Schlagwörter
Assad, Demokratie, Desinformation, Kriegshetze, Kriegspropaganda, Lügen, Obama, Propaganda, Putin, Russland, Syrien, Türkei, Terror, USA
Immer wieder haben wir hier in den letzten Monaten darüber berichtet, wie ARD und ZDF die Wahrheit über den Giftgasangriff von Ghouta systematisch unterdrückt haben. Obwohl sich selbst die UN-Untersuchungskommission jede Schuldzuweisung verkniff, haben die Berufslügner der öffentlich-rechtlichen Anstalten mehrfach behauptet, „Assad würde sein Volk vergasen“ und sie behaupten es bis heute immer wieder.
Dann hat der [Assad] doch gewonnen jetzt. Der hat Tausend und mehr Menschen seines eigenen Volkes mit Massenvernichtungswaffen umgebracht und steht hinterher besser da als vorher.
Claus Kleber am 10.09.2013 im heute-journal
Im folgenden Artikel dröselt Ray McGovern die Ereignisse noch einmal detailliert auf. Es ist ein tiefer Einblick hinter die Kulissen der Macht in Washington und ein vernichtendes Zeugnis für die Mainstreammedien, die nach dieser Lektüre nur noch komplette Trottel nicht als Lügenpresse und Verbrecher bezeichnen werden.
Es geht in diesem Fall um nicht mehr und nicht weniger als Massenmord mit Giftgas zur Vorbereitung und Rechtfertigung eines Angriffskrieges, der seinerseits das Ziel hatte, die legitime syrische Regierung ihrer Handlungsfähigkeit zu berauben und das Land islamistischen Fanatikern komplett auszuliefern. Hätte der Plan funktioniert, der IS stünde heute nicht nur in Palmyra, sondern in Damaskus und Aleppo; die Flüchtlingsströme in diesem Fall kann sich jeder selbst ausmalen.
Was man sich ganz deutlich vor Augen führen muss: Ermordet wurden die Zivilisten in Ghouta nicht einmal aus militär-strategischen Erwägungen, was perfide genug wäre, sondern einzig und allein, um Verbrechern in den westlichen Medien wie Claus Kleber, Marietta Slomka, Thomas Roth, Caren Miosga oder Sonia Mikich Propagandamunition in die Hand zu geben! Es ging nur darum, in Medien und Politik Druck zu erzeugen, damit die USA Syrien bombardieren.
Wenn Sonia Mikich sich jetzt in den tagesthemen hinsetzt und davon faselt, „niemand habe das Recht auf eigene Fakten“, dann können jene, die sich von solchen Verbrechern nicht länger für dumm verkaufen lassen, nur noch höhnisch lachen. Es sind die gleichen tagesthemen, die fast 5 Monaten brauchten, ehe sie eine vorsätzliche und umgehend entlarvte Lüge über den Krieg in der Ukraine eingestanden.
Die Syrien-Sarin ‚False-Flag‘-Lektion
Von Ray McGovern Übersetzung FritztheCat
03.09.2013 – John Kerry vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats zum Syrien-Krieg
Exklusiv: Jetzt wo das offizielle Washington wünscht, dass nicht-offizielle Nachrichten im Internet zensiert werden, da sollte man daran erinnern, dass der Mangel an Skepsis in den Massenmedien die USA fast in einen Krieg gegen Syrien geführt hätte, sagt der ehemalige CIA-Analyst Ray McGovern.
Ein Rückblick auf die Ereignisse, die vor drei Jahren an den Rand eines umfassenden US-Angriffs auf Syrien geführt hatten, bietet für die neuen politischen Entscheidungsträger, die nach und nach in Washington eintrudeln, eine Fallstudie mit wichtigen Lektionen.
Es ist höchste Zeit, das Warum und Weshalb aufzudecken, das Präsident Barack Obama vor drei Jahren in eine beinahe gelungene Mausefalle gelockt hätte, nämlich Syrien offen anzugreifen. Wenig bekannt und noch weniger geschätzt wird das Eingreifen des russischen Präsidenten Wladimir Putin in letzter Minute als Deus ex Machina, der Obama aus der Ecke rettete, in die der sich selbst manövriert hatte.
Zunehmende Indizien liefern einen überzeugenden Beweis, dass syrische Rebellen mit Unterstützung türkischer Geheimdienste – und nicht die syrische Armee – die Verantwortung für den berüchtigten Saringas-Angriff tragen, der am 21. August 2013 in Ghouta, einem Vorort von Damaskus, Hunderte Menschen tötete. Der Vorfall trägt alle Kennzeichen einer False Flag.
