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ard_logoDie hysterische Kampagne einer gleichgeschalteten Mainstream­meute um den mutmaßlichen Terrorunterstützer Deniz Yücel, der sich in der Türkei wegen durchaus schwerwiegender Vorwürfe vor einem ordentlichen Gericht verantworten muss, entlarvt die alles andere als „freie“ deutsche Presse gleich in mehrfacher Hinsicht.

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Sie entlarvt ihre Doppelmoral, Heuchelei, Menschenverachtung, Bigotterie und vor allem die eigene Berufsauffassung als politische Agitatoren und Propagandisten, die sich selbst – trotz oder gerade wegen erwiesener Verblödung – für „Elite“ halten, die Demokratie verachten und Recht und Moral nur dann im Mund führen, wenn es darum geht, humanistische Werte für Hetze, Krieg und „Regime Change“ zu missbrauchen.

Um sich die Absurdität der Kampagne vor Augen zu führen, muss man nur an die simplen Fakten erinnern: dass Yücel nämlich in einem Gefängnis in der Türkei sitzt und nicht vom IS oder US in eine unbekannte Black Site entführt wurde und dort gefoltert wird.

Gibt man auf tagesschau.de den Suchbegriff „Yücel“ ein, bekommt man auf Anhieb mehr Beiträge aus den letzten zwei Tagen vorgesetzt, als der Staatssender jemals über Abu Ghreib, Julian Assange oder Chelsea Manning produziert hat. Wenn es sich auch nur bei 1% der Suchergebnisse um relevante Fakten handelt, wäre das hochgegegriffen. 99% sind pure Stimmungsmache und politische Agitation. Wer die Fakten wissen möchte, die Anschuldigungen der türkischen Behörden im Wortlaut beispielsweise oder die inkriminierten Passagen seiner Artikel in der WELT, der muss selbst zum Journalisten werden und zeitaufwändig recherchieren.

Die Bigotterie und Verlogenheit dieser Journaille entlarven sich besonders dann, wenn man sich die Unverschämtheit der Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei vergegenwärtigt. Die gleichen Schreihälse, die sich bis heute immer wieder lauthals über vermeintliche Einmischung und Destabilisierungsversuche russischer Medien im „Fall Lisa“ empören, agitieren heute in schamlosester Weise gegen die Türkei, werfen ihr Autokratie und Unrechtsstaatlichkeit vor.

Die ganze Doppelmoral und komplette Unfähigkeit zur Selbstreflektion kommt aber erst dann ins richtige Licht, wenn man sich klar macht, dass russische Medien und Politik sich für ein minderjähriges OPFER einsetzten, von dem man zu diesem Zeitpunkt annehmen musste, dass es von Kriminellen entführt und sexuell missbraucht wurde. Deutsche Medien und Politik setzen sich hingegen einmal mehr für einen Angeklagten und damit für einen mutmaßlichen TÄTER ein. Einmal mehr deshalb, weil es eine Parallele zum Fall Marco Weiss gibt. Auch er saß als Verdächtiger, der sich sexuell an einer Minderjährigen vergriffen hatte, in türkischer Haft und deutsche Medien und Politik starteten eine Diffamierungskampagne gegen den türkischen Rechtsstaat und zugunsten eines später wegen sexuellen Missbrauchs verurteilten Täters.

Im Fall Yücel wird sich erneut lauthals und schamlos in die inneren Angelegenheiten der Türkei eingemischt. Auch in diesem Fall wird die Türkei erneut als Unrechtsstaat diffamiert, bevor der Prozess überhaupt begonnen hat. Auch hier ist die Doppelmoral atemberaubend, denn Terrorpropaganda ist auch in Deutschland strafbar, lediglich die Ansichten darüber, wer die Terroristen sind und wie die Propaganda konkret ausgesehen haben soll, dürfte sich im Detail und vor allem nach politischen Kriterien unterscheiden.

Die vielleicht unverschämteste Agitation kommt von einer ARD-Staatspropagandistin aus dem Hauptstadtstudio. Christina Nagel ruft in einem Beitrag, der gestern über den Hörfunk ausgestrahlt und im Internet veröffentlicht wurde, ganz unverblümt zu Demonstrationen gegen die Türkei auf und offenbart damit das Selbstverständnis dieser falschen „Journalisten“:

Was die Bundesregierung nicht tun kann, können aber WIR. Wir können auf die Straße gehen und zeigen, dass es reicht. Dass es uns nicht egal ist, was in der Türkei passiert. Mit Yücel, aber auch mit seinen über 150 türkischen Kollegen. Mit der Meinungs- und  Pressefreiheit. Mit der Demokratie.

wdr_nagel_yuecel640Der gesamte Beitrag strotzt nur so vor Selbstentlarvung. Das beginnt mit dem Gemeinmachen mit der deutschen Regierung, den Eigentumsansprüchen an „Demokratie“, „Rechtsstaat“ und „Pressefreiheit“ und gipfelt in einem unverhohlenen Aufruf zur Demonstration gegen die Türkei. Mit Journalismus hat das so offenkundig nichts zu tun, dass man schon deshalb annehmen kann, dass auch Yücel – selbst in erster Linie ein politischer Aktivist – nicht ohne Grund im Gefängnis sitzt, denn Yücel und Nagel sind Fallobst vom selben Baum einer gleichgeschalteten Propaganda, die in ihrem Größenwahn nicht aufklären, sondern selbst Politik machen möchte.