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Dass die Medien den öffentlichen Diskurs bestimmen, ist medien­kritischen Benutzern nicht neu. Dennoch ist das Setzen der Themen ein Werkzeug der Manipulation, dessen enorme Macht wir uns niemals gänzlich bewusst sind und selbst wenn wir sie uns für einen Moment vergegenwärtigen, haben wir schon morgen wieder vergessen, wie es uns manipuliert, weil eben diese Medien den Diskurs und unser Denken aufs Neue bestimmen.

Ein Vergleich der Google-Trends (Bild anklicken, zum Vergrößern!) für die Schlagworte „Vault7“ und „Erdogan“ zeigt, in welchem Ausmaß die Medien den Diskurs bestimmen. Aber was ist geopolitisch und auch für deutsche Bürger bedeutsamer, Verfassungsreform in der Türkei oder elektronische Überwachung und Manipulationen durch die CIA?

Ein besonders prägnantes Beispiel sind die aktuellen Enthüllungen von wikileaks über die Cyberwaffen der CIA, mit der dieser halbstaatliche Geheimdienst nahezu sämtliche elektronischen Kommunikationsmittel hacken und für seine weltweiten Überwachungs- und Manipulationsangriffe nutzbar machen kann. Das Ausmaß der medialen Informationsunterdrückung und des angestrengten Herunterkochens im Fall der Vault7-Dokumente, die weit umfangreicher sind als die Snowden-Enthüllungen über die NSA, ist sowohl ein Indikator für die Macht der Mainstreammedien, wie auch für ihre Unterwanderung und Kooperation mit dem US-amerikanischen Geheimdienst.

Dass und wie die CIA mit deutschen Medien operiert, wissen wir nicht erst seit den Enthüllungen des ehemaligen FAZ-Redakteurs Udo Ulfkotte. Schon das allgemeine Totschweigen seines Bestsellers durch die von ihm schwer belasteten Mainstreammedien war nicht nur eine indirekte Bestätigung seiner auch sich selbst belastenden Geständnisse, sondern es zeigte bereits einmal mehr die manipulative Macht der Staats- und Konzernmedien und ihren antidemokratischen Willen, die deutsche Öffentlichkeit vorsätzlich in die Irre zu führen.

Unschwer kann man sich vorstellen, welche Wirkung es auf die Glaubwürdigkeit der MSM gehabt hätte, wenn Ulfkotte mit diesem Thema auf Frontseiten präsent und durch Talkshows getingelt wäre, wie es für Themen typisch ist, die die sogenannten Leitmedien „setzen“ und lenken wollen. Würde man heute Bürger auf der Straße nach der Kooperation von „CIA und Medien“ fragen, würde die Mehrheit der vorsätzlich unwissend gehaltenen Schafe behaupten, es handele sich um eine „Verschwörungstheorie“ und sie würden dabei nicht einmal ahnen, dass auch dieser Begriff von der CIA in die Welt gesetzt wurde, um kritische Fragen zu unterdrücken und die breite Öffentlichkeit dumm und unwissend zu halten.

Bereits gestern zeichnete sich ab, dass Staats- und Konzernmedien das Thema mit allen Mitteln runterkochen und relativieren würden. Die dümmliche Infragestellung der Echtheit der Dokumente in der 19Uhr heute-Sendung des ZDF und das komplette Totschweigen der Veröffentlichung im späteren  heute-journal sind die vielleicht deutlichsten Beweise für den Vorsatz der politischen Desinformation. Es ist kaum anzunehmen, dass das ZDF diese auch für besonders einfältige Zeitgenossen durchschaubare Politik der informellen Verblödung durchhalten kann. Zweifellos arbeiten transatlantische ThinkTanks und Propagandisten hinter den Kulissen längst an einer Strategie und Narrativen, wie sie den weiteren Diskurs, den sie kaum den Alternativmedien, Blogs und Social Media überlassen können, steuern werden.

Um einen weiteren aktuellen Einblick in das Ausmaß der Unterdrückung zu geben, wollen wir das NICHT-Berichten mit einem anderen aussagekräftigen Bild visualisieren. Es handelt sich um die Frontseite des SPIEGEL, des führenden und meistgeklickten deutschen Polit-Magazins, heute Mittag gegen 12 Uhr. Berichte über Vault7 muss man mit der Lupe suchen. Es gibt tatsächlich nur einen einzigen und der erschien nicht etwa im Ressort Politik, sondern in der NETZWELT, direkt neben einem Artikel über dänische Politiker, die auf Russlandreise (sic!) ihre Smartphones zuhause lassen, aus Angst, überwacht zu werden – was für ein Hohn!