Aber die USA und andere „Rebellen-freundliche“ Medien haben keine Zeit vergeudet und „überwältigende“ Beweise aus den „Sozialen Medien“ angeboten, um mit dem Finger auf die syrische Regierung zu zeigen – John Kerry nannte die Sozialen Medien ein „außerordentliches Werkzeug“.
Aber als der Kriegszug in Richtung Krieg rollte, da kam Putin auf die Bühne und machte Obama ein Angebot, das der schlecht ablehnen konnte – die garantierte Zerstörung des syrischen Chemiewaffenarsenals auf einem dafür ausgerüsteten Schiff der USA. Das vereitelte den neokonservativen Fallenstellern in Washington ihren Krieg gegen Syrien. Dafür haben sie sich sechs Monate später mit einem inszenierten antirussischen Umsturz in Kiew an Putin gerächt.
Aber der Verlauf der amerikanisch-russischen Beziehungen im Sommer 2013 übersteigt wohl sogar die Bedeutung der Vermeidung eines offenen US-Angriffs auf Syrien. Es ist daher wichtig, die gelernten Lektionen der russischen Führung aus dieser gesamten Geschichte zu würdigen.
Man legt Käse in die Mausefalle
Erinnern wir uns daran: Gerade mal vor einem Jahr, am 10. Dezember 2015, hat der türkische Parlamentsabgeordnete Eren Erdem zu Protokoll gegeben, wie der türkische Geheimdienst dabei mithalf, Grundstoffe für Sarin an die Rebellen in Syrien zu liefern.
Die offizielle Story, die den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad beschuldigt, war bereits zusammengebrochen – größtenteils entkräftet durch Berichte in unabhängigen Medien und durch den Investigativ-Journalisten Seymour Hersh – aber sie wird in den US Massenmedien immer noch weitestgehend akzeptiert. Wiederholt wird der Fall als jener Moment zitiert, als Assad die „rote Linie“ Obamas (gegen den Gebrauch von Chemiewaffen) überschritt und Obama nicht zu seiner Drohung stand.
Aber Erdem brachte die Entkräftigung des „offiziellen“ Märchens auf ein öffentliches und offizielles Niveau. Basierend auf Regierungsdokumenten aus einem türkischen Gericht, mit denen er vor seinen Parlamentskollegen herumwedelte, hat Erdem dem hysterischen westlichen Dauer-Glauben, Assad hätte „sein eigenes Volk vergast“, einen Kübel Eiswasser verpasst.
Aber hey, wenn man kein Türkisch kann, oder wenn man die Story im Belfast Telegraph am 14. Dezember verpasst hat, oder wenn man keine bestimmten unabhängigen Internetseiten liest, oder wenn man glaubt, dass RT nur russische „Propaganda“ verbreitet, dann kommt diese Entwicklung vielleicht als eine große Überraschung daher. Denn die Enthüllungen Erdems sind in keiner anderen englischsprachigen Zeitung erschienen.
Jene, die durch die Hungerdiät der Massenmedien ernährt werden, stehen womöglich über diese finstere Realität im Dunkeln, dass Obama nur Zentimeter vor der Mausefalle stand, ihn zu dem Befehl an die US-Truppen zu bringen, im Spätsommer 2013 einen „Shock and Awe“-Angriff gegen Syrien auszuführen.
Die Aussage des türkischen Parlamentariers
In einer Rede vor dem Türkischen Parlament wandte sich der türkische Abgeordnete Erdem von der oppositionellen Republikanischen Volkspartei in jener wichtigen Frage direkt an seine Regierung. Erdem hielt eine Kopie des „Kriminalfalls 2013/120“ hoch und beschrieb die türkischen Berichte und elektronischen Beweise, die eine Schmuggel-Operation mithilfe der Türkischen Regierung dokumentiert.
Vier Tage später sagt Erdem in einem RT-Interview, die türkischen Behörden hätten Beweise über Lieferungen von Saringas-verwandten Stoffen an Anti-Regierungsrebellen in Syrien, und nichts sei dagegen unternommen worden.
Der Generalstaatsanwalt in der türkischen Stadt Adana öffnete ein Strafverfahren und eine Anklage. Es ist von „chemischen Waffenkomponenten“ aus Europa die Rede, die „nahtlos über festgelegte Routen durch die Türkei an Labore in Syrien gehen sollten.“
Erdem zitierte Beweise, wonach in den Sarin-Schmuggel der türkische Justizminister und eine „Turkish Mechanical and Chemical Industry Corporation“ verwickelt seien. Kein Wunder dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sofort Erdem des „Verrats“ beschuldigte.
Erdem gab zu Protokoll, dass die 13 Verdächtigen, die bei der Fahndung gegen die Täter festgenommen wurden, schon eine Woche nach ihrer Inhaftierung wieder auf freiem Fuß waren. Die Anklagen wurde von übergeordneten Behörden sofort fallengelassen.
