Schlagwörter
Demokratie, Desinformation, Heuchelei, Mediendiskurs, Propaganda, USA, Verschweigen, Verzerren, Zensur
Der Orwellsche Krieg gegen die Skepsis
Robert Parry
FritztheCat
Spezialbericht: Washingtons Marsch in eine Orwellsche Zukunft ist weit fortgeschritten, wie man an Bestrebungen von Politik- und Medienbonzen, unabhängige und dissidente Internet-Stimmen zum Schweigen zu bringen,
sehen kann, berichtet Robert Parry.
Unter dem Vorwand, „Fake News“ („Falschmeldungen“) zu bekämpfen, nehmen die US-Massenmedien und der Behördenapparat die journalistische Skepsis auf Korn, wenn die sich gegen die Verkündigungen der US-Regierung und ihrer Alliierten richtet.
Manch einer hat vielleicht gehofft, der Aufstand über „Fake News“ würde die großen US-Blätter wie die Washington Post und die New York Times an den Wert journalistischer Skepsis erinnern. Weit gefehlt, stattdessen tun sie anscheinend das Gegenteil.
Wer die Behauptungen des westlichen Amtsapparats in Frage stellt, der wird mit Rufmord überzogen. „Wahrheit“ wird neu definiert. Was immer die US-Regierung, die NATO und andere westliche Interessen sagen, das ist wahr. Meinungsverschiedenheiten mit dem „Gruppendenken“ des Westens werden zu „Fake News“, egal wie tatsachenbezogen die Abweichung auch ist.
Jetzt haben wir den Fall eines blauäugigen Interviews des Washington Post-Kolumnisten David Ignatius mit Richard Stengel, dem Minister für Öffentliche Diplomatie im Außenministerium, dem wichtigsten Arm der US-Regierungspropaganda.
Unter dem Titel „Die Wahrheit verliert“ jammert die Kolumne, dass die offizielle Sichtweise, wie sie vom Außenministerium und der WaPo abgesegnet wird, bei den Amerikanern und beim Weltpublikum an Zugkraft verliert.
Stengel, ein ehemaliger Chefredakteur beim Time Magazine, zielt anscheinend auf den Slogan des russischen Senders RT ab, „question more“. Das sei eine finstere Botschaft, die in die offizielle Sichtweise des Westens einen Zynismus einimpfen soll.
„Sie wollen gar nicht sagen dass ihre Version der Ereignisse die wahre ist. Sie sagen: ‚Alle lügen! Niemand sagt die Wahrheit!’“, sagt Stengel. „Sie haben an und für sich keinen Kandidaten. Aber sie wollen das Vertrauen in die Demokratie, das Vertrauen in den Westen untergraben.“
Kein Beweis
Ignatius‘ Kolumne liefert keine genauen Angaben darüber, wie RT und andere russische Medien diesen Angriff auf die Reinheit der westlichen Informationen ausführen – das ist typisch für die jüngsten Tiraden über diese vage russische Bedrohung. Es reicht, mit ein paar abschätzigen Phrasen zur Unterstützung einer Orwellschen Lösung um sich zu werfen, das soll alternativen und unabhängigen Journalismus, nicht nur russischen, plattmachen oder an den Rand drücken.
Ignatius schreibt: „Stengel stellt Journalisten, Technologen und im weiteren Sinn jedem, der in einer freien Gesellschaft lebt oder diese erreichen will, eine drängende Frage: Wie verteidigen wir den lebenswichtigen Rohstoff einer Demokratie – die Wahrheit – vor dem Gift der Lügen das sie umgibt? Es ist wie ein Virus oder eine Nahrungsmittelvergiftung. Es muss kontrolliert werden. Aber wie?“
„Stengel behauptet, die US-Regierung sollte die Bürger beizeiten durch das Aufdecken von ‚Informationen die als Waffen benutzt werden, vor Falschinformationen‘ schützen, die das Ökosystem verschmutzen. Aber letztendlich muss die Verteidigung der Freiheit unabhängig von der Regierung geschehen, der viele Menschen misstrauen. ‚Die Regierung als Prüfer der letzten Instanz beinhaltet Gefahren‘, sagt er.“
Übrigens ist Stengel keine gute Quelle für die Verbreitung von Wahrheit, so wie er und Ignatius gerne tun. Zu Beginn der Ukraine-Krise lieferte Stengel eine Wutrede gegen RT, die voller Ungenauigkeiten war oder was man heute als „Fake News“ bezeichnen würde.