Der SPIEGEL ist als führendes Werkzeug für die Manipulation der öffentlichen Meinung in Deutschland, dem wichtigsten Land Europas und Frontstaat gegen den ehemailgen Warschauer Pakt und Russland, selbstverständlich ganz oben auf der Zielliste der CIA. Nur der von Privatleuten gegründete US-Geheimdienst selbst weiß, wie viele der sogenannten „Journalisten“ des SPIEGEL direkt oder indirekt auf seiner Gehaltsliste stehen, wie viele gelegentlich mit der CIA oder einer ihrer ungezählten offenen oder getarnten Filialen, wissentlich oder unwissentlich kooperieren und wie viele, die nicht kooperieren, komplett überwacht, gescannt und bei Zeiten angeworben, gekauft oder erpresst werden.

Gleiches gilt für „Journalisten“ von ARD und ZDF. Je höher auf der Leiter, je größer ihr Einfluss in geopolitischen und wirtschaftlichen Themen, desto größer Interesse und Wahrscheinlichkeit, dass die CIA Personen direkt angeworben oder mit subtileren Methoden korrumpierende Kontakte geknüpft hat. Wenn der ehemalige CIA-Mann Robert Baer darlegt, in welchem Ausmaß im zerfallenen Jugoslawien Politiker und Journalisten gekauft wurden, kann man das spielend auf deutsche Verhältnisse – einem ungleich wichtigeren Land Europas – übertragen.

Zu welch grotesken Hirnverrenkungen ARD-Journalisten in der Lage sind, wenn sie vielleicht doch ein bisschen Zweifel an der nur von Narren bestreitbaren Authentizität der Dokumente säen wollen, zeigt Washington-Korrespondentin Sabrina Fritz auf der Webseite der tagesschau.

Wenn Reuters berichtet, „Bei der CIA schäumen sie vor Wut“, dann sollte das halbwegs klar denkenden Menschen ausreichend Beweis sein, dass die Dokumente nicht von russischen Trollen oder Geheimdienstlern in Heimarbeit gedrechselt wurden.

Russland könnte hingegen ein weiterer guter Grund für das kollektive Schweigen und Herunterkochen der unangenehmen Leaks sein, denn diese beweisen, dass der US-Geheimdienst Methoden sammelt und benutzt, mit denen Datenhacks russischen Hackergruppen untergeschoben werden können und exakt das war wohl auch der Fall bei den DNC-Leaks, die man mit angeblichen Fingerprints russischer Hacker Moskau anlasten wollte. Auf dieser Geheimdienstoperation basieren tausende Stunden Medienpropaganda, die einen „russischen Einfluss“ auf die US-Wahl in die Welt gelogen hatten. Dass die NSA sich weigerte, die Datenspuren des DNC-Leaks offenzulegen, bedeutet sehr wahrscheinlich nichts anderes, als dass diese untrüglichen Spuren zu den „Kollegen“ von der CIA führten.

The CIA’s Remote Devices Branch’s UMBRAGE group collects and maintains a substantial library of attack techniques „stolen“ from malware produced in other states including the Russian Federation. With UMBRAGE and related projects the CIA cannot only increase its total number of attack types but also misdirect attribution by leaving behind the „fingerprints“ of the groups that the attack techniques were stolen from.

Die UMBRAGE-Gruppe der CIA’s Remote Devices Branch sammelt und unterhält eine umfangreiche Bibliothek von Angriffstechniken, die aus Malware, die in anderen Staaten, einschließlich der Russischen Föderation, produziert wurde, „gestohlen“ wurden. Mit UMBRAGE und verwandten Projekten kann die CIA nicht nur die Gesamtzahl der Angriffstypen erhöhen, sondern auch die Zuordnung falsch verteilen, indem sie die „Fingerabdrücke“ der Gruppen hinterlässt, aus denen die Angriffstechniken gestohlen wurden. (Übersetzung: konjunktion.info)

Als besonders dreist – in der Frage des Herunterkochens der neuesten wikileaks-Enthüllungen – kann man den Artikel des transatlantischen Propagandisten Christoph von Marshall im Tagesspiegel ansehen. Der konstatiert lapidar: „Die Öffentlichkeit findet andere Themen wichtiger“ und vor dem geistigen Auge sieht man einen ertappten Dieb davonschleichen, der „Nichts passiert, gehen Sie weiter“ in die Menge murmelt…