Erdem erzählte RT, dass der Sarin-Angriff in Ghouta stattfand, kurz nachdem der Fall geschlossen wurde und dass der Angriff wahrscheinlich von Dschihadisten mit dem durch die Türkei geschmuggelten Sarin verübt wurde.
Erdems Enthüllungen waren nicht komplett neu. Mehr als zwei Jahre vor den mutigen Schritten Erdems hatten wir in einem Memorandum des „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ am 6. September 2013 an den Präsidenten berichtet, dass nur Wochen vor dem Saringas-Angriff ein Koordinierungstreffen in der türkischen Kaserne in Antakya stattfand, nur 24km von der syrischen Grenze entfernt.
Es hieß, dass in Antakya hochrangige türkische, katarische und amerikanische Geheimdienstler mit westlich unterstützten Rebellen Pläne koordiniert haben. Man hätte ihnen gesagt, aufgrund „kriegsverändernder Entwicklungen“ sei mit einer bevorstehenden Eskalation der Kämpfe zu rechnen. Dies würde wiederum zu einer von den USA geführten Bombardierung Syriens führen. Und die Kommandeure der Rebellen erhielten die Anweisung, ihre Truppen bereitzuhalten, um das Bombardement auszunutzen, nach Damaskus zu marschieren und die Assad-Regierung zu beseitigen.
Ein Jahr zuvor berichtete die New York Times, dass das Gebiet um Antakya zu „einem Magneten für ausländische Dschihadisten geworden ist, die in die Türkei strömen, um in Syrien einen Heiligen Krieg zu kämpfen.“ Die Times zitierte ein syrisches Oppositionsmitglied in Antakya, der erzählte von türkischer Polizei, die das Grenzgebiet „mit geschlossenen Augen“ durchstreiften.
Der tanzende Kerry
Es ist eine sichere Wette, dass die Berater ihren Außenministers John Kerry zeitgerecht über die Enthüllungen Erdems gebrieft haben. Bei seinem Besuch in Moskau am 15. Dezember 2015 (vier Tage nach den Aussagen Erdems) hat Kerry aber das Mem wiederholt, dass Assad „sein eigenes Volk vergast; echt, Gas wurde seit Jahren nicht mehr in der Kriegsführung eingesetzt und Gas ist verboten, aber Assad benutzt es.“
Drei Tage später plappert die Washington Post Kerry pflichtschuldig nach und behauptet, Assad hätte „sein eigenes Volk mit Chemiewaffen“ getötet. Und diese Behauptung ist in den US-Konzernmedien immer noch ein Renner. Erdems Zeugnis findet man nirgends.
Kerry wollte auch nicht zugeben, dass er das amerikanische Volk in einer Frage über Krieg oder Frieden grob hinters Licht geführt hatte. Wenige Tage nach dem Sarin-Angriff am 21. August 2013 in Ghouta haben Kerry und seine Neokon-Verbündeten ihren Scharfsinn bewiesen, indem sie dem Diktum George Bushs folgten: „Man muss die Dinge nur immer und immer und immer wieder wiederholen, damit die Wahrheit untergeht und die Propaganda einen mächtigen Schub bekommt.“
Am 30. August erklärte Kerry nicht weniger als 35 mal feierlich: „Wir wissen“ dass die Assad-Regierung für die Sarin-Toten verantwortlich ist, damit haben Kerry und die Neokons endlich ihren Casus Belli.
Aber am 31. August, nachdem US Geheimdienstanalysten ihre Zweifel zum Ausdruck brachten, dass Assads Kräfte dafür verantwortlich seien, da trat Obama im Kriegszug auf die Bremse. Er sagte, zuerst möchte er die Einwilligung des Kongresses haben. Kerry ließ sich nicht beeindrucken und suchte im Kongress sofort nach Unterstützung für den Krieg.
Am 1. September erzählte Kerry George Stephanopoulos von ABC, dass die Beratungen im Kongress bereits begonnen hätten und dass „wir diese Abstimmung nicht verlieren werden“. Am 3. September hatte Kerry einen meisterhaften Auftritt vor dem Senatsausschuss für auswärtige Angelegenheiten, deren Vorsitzende zeigten mit ihren eigenen Anmerkungen, wie sehr sie sich nach einem Angriff auf Syrien lüsterten.
