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wdrSchon der Begriff „freie“ Presse ist lupenreine Propaganda, wenn damit die Staats- und Konzernmedien westlicher Prägung gemeint sind. Kein einziger Journalist der Mainstreammedien ist auch nur ansatzweise „frei“, zu sagen oder schreiben, was er denkt. Sie alle haben ihren Job nur deshalb, weil sie tagtäglich das sagen, was man von ihnen erwartet.

Luo Jie/ China Daily (sic!)

Beispiele, geschasste Personen und verbotene Meinungen muss man in diesem Blog nicht extra auflisten, um diese Tatsache zu belegen. Das aktuelle Beispiel von Michael Lüders reicht aus, um zu verdeutlichen, wie schnell selbst unabhängige und ausgewiesene Experten von sogenannten „Journalisten“ der Staatsmedien attackiert werden, wenn sie Fakten und Thesen in die Öffentlichkeit bringen, die der staatlichen Propaganda widersprechen.

Es gehört zu den perfiden Methoden einer Wahrheitsverdrehung zweiter Ordnung, wenn Vertreter dieser Staats- und Konzernmedien heute die „Pressefreiheit“ in Gefahr sehen wollen, weil sich immer mehr Bürger gegen Propaganda und Meinungsdiktatur zur Wehr setzen. Das Drängen der Bürger auf wahrhaftige, objektive und umfassende Berichterstattung wird zu einem Angriff auf die „Pressefreiheit“ verdreht, um die seit Jahrzehnten okkupierte und missbrauchte Meinungshoheit im Sinne der Eliten unter eigener Kontrolle zu halten.

Dass dieser Kampf auch in den USA mit gleicher Vehemenz tobt wie in Deutschland, ist eine der bemerkenswertesten Erkenntnisse des vergangenen Präsident­schafts­wahlkampfs. Wer genau hinschaut und sich nicht von den MSM ins Bockshorn jagen lässt, erkennt, dass auch die „FakeNews“-Hetze gegen Donald Trump in ihrem Kern nichts als einseitige Propaganda ist, die darauf beruht, dass man im Fall des neuen US-Präsidenten (Gegner des Establishments) mit der Lupe hinschaut und sich im Fall eigener Lügengeschichten (im Sinne des Establishment) blind gibt.

Henriette Löwisch ist Professorin für Journalistik in Montana, USA. Zuvor war sie Auslandskorrespondentin und Chefredakteurin der Nachrichtenagentur AFP und wird ab Juli die Leitung der Deutschen Journalisten Schule übernehmen. Im Morgenecho-Interview mit Nicola Reyk zum „Tag der Pressefreiheit“ zeigt sie – neben den obligatorischen Doktrinen – eine überraschende und erfreulich differenzierte Sichtweise zur „Fake News“-Debatte, die vielleicht ein kleines bisschen darauf hoffen lässt, dass zukünftige Journalisten zumindest in der Ausbildung an den DJS lernen, was ihre eigentliche Aufgabe ist…

Henriette Löwisch: „…da sind jetzt Leute beleidigt… die neue Regierung bevorzugt dann andere… warum sollten auch immer die Gleichen quasi bevorzugt werden? … Aber es gibt auch andere Aspekte, die schon vor Trump angefangen haben. Am wichtigsten ist das die Strafverfolgung von Journalisten, die mit Whistleblowern gesprochen haben und die eben … gezwungen werden sollen, ihre Quellen preiszugeben. Da muss man sagen hat Obama … mehr Klagen angestrengt gegen Journalisten, als anderen Präsidenten vor ihm zusammen. Das heißt, das hat schon vor Trump angefangen.“

Jetzt verbreitet Nicola Rejk eine Lüge, denn sie behauptet, Trump hätte den Begriff der „alternativen Fakten erfunden“, in Wahrheit war das seine Beraterin Kellyanne Conway. Auch Löwisch korrigiert hier nicht, obwohl sie es als Medienprofessorin in Montana besser wissen müsste. Wenn aber Trump selbst einmal nicht exakt formuliert, wird es von der versammelten Lügenpresse zu einem Orkan aufgebauscht und die Wahrheit hinter seiner Aussage gezielt unterdrückt, wie das Beispiel „Gestern Nacht in Schweden“ zeigt. Dieses kleine Beispiel verdeutlich symptomatisch die Arbeit der Lügenpresse: Die eigenen Lügen unterdrücken und auf die vermeintlichen Lügen der anderen mit einem Shitstorm reagieren, wenn es in die Agenda passt.

Im Falle Conways muss man daran erinnern, dass der Begriff „alternative Fakten“ durchaus Berechtigung hatte, denn sie bezog sich nicht auf die Zuschauer die bei Trumps Inauguration vor Ort waren, sondern wollte die Zuschauer vor den Fernsehern mit einschließen, um Sean Spicers Aussage, dass die Vereidigung Trumps, „das größte Publikum angezogen [hatte], das jemals einer Amtseinführung beiwohnte“, die durch Bilder vor Ort widerlegt wurde, zu retten.

Nicola Reyk: „Aber jetzt sitzt im Weißen Haus jemand, der zum einen lieber twittert als Interviews gibt und der die alternativen Fakten erfunden hat, also Aussagen, die dann überprüfbar nicht der Wahrheit entsprechen. Vorher hat man das Lüge genannt, oder?“

Henriette Löwisch: „Ja und das sagen aber auch hier die Medien… immer wieder ganz deutlich, dass das Lügen sind. Die sprechen ja gar nicht von alternativen Fakten. Was das Interessante eben ist, dass die Anhängerschaft von Trump ihm das vollkommen abkauft. Also ihm seine Art zu sprechen… für richtig hält…“

Jetzt wird es interessant:

Nicola Reyk: „Müssen denn die Kollegen in den USA jetzt irgendwie besonders reagieren auf den Vorwurf ‚Lügenpresse‘? Also, sind sie in der Defensive oder gewinnen sie nicht sogar an Bedeutung indem sie sich jetzt tatsächlich ihrer Kernaufgabe widmen können und sagen können: Okay, wir sagen, was wahr ist?“

Henriette Löwisch: „Ich finde das ist eine ganz spannende Überlegung, die sie da anstellen, weil es ist schon so, dass sich die amerikanischen Medien in den letzten 10 Jahren sehr stark mit Meinungsjournalismus hervorgetan haben. Also mit dem, was man aus dem Fernsehen kennt von CNN und FOX NEWS, wo sich gegenseitig die Leute die Argumente um die Ohren hauen. Und eben, je strittiger die Situation ist und die Talkshow, desto besser. Und jetzt gibt es, glaube ich, schon eine Rückbesinnung auf den praktischen Journalismus. Also erstmal die Fakten herstellen und erstmal untersuchen, was eigentlich gewesen ist und genau hinschauen. Das wird jetzt wieder wichtiger und auch wertiger und das ist natürlich ne super Entwicklung. Ich komme ja selber von einer Nachrichtenagentur. Ich fühle mich jetzt sehr bestätigt.“

Sollte das tatsächlich der Fall sein – der „Giftgasangriff“ in Syrien deutet bisher nicht daraufhin -, dann wäre das tatsächlich nicht nur eine gute Entwicklung, sondern die einzige Chance der etablierten Medien, einige Konsumenten bei der Stange zu halten. Dass der „Meinungsjournalismus“, die notorische und aufdringliche Indoktrination der Leser und Zuschauer, wie wir sie auch in Deutschland bis zum Erbrechen kennen, in Zeiten des Internets nicht mehr funktioniert, sollte sich langsam rumgesprochen haben. Ob Löwisch selbst etwas dafür leistet, kann man nur hoffen.