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ard_logoIn ihrem Kampf um die Meinungshoheit und im Bestreben, das Denken der Öffentlichkeit im Sinne der Regierung zu manipulieren, greifen „Journalisten“ der Mainstreammedien – vorneweg ARD und ZDF – immer wieder zu dem Argument, dass jene, die sich Abseits der „Leitmedien“ informierten, in Filterblasen leben würden.

Das ist zwar nicht grundsätzlich falsch, denn nur eine Minderheit der Bürger informiert sich breit gestreut und aus unterschiedlichsten Quellen, aber die Protagonisten des staatstragenden Mainstreams blenden gleichzeitig die Tatsache aus, dass sie selbst in einer Filterblase leben, die sie sich aus Opportunismus und ideologischer Verblendung selbst konstruieren.

Beispiele für diese selbst kontruierte Filterblase sind Legion. Man kann sie gar nicht alle aufzählen. Allein die pauschale Dämonisierung russischer Medien und der von ihnen veröffentlichten Informationen als „Propaganda“, das komplette Ausblenden staatlicher syrischer Informationsquellen oder auch die lächerliche Kampagne zugunsten Hillary Clintons, die damit endete, dass es für jene, die den deutschen Staatsmedien Glaubwürdigkeit schenkten, am Tag der US-Wahl eine deftige Überraschung erlebten, sind nur einige aktuelle Beweise für die Blase, in der die Staatsjournalisten und ihre Gläubigen leben.

Ein weiteres, besonders prägnantes, aktuelles Beispiel aus dem WDR verdeutlicht zum einen den Vorsatz, mit dem genehme Informationen ausgewählt und in die Mainstreamblase hineingedrückt werden, während man unangenehme Informationen kurzerhand unterdrückt und aus der Blase heraushält. Zum anderen werden in diesem Beispiel die Folgen deutlich, die mit dieser gezielten Desinformation einhergehen.

Das Besondere an diesem Beispiel – und damit der Grund, warum wir es hier präsentieren – ist erstens, dass es sich bei den beiden im Folgenden präsentierten Informationen um Meldungen aus ein und derselben Quelle handelt. Die sogenannten Journalisten der ARD können also nicht behaupten, wir haben das nicht berichtet, weil es sich um „Propaganda“ handelt. Zweitens ist die gesellschaftliche Bedeutung der unterdrückten Information weit höher, als die Bedeutung der von der ARD ausgewählten und in den Nachrichten präsentierten Meldung. An diesem Beispiel wird für jedermann offensichtlich, dass die ARD (hier der WDR) einmal mehr eine der Regierung dienliche Nachricht verbreitet und eine für die Regierung unbequeme Nachricht unterdrückt.

WDR-aktuell 11.01.2017 14.00 Uhr

Stefan Fries: „Ein Bericht des Weltwirtschaftsforums sieht fünf große Risiken für die Welt. Laut dem neuen Weltrisikobericht beurteilen 750 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft unter anderem den Aufstieg von Populisten als Gefahr. Stefanie Pieper WDR London.“

Stefanie Pieper: „Das Votum für den Brexit, sowie die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hätten gezeigt, wie unzufrieden große Teile der Bevölkerung in westlichen Demokratien mit dem Status Quo seien. Daran ist den Autoren zufolge jedoch nicht die Globalisierung an sich schuld, sondern der Umgang insbesondere mit technologischen Veränderungen und ihren Folgen. Als besonders problematisch schätzten es die Befragten ein, dass es eine Rückbesinnung auf das Nationale gebe. Sie fordern stattdessen ein Mehr an internationaler Kooperation um den Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Das Pariser Kliamabkommen sei ein Beispiel dafür, was die Staatengemeinschaft vereint erreichen könne.“

Zunächst einmal fehlt hier natürlich eine kurze Erklärung dazu, wer oder was denn das „Weltwirtschaftsforum“ eigentlich ist, damit die Zuhörer die Quelle richtig einordnen können. Der hochtrabende Name suggeriert, dass es sich um eine Organisation der Vereinten Nationen oder ähnliches handelt. Tatsächlich ist das selbsternannte Weltwirtschaftsforum eine private Veranstaltung, eine von Klaus Schwab gegründete Stiftung, in der sich die globalen wirtschaftlichen Eliten informell vernetzen, organisieren und unter anderem bei den jährlichen Treffen in Davos mit Regierungsvertretern kurzschließen. Das diesjährige Treffen beginnt morgen und endet am Freitag. Wer sich für den kompletten Bericht interessiert, kann sich hier das PDF herunterladen.

Warum der WDR (und andere Staatssender, wie die direkt vom Kanzleramt finanzierte Deutsche Welle) diese Information in den stündlichen Nachrichten als Meldung verbreitet, liegt auf der Hand: Hier hat man eine scheinbar seriöse Quelle (man muss nur gezielt deren Hintergründe verschweigen) die genau das sagt, was auf Regierungslinie liegt: „Populisten sind eine Bedrohung (für die ‚Demokratie‘)“ . Das ist die Botschaft, die der WDR in die öffentlich-rechtliche Filterblase hineindrücken möchte.

Jetzt kommen wir zu einer anderen Information aus der gleichen Quelle. Diese Information wurde von den Staatssendern nicht als Nachricht verbreitet und die Gründe liegen auch in diesem Fall auf der Hand.

Zwei Tage nach dem „Global Risks Report 2017“ veröffentlichte das Weltwirtschaftsforum die Ergebnisse (Backup) eine großen, weltweiten Umfrage des IPSOS-Instituts, in der tausende Bürger in vielen Ländern gefragt wurden, ob ihre Regierung politisch auf dem richtigen Weg sei. Die Ergebnisse waren ein Schlag ins Gesicht Deutschlands und der USA und eine Bestätigung der russischen Bürger für ihre Regierung in Moskau.

Welche Länder sind aus Sicht ihrer Bürger auf dem richtigen Weg?

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Während eine Mehrheit von 58% der Russen ihre Regierung auf dem richtigen Kurs sieht, sehen 65% der US-Amerikaner und sogar 68% der Deutschen ihre Regierungen auf einem falschen Weg.

Aus diesen zwei Informationen des Weltwirtschaftsforums lassen sich also gleich mehrere Schlüsse über die sogenannte „Demokratie“ in Deutschland und über die Staatsmedien ziehen. Dass eine große Mehrheit die deutsche Politik auf dem falschen Weg sieht, zeigt gnadenlos auf, dass diese Regierung keine Politik im Sinne der Mehrheit der Bürger macht und insofern schwerlich als demokratisch oder „dem Volk verpflichtet“ bezeichnet werden kann.

Die Mainstreammedien ihrerseits tun als Staatsmedien alles, um die Regierung auf ihrem Kurs gegen den Willen der Bevölkerung zu bestärken und die Politik gegen den Willen der Mehrheit durchzusetzen. Wer der Regierung widerspricht wird als „Populist“ gebrandmarkt und damit in einer Pervertierung der Realität geradezu als Feind der „Demokratie“ hingestellt.  Diese Staatsmedien gehen regelmäßig so weit, dass sie ganz gezielt wichtige Informationen – selbst wenn sie aus der gleichen Quelle kommen – unterdrücken, wenn diese Informationen der eigenen Filterblase und damit den Interessen der Regierung zuwiderlaufen.