Das Nachfolgende liefert einen Geschmack über Kerrys „zu viel Protest“-Aussage:
„Das Assad-Regime, und nur und unzweifelhaft das Assad-Regime, hat einen abscheulichen chemischen Angriff gegen seine eigenen Bürger ausgeführt. … In ihrer Gier, die Macht zu behalten waren (sie) dazu bereit, die Luft in Damaskus mit einem Gift zu infizieren, das unschuldige Mütter und Väter und Hunderte von Kindern tötete, ihr Leben vernichtet durch Gas am frühen Morgen des 21. August.“
„Nun, es gibt hier und da Leute, erstaunlicherweise, die den Beweis für diesen wahrhaften Anschlag in Frage stellen. Ich wiederhole heute und hier, dass nur der stärkste Drang zur Verweigerung der Realität bewirken kann, dass dies nicht, wie beschrieben, geschah oder dass es nicht das Regime war. Es ist passiert, und es war das Assad-Regime.“
„Nur Minuten nach dem Anschlag explodierten die Sozialen Medien mit schrecklichen Bildern von Männern und Frauen, von Älteren und Kindern, die ohne Wunden, ohne Blut, aber alle tot, auf dem Boden eines Krankenhauses herum lagen. Diese Szenen von menschlichem Chaos und Verzweiflung waren nicht erfunden. Sie waren echt. Niemand könnte eine solche Szene erfinden…“
„Und während wir debattieren fragt sich die Welt nicht, ob Assads Regime diesen schlimmsten Chemiewaffenangriff des 21. Jahrhunderts ausgeführt hat – diese Tatsache steht jetzt außer Frage – die Welt fragt sich, ob die Vereinigten Staaten von Amerika durch ein Schweigen nachgeben und wegschauen werden, ob diese Art von Brutalität ohne Konsequenzen geschehen darf.“
Kerry fügte einen die Glaubwürdigkeit überdehnenden Versuch hinzu, die Rolle und Wirkung von Al Qaeda in Syrien herunterzuspielen und er übertrieb die Stärke der „gemäßigten“ Rebellen. Der russische Präsident Wladimir Putin antwortete darauf mit ungewöhnlich prompter und persönlicher Kritik.
Putin: „Kerry lügt“
Es kommt selten vor, dass ein Präsident eines großen Landes den obersten Diplomaten eines rivalisierenden Landes als „Lügner“ bezeichnet. Aber das ist die Bezeichnung, die Russlands Präsident Putin für Kerry verwendete, einen Tag nach dessen Anhörung vor dem Senatsausschuss. In einer vom Fernsehen übertragenen Konferenz des „Russian Presidential Human Rights Council“ am 4. September bezog sich Putin auf Kerry und antwortete auf die Sarin-Frage mit diesen Worten:
„Es ist ganz einfach absurd anzunehmen, dass Assad chemische Waffen benutzt habe, während er an Boden gewinnt. Schließlich ist dies eine Waffe des letzten Auswegs.“ Putin hat zurecht darauf verwiesen, dass Assad „seine Gegner an einigen Orten eingekreist hat und sie fertig macht.“
Putin weiter: „Ich habe die Kongressdebatte verfolgt. Ein Kongressabgeordneter fragte Herrn Kerry: ‚Gibt es dort Al Qaeda? Ich habe gehört die gewinnen an Boden?‘ Kerrys Antwort: ‚Nein. Ich kann Ihnen ernsthaft versichern, das tun sie nicht‘.“
Putin weiter: „Die Hauptkampftruppe, die sogenannte al-Nusra, ist eine Unterabteilung von Al Qaeda. Sie (die Amerikaner) wissen das. Das kam für mich sehr unerfreulich und überraschend. Schließlich … reden wir mit ihnen und wir gehen davon aus dass sie anständige Leute sind. Aber er lügt, und er weiß dass er lügt. Das ist traurig. …“
„Momentan konzentrieren wir uns auf die Tatsache, dass der US-Kongress und der Senat über eine Autorisierung zur Gewaltanwendung diskutieren. … Wie Sie wissen greift Syrien die USA nicht an, daher ist es keine Frage von Selbstverteidigung; und alles andere, ohne Autorisierung durch die UN, ist ein Akt der Aggression. … wir kleben vor dem Fernseher und warten darauf, ob sie die Genehmigung durch den Kongress erhalten.“
Am darauffolgenden Tag, dem 5. September, kam Obama zum G-20 Gipfel nach St. Petersburg. Mit guten Gründen anzunehmen, dass Putin recht hatte, als er Kerry wegen der Sarin-Angriffe einen Lügner nannte – der Präsident wurde in der Woche zuvor vom Direktor der Nationalen Geheimdienste, James Clapper, gewarnt, es gebe keine „bombensicheren“-Beweise gegen das Assad-Regime. Daher hat sich Obama auf das Angebot Putins eingelassen, Syrien würde seine Chemiewaffen zur Zerstörung freigeben. Und das Kriegsfieber begann abzuebben.
