Schlagwörter
ARD, Israel, Programmbeschwerden, Propaganda, Staatsmedien, Verschweigen, Verzerren
Eingabe: Tendenzberichterstattung über den Gazastreifen
Datum: 17. Juli 2017
Von: Volker Bräutigam & Friedhelm Klinkhammer
Eingabe: Tendenzberichterstattung über den Gazastreifen http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-307731.html http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-20727.html Sehr geehrte Rundfunkräte des NDR, „Freundschaft mit Israel ist deutsche Staatsraison“ hat Bundekanzlerin Merkel bekanntlich vor der Knesseth in Jerusalem verkündet. Selbst wenn diese Sprechblase freudig und randvoll zu füllen wäre: Einen Freibrief für ARD-aktuell abfällig-kritische Bemerkungen über die im palästinensischen Gazastreifen regierende Hamas abzuliefern, gibt es dafür nicht. In sattsam bekanntem Konformismus mit der Berliner Politik meldete die Tagesschau am 12. Juli 2017:"Die Lebensbedingungen im Gazastreifen verschlechtern sich nach Angaben der Vereinten Nationen immer weiter. In der von der radikalislamischen Hamas regierten Region gebe es kaum Trinkwasser, eine hohe Jugendarbeitslosigkeit und eine schlechte Gesundheitsversorgung, heißt es in dem UN-Bericht. Zwei Millionen Palästinenser leben in dem Gebiet, über das Israel und Ägypten eine Blockade verhängt haben."Wie überall, so gilt auch hier: Halbe Wahrheiten sind ganze Lügen. Selbst wenn in dem UN-Bericht nichts weiter stünde als die paar dürren Fakten, über die ARD-aktuell hier berichtet, so wäre die Beschränkung darauf in einem Nachrichtenprogramm der ARD doch propagandistisch verfälschend. Sich lediglich als Herold einer UN-Mitteilung zu gebärden ist regelwidrig. Zwingend hätte hier der Kontext dargestellt werden müssen: Die von Israel (im zeitweisen Bunde mit Ägypten) verhängte Blockade ist nicht ein Phänomen im rechtsfreien Raum, sie ist vielmehr völkerrechtswidrig. Es gibt eine ganze Serie von UN-Resolutionen, in denen Israel wegen seines Verhaltens verurteilt und aufgefordert wird, die Blockaden aufzuheben. Israel missachtet sie, es hat noch jede die Palästinafrage ansprechende Resolution der Vereinten Nationen ignoriert. Es ist diese Blockade, die es den Palästinensern im Gaza unmöglich macht, eine prosperierende Wirtschaft zu begründen. Nicht einmal einen offenen Seehafen einzurichten ist den Palästinensern erlaubt, und selbst kleine Fischerboote, die die eng gezogene Sperrzonengrenze verletzen, werden von der israelischen Kriegsmarine beschossen bzw. aufgebracht. Diese und andere Übergriffe sind derart häufig, dass in der Publizistik eine Art Gewöhnung daran zu wirken scheint, sie finden in den Medien kaum noch Niederschlag. Statt also auch über die von der israelischen Politik geschaffenen und zu verantwortenden Ursachen für das Elend im Gaza zu informieren, erweckt ARD-aktuell den Eindruck als sei die palästinensische Führung im Gaza für die Situation verantwortlich. Die Formulierung „die radikalislamische Hamas“ regiere die Region, ist darüberhinaus für eine zur Objektivität und auf journalistische Grundsätze verpflichtete Redaktion ein absolut unzulässiger propagandistischer Missgriff. Diese Wertung gehört nicht in eine seriöse Nachricht, sie ist der ARD-aktuell genauso wenig erlaubt, wie ihr die Beschreibung der deutschen Bundesregierung als „radikalreaktionär“ oder „sozialfaschistoid“ gestattet ist. Wir hingegen gestatten uns, nicht nur darauf hinzuweisen, dass hier ein schwerwiegender Verstoß gegen den Programmauftrag und die Programmrichtlinien vorliegt, (zur Völkerverständigung beitragen, wahrheitsgemäß und umfassend berichten etc.pp.), sondern dass der Qualitätsjournalismus der ARD-aktuell mittlerweile unübersehbar niveaulos geworden ist. Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer
Volker Bräutigam, Jahrgang 1941, ist Journalist. Er startete bei Tageszeitungen in Süddeutschland und landete schließlich beim NDR in Hamburg. 1975-84 war er Redakteur der Tagesschau, bis 1995 in der N3-Hauptabteilung Kultur. Von 1996 an Lehr-und Forschungsauftrag an der Fu Jen Catholic University, Taipeh.
