Schlagwörter

, , , , ,

ard_logoPseudodemokratie, Ausbeutung und Staatsverbrechen funk­tio­nie­ren heutzutage nur Dank einer hoch effizienten Propaganda. Wo es früher nötig war, Kritiker mit Gewalt zum Schweigen zu bringen, werden heute Schafe medial narkotisiert und systematisch in Verdummung gehalten. Den wissenschaftlichen Unterbau hat Rainer Mausfeld in seinen Vorträgen ausführlich analysiert.

Seit geraumer Zeit hat die Propaganda der ARD „den Glauben“ für sich entdeckt und verbreitet in korrupter Gemeinschaft mit den Kirchen verstärkt reaktionäre Ideale. Um der neuesten, gegen den Gedanken der Aufklärung gerichteten Glaubens-PR-Kampagne in der ARD etwas entgegenzusetzen, hat der Humanistische Pressedienst der Giordano-Bruno-Stiftung eine Themenwoche „Woran glaubst du nicht?“ gestartet.

Die ARD veranstaltet derzeit ihre Themenwoche Woran glaubst du?. Vielen Menschen, die mit dem Glauben nichts am Hut haben, geht diese Themenwoche gewaltig auf den Senkel. Mit seiner heute beginnenden hpd Themenwoche Nicht-Glauben möchte der Humanistische Pressedienst einen Kontrapunkt zur Glaubens-Woche der ARD setzen. 

Seit Monaten nervt die ARD nun bereits mit Ankündigungen zu ihrer Themenwoche Woran glaubst du?. Gestern ging sie offiziell los und beglückte die jungen Fernsehzuschauer schon in den Morgenstunden des Sonntags mit dem Tigerenten Club: Daran glaube ich! und der Sendung mit der Maus Spezial: Woran glaubst Du?. Wer hoffte, sich vom Fernseher zum Radio flüchten zu können, wurde enttäuscht. Auch hier ein Bombardement mit Promi-Statements zum jeweiligen persönlichen Glauben.

Aber warum regen sich Menschen, die nicht glauben, eigentlich über diese Themenwoche auf? Noch dazu, da die ARD Themenwoche doch angeblich auch jene widerspiegeln soll, die keinem religiösen Glauben frönen? Nun, vielleicht weil die gesamte ARD Themenwoche wie eine gigantische Werbekampagne der Kirchen wirkt, deren Ziel es ist, dem Thema „Glauben“ in den Medien mehr Platz zu verschaffen? Oder vielleicht, weil das Nicht-Glauben von den Machern der Themenwoche zu einer Unterart des Glaubens deklariert wird und weil „Glauben“ entgegen anderslautender Behauptungen durchweg als „religiöser Glaube“ verstanden wird? Der Trailer zur ARD Themenwoche spricht diesbezüglich Bände und ist an suggestivem Subtext kaum zu überbieten:

„Glauben. Ein Wort, unzählige Auslegungen. Viele Menschen glauben an Gott, einige an die Wissenschaft, andere an sich selbst. Manche haben ihren Glauben verloren. Andere haben ihn gefunden. Und selbst, wer an nichts glaubt, glaubt zumindest daran. Glauben hat viele Gesichter. Wir zeigen sie ab dem 11. Juni in der ARD Themenwoche Woran glaubst du?.“
„Wer an nichts glaubt, glaubt zumindest daran.“ – Ein so dermaßen hanebüchener Satz, dass er bereits Philosophiestudenten im ersten Semester die Schuhe auszieht. Wer kein Geld hat, hat also wenigstens das in der Kasse, ja? Und wer nicht lebt, lebt ja irgendwie auch? Nicht zu glauben ist keine andere Art von Glauben, sondern sein Gegensatz…

Weiterlesen→