Erstaunlich ist, dass Kerry selbst über das Putin-Obama Abkommen im Dunkeln gelassen wurde und noch am 9. September für einen Krieg trommelte. Am Ende einer Pressekonferenz an jenem Abend in London wurde Kerry gefragt, ob es etwas gäbe, was Assad tun könnte, um einen US-Angriff zu verhindern. Kerry antwortete, dass Assad all seine Chemiewaffen aufgeben könnte, aber „das wird er nicht tun; das wird nicht geschehen.“
Noch später am 9. September kündigten der russische Außenminister Sergei Lawrow und sein syrischer Amtskollege an, dass Syrien zugestimmt habe, all seine Chemiewaffen zu beseitigen und zu zerstören. Kerry war kaum zurück in Washington, da wurde er nach Genf geschickt, um den Vertrag zu unterzeichnen, den Obama direkt mit Putin ausgehandelt hatte. (Alle syrischen Chemiewaffen wurden seither zerstört.)
Allerdings, nur zwei Wochen später las Obama immer noch von seinem neokonservativen Teleprompter ab. In seiner Ansprache an die Vollversammlung der UN am 24. September 2013 erklärt er: „Es ist eine Beleidigung für den menschlichen Verstand und die Legitimität dieser Institution, zu behaupten, dass jemand anders als das (syrische) Regime diesen (Sarin-) Angriff ausgeführt hat.“
Noch mehr Offenheit mit Goldberg
Anfang diesen Jahres prahlte Obama jedoch gegenüber seinem familiären Biografen Jeffrey Goldberg vom The Atlantic darüber, wie er die offenen Kriegspläne gegen Syrien verhindert habe, selbst als er dazu den Ratschlag fast all seiner außenpolitischen Berater ignorieren musste.
Eine von Goldberg gefundene Perle ist das Eingeständnis Obamas, dass Clapper vom DNI ihn Ende August (eine Woche vor seiner Reise nach St. Petersburg und einen Monat vor seiner UN-Ansprache) warnte, dass die Beweise gegen Damaskus für die Sarin-Attacke kaum wasserdicht seien.
Goldberg schreibt, dass Clapper das morgendliche Geheimdienst-Briefing des Präsidenten unterbrach „um klarzustellen, dass die Aufklärung über den syrischen Gebrauch von Saringas zwar ordentlich, aber nicht „bombensicher“ („slam-dunk“) sei.“ Clapper wägte seine Worte sorgfältig ab, sie gleichen der Sprache, die der CIA-Direktor George Tenet benutzte, um Präsident Bush fälschlicherweise davon zu überzeugen, dass man das amerikanische Volk davon überzeugen könne, dass der Irak Massenvernichtungswaffen versteckt.
Auch wenn Obama weiter rumheuchelte und die US-Mainstreammedien weiterhin Syriens „Schuld“ an den Sarin-Angriffen als die „reine Wahrheit“ behandeln: Die Neokons haben ihren Krieg gegen Syrien nicht bekommen. Ich beschrieb eine ungewöhnlich direkte und persönliche Erfahrung ihres Ärgers unter dem Untertitel „Griesgram bei CNN“ in „How War on Syria Lost Its Way“
Und die Entäuschung der Neokons hat in den folgenden Jahren nicht nachgelassen. Der Senator Bob Corker, ein Republikaner aus Tennessee und Vorsitzender des Komitees für auswärtige Beziehungen, ist nach wie vor ein lauter Kritiker von Obamas Entscheidung, den Angriff auf Syrien 2013 abzublasen.
Am 3. Dezember 2014 beschwerte sich Corker, dass Obama den Angriff in letzter Minute abgeblasen hat, obwohl das US-Militär nur eine „sehr gezielte, sehr kurze“ Operation gegen die syrische Regierung wegen des Einsatzes chemischer Waffen vorbereitet hatte.
Corkers Kritk war schwer beleidigend: „Ich glaube, der schlimmste Moment seit ich hier in der Außenpolitik bin – was die Signale betrifft, die wir an die Welt da draußen senden -, war der August letzten Jahres, als wir vor einem zehnstündigen Einsatz standen, der in Syrien passieren sollte und dann nicht geschah. … Im Grunde – und entschuldigen Sie meine Worte – sind wir Putin auf den Schoß gehüpft.“
Ray McGovern (* 25. August 1939 in New York) ist ein US-amerikanischer ehemaliger CIA-Offizier. McGovern war als Mitarbeiter der CIA unter sieben US-Präsidenten insgesamt über 27 Jahre lang für die morgendliche Berichterstattung im Weißen Haus zuständig. Bei seiner Pensionierung wurde er mit der Intelligence Commendation Medal von Präsident Bush ausgezeichnet. Diese Medaille gab er im März 2006 zurück aus Protest gegen die Beteiligung von CIA-Mitarbeitern an Folterungen im Irak. 2003 gründete er zusammen mit anderen ehemaligen CIA-Mitarbeitern die Veteran Intelligence Professionals for Sanity (wikipedia)

Die ÖR machen Auftragspressearbeit. Der Auftrag ist offensichtlich: sie sollen einen Genozid an der syrischen Bevölkerung herbei trommeln, wie sie es einst auch an Jugoslawien verübt haben. Auch damals wurde gelogen, dass sich die Balken biegen:
Diese perversen Nazis behaupten für den Humanismus einzustehen, während sie gleichzeitig für Völkermord und maximale Unterdrückung trommeln. Sie sind geisteskrank.
