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von Übersetzung: FritztheCat
In den russischen Medien gab es diese Woche große Diskussionen über eine Resolution des Europäischen Parlaments, die die Europäische Union dazu auffordert, einen „strategischen Kommunikationsplan“ gegen die Propaganda aus der Russischen Föderation und aus dem Islamischen Staat Irak und Syrien (ISIS) zu entwickeln. Dies folgt auf einen Bericht des EU-Generaldirektorats für Auswärtige Politik aus dem letzten Monat, mit dem Titel: „Strategische Kommunikation der EU mit Hinblick auf die Bekämpfung von Propaganda“.
Der Bericht und die nachfolgende Parlamentsresolution wiederholen viel von dem, was in anderen Dokumenten mit der Verurteilung „russischer Propaganda“ gesagt wurde. Ich habe in diesem Blog darüber geschrieben: Russland führt einen Informationskrieg gegen den Westen und versucht die Europäische Union zu spalten; RT ist schlecht, schlecht, schlecht; es muss etwas unternommen werden. Mit dem direkten Vergleich der Russischen Föderation mit ISIS betritt die EU Neuland. Und auch damit, dass beide in einen Topf geworfen werden und dass beide für Europa die selbe Gefahr darstellen. Vielleicht hat dieser Aspekt der EU-Entscheidung mehr als alles andere so einen Aufstand in Moskau verursacht.Im Zentrum der Vorwürfe über „russische Propaganda“ steht die Furcht, dass die russischen Medien die vorherrschende Sichtweise im Westen zu internationalen Angelegenheiten bekämpfen. Wie der Bericht feststellt, „fördert Russland eine anti-interventionistische Sichtweise“ und will „das europäische Publikum davon überzeugen, dass sich die EU auf eingebildete Bedrohungen aus Russland konzentriert und die echten (Bedrohungen) aus dem Süden vernachlässigt“.
Lassen wir mal außer Acht, ob das gut oder schlecht ist. Was mich verblüfft ist die Tatsache, dass die Eurokraten glauben, sie könnten auf die Existenz einer russischen Gegenansicht mit einer Geldspritze für Gegenpropaganda antworten. Schließlich ist die Sichtweise, welche die Russen zu unterminieren versuchen, jene, die im Großteil der westlichen Medien vorherrscht. Und die hat schon jetzt wenig Unterstützung.
In einem anderen Bericht aus dem letzten Monat, von dem neokonservativen britischen Denkpanzer The Henry Jackson Society, werden die „nützlichen Idioten Putins“ im Westen geschmäht und die Akademiker und Journalisten werden aufgefordert, mehr schlechte Nachrichten über Russland zu verbreiten. „Akademiker, Kommentatoren und andere sollten im Westen das Bewusstsein über die Natur des russischen Regimes erhöhen“, sagt die Henry Jackson Society. „Außerhalb der Expertengemeinde gibt es allgemein einen Mangel an Bewusstsein über den gezielten Terror und die Kriminalität des russischen Regimes – die dunklen Umstände des Regimes bei den Appartement-Explosionen 1999; seine Verwicklung bei den Morden von Menschen wie Anna Politkovskaya, Sergei Magnitsky und Boris Nemzow; sein militärisches Vorgehen in Syrien.“
Die Behauptung „außerhalb der Expertengemeinde“ ist sehr seltsam, wo doch die von den „einfachen Menschen“ konsumierten Massenmedien die Anschuldigungen über die Kriminalität der russischen Regierung am laufenden Band bringen. „Russische Propaganda“ geht in dem Schwall an Russophobie unter. Wenn sich Menschen den russischen Medien zuwenden, dann vermutlich deshalb weil sie etwas anderes hören wollen. Einfach noch mehr anti-russisches Material herauszugeben macht wahrscheinlich keinen Unterschied.
Das trifft besonders zu wenn diese Maßnahmen von der Regierungsseite kommen. Die EU-Resolution hängt dem seltsamen Glauben an, dass von offizieller Seite gesponserte Bemühungen im Kampf gegen die Russen erfolgreicher sein werden als das massive Aufgebot der westlichen Presse. Auf Seite 9 des Berichts steht diese bemerkenswerte und ziemlich amüsante Informationsperle:
Der vielsprachige Sender Euronews startete am 1. Januar 1993, um die europäische Einheit durch die Präsentation von Informationen aus einer ausdrücklich europäischen Perspektive zu fördern. … Seit ihren Anfängen hat Euronews von der Europäischen Kommission Geldmittel in Höhe von €240 Mio. erhalten, €25,5 Mio. im Jahr 2014. … Bei verschiedenen Gelegenheiten wurde Euronews beschuldigt, mit seinem russisch-sprachigen Dienst einseitig zu berichten. Bei der Berichterstattung über den Krieg 2008 in Georgien, zum 20. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine 2011, zum Referendum 2014 im Donbass und über dem Konflikt in der Ostukraine und auch über die Ereignisse in Transnistrien wurde Euronews einer unausgewogenen und prorussischen Haltung beschuldigt.
Anscheinend sind sogar die eigenen Propaganda-Klitschen der EU „prorussisch“. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.



Zumindest im deutschen Programm kann euronews bestenfalls als ausgeglichen bezeichnet werden, aber das ist für Brüssel und Co. sicher schon zu viel.
