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Monatelang haben die mehr als zurecht als Lügenpresse abqualifizierten Mainstreammedien und transatlantische Politiker eine „postfaktische Ver­schwö­rungs­theorie“ verbreitet, wonach Russland die US-Wahlen „gehackt“ haben soll. Beweise wurden niemals vorgelegt, dennoch behauptete ZDF-Propagandistein Gerster im Januar frech: „Die US-Geheimdienste lassen daran kaum Zweifel.“

Auch Angriffe auf den Bundestag sollen laut der gezielten Des­in­for­ma­tions­kampagne CIA-naher westlicher Medien von Russland ausgegangen sein, was – zumindest wenn es sich um staatliche Hacker gehandelt haben soll – eine gelinde gesagt gewagte These ist, denn Experten wissen, dass staatliche Computerfachleute keine derlei primitiv zurückverfolgbare Spuren hinterlassen würden, wenn sie denn tatsächlich das Parlament infiltrieren wollten.

Für Experten mit Zugriff auf Botnetze oder gekaperte Computer argloser Bürger in Deutschland wäre es ein leichtes, diese als Ausgangspunkt für ihren Angriff auf ein beliebiges Ziel wie den Bundestag zu benutzen. Allein die Tatsache, dass angebliche Experten angebliche Spuren nach Russland gefunden haben wollen, sagt zum einen alles über deren Inkompetenz und zum anderen legt es den Verdacht nahe, dass jemand genau so eine Spur legen wollte. Dass die CIA genau diese Methode benutzt, ist nun dank wikileaksVault7-Veröffentlichung erwiesen.

Schon in der wikileaks Presseveröffentlichung vom Dienstag heißt es unter dem Stichwort Umbrage:

UMBRAGE

The CIA’s hand crafted hacking techniques pose a problem for the agency. Each technique it has created forms a „fingerprint“ that can be used by forensic investigators to attribute multiple different attacks to the same entity.

This is analogous to finding the same distinctive knife wound on multiple separate murder victims. The unique wounding style creates suspicion that a single murderer is responsible. As soon one murder in the set is solved then the other murders also find likely attribution.

The CIA’s Remote Devices Branch’s UMBRAGE group collects and maintains a substantial library of attack techniques ’stolen‘ from malware produced in other states including the Russian Federation.

With UMBRAGE and related projects the CIA cannot only increase its total number of attack types but also misdirect attribution by leaving behind the „fingerprints“ of the groups that the attack techniques were stolen from.

UMBRAGE components cover keyloggers, password collection, webcam capture, data destruction, persistence, privilege escalation, stealth, anti-virus (PSP) avoidance and survey techniques.

UMBRAGE

Die von der CIA handgefertigten Hacking-Techniken stellen ein Problem für die Agentur dar. Jede Technik, die sie geschaffen hat, bildet einen „Fingerabdruck“, der von forensischen Ermittlern verwendet werden kann, um mehrere Angriffe dem gleichen Urheber zuzuordnen.

Das ist eine Analogie zu markanten Messerwunden auf unterschiedlichen Mordopfern. Die einmalige Art der Verwundung weckt den Verdacht, dass ein einzelner Mörder für alle Taten verantwortlich ist. Sobald ein Mord ist gelöst, werden die anderen Morde dem gleichen Täter zugeordnet.

Die CIA-Abteilung für das Device-Hacking (Geräte-Übernahme) „UMBRAGE-Gruppe“ sammelt und pflegt eine beträchtliche Bibliothek von Angriffstechniken, die von Malware ‚gestohlen‘ wurden, die auch in anderen Staaten hergestellt wurde – einschließlich der Russischen Föderation.

Mit UMBRAGE und verwandten Projekten kann die CIA nicht nur die Gesamtzahl ihrer Angriffsarten ausweiten, sondern auch die Täterschaft mit Hilfe der hinterlassenen „Fingerabdrücke“ auf jene Gruppen lenken, von denen die Angriffstechniken gestohlen wurden.

UMBRAGE-Komponenten umfassen Keylogger, Passwort-Sammlung, Webcam-Mitschnitte, Datenvernichtung, Langlebigkeit, Rechteausweitung, Tarnung, Anti-Virus-Vermeidung und Untersuchungsmethoden.

Das ist zweifellos eine der interessantesten und bedeutensten Informationen, die Vault7 bisher ans Tageslicht gefördert hat, denn auf Anhieb kann man hier eine sich geradezu aufdrängende Parallele zu den seit Monaten von den CIA-nahen Medien ventilierten Diffamierungen gegen Russland ziehen.

Wenn die CIA tatsächlich unter dem Cover „russischer Fingerprints“ den DNC-Leak veröffentlicht haben sollte, stellt sich schnell die Frage, ob man Clinton Schaden wollte oder es von vornherein darauf anlegte, den Leak öffentlich zu machen, um Trump und Russland damit anzuschmieren. Denkbar – angesichts der kriminellen Energie der CIA – ist ebenfalls, dass man überhaupt erst im Nachhinein eine russische Spur gelegt hat, wo vorher gar keine war. Das konsequente Verweigern der Veröffentlichung angeblicher Beweise deutet auf Letzteres.

ARD und ZDF schweigen den gesamten Komplex der UMBRAGE-Methoden bis heute tot – obwohl wie gezeigt, schon in der Presseveröffentlichung am Dienstag auf diese Methoden hingewiesen wird. Auch andere transatlantische Mainstreammedien fantasieren lieber darüber, dass die wikileaks-Veröffent­lichungen „Putin freuen“, als dass sie ihre Leser ausführlich über die brisanten Inhalte informieren.

Statt die Öffentlichkeit umfassend über die False-Flag-Waffen der CIA in Kenntnis zu setzen, wie es ihre Aufgabe wäre, versuchen ARD und ZDF in der spärlichen Berichterstattung der abendlichen Haupt„nachrichten“ über das für sie unangenehmen Thema einerseits Mitleid mit den CIA-Tätern zu erwecken und zum anderen ihren eigenen Spin zu setzen, der da lautet: Nicht die CIA ist eine Gefahr für die Demokratie, sondern die Veröffentlichungen von wikileaks!

Das ist insofern wenig überraschend, als dass wir die gleiche Verdrehung von den gleichen Medien bereits kurz nach den Snowden-Leaks vorgesetzt bekamen, die angeblich die Sicherheit der „freien Welt“ gefährden würden.

Wer tatsächlich die „freie Welt“ gefährdet, dürfte hingegen für halbwegs informierte und klar denkende Menschen außer Frage stehen.