Was mich an dem Ganzen so stört: 1. Man kann noch soviele Analysen vortragen, man wird immer zu dem gleichen Schluss kommen. 2. die Schlussfolgerungen sind leider oft falsch… es ist immer die Rede von „da wurden Dinge falsch berichtet“, „es war falsch den Irak anzugreifen“, „die Demokratisierungsbemühungen sind fehlgeschlagen“ gerne auch untermalt mit Rassismus „sie wollen UNSERE Demokratie nicht“ (wer versteht auch niedergebombt und mit Terroristen überzogen werden als „Demokratisierung“). Das, was der Westen verübt sind keine „Fehler“, es sind eiskalte absichtliche Verbrechen. Der Massenmord ist Teil des politischen Willens westlicher Eliten: https://www.youtube.com/watch?v=J_souEi9gaE#t=590 (das wird leider nicht mit übernommen… bitte an die URL hinten ‚#t=590‘ dranhängen). Und was man auch beleuchten muss: Die Atombombe erfüllt dabei den Nutzen, sich selber zumindest für Großangriffe unangreifbar zu machen, während man selber munter mordend durch die Weltgeschichte ziehen kann.
ich erinner mich noch, als der krieg begann lag rudolf gemütlich mit seiner alten am swimming-pool und schlürfte einen cocktail. geil, wenn nur andere in den krieg ziehen müssen.
Der DDR Bürger musste damals Westfernsehen konsumieren, um sich zu informieren, der Bundesbürger muss um sich zu informieren nach Osten schauen.
und dieses Interview sollte man gesehen haben !
während gestern die Evakuierung der restlichen Zivilisten und „Kämpfer“ aus Ostaleppo scheiterte, weil die Extremisten die Busse und Begleitmannschaften unter Beschuss genommen haben, wird die Aktion seit heute morgen von russischen Truppen vorgenommen. Gibt es da etwa einen Deal, die Berater der „Freunde Syriens“ zusammen mit den Kämpfern mit rauszulassen?
auch interessant, live-bericht von alles schall und rauch zu syrien
„Veröffentlicht am 14.12.2016
Wegen dem Krach aus der gegenüber dem Hotel liegenden Bar ist Vital um 4:00 Uhr früh rüber und hat sich angeschaut, wie die Leute in Damaskus Party machen. Ihm wurde erklärt, es ist ein buntes Gemisch an Gästen anwesend, Moslems, Christen und alles was dazwischen liegt und sie kommen friedlich miteinander aus.“
Auch möchte hier nochmals meinen allergrößten Respekt und ein FETTES DANKE an Dok und auch Fritz loswerden.
Dank Eurer Arbeit konnte ich inzwischen den großteil meiner Familie und diverse Freunde und Bekannte ebenfalls zum kritischen Betrachten der MSM und besonders zum regelmäßigen Lesen der Propagandaschau bewegen.
Zu Beginn der Ukraine-Krise habe ich beim Lesen vieler Kommentare noch nicht daran geglaubt, aber langsam beginnen doch immer mehr Menschen ihre Vorstellungen zu überdenken und an den MSM zu zweifeln.
Daran habt Ihr hier einen enormen Anteil!!
Weiter so!
Danke für die Blumen und Gruß an die Familie!
davon hört man in unserer lügenpresse nie etwas:
Vielen Dank, Fritz. Gordon Duff und Jim Dean von http://www.veteranstoday.com haben bereits nach wenigen Wochen die „Assad“ Giftgasluege widerlegt und dabei nicht nur die wahren Taeter benannt sondern auch auf welchem Weg (ueber die Tuerkei) die Gasgranaten in die Haende der Terroristen gelangt sind
Wieder mal ein ganz großer Dank an Dok und vor allem Fritz, der Ray McGoverns Analyse ja bereits im propagandamelder der letzten Tage gepostet hat. Ihr, und all die anderen, die diese Seite hier am Leben halten, leistet einen ungemeinen Beitrag zum Frieden!!!
Entlarvt sie weiter, diese Kriegspropaganda verbreitenden Luschen und Maulhuren!
Nun habe ich das mit dem Assad-Giftgas-Angriff nie geglaubt. Zur Verantwortlichkeit fehlten ernsthafte Beweisführungen.
