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Volksverhetzung kann ausserordentlich subtil daher­kommen. In ARD und ZDF tarnt sie sich in ihrer perfidesten Form unter dem Deckmantel der Aufklärung. „Der Islam muss sich reformieren“, fordern jene, die in den vergangenen 30 Jahren Krieg, Millionen Tote, Terror und unglaubliches Elend in die islamische Welt getragen haben.

Vivian Perkovic: „Gegen den Terror kann und muss man auch ansetzen von einer anderen Seite. Damit die Religion nicht mehr als Grund missbraucht wird. Was ist nötig, um den Islam zu reformieren? Liberale Muslime zum Beispiel, die sich klar abgrenzen gegen Extremismus.“

Vielen Zuschauern ist in diesem Moment gar nicht bewusst, wie in ARD und ZDF systematisch, mit kolonialistischem Duktus und aus niederen Motiven Volksverhetzung gegen eine Weltreligion betrieben wird, weil die Propaganda des Westens die wahren Ursachen des Terrors und damit die eigene Schuld an Radikalisierung und Extremismus aus der Welt lügen möchte.

Am selben Tag, als die 3sat kulturzeit einmal mehr subtile Hetze gegen den Islam verbreitete, stellt ein Anrufer mittags im WDR5 Tagesgespräch die Frage nach den wahren Ursachen für den „islamistischen“ Terror:

Warum haben wir erst heute so viel Terrorismus? Warum gab es den nicht vor 50, 60, 70, 80 Jahren? Warum gibt es diesen Terrorismus erst seit den 90igern?

Dass er sich dann in die Behauptung versteigt, dass 95% des Terrors „False Flag-Anschläge“ seien, lassen wir mal außer Acht und halten uns stattdessen an erwiesene Fakten.

Eine Tatsache, die er hier richtig anführt, ist, dass der „islamistische Terror“ ein Phänomen ist, dass wir im Westen erst seit ca. 30 Jahren kennen und dessen Ursprünge in der von Zbigniew Brzeziński entwickelten geopolitischen Strategie der USA aus den späten 70er Jahren liegen, Afghanistan zum Grab der Sowjetunion zu machen. Eine Tatsache ist, dass die USA damals mit Hilfe ihrer Medien islamistische Terroristen zu Freiheitskämpfern umlackieren ließen, um diese mit Waffen auszustatten, auf dass sie die sowjetische Unterstützung für eine säkulare und sozialistische Regierung in Kabul in ein Blutbad für die Sowjets verwandeln sollten, die ihrerseits bereits damals in Afghanistan intervenierten, um die Ausbreitung des radikalen Islam zu verhindern.

Bild anklicken, zum Vergrößern! Osama bin Laden 1993 als Held des Westens, der gegen die Sowjets benutzt wurde. (Quelle: twitter bzw. independant.co.uk)

Die Parallelen dieser historischen Fakten über den Krieg in Afghanistan zu späteren Verbrechen von USA und NATO im Irak, Libyen und Syrien, verschließen sich nur jenen Mitbürgern, die sich heute noch von öffentlich-rechtlicher Propaganda für dumm verkaufen und gegen den Islam aufhetzen lassen.

Wenn in ARD und ZDF regelmäßig und auf subtile Weise, weil man nicht allzu offenkundig in den Fußstapfen der antijüdischen Hetze der Nationalsozialisten wandeln kann, gegen den Islam als vermeintlich „gewalttätige Religion“ Stimmung gemacht wird, dann versteckt sich dahinter das alles andere als schwer durchschaubare Kalkül, die eigene Verantwortung für den Terror aus der Welt zu lügen und die Muslime dafür haftbar zu machen, dass sich einige von ihnen wegen der westlichen Massenmorde, Regierungsstürze und Einmischungen in der gesamten islamischen Welt mit den Mitteln der asymmetrischen Gewalt zur Wehr setzen, die ihnen der Westen selbst beigebracht hat, als es darum ging, die Sowjets zu attackieren oder heute den syrischen Präsidenten zu stürzen.

Wenn die Ditib sich heute dieser Strategie der unterschwelligen bis offenen Anschmiererei der Muslime als „Terror-Unterstützer“ verweigert, dann deshalb, weil sie diese Masche verstanden hat. Muslime, die sich vom Terror distanzieren, erklären damit gleichzeitig, dass der Terror durch die Religion gerechtfertigt oder gar begründbar sein könnte und das ist nicht nur die Denkweise der Terroristen, sondern es ist offenkundig falsch und eine gezielte Verleumdung aus niederen geopolitischen Motiven.

Forderungen nach „muslimischen“ Anti-Terror-Demos greifen zu kurz, stigmatisieren die Muslime und verengen den internationalen Terrorismus auf sie, ihre Gemeinden und Moscheen – das ist der falsche Weg und das falsche Zeichen, denn diese Form der Schuldzuweisung spaltet die Gesellschaft. Darin pflichten wir Aydan Özoğuz, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, bei.

Quelle: Ditib

Während ARD und ZDF in ihrer Propaganda regelmäßig einen „reformierten“ oder „liberalen“ Islam fordern, um die hier friedlich und gesetzestreu lebenden Muslime für den Terror in Haftung zu nehmen, machen die deutsche und andere westliche Regierungen – allen voran die USA – gigantische Rüstungsgeschäfte ausgerechnet mit Saudi-Arabien, das den radikalsten und reaktionärsten Islam propagiert und in enger Abstimmung mit den USA islamistische Terroristen unterstützt.