Schlagwörter

, , , , , , , ,

Vorvergangenen Freitag, Minuten vor Ende des Wahlkampfs um das Präsidentenamt in Frankreich, veröffentlichte das Macron-Team eine Presseerklärung über einen vermeintlichen Cyberangriff, bei dem Emails und Dokumente „gestohlen“ und auf anonymen Plattformen im Internet veröffentlicht worden seien. Man gerierte sich als Opfer und die den neoliberalen Kandidaten unterstützenden transatlantischen Propagandamedien strickten umgehend eine weitere faktenfreie Hetzkampgne gegen Russland.

Rückblick: ZDF 06.05.2017 heute 19 Uhr

Petra Gerster: „Das erinnert stark an den Hackerangriff auf Hillary Clinton vor der Präsidentschaftswahl in den USA Christel Haas….“

Christel Haas: „… In der Tat gibt es Übereinstimmungen, denn bei Macron wird ja vermutet, dass eine russische Hackergruppe hinter dem Angriff steckt und dieselbe Hackergruppe stand auch bei Hillary Clinton im Verdacht…“

Bereits am vergangenen Sonntag haben wir hier darauf hingewiesen, dass es weder Beweise für einen „Hack“ gibt, wie von den Lügenmedien unablässig behauptet, noch irgendwelche auch nur ansatzweise „skandalösen“ Enthüllungen. Daran hat sich bis heute – über eine Woche später – nichts geändert.

ARD und ZDF hatten den Datenleak, so wie eine Reihe anderer echter oder falscher Hackerangriffe zuvor, ausgiebig für ihre verleumderische Hetze gegen Russland benutzt. Ohne auch nur den geringsten Beweis wurden Gerüchte und Unterstellungen verbreitet, die darin gipfelten, auch für die kommende Bundestagswahl Manipulationsversuche des Kreml in die Köpfe der deutschen Öffentlichkeit zu fantasieren. Was quasi in sämtlichen sogenannten „Nachrichten“ und verschiedenen Magazinsendungen ausgestrahlt wurde, war nichts als lupenreine Propaganda und Manipulation der eigenen Bevölkerung im Stile genau jener „FakeNews“-Verbreiter, die seit geraumer Zeit in den Staats- und Konzernmedien als Popanz aufgebaut werden, um sich selbst fälschlich als „seriösen“ Gegenpol weißzuwaschen.

Tatsächlich ist bis heute nicht die geringste skandalöse Enthüllung aus den Macron-Leaks (ein Datenleck ist nicht zwangsläufig ein Datenhack) bekannt geworden, was den unter anderem in einer Umfrage von wikileaks deutlich werdenden Verdacht erhärtet, dass die Dinge sich anders abgespielt haben, als sie in der transatlatischen Propaganda aus bekannten Gründen dargestellt werden.

wikileaks-Umfrage vom vergangenen Montag:

Wer steckt hinter den #MacronLeaks?

  • 33% Macron-Gegner, nicht staatlich
  • 23% Macron-Gegner, staatlich
  • 12% Russland-Gegner
  • 32% die Macron-Kampagne selbst

Bereits damals glaubten also immerhin gut ein Drittel der politisch interessierten Beobachter auf Twitter, dass es sich um ein politisches Manöver und damit eine Inszenierung aus dem Team Macron selbst handelt.

Dass bis heute keine skandalösen Informationen in den 9GB Daten gefunden wurden, muss man durchaus so interpretieren, dass es darin auch gar nichts zu finden gibt, weil es sich um nichts anderes als (möglicherweise zuvor bereinigten) Datenmüll handelt, der nur zu dem Zweck öffentlich gemacht wurde, um sich selbst als Opfer darzustellen und den Medien Futter zu geben, um Russland – wie zuvor bei der US-Wahl – diffamieren zu können.

Die antirussische Haltung der Macron-Truppe, zeigte sich nicht zuletzt darin, dass man russischen Journalisten den Zugang zum Wahlkampfbüro verwehrte – lange vor dem Bekanntwerden der vermeintlichen Leaks wohlgemerkt. Es ist davon auszugehen, dass auch in den kommenden Tagen keinerlei Skandale aus den Leaks ans Tageslicht kommen, die Macron belasten könnten. Längst dürften sich Interessierte, vor allem Anhänger und Mitarbeiter Le Pens, intensiv durch die Daten gewühlt haben, um dieser fadenscheinigen Marionette des Großkapitals Belastendes vorzuhalten.

Keine Enthüllung ist also keine Überraschung. Die tatsächlichen Ziele des angeblichen „Hack“ wurden aber dennoch erreicht. Macron ist Präsident und Russland wurde ein weiteres Mal ausgiebig in ARD und ZDF verleumdet.