Bundesregierung -, gleich mehrere offene und verdeckte Kriege zur Ausbreitung und Sicherung seines faschistoiden Islamismus wahhabitischer Prägung. In Syrien wurden Terroristen und militante Kämpfer mit Geld, Waffen und Logistik unterstützt, um die säkulare und schiitisch dominierte Regierung Assad zu stürzen. Im Nachbarland Jemen führt Saudi-Arabien einen offenen Krieg gegen schiitische Houthis, in Bahrain hat man gerade erst den Kampf der Schiiten um Minderheitenrechte gewaltsam niedergeschlagen und im eigenen Land kämpft man gegen eine schiitische Minderheit, die ausgerechnet im ölreichen Osten einen mittlerweile militanten Widerstand gegen ihre Unterdrücker wagt.

Vom Krieg in Awamiya erfahren Opfer von ARD und ZDF bislang nicht das Geringste. Eine Suche auf der FakeNews-Plattform „tagesschau.de“ führt exakt NULL Treffer zutage. Informieren kann man sich hingegen bei RT, der NZZ, Counterpunch oder alternativen deutschen Medien.

Die BBC war vor kurzem im Land und durfte sogar filmen. Die Bilder erinnern an Syrien oder den Irak. Das offizielle Narrativ lautet höhnischerweise „Stadterneuerung“.

Die westliche Propaganda gelangt mit Saudi-Arabiens Krieg gegen das eigene Volk an die Grenzen des Machbaren, was die Irreführung und Verblödung der Öffentlichkeit anbetrifft. Auch wenn man sich bei ARD und ZDF nicht schämen würde, nach einer jahrelangen, durch und durch verlogenen und verbrecherischen Medienkampagne zum Sturz der säkularen syrischen Regierung, nun in Saudi-Arabien komplett andere Maßstäbe anzulegen und – wie im Fall der Ukraine – eine als „rechtmäßig“ lackierte „Antiterror-Operation“ zu erfinden, weiß man ziemlich genau, dass Saudi-Arabien in der Öffentlichkeit trotz immenser Investitionen in Propaganda nicht den guten Ruf hat, den sich die Bundesregierung wünschen würde.

Die GEZ-finanzierten Staatsbüttel laufen also Gefahr, das Rad komplett zu überdrehen und sich in weiteren Teilen der Bevölkerung lächerlich zu machen und versuchen deshalb, das Geschehen bei den saudischen Freunden – mindestens bis zur Bundestagswahl – vollständig aus der öffentlichen Wahrnehmung herauszuhalten. Dass die Komplizenschaft der Bundesregierung mit saudischen Despoten, die unter anderem eine Ursache für massenhafte Flüchtlingsströme aus Syrien darstellt, bisher im Bundestagswahlkampf überhaupt kein Thema war und in luftig-leichten „Sommerinterviews“ mit keiner Silbe erwähnt wurde, ist insofern natürlich kein Zufall, sondern Teil der systematischen Desinformation und politischen Entmündung.