Heute ist das nicht anders. Otto Normalbürger kann sich oft nur über ein Cui Bono helfen. Danach passte dieses Verbrechen zur Strategie der Angreifer um Saudi Arabien und USA.
Ganz genau ! Und da heutzutage Dinge wie Logik oder Plausibilität, gerade, aber nicht nur, bei den ÖRs mehr und mehr ausgeblendet werden, sind cui bono bzw. follow the money die einzigen rationalen Kategorien, die den wahren Hintergrund eines Geschehens ausleuchten können. Da hier aber Selberdenken gefragt ist, ist es klar, dass nur eine Minderheit dazu fähig ist, und die soll im öffentlichen Diskurs mehr und mehr abgewürgt werden.
Daher bin ich treuer Anhänger dieses Blogs, werde es bleiben, ihn weiterempfehlen, und hoffe, dass DOK & Co. weitermachen wie bisher. Ihre Arbeit wird immer wichtiger !
MfG
gut ,dass sich so etwas mit den richtigen recherseuren dann doch durchschauen lässt.in diesem fall,dank an herrn mcgovern
Man verfolgt dieses ganze faktenresistente, doppelzüngige Geheule von Hollande, Merkel, Özdemir, Bartsch, Hof’gfreiter Mikkich, Kleber, etc. über den „Fall von Aleppo“ an die „Assad-Truppen“ mit immer ungläubigeren Staunen. Was hier die Masken fallen lässt, sind waschechte Imperialisten, die ihr blutiges Investment in Syrien davonschwimmen sehen. Recht geschieht es ihnen.
Bei dem täglichen Gehirnspagat zwischen den edlen „Rebellen“ in Aleppo und dem bösen IS woanders geistig nicht zu kapitulieren, ist eine echte Herausforderung.
Dok bezeichnet meine Familie und den Großteil meiner Bekannten und Freunde als Trottel. Trotzdem bin ich ihm dankbar dafür, weil er, zumindest was die naive Gutgläubigkeit ggü. Massenmedien betrifft, eindeutig Recht hat. Was für eine bizarre Welt!
Das geht Dir nicht anders als vielen Anderen hier.
Bizarr ist, wie hartnäckig diese nur noch als Realsatire zu bezeichnende Propaganda nach wie vor in den Köpfen verfängt.
Es müßte sich ja nun so langsam der letzte Gläubige an das System die Frage stellen:
„Soll das wirklich alles wahr sein?“
Aber stattdessen fragen sie regelmäßig “ Wo ist die Leiter“, wenn Kleberklaus darüber berichtet, daß im Himmel Jahrmarkt ist.
Was besonders schlimm ist:
Schafe und Lämmer sind eigentlich Fluchttiere.
Ich stelle aber immer wieder fest, dass die beißen, schlagen und richtig böse angreifen wenn man an auch nur ein wenig an ihrem Weltbild rüttelt.
Meine Mutter findet Klaus Kleber sehr sympathisch.
Da sag mal was!
Ihr einfach mal zdf-Info aufs Auge drücken. Ab und zu kommt dort einer, der durch die Gassen hysterisch kreischender, in Ohnmacht fallender Frauen verbracht wird. Bei dem sollte sich herumgesprochen haben, dass er letztendlich dann doch nicht „sehr sympathisch“ war. Falls jemand nicht weiß, von wem ich spreche, einfach mal melden.
Und bzgl. der Fluchttiere, den Schafen und den Lämmern? Woher sollten sie ihre skills denn haben, das beißen, schlagen und richtig böse angreifen, wenn nicht von dem Wolfshund der rund um die Uhr, Tag für Tag um sie herum springt und sie – falls nicht koscher – sie kräftig in den Hintern beisst. Das tut nämlich weh und deswegen bemüht frau (und auch man) sich, dem großen bösen Wolf nicht unter die Augen und vor die Reisszähne zu kommen. Ihm nicht in die Quere zu kommen, lässt einem und einer viel mehr Zeit für „Brisant“ und „Hallo Deutschland“ und „Sturm der Liebe“ gucken oder ersatzweise Schuhe kaufen.
Es war „früher“ so, daß ein ertappter Lügner, wenn er schon keine Reue zeigte, dann wenigstens schwieg und sich zurückzog, daß Politiker, die bei einer Lüge ertappt wurden,sich entschuldigten oder sogar zurücktraten. In den letzten etwa zwei Jahren des totalen Propagandakrieges ist diese Grundkonvention verloren gegangen. Auf jede aufgeflogene Lüge packen dieselben Lügner zehn frische Lügen drauf.und berufen sich dabei auf die alte Lüge. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, was hier abgeht. Und das ist ja nicht nur ein deutsches Phänomen, sondern betrifft die gesamte „Wertegemeinschaft“. Irre.
ich hab letztens genau dasselbe gedacht. jede scham scheint verlorengegangen zu sein.