Friedhelm Klinkhammer, Jahrgang 1944, ist Jurist. Von 1975 bis 2008 war er festangestellt beim NDR. Er war Gesamtpersonalrats- und ver.di-Vorsitzender sowie zeitweise Arbeitnehmer-Vertreter im NDR-Rundfunk- und Verwaltungsrat.
(Quelle)

Sehr geehrte Herren Bräutigam und Klinkhammer,
wenn Propagandisten andere Propagandisten als „Propagandisten“ beschimpfen, überzeugt mich das nicht.
Und ihr Satz „..die von der israelischen Politik geschaffenen und zu verantwortenden Ursachen für das Elend im Gaza..“ ist pure Propaganda, nämlich die übliche Dämonisierung Israels. Zumindest kann ich keinerlei Differenzierung wahrnehmen, die gerade für das Nahost-Thema erforderlich wäre Stattdessen sagen Sie mit Ihrem Satz ganz klar, dass Israel (und nur Israel) schuld ist. Tja, wie schon das berühmte Zitat sagt „Die Juden sind unser Unglück“.
Was sagt Google zu Surrogat?
Etwas, das ein Ersatz für etwas sein soll, aber von geringerer Qualität ist.
Da hat Google ausnahmsweise mal recht.
Wenn ich das schon lese:
Ich entnehme Ihrem Beitrag, dass Sie das Wort nicht kannten und googeln mussten. Es freut mich zunächst, dass Sie jetzt ein neues Wort gelernt haben.
Des Weiteren fällt auf, dass Sie nicht inhaltlich argumentieren („Wenn ich das schon lese“ ist wahrlich kein Argument.)
Außerdem hätten Sie mal lieber das Wort „differenzieren“ gegoogelt, dass Sie offensichtlich auch nicht kennen. Natürlich kann man vieles an der Politik Israels und dem zunehmenden Rechtsruck unter Nethanjahu kritisieren, aber (!) mir fällt auch sehr viel ein, was man an den Hamas und den Palästinensern kritisieren muss. Deswegen ist die einseitige Darstellung gegen Israel genauso Propaganda, wie es die Autoren immer gerne anderen vorwerfen.
Ihr Problem scheint eher zu sein, dass Sie andere Meinungen als die Ihre nicht ertragen, und mich daher (statt inhaltlich zu argumentieren) lieber beleidigen. Dabei fällt Ihnen bestimmt nicht auf, dass Sie mir aufgrund des gewählten Pseudonyms „Surrogat“ ja „geringere Qualität“ bescheinigen, also – anders ausgedrückt – minderwertig zu sein. Das drückt wahrscheinlich auch aus, was Sie über die Israelis denken.
Da haben sie sich den falschen ausgesucht. War nur eine Wette mit mir selbst. Habe gewonnen. Ich rieche solche Typen wie sie 10 Kilometer gegen den Wind. Versuchen sie es anderswo.
:D
„Die Juden sind unser Unglück“ ist „Nazisprech“ und wer versucht, Menschen die Krieg und Verelendung, ohne Ansehen von Nationen und oder Altlasten zu argumentieren, der ist meist auf der anderen Seite.
An ihren „Parolen“ könnt ihr sie erkennen, die „neuen Nazzen“.
Herr Thunert,
es scheint, als würde das eine oder andere Wort fehlen, der erste Satz ergibt so keinen Sinn. Was oder wen Sie mit „auf der anderen Seite“ meinen, bleibt mir ebenfalls schleierhaft.
Mit dem Zitat (von Treitschke, ein Antisemit reinsten Wassers m.E.) wollte ich zum Ausdruck bringen, dass der Autorenbeitrag hier und die Kommentare von Cassandro nicht differenziert sind und sie komplett ausblenden, welchen Anteil die Hamas und die Palästinenser an dem Elend haben. Stattdessen wird ebenso getan, als wenn nur die Israelis ausschließlich schuld sind.
Ob die Autoren und/oder Cassandro „neue Nazzen“ sind, kann ich nicht beurteilen, die vertretenen Positionen sind auf jeden Fall fragwürdig und könnten in diese Richtung weisen.
Bist du lernbehindert? Dann wäre dein Kommentar nachvollziehbar. Wenn du hier trollen willst, landest du im Müll. In der Programmbeschwerde sind einige der von Israel zu verantwortenden Ursachen für das Elend in Gaza aufgelistet. Diese Liste reicht allemal, die Beschwerde zu begründen. Von Propaganda kann genauso wenig die Rede sein, wie von „den Juden“ als Unglück der Palästinenser, denn Israel repräsentiert nicht „die Juden“ – auch wenn es das israelische Regime gerne behauptet – und in der Programmbeschwerde ist von „den Juden“ weder direkt noch indirekt die Rede.
Wenn du dich inhaltlich äußern kannst, darfst du das hier gerne. Trollerei landet im Müll.