Ich frage mich, warum Russland immer noch als Feind dargestellt wird. Die Sowjetunion ist doch Geschichte. Oder hat der Westen Angst vor einem Aufflammen des Sozialismus? Zwar ist die RF kapitalistisch geprägt, aber Putin hat die Zügel in der Hand und lässt den Westen nicht an die Resourcen wie Jelzin. Das wird es wohl sein. Lang lebe Putin!
der westen will russland ausbeuten, nichts anderes, deshalb liebt der westen auch gorbi und jelzin, weil diese die ausbeutung ihres eigenen landes mitmachten.
Das ist die eine Seite der Medaille. Wichtiger noch ist die zentrale Funktion des externen Feindbildes. Das ist absolut überlebenswichtig, sowohl für den Fortbestand der zutiefst undemokratischen und totalitären EU und der Terrororganisation NATO. Der Einfluss der NATO-Krake ist nicht nur politisch enorm, sondern, und das wird allzugerne vergessen, auch wirtschaftlich von ganz entscheidender Bedeutung. Die Nato ist EIN ganz zentrales Instrument der Wallstreet und deren Multi-Entourage (die die Puppenspieler namens Politiker vertreten) zur kriegerischen Ausbeutung fremder Ressourcen getarnt unter dem Deckmantel eines Verteidigungsbündnisses, das demokartische Werte sichert (sic!).
Verschwindet Russland kurzfristig als Feind oder besteht zumindest die Gefahr, dass das passieren könnte, dann wird mit China und/oder dem Iran ein neues Fass aufgemacht. Man braucht darüber überhaupt keinen Gedanken mehr verschwenden.
Ohne externen Feind keine NATO, keine EU, keine exorbitanten militärischen Ausgaben, keine „Flüchtlingskrise“, keine NWO, keine militärischen Stützpunkte, keine Seven Sisters im Nahen Osten, keine Kontrolle über fossile Energiequellen, etc… Da würde auf einmal die gesamte Wertekultur des Westens zur Disposition stehen.
Außerdem Putin verhindert Gaspipeline aus Katar nach Deutschland, das sollte über Syrien gehen, Assad war dagegen. Katar und Saudi-Arabien sind Monarchien, Syrien so was wie Demokratie, Syrien und Iran wollen nicht dass Katar und Saudis Geld aus Europa bekommen, das ist zu gefährlich für Region
Die sind nicht dumm, sondern halten sich für so mächtig, das sogar Realität muss sich beugen wenn sie etwas sagen.
An Euronews sind folgende Sender beteiligt:
ERTU (Ägypten)
ENTV (Algerien)
RTBF (Belgien)
YLE (Finnland)
France Télévisions (Frankreich)
ERT (Griechenland)
RAI (Italien)
RTÉ (Irland)
PBS (Malta)
TMC Monte Carlo (Monaco)
RTP (Portugal)
RTR (Russland)
TVR (Rumänien)
TV4 (Schweden)
SRG SSR (Schweiz)
RTV SLO (Slowenien)
RTVE (Spanien)
ČT (Tschechien)
ERTT (Tunesien)
TRT (Türkei)
NTU (Ukraine)
CYBC (Zypern)
Wer fehlt ist ARD/ZDF (Deutschland) und ORF (Österrreich).
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Euronews
Die Perspektiven außerEU und AußerEuropa- (Türkei, Rußland Ukraine, Tunesien …) sowie EU der kleinen (Tschechien, Zypern, Spanien,Slowenien ….) unter Ausschluß von BigEU (Deutschland … ) ist sicherlich der Berichterstattung förderlich.
UPDATE: Die Mehrheit an Euronews liegt mittlerweile vermutlich in Ägypten
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/aegypter-nagui-sawiris-kauft-europaeischen-sender-euronews-13451158.html
Der ägyptische Geschäftsmann Naguib Sawiris hat 53 % von Euronews durch Kapitalerhöhung um 35 Millionen € übernommen.
soviel zu EURO-News ;-9
Die Brüssler scheinen wirklich alle alternativ Medien rausdrängeln zu wollen. Nur das ist schon mal ander Orts schiefgegangen:
http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGeschichte/Vorabend-der-Revolution/1988_Sputnik-Verbot/_node.html
Sawiri kauft alles Mögliche, Immobilien, Hotels, Airlines.
Das Sputnik-Verbot der DDR und das sicher bald anstehende Verbot der russischen Nachrichtenagentur Sputnik.com müßte doch propagandistisch verwertbar sein.
etwas off topic, aber geiles beispiel wie msm fake news erschaffen
ABC News Fakes Crime Scene for Story, 4 Minuten
Eine Zensur findet nicht statt, Artikel 5 Grundgesetz. Ist die EU als Verfassungsfeindlich einzustufen?
Ist der Papst katholisch?
Weinen ist besser…
Ich würde lachen, denn die Dummheit dieser Elfenbeinturmbewohner, grundsätzlich von sich auf andere zu schliessen, gebiert solche wahrhaft antiintellektuellen Perlen. Und es beweist, dass sie ihren eigenen Mist glauben !
MfG
Ist das wirklich vorstellbar, dass die selber in ihren Mist glauben ?
Für dumm habe ich sie bisher nicht gehalten, für durchtrieben, machtgeil und amiarschkriecherisch ja, aber für dumm ?
Das Glauben an den eigenen Mist hat nichts mit Klugheit oder Dummheit zu tun, sondern eben mit Glauben = nicht Wissen !
MfG
Das könnte man ihnen ja irgendwie nachsehen. Ich unterstelle denen, das sie wider eigenen besseren Wissens handeln.