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Wie wichtig Aufdeckung und Dokumentation der Propaganda von ARD, DLF und ZDF sind, lässt sich an einem weiteren hanebüchenen Beispiel festmachen, das die Verlogenheit, Hofberichterstattung und systematische Meinungsmache der GEZ-finanzierten Regierungssender ARD, DLF und ZDF offenbart.

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Die Devise der Propaganda: verschweigen, verharmlosen oder rechtfertigen, was für die Regierung unangenehm ist und in den Fokus bringen, huldigen und kritiklos feiern, was die Regierungsagenda bedient. Diese beiden von Noam Chomsky formulierten Leitplanken der Propaganda sehen wir tagtäglich in den „öffentlich-rechtlichen“ Anstalten und werden auch noch gezwungen, politische Desinformation, Meinungsmache und Verdummung zu bezahlen.

Nicht einmal zwei Wochen ist es her, dass wir hier gezeigt haben, wie ARD und ZDF eine vier-tägige Tournee der sogenannten „Verteidigungs“-ministerin Ursula von der Leyen bei arabischen Despoten systematisch in allen Nachrichtensendungen totgeschwiegen haben. Kein Wort zur Visite bei den Terrorfinanziers in Saudi-Arabien, dem besetzten Bahrain und dem Königreich Jordanien. Die Zuschauer von „tagesschau“, „tagesthemen“, „heute“ und „heute-journal“ sollen von den Geschäften und militärischen Kooperationen der Regierung mit arabischen Regimes nichts erfahren, während die gleiche Bundesregierung wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängt.

Diese verbrecherische und verstörende Politk ist Bürgern mit gesundem Menschenverstand nicht zu erklären. Die Propagandisten der Regierungssender ziehen sich regelmäßig auf das von der Regierung vorgegebene Wording von den „verlässlichen Partnern in der Region“ zurück und offenbaren damit nicht nur ihre eigene „journalistische“ Berufsauffassung, sondern auch die wahre Bedeutung „westlicher Werte“.

Ein Überblick aller Meldungen auf tagesschau.de zu den Besuchen in Saudi-Arabien und Afghanistan zeigt das quantitative Ausmaß der vorsätzlichen Desinformation durch die Informationsverbrecher der ARD:

Saudi-Arabien-Besuch:

Afghanistan-Besuch:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Erinnerung: Die Tour durch die arabischen Staaten dauerte vier Tage, während der Promo-Besuch bei der Bundeswehr in Afghanistan eine Sache weniger Stunden war. Schon quantitativ wird die Welt hier also komplett auf den Kopf gestellt. Dabei handelt es sich in der Gegenüberstellung nur um die Meldungen im Web. In den sogenannten „Nachrichtensendungen“ wurde die Despoten-Tournee mitsamt militärischer Geschäftemacherei Anfang Dezember komplett totgeschwiegen, während gestern in allen Sendungen mit einheitlichem Wording über den „traditionellen Besuch bei der Truppe“ in Afghanistan „berichtet“ wurde.

ZDF 22.12.2016 heute

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Petra Gerster: „Kurz vor Weihnachten hat Verteidigungsministerin von der Leyen traditionsgemäß die deutschen Soldaten in Afghanistan besucht. Dabei rief sie auch mit Blick auf den Anschlag in Berlin dazu auf, den Terror entschlossen zu bekämpfen. Von der Leyen warnte vor einem zu schnellen Abzug aus Afghanistan. Es sei ein langer Atem notwendig. Bei dem Besuch auf dem Avventsmarkt im Camp Marmal sprach die Ministerin mit den Soldaten und ließ sich mit ihnen fotografieren.“

ARD 22.12.2016 tagesschau

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Linda Zervakis:  Verteidigungsministerin von der Leyen hat die deutschen Truppen in Afghanistan besucht. Im Feldlager Masar-i-Scharif rief sie zu einem entschlossenen Kampf gegen den Terror auf. In Afghanistan sei ein langer Atem notwendig. Die Bundeswehr ist seit 15 Jahren am Hindukusch im Einsatz; heute im Rahmen einer Ausbildungs- und Beratermission. Im November war ein schwerer Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif verübt worden.“

Die Propagandisten der tagesschau verwenden hier ganz gezielt den Anschlag auf das Generalkonsulat, um mit diesem Terror den Einsatz der Bundeswehr im Land zu rechtfertigen. Dass der Anschlag auf das Konsulat nur ein direkte Antwort der Taliban auf ein Massaker an Zivilisten -darunter viele kinder – durch die US-Armee wenige Tage zuvor war, wird vorsätzlich verschwiegen, denn es würde den Zuschauern verdeutlichen, von wem die Gewalt im Land ausgeht und wer dort den Boden für Terrorismus bereitet.

ZDF 22.12.2016 heute-journal

Heinz Wolff: „Verteidigungsministerin von der Leyen hat die deutschen Soldaten in Afghanistan besucht. Im Feldlager Masar-i-Scharif im Norden dankte sie den rund 800 dort stationierten Bundeswehrsoldaten kurz vor Weinachten für ihre Arbeit. Sie stünden dafür ein, dass man sich gegen diejenigen wehre, die Menschen terrorisierten, so von der Leyen. Gleichzeitig warnte sie vor einem zu schnellen Abzug aus Afghanistan.“

ARD 22.12.2016 tagesthemen

Linda Zervakis:  „Im Feldlager Masar-i-Scharif rief Verteidigungsministerin von der Leyen zu einem entschlossenen Kampf gegen den Terror auf. Frieden und Freiheit seien nicht selbstverständlich, so die Ministerin. Sie warnte erneut vor einem zu schnellen Abzug aus Afghanistan. Hier sei ein langer Atem nötig. Die Bundeswehr ist in dem Land seit 15 Jahren im Einsatz.“

Vor dem „entschlossenen Kampf gegen den Terror“, den die Bundeswehr entgegen ihrem verfassungsgemäßen Auftrag in einem Land führt, wo sie nichts verloren hat, gab es weltweit vielleicht einige Hundert islamistische Dschihadisten, einige Tausend Sympathisanten und schlimmstenfalls einige Dutzend Terroristen. Heute sind es Zigtausende, die infolge westlicher Kriege und Verbrechen im nahen und mittleren Osten bereit sind, zur Waffe zu greifen oder den westlichen Krieg mittels Terror in die Heimatländer zu tragen und Hunderttausende, die mit ihnen sympathisieren.

Dazu Michael Lüders:

Die Antwort liegt nicht in der Religion, sondern in Kriegen und Zerstörung staatlicher Strukturen.

Diese Kriege mit Millionen Toten, Versehrten, Vertriebenen und Radikalisierten waren nur mit jener westlichen Propaganda möglich, wie sie und bis heute in ARD und ZDF vorgesetzt wird.