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Propaganda hat zwei Seiten: Die Dämonisierung und Hetze gegen den Feind und das Unterdrücken, Verharmlosen oder Rechtfertigen eigener Verbrechen. In ARD, DLF und ZDF kann man diese Methoden täglich live und oft genug vollkommen primitiv aber dennoch wirksam beobachten. Die westliche Kriegspropaganda gegen die Vertreibung islamistischer Terroristen aus Ost-Aleppo durch die syrische Armee im Vergleich zur Hurra-Propaganda für die „Befreiung“ Mossuls ist vielleicht nur das aktuell prägnanteste von ungezählten Beispielen.

Bild anklicken, 3sat „kulturzeit“

Der Dokumentarfilm „National Bird“, der am 18. Mai in die deutschen Kinos kommt, zeigt die Hintergründe des Drohnenterrors der USA. Von „Drohnenkrieg“ zu sprechen ist angesichts der Tatsache, dass hier nicht gekämpft, sondern vollkommen gefahrlos aus der Heimat in tausenden Kilometern Entfernung Menschen abgeschlachtet werden, die erste Täuschung. Und es ist beileibe nicht die letzte Irreführung der Zuschauer durch die 3sat-Propagandisten, die diesen Film heute zum Thema gemacht haben.

Kino-Trailer: „National Bird“

Schon der Text auf der 3sat-Homepage ist gelinde gesagt verstörend. Da ist nicht nur von einem „Traum“ die Rede, den US-Militärs nun „leben“ würden, sondern die Redaktion der Staatssender sorgt sich mehr um das psychische Wohl der Täter am Joystick, als um das, was deren Terror aus luftiger Höhe bei den Opfern anrichtet, die um die Anwesenheit der Drohnen wissen und jederzeit damit leben müssen, auf offener Straße oder im eigenen Haus zerfetzt zu werden.

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„…Diese Form der Kriegsführung, bei der man seine Feinde vernichtet, ohne eigene Soldaten zu opfern, ist der Traum von Militärs weltweit. Seit dem 11. September 2001 wird dieser Traum von den USA gelebt…Dass bei diesem anonymen Töten nach wie vor Menschen involviert sind, die schwere psychische Schäden davontragen – ein Tabu…“

Da kommen einem gleich die Tränen. Auch für die Erschiessungskommandos der SS oder das KZ-Personal war das Töten sicherlich ein harter Job, der manchem psychisch zu schaffen machte, aber in einer Dokumentation über Konzentrationslager würden wohl nur Nazis das Leid der Täter derart in den Vordergrund rücken, wie es die moralisch verwahrloste und ideologisch motivierte 3sat-Redaktion hier in ihrer Vorankündigung des Berichts vorführt. Den Vorwurf, primär auf die Täter zu fokussieren, muss sich auch die Regisseurin Kennebeck gefallen lassen, auch wenn ihre hehre Absicht, den Drohnenterror über das Leid der eigenenen Soldaten in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken, durchaus verständlich und in gewisser Weise sogar raffiniert ist.

In Kennebecks Film kommen selbstverständlich auch die Opfer in den Zielländern des Drohnenterrors ausführlich zu Wort. Auch der Beitrag der kulturzeit blendet diesen Aspekt nicht gänzlich aus. Was allerdings von den GEZ-finanzierten Hirnwäschern und Meinungsmanipulatoren einmal mehr komplett unter den Teppich gekehrt wird, ist der Name des Hauptverantwortlichen für diese Menschenschlachterei per Joystick. Der heißt Barack Obama und seine Person und sein Name kommen in dem gesamten Beitrag – anders als in dem Film selbst – nicht ein einziges Mal vor.

Jeremy Scahill beschreibt 2015 im Artikel „The Assassination Complex“ aus dem Dossier „Drone Papers“ auf The Intercept wie Barack Obamas Tötungsmaschine funktioniert

Der Vorsatz dieser Desinformation ist offenkundig. Der massenmordende Friedensnobelpreisträger soll in der deutschen Öffentlichkeit weiterhin fälschlich als Apostel von Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Humanismus verkauft werden. Tatsächlich hat Obama im Rahmen seines Drone War“ wöchentlich Tötungslisten abgehakt, was mit Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Humanismus in etwa so viel zu tun hat, wie die Interpretation der Scharia durch den IS.

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