Kein neue Phänomen:
Schäuble – Umschlag in der Schublade vergessen
Kohl – welches Schmiergeld?
Özdemir – Miles & More
Wer ist denn in den letzten 25 Jahren von sich aus zurückgetreten, also ohne Druck aus den eigenen Reihen, den Medien oder durch eine herbe Wahlschlappe?
Gysi.
Oscar.
ja alle Hemmungen sind gefallen,die können Lügen ohne Ende weil es praktisch keine 4. Gewalt mehr gibt,es sei denn Klaus Ernst fährt nen Porsche oder Sahra isst Hummer,dann jaulen die neoliberalen Kampfhunde richtig auf.
Wenn es diese 4. Gewalt denn jemals gab. Nach John Swinton hab ich daran ganz starke Zweifel.
Petra Gerster erzählt den gleichen Mist. Die Terroristen werden als liebenswürdige Rebellen dargestellt die die Zivilbevölkerung beschützen.
Auffallend gut Bekleidet und mit bestem Equipment! Frau Gerster beschuldigt den teuflischen Assad! Der Korrespondent berichte aus einem Luxushotel!
Ja, die ziehen mit der Propagandamaschinerie alle Register. Und sie wirkt. Der Dreck vom angeblichen Fall Aleppos war überall, auf jedem Sender, in jeder Zeitung, und dann zeigen die noch irgendwelche Twitter-Meldungen und FB-Videos von angeblichen Opfern aus Ostaleppo. Natürlich hinterfragt keiner die Echtheit dieser Bilder oder ob das nicht in Wahrheit Jyhadisten sind. Das ist die hohe Kunst der emotionalen Propaganda. Die schießen aus allen Rohren. Da muß ordentlich viel Kohle investiert worden sein.
auch das netzwerk change org lügt mal wieder, soeben diese email erhalten, die ich doch bitte unterschreiben solle:
„Dr. Hamza via Change.org mail@change.org Abbestellen
18:12 (vor 1 Stunde)
an mich
Change.org
Wir brauchen einen Notfallplan für die Zivilisten in Ost-Aleppo!
Meinen Aufruf unterschreiben
Hallo,
meine Kolleginnen und Kollegen haben in den letzten Monaten unerbittlich gearbeitet, um lebensrettende Hilfe in einer der am härtesten umkämpften Regionen Syriens bereitzustellen. Diese Nachricht schreibe ich auch in ihrem Namen:
Ich schreibe Ihnen, während die Gewalt in Ost-Aleppo ein neues Level an Gräueltaten erreicht. Zehntausende von uns sind nun in der Falle, eingepfercht in einem winzigen, noch von der Opposition gehaltenen Teil der Stadt. Wir sind vor Entsetzen gelähmt, da die syrische Regierung und ihr angeschlossene Kräfte nun mit Säuberungsaktionen und Festnahmen beginnen. Nach UN-Informationen haben sie bereits dutzende Zivilisten hingerichtet.
Unser Schicksal ist gefährlich unsicher. Jetzt wo wir sehen, wie Zivilisten in die Hände der Regierungskräfte geraten, sind wir in großer Sorge über das, was jetzt noch kommen mag.
Diejenigen unter Ihnen, die sich weiterhin für die Menschen in meiner Stadt einsetzen wollen und den unermüdlichen Einsatz der vielen Hilfskräfte vor Ort verfolgen, bitte ich noch einmal um Unterstützung. Es ist so wichtig wie nie, dass Sie sich jetzt zu Wort melden.
ralf, zu diesem kritischen Zeitpunkt bitte ich Sie, meinen Aufruf an die Bundesregierung zu unterzeichnen. Fordern Sie mit mir, einen Notfallplan zum Schutz der Zivilisten in Ost-Aleppo.
Danke, dass Sie uns nicht vergessen.
Ihr Dr. Hamza Al Khatib,
einer der letzten Ärzte in Aleppo
Meinen Aufruf unterschreiben“
Ha! Das Ding habe ich auch bekommen.
Mein Eindruck ist aber, dass die Islamisten einfach die Plattform missbrauchen und einige der Betreiber da ein Auge (oder 2 ) zudrücken. Man sollte nicht gleich das Ganze verteufeln, allerdings sehr vorsichtig damit umgehen.
..und nicht blind alles ungeprüft unterzeichnen. Aber das gilt inzwischen von fast allen diesen Organisationen- sie sind alle unterwandert oder übernommen von NATO- Kriegsgewinnlern.
change org und avaaz muss man sehr vorsichtig sein, unterschreibe nur „unpolitische“ angelegenheiten. aber ich finde schon sehr krass, dass selbst solche „hilfsorganisation“ von lüge und propaganda durchtränkt sind.