wdrWDR5 wird 20 Jahre und will dieses Jubiläum nicht in einer öffentlich zugänglichen Feier begehen, wie man das von einem von der Allgemeinheit finanzierten und der Allgemeinheit verpflichteten Sender annehmen könnte, sondern es werden ausschließlich Fans und ausgewählte Claquere eingeladen, wie man das von der DDR oder Nordkorea erwarten würde.

Der Grund liegt auf der Hand: Angesichts der breiten Kritik am Staatssender mauert der sich ein, wie man das aus totalitären Regimen kennt. Furcht vor Protest, Widerspruch und unschönen Bildern treiben die staatlichen Propagandisten immer weiter in die Isolation und das Bedürfnis, sich nur noch mit Systemtrotteln zu umgeben, die sich noch für dumm verkaufen lassen. Ein Meilenstein in einem quälenden Abstieg, der es verdient hat, an dieser Stelle dokumentiert zu werden.