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ard_logoNach Kai Gniffke und Anja Reschke war es gestern Isabel Schayani die sich auf Skype unter dem Motto „Sag’s mir ins Gesicht“ Kritikern der ARD zum Gespräch stellte. Die besonders sehenswerten 60 Minuten zeigen einen breiten Querschnitt qualitativ hochwertiger, differenzierter und ausnahmslos berechtigter Kritik – von der sich die ARD mit Sicherheit nicht das Geringste annehmen wird.

Aufgrund der Dichte an hochwertigen und gleichzeitig unterschiedlichsten Anrufern und auch wegen der vergleichsweise zurückhaltenden Art Schayanis war dies vielleicht die sehenswerteste der drei Folgen „Sag’s mir ins Gesicht.“ Es sind 60 Minuten, die Hoffnung machen, dass dieses Volk eben nicht nur – und hoffentlich auch nicht mehrheitlich – aus Schafen besteht, die sich manipulieren, spalten und gegeneinander aufhetzen lassen.

Auch Schayani gerät, wie schon vor ihr Gniffke und Reschke, mehr als einmal in Bedrängnis und muss sich mit hohlen Floskeln über die Runden retten, wenn es eng wird den Gesprächspartner abwürgen oder berechtigte Kritik als persönliche „Wahrnehmung“ abtun. Ihre lachhaften Belehrungen über den Unterschied von Bericht und Kommentar beleidigen den Intellekt der Anrufer und Zuschauer, denn nur 6-Jährige merken nicht, dass tagesschau, tagesthemen oder der von Schayani moderierte Weltspiegel in nahezu jedem Satz und mit ausgewähltem politischem Wording, mit Informationsauswahl und Informationsunterdrückung ununterbrochen und schamlos Meinung machen, anstatt neutral, unparteilich und vielseitig Fakten zu berichten, wie es ihre Aufgabe wäre.

Für mich ist die Rundfunkgebühr
eine Demokratieabgabe.

Isabel Schayani