Du hast meine Volle Unterstützung bei der Shillbekämpfung, aber solange sie nicht alle Diskussionen kaputtspammen solltest du dich mit der Moderation zurückhalten.
Da Shills in der Regel ihre Namen nicht ändern sind sie für regelmäßige Nutzer recht leicht zu erkennen.
SouthFront erlaubt auch, einigen Shills dort ihren Mist zu verbreiten. Ohne wäre es zwar schöner, aber ich habe schlechte Erfahrungen mit Null-Toleranz-Administration gemacht. Kann es aber auch nicht lassen -.-‚
Na, da hat der werte Herr Ersatz-Kommentator in seinem zitierenden Versuch des beanstandeten Satzes aber ein kleines, jedoch feines Wörtchen unterschlagen:
„Statt also auch über die von der israelischen Politik geschaffenen und zu verantwortenden Ursachen für das Elend im Gaza zu informieren …“ – daher ist die dann folgende Echauffierung über eine vermeintliche Anklage der alleinigen Schuld Israels ganz & gar unplausibel.
P.S.: Wer hier abschliessend noch mit der angedeuteten, dennoch logisch nicht schlüssigen Gleich(setz)ung Israelkritik=Judenhass(=Antisemitismus=Antizionimus) hantiert, braucht sich i.Ü. nicht zu wundern gerade für das Nahost-Thema „keinerlei Differenzierung wahrnehmen“ zu können.
Fun fact – Einem Israelischen Politiker zufolge kam von der Schulz-Bimmelbahn folgende Aussage:
https://www.haaretz.com/misc/iphone-article/.premium-1.574332
https://en.wikipedia.org/wiki/Avraham_Burg
Bevor jetzt gleich wieder die Antideutschen nen Koller bekommen – Israel kann gerne in den Grenzen von ’67 existieren. Sind sowieso nur imaginäre Linien, die ausschließlich für Konzerne und Kapital von Relevanz sein sollten.
Shit, Zitat vergessen:
[quote]For me, the new Germany exists only in order to ensure the existence of the State of Israel and the Jewish people.[/quote]
Und zum eigentlichen Thema – ja, ich habe dieses Gniffke’sche Meisterwerk auch geniessen dürfen – muss ich auch noch etwas loswerden von den sich mir dabei eingestellten Gedanken. Bedaur(t)e nämlich sehr, dass Dr. Gniffke – dank der erfahrenen Gnade der späten Geburt – es nicht möglich war, solcherlei Ergüsse auch über sowas wie das Warschauer Ghetto, am Besten auch noch gleich über den dort stattgefundenen Aufstand abzudrücken. Was dabei wohl heraus gekommen wäre? Jedenfalls bestimmt nichts Genaueres zum „jüdischen Wohnbezirk in Warschau“, zu den auferlegten Rahmenbedingungen, zu den herrschenden Lebensbedingungen und schon gar nichts von den dafür verantwortlichen Reichsprotektoren.
Man ist doch immer wieder überrascht, dass es Gniffke und die Seinen – nebst den Freunden vom Lerchenberg – immer wieder schaffen, noch einen drauf zu setzen.
Immer wieder einen Tick weiter auf der nach oben offenen Gniffke-Skala für Geschichtsklitterung und -fälschung. Aktiv in Anspruch genommener Bildungsauftrag.
„Freundschaft mit Israel ist deutsche Staatsraison“ hat Bundekanzlerin Merkel
bekanntlich vor der Knesseth in Jerusalem verkündet.
Ob die Frau jemals was von Schillers Don Carlos und dessen Freund, dem Marquis gehört hat? Wage es zu bezweifeln! Überhaupt, wurde der Freundschaftsgedanke nicht schon seit den alten Griechen etwas arg überhöht in seiner Bedeutung, nicht nur literarisch? Was mag die hehre Kanzlerin nur bewogen haben, solch einen Senf abzudrücken.Wo schon Adlatus Seibert per einfacher Google-Abfrage dabei hätte aushelfen können, „Freundschaft“ nicht zu verwenden.
So wie die Gniffkes&Co diese Maxime von der Freundschaft deuten, ist es allerdings auch für eine Suchmaschine wie Google schwer – sehr schwer – geschichtliche Parallelen und Belege zu finden. Denn „Freundschaft“ als reine Hörigkeit des Einen vom Anderen zu begreifen, dem Anderen alles durchgehen zu lassen und dann auch noch jedem, der dem nicht zu folgen kann, auch noch die Pest an den Hals zu wünschen müssen glaubt, dass dürfte – mit aller gebotenen Zurückhaltung – einmalig in der Geschichte der Menschheit sein. Da ist nicht nur Nachsitzen angesagt, das ist einen Schulverweis wert.