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ecpEs ist eine Meldung, deren Bedeutung sich vielleicht erst auf den zweiten Blick erschließt: Laut einer aktuellen, landesweit und seriös durchgeführten Umfrage in den USA halten die Bürger Präsident Trump mehrheitlich für ehrlicher als die Nachrichtenmedien.

trump_oreillyDas ist deshalb interessant, weil wieder einmal deutlich wird, mit welchem Kampagnenjournalismus die Lügenpresse auch in Deutschland ein Zerrbild zeichnet, das dazu führt, dass die deutschen Bürger in einer Blase aus Desinformation und Dummheit gehalten werden, in der sie aktuelle politische Entwicklungen gar nicht verstehen können.

Es vergeht hierzulande kaum ein Tag, an dem nicht irgendeine Meldung über den neuen US-Präsidenten skandalisiert wird. Aktuell ist es ein Tweet im Zusammenhang mit seiner Tochter, an dem sich intellektuell zumeist unterbelichtete und dafür umso stärker ideologisch motivierte „Journalisten“ aufhängen, um für ihre Auftraggeber (Staat oder Konzerne) „Nachrichten“ und Empörung zu generieren. In der Regel handelt es sich dabei um selbstreferenzielles Aufbauschen von Nichtigkeiten, bei denen die Lügenpresse sich selbst und ihre Meinungsblase als „Beweis“ präsentiert („Beobachter sagen“, „Medien berichten“, „Experten meinen“).

Auch ARD und ZDF servieren der Öffentlichkeit die Fortsetzung eines Schmierenjournalismus, der bereits im Vorfeld der US-Wahl dazu führte, dass deutsche Bürger und Politik von der Wahl Trumps komplett überrascht wurden.

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Am Abend vor der US-Wahl präsentiert ARD-Witzfigur Schönenborn Umfrageergebnisse und Prognosen, die auf der eigenen Desinformation und Propaganda beruhten. Es kam dann bekanntlich alles anders.

Diese Anti-Trump-Propaganda setzt sich nahtlos fort, indem nun Dekrete des Präsidenten, die der pseudoliberalen Ideologie der Staatssender widersprechen, skandalisiert werden, während andere Dekrete (beispielsweise gegen Lobbyismus) quasi komplett totgeschwiegen werden. Pseudoliberal heißt, dass wir es mit einer Verlogenheit zu tun haben, die den Einreisestopp aus einer Reihe muslimisch geprägter Staaten skandalisiert, während man Kriege und Terror, die die Obama-Clinton-Administration in diese Ländern hineinbrachte, jahrelang als „Befreiung“ propagiert hat.

Wir werden also nach wie vor in der Lügenpresse mit einem politischen Zerrbild der USA konfrontiert, das sich auch in der aktuellen Umfrage widerspiegelt, nach der die US-Bürger ihren neuen Präsidenten für ehrlicher halten als jene Nachrichtenmedien, von denen die deutschen Mainstreammedien in weiten Teilen ein nicht minder primitiver Abklatsch sind.

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ecp_poll_trumpEin durchaus signifikanter Unter­schied: Während nur 39% der US-Bürger die Nach­richten­medien für ehrlich halten – immer noch ein erschreckend hoher Wert – sind es immerhin 49% die – trotz der Medienkampagne gegen ihn – Donald Trump für ehrlich halten. Dass die Ergebnisse sich stark unter­scheiden, je nachdem ob Republi­kaner oder Demo­kraten befragt wurden, versteht sich zwar von selbst, ist aber auch ein Indi­kator für die politi­sche Ausrich­tung der Medien, denn abseits jeder Ideo­logie würden seriöse Medien, die unpartei­lich, umfas­send und objek­tiv berichten, über die Partei­grenzen hinweg auch als solche von der Mehr­heit der Bürger erkannt und mit Ver­trauen honoriert.

In Deutschland würde das Ergebnis einer solchen Umfrage zweifellos ganz anders ausfallen, was schlicht und einfach daran liegt, dass es hierzulande kaum Medien gibt, die ansatzweise ausgewogen oder gar für Donald Trump berichten.