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spon_logoDie meisten Leser dieses kleinen Blogs – und viele andere medienkritische Beobachter – haben längst verstanden, dass der SPIEGEL und andere deutsche „Leitmedien“ mit echtem Journalismus so wenig zu tun haben, wie ein VW-Prospekt mit Verbraucherinformationen.

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Ein aktuelles Beispiel zeigt besonders prägnant und damit für jedermann verständlich den Unterschied zwischen der Agitation und Propaganda des sogenannten „ehemaligen Nachrichtenmagazins“, das niemals ein Nachrichtenmagazin war, und echtem Journalismus, der das Ziel hat, die Bürger über politische Machenschaften und deren Hintergründe aufzuklären.

Der SPIEGEL war und ist ein Propagandablatt mit engsten Geheimdienst­verbindungen, politischer Agenda, keinerlei Moral oder Werten und schmieriger Nähe zur deutschen Wirtschaft, von deren Werbeeinnahmen man sich seit Jahrzehnten derart aushalten lässt, dass es niemanden wirklich wundern darf, dass der Abgasskandal in den USA aufgedeckt wurde und eben nicht in Deutschland.

Die Agitation und Desinformation des SPIEGEL gegen Russland und für den Imperialismus und Militarismus der USA haben eine lange Tradition und sind nicht erst seit dem von massiver Propaganda begleiteten Putsch in der Ukraine allgemein bekannt und berüchtigt. Namen einschlägiger Hetzer wie Neef, Bidder oder Hebel lösen bei Menschen, die echten Journalismus zu schätzen wissen, geradezu körperlichen Ekel aus.

Wer heutzutage noch auf Spiegel Online geht und die Seite herunterscrollt wird zu 90% mit politischer Propaganda, Kriegsberichterstattung auf dem Niveau der Deutschen Wochenschau, Meinungsmache und Produktempfehlungen konfrontiert. Es ist intellektueller Junkfood, gewürzt mit Prominews und Gossip, Lebensberatung für Vollpfosten und dem unabdingbaren Sport – gerne American Football oder Basketball.

Im aktuellen Fallbeispiel, das nicht nur die politische Agenda, sondern auch die Auffassung des Spiegel darüber, was man für Journalismus hält, so prägnant vor Augen führt, geht es einmal mehr um die von westlichen Geheimdiensten herbeifantasierten Einmischungen Russlands in westliche Wahlen.

spiegel_propaganda_eu_russland_s884Das Beispiel zeigt nicht nur, wie verlogen, intellektuell beschränkt und korrupt Autor Markus Becker ganz offenkundig ist, sondern es beweist vor allem, dass der Spiegel nicht einmal mehr versucht, den Anspruch vorzutäuschen, Journalismus zu betreiben. Wer sich den Artikel durchliest erkennt auf den ersten Blick, dass hier einem willigen Zeilengigolo etwas in die Mailbox diktiert wurde, was dieser dann mit einigen Ausschmückungen als „Journalismus“ verkauft.

Das gesamte Machwerk besteht aus Behauptungen ohne den geringsten Nachweis. Es beruht auf ungenannten Quellen, unbelegten Gerüchten von Geheimdiensten und Regierungsorganisationen, deren Ziel es ist, Propaganda über angebliche russische Propaganda zu verbreiten. Der Artikel ist so lachhaft absurd und primitiv, dass die Tatsache, dass es der Westen ist, der sich seit Jahrzehnten in fremde Länder einmischt, Regierungen stürzt, Politiker kauft oder ermordet und zuletzt in der Ukraine mit Millarden Dollars und Euros einen gewaltsamen Putsch gegen eine demokratisch gewählte Regierung organisiert hat, schon angesichts der vordergründigen Doofheit geradezu in den Hintergrund tritt.

Um diesen Propagandamüll zu kontrastieren haben wir ein schönes Beispiel von TELEPOLIS, wo Marcus Klöckner zeigt, was richtiger Journalismus ist. In seinem Artikel „Unabhängige Medien“ und Medienvertreter im Dienste des „Strategischen Kommunikationsteams Ost“ hat Klöckner schon im Oktober 2015 die Hintergründe der Organisation recherchiert, deren Verlautbarungen der SPIEGEL jetzt als „Journalismus“ verkaufen möchte.

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Mitmischen im Informationskrieg: Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke verdeutlicht: Dem Auswärtigen Dienst und dem „militärischen Arm der EU“, wie es in einer Pressemitteilung der Linken heißt, untersteht eine „Russland Taskforce“, die als „Strategisches Kommunikationsteam Ost“ „positive Narrative und Kommunikationsprodukte“ entwickeln soll – auf Russisch, um in osteuropäischen Staaten die Sichtweise der EU zu vertreten.

Die Informationen, die von staatlichen russischen Medien kommen, werden als „Desinformationsaktivitäten“ und „Fehlinformationen“ betrachtet. Die Arbeitsgruppe setzt gezielt auf den Kontakt mit Journalisten und Medienvertretern, möglicherweise auch zu Journalistenverbänden. (Telepolis)

Der TELEPOLIS-Artikel erläutert also die Hintergründe eben jener Organisation, deren Name „Strategisches Kommunikationsteam Ost“ alles andere als zufällig an „Fremde Heere Ost“ erinnert und deren Propaganda der SPIEGEL seinen Lesern als Journalismus andrehen möchte. Mehr noch: TELEPOLIS kündigt diesen strategisch lancierten und substanzlosen Informationsmüll, den der SPIEGEL heute ohne jede journalistische Einordnung veröffentlicht, schon vor fast eineinhalb Jahren an!

Kann man den Unterschied zwischen Journalismus und Propaganda noch deutlicher aufzeigen? Zumindest ist nicht ausgeschlossen, dass der SPIEGEL tatsächlich noch dümmer kann.

Nachtrag:

Es wundert wohl niemanden, dass die ARD heute quasi die gleiche Regierungspropaganda verbreitet wie der SPIEGEL.

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Auch Kai Küstner ist kein Journalist, der schon mal irgendetwas von öffentlicher Bedeutung oder womöglich sogar Regierungskritisches selbst recherchiert hätte, sondern ein Strichjunge und Pressesprecher, der unter dem Deckmantel des Journalismus öffentlich macht, was die Regierung veröffentlicht sehen möchte.

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