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ard_logoWenn die Staatssender, die eigentlich zu objektiver, ausgewogener und unparteilicher Berichterstattung verpflichtet sind, den Bürgern eine Meinung eintrichtern wollen, dann gibt es dafür eine ganze Palette von Methoden. Eine subtile und täglich angewandte Masche ist das plakative in den Fokus bringen der Ansichten ungenannter „Experten“, „Kritiker“ oder „Beobachter“.

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Auch wenn diese „Experten“, „Kritiker“ oder „Beobachter“ prinzipiell namentlich ungenannt bleiben, was die ARD davon entbindet, sich kritischen Fragen darüber stellen zu müssen, was denn die Ansicht dieser anonymen Quellen so bedeutsam macht, dass sie Eingang in die Nachrichten findet, haben die Ansichten dieser „Experten“, „Kritiker“ oder „Beobachter“ – auch wenn es um die unterschiedlichsten Themen geht – immer eines gemeinsam…

sie sind staatstragend. Wenn Thorsten Schröder am Samstag Abend in der tagesschau um 20.00 Uhr den Tod des Journalisten, Buchautors und Publizisten Udo Ulfkotte meldet, dann ist jedes Wort sorgfältig gewählt.

ARD 14.01.2016 tagesschau 20.00 Uhr

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„Kritiker sehen viele seiner Thesen als Verschwörungstheorie an“

Neben seinen Warnungen vor einer „Islamisierung“ Deutschlands oder Europas ist Udo Ulfkotte einem größeren Publikum vor allem durch seinen Bestseller „Gekaufte Journalisten“ bekannt, in welchem er einen tiefen Einblick in die Kooperation deutscher Mainstreamjournalisten mit Geheimdiensten gibt, die so manchen Artikel in den deutschen Leitmedien verfasst haben, der dann unter dem Namen und Nimbus vermeintlich unabhängiger Journalisten veröffentlicht wurde.

ulfkotte_gekaufte_journalisten„Gekaufte Journalisten“ zählt deshalb zu jenen Büchern, die für das wahre Verständnis über die Funktion des deutschen Staates unabdingbar sind. Dass es von eben jenen Mainstreammedien, deren systematische Unterwanderung und politische Steuerung Ulfkotte offengelegt hat – darunter ARD und ZDF – weitestgehend totgeschwiegen wurde, um einen Diskurs über diese verdeckte Macht­maschine zu unterbinden, liegt in der Natur der Sache, denn die Bürger sollen ja glauben, die deutschen „Leitmedien“ seien unabhängig und irgendwie „objektiv“.

Die tagesschau sah sich also genötigt – wenn sie doch „Gekaufte Journalisten“ in der Meldung über den Tod Ulfkottes nicht gänzlich totschweigen konnte – den Zuschauern zumindest mitzugeben, was sie über Ulfkotte denken sollen und für solche Fälle hat man die Zauberbox mit den ungenannten „Experten“, „Kritikern“ oder „Beobachtern“, die man jederzeit aufmachen, eine Meinung herausholen und dann wieder schließen kann.

Im Falle Ulfkottes ist „Verschwörungstheorie“ die staatlich abgesegnete Grabbeigabe, mit der der in den letzten Jahren unbequem gewordene Journalist von der ARD beerdigt werden sollte. Diese Diffamierung ist in doppelter Hinsicht obszön, denn zum einen stammt der Propagandaknüppel „Verschwörungs­theorie“ (conspiracy theory) historisch aus dem Arsenal der CIA und hat den Zweck, unliebsame Fragen und Fragensteller in die Unglaubwürdigkeit oder gar Psychiatrisierung zu prügeln. Zum anderen benutzte die tagesschau ausgerechnet jene CIA- und systemnahen „Journalisten“, die Ulfkotte mit seinem Buch und darauf folgenden Interviews enttarnt hatte, um ihm diesen letzten Gruß noch in anonymisierter Form und mit dem positiv besetzten Label der vermeintlichen „Kritiker“ zu verabreichen.

Darüberhinaus muss sich die tagesschau fragen lassen, mit welcher Berechtigung die Minderheitenansicht einer handvoll „Kritiker“ in der Nachricht über den Tod Ulfkottes Erwähnung findet, während man die positive und anerkennende Meinung hunderttausender Leser schlicht und einfach unterdrückt. Die Antwort auf diese Frage verweist wiederum auf das unsägliche System elitärer und regierungsnaher Meinungsmache, das darauf beruht, dass eine Clique medialer Cheerleader das Denken der deutschen Öffentlichkeit steuert oder steuern will, anstatt objektiv und umfassend zu informieren, damit sich die Bürger anschließend selbst eine Meinung bilden können.

Die Zauberbox „Experten“, „Kritiker“ und „Beobachter“  verschwand nach der gestrigen tagesschau zwar wieder im Medikamentenschrank der ARD, sie wird aber zweifellos schon bald wieder hervorgekramt werden. Immer dann, wenn der Staatssender den Bürgern – gerne entgegen erwiesener Fakten – einimpfen will, was sie denken oder glauben sollen, wenn man keine seriösen Belege für die eigene Propaganda hat oder wenn man echte staats- und gesellschafts­kritische Köpfe diffamieren will ohne sich selbst allzuweit aus dem Fenster zu lehnen, dann sind diese anonymen Globuli das Mittel der Wahl – vor allem für jene, die daran glauben.