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wdrDas „Zeitzeichen“ des WDR erinnert heute an den 80. Jahres­tag der Bombardierung des spanischen Ortes Guernica durch die deutsche Luftwaffe. Ein Verbrechen, das durch Pablo Picassos berühmtes Gemälde in das kollektive Weltbewusstsein eingebrannt wurde.

Wandteppich von Picassos „Guernica“ im Gebäude der Vereinten Nationen. (Replica Guernica tapestry by Picasso at the UN, (c) UN Photo/Eskinder Debebe)

Guernica steht aber nicht nur für das Verbrechen des Krieges im Allgemeinen, sondern auch für Desinformation und propagandistische Instrumentalisierung, denn schon vor 80 Jahren herrschte ein medialer Krieg um die Meinungs­hoheit, der sich bis heute fortsetzt.

Die Nazipropaganda wollte den verheerenden Luftangriff „bolschewistischen Mordbrennern“ in die Schuhe schieben. Tatsächlich handelte es sich um eine militärische Unterstützung der deutschen Faschisten für den spanischen Diktator Francisco Franco. Analogien in die heutige Zeit gibt es – auch wenn Deutschland heute nach der Niederlage 1945 und der darauf folgenden Besatzung zum Vasall ehemaliger Kriegsgegner geworden ist – reichlich.

…Die jüdische Lügenpresse behauptete, deutsche Flugzeuge hätten die Stadt bombardiert, jedoch musste die internationale Weltpresse diese Meldung sehr bald als Pressemanöver der Bolschewisten brandmarken….

Quelle: WDR-Zeitzeichen

In den 80 Jahren nach Guernica wurden unzählige weitere verbrecherische Kriege und Kriegsverbrechen begangen und mit Lügen und Propaganda vorbereitet, gerechtfertigt und/oder vertuscht. Ein Massaker unter Regie der Bundeswehr mit über Hundert zivilen Opfern in Afghanistan weist in der späteren Rechtfertigung, dass das Ziel ausschließlich feindliche Kämpfer gewesen seien, Parallelen zum Angriff der Legion Condor auf die spanische Kleinstadt auf.

Unter dem propagandistischen Slogan einer „Neuen Verantwortung“, entwickelt und verbreitet von transatlantisch orientierten ThinkTanks und führenden Meinungsmachern deutscher Medien, wird unter dem Deckmantel der „Humanität“ erneut militärische Geopolitik in Europa, Asien und Afrika betrieben. Dass die Täter und ihre Handlanger dabei auch vor frechen Lügen nicht zurückschrecken, hat US-Außenminister Colin Powell 2003 bewiesen, als er vor den Vereinten Nationen mit einem Fläschchen wedelte, um den Überfall auf den Irak vorzubereiten.

Deutsche Staats- und Konzernmedien propagieren heute Krieg, wie einst die Wochenschau der Nazis. Nicht immer derart plump und in der Wortwahl zumeist viel subtiler, aber gerade deshalb umso perfider.

Und dass sich ARD und ZDF nicht schämen, konsequent alle Informationen zu unterdrücken, die die wahren „Werte“ verbrecherischer deutscher Außenpolitik entlarven könnten, haben wir hier in den vergangenen Wochen mit Blick auf den Jemen mehrfach dokumentiert.

Kriegsministerin von der Leyen zu Besuch bei saudi-arabischen Despoten, die den Jemen in Schutt und Elend bomben – Kein Wort dazu in der abendlichen Propaganda von ARD und ZDF

Gerade gestern noch verbreitete die ARD tagesschau lupenreine Kriegspropaganda, als dort – ganz im Sinne der Diffamierung des Irans als „Terrorstaat“ – der wahrheitswidrige Eindruck geschürt wurde, der Iran würde im Jemen schiitische Houthis in ähnlicher Weise militärisch unterstützen, wie eine dubiose Militärkoalition unter der Führung Saudi-Arabiens das Lager der aus dem Land gejagten ehemaligen Regierung.

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Tatsächlich gibt es nicht den geringsten Beweis für eine militärische Beteiligung des Iran an den Kämpfen. Ganz im Gegensatz zur massiven militärischen Unterstützung der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands für das „Bombardierungspraktikum“ des reichen Saudi-Arabien in seinem vollkommen verarmten und an einer Hungerkatastrophe leidenden Nachbarn. Diese westliche Unterstützung haben die ARD-Verbrecher kurzerhand totgeschwiegen und wer hier keine Parallelen zur deutschen „Wochenschau“ sieht, der ist auf dem Ersten und dem zweiten Auge blind.

feuerfreyZDF-Chefredakteur Peter Frey: „Ein weiterer Krisenherd ist die Ost­ukraine … Und auch die Ukraine wünscht sich ja Waffen von Deutsch­land zur Unter­stützung des Kampfs gegen die Separa­tisten. Müssen Sie nicht auch darüber nach­denken, wenn Sie eben so leiden­schaftlich für den Nord­irak plädiert haben?“ (19.08.2014)

Besonders verwerflich wird die heutige Kriegshetze und -propaganda durch die Nachfolger von Joseph Goebbels dadurch, dass die heutigen Täter eine Vergangenheit haben und kennen, aus der sie hätten lernen können.