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Das allgemeine Gewaltverbot ist in Artikel 2 Nr. 4 der Charta der Vereinten Nationen festgelegt und verbietet den Mitgliedsstaaten die militärische Gewaltanwendung.

Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.

Charta der Vereinten Nationen und Statut des Internationalen Gerichtshofs, Kapitel 1, Artikel 2 Absatz 4: Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa.

Es konstituiert die wichtigste positivrechtliche Rechtsquelle des Völkerrechts. Ausnahmen sind das Sanktionssystem des UN-Sicherheitsrates nach Kapitel 7 und das Recht zur Selbstverteidigung nach Artikel 51.

(wikipedia)

Wie viele unterschiedliche Wörter mag es in den Nachrichten, Berichten und Kommentaren der ARD auf der Webseite tagesschau.de geben? Es werden vermutlich aufgrund breiter Themenlage und einer Vielzahl von Autoren einige Zehntausend sein. Darunter veritable Kompendien des Kriegsvokabulars. Ein Wort sucht man auf tagesschau.de hingegen vergeblich – also fast vergeblich: Gewaltverbot.

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Vor knapp 10 Jahren (sic!) verwendete zuletzt ein Redakteur der ARD tageschau das Wort „Gewaltverbot“ in einem Beitrag. Man kann nur spekulieren, in welchem Kontext und ob es wie immer darum ging, Krieg und Gewalt vorzubereiten, zu rechtfertigen und zu verharmlosen, denn der Beitrag ist nicht mehr vorhanden.

In Mainz bei den Kriegshetzern des ZDF kennt man das Wort überhaupt nicht. Auf heute.de liefert die Suche nach Gewaltverbot exakt NULL Treffer.

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Tatsächlich waren die verheerenden Erfahrungen des ersten Weltkriegs die treibende Kraft hinter der Gründung der Vereinten Nationen, deren Hauptziel es sein sollte, künftig Kriege zu verhindern. Das Gewaltverbot weltweit durchzusetzen ist das erste und primäre Ziel der Vereinten Nationen. In den Staatssendern ARD und ZDF spielt es hingegen überhaupt keine Rolle, weil diese verbrecherischen Anstalten, die die deutsche Öffentlichkeit tagtäglich mit Kriegspropaganda manipulieren, nicht dem Frieden verpflichtet sind, sondern den geopolitischen, menschenverachtenden und niederen Motiven eines Imperiums, das sich Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg einverleibt und zum Partner in Crime gemacht hat.

Die im wahrsten Sinne des Wortes psychologische Kriegsführung, die hinter der Tabuisierung des Wortes „Gewaltverbot“ steckt, erläutert Daniele Ganser in einem aktuellen Vortrag. Es geht ums Framing.

Daniele Ganser: „Es ist ein großes Anliegen der Friedensforschung, das den Menschen klarzumachen, dass wir durch Frames: ‚böse Muslime‘, ‚Massenvernichtungswaffen‘, was auch immer, immer in die Kriege gehetzt werden. Und wenn der Frame ‚UNO Gewaltverbot‘ aktiviert würde, würden wir an den denken. Der wird aber nicht aktiviert, es wird ein anderer Frame aktiviert: ‚böser Gaddafi‘. Das heißt, ich plädiere dafür, dass man diesen Frame aktiviert ‚UNO-Gewaltverbot‘ und das können Sie empirisch messen. Sie können die Zeitungen mit einer Suchmaschine absuchen – das geht heute ja alles digital – und das Wort ‚UNO Gewaltverbot‘  eingeben. Und dann schauen, wie oft ist in ihrer Zeitung dieser Begriff vorgekommen. Dann werden sie sehen: selten! Im Fernsehen? Selten! Das, was Sie immer haben, ist ‚Massenvernichtungswaffen‘, ‚Terroristen‘ und ‚Diktatoren’…“

Bei ARD und ZDF reicht es schon, allein nach dem Wort „Gewaltverbot“ zu suchen, um die Kriegshetze und Friedensverachtung dieser verbrecherischen Propaganda zu entlarven. Die Kombination mit dem Begriff ‚UNO‘ ist dazu gar nicht nötig. Die ‚UNO‘ selbst hat für die transatlantisch gelenkten Mainstreammedien auch nicht die Aufgabe, den Frieden zu sichern, sondern die Kriege des Westens zu legitimieren, was unter anderem in der regelmäßigen und irreführenden Diffamierung Russlands oder Chinas als „Blockierer“ im Sicherheitsrat gipfelt, wenn die beiden Länder Formulierungen ablehnen, die kriegerischen Überfallen der USA und NATO den juristischen Boden bereiten sollen.