Dennoch argumentieren Stengel und verschiedene Fabrikate der Massenmedien offenbar für die Schaffung eines „Wahrheitsministeriums“, gemanagt von Fabrikaten der US Massenmedien und durchgesetzt von Google, Facebook und anderen Technologieplattformen.
Mit anderen Worten: Wenn diese angeblich verantwortlichen Stellen erst einmal entschieden haben was „die Wahrheit“ ist, dann wird das Infragestellen dieser Sichtweise einen „virtuell“ vom Marktplatz der Gedanken vertreiben, womöglich ausgelöscht durch Algorithmen großer Suchmaschinen oder mit einer speziellen Kennzeichnung versehen um Leser davor zu warnen, das zu glauben was einer sagt – einer Art gelber Davidstern für das Internetzeitalter.
Und dann gibt es noch die Möglichkeit von direktem (und althergebrachtem) Einschreiten der Regierung, etwa durch Untersuchungen des FBI gegen Medien, die nicht auf der offiziellen Linie liegen. (All diese „Lösungen“ wurden in den letzten Wochen befürwortet).
Wenn man andererseits die öffentliche Linie vertritt, die aus dem Laden der Öffentlichen Diplomatie Stengels stammt, dann kann man mit finanzieller Regierungsunterstützung rechnen. Stengel erwähnt in seinem Interview mit Ignatius, dass sein Amt „investigative“ Journalismus-Projekte finanziert.
„Wie sollten Bürger, die eine tatsachenbezogene Welt wollen, diesen Anschlag auf die Wahrheit bekämpfen?“ fragt Ignatius und fügt hinzu: „Stengel hat Programme des Außenministeriums genehmigt, die investigative Berichterstattung lehren und Verbreiter der Wahrheit fördern.“
Man kauft sich Propaganda
Nachdem ich die Ignatius-Kolumne vom Mittwoch gelesen hatte, stellte ich dem Außenministerium eine Frage und bat um Details über diese Finanzierung von „Journalismus“ und „Wahrheitsverbreitung“ durch den obersten Propaganda-Laden der US-Regierung, aber ich habe keine Antwort erhalten.

Wir wissen jedoch dass die US-Regierung zig Millionen Dollar in verschiedene Medienprogramme investiert hat, die die gewünschte Sichtweise Washingtons untermauern sollen.
Zum Beispiel hat im Mai 2015 die US Agency for International Development (USAID) ein Informationsblatt veröffentlicht, in dem ihre Arbeit zur Finanzierung freundlicher Journalisten auf der ganzen Welt zusammengestellt wurde. Darunter „journalistische Erziehung, die Entwicklung des Mediengeschäfts, Hilfe zur Selbsthilfe für unterstützende Institutionen und die Stärkung des gesetzlichen Umfelds für freie Medien.“
USAID schätzt sein Budget für „Programme zur Medienunterstützung in über 30 Ländern“ auf jährlich $40 Mio., darunter die Hilfe für „unabhängige Medienorganisationen und Blogger in über einem Dutzend Ländern“. In der Ukraine hat USAID 2014 vor dem Sturz des gewählten Präsidenten Viktor Janukowitsch und der Einsetzung eines rabiat anti-russischen und US-gestützten Regimes die Ausbildung in „Sicherheit in der Mobiltelefonie und bei Webseiten“ angeboten. Fähigkeiten, die für die Umstürzler ziemlich hilfreich gewesen sein könnten.
USAID, die mit der „Open Society“ des Währungsspekulanten George Soros zusammenarbeitet, hat auch das „Organized Crime and Corruption Reporting Project“ (OCCRP) finanziert, das sich mit „investigativem Journalismus“ beschäftigt, der für gewöhnlich auf Regierungen Jagd macht, die bei den Vereinigten Staaten in Ungnade gefallen sind und dann wegen Korruptionsvorwürfen herausgehoben werden. Das USAID-finanzierte OCCRP arbeitet auch mit Bellingcat zusammen, einer investigativen Online-Webseite, gegründet von dem Blogger Eliot Higgins.
Higgins hat im Internet Falschinformationen verbreitet, darunter die verrufenen Behauptungen über eine Beteiligung der syrischen Regierung bei den Sarin-Angriffen 2013 und das Dirigieren eines australischen Filmteams an eine falsche Stelle für ein Video über eine BUK Luftabwehrbatterie, die angeblich von dort nach Russland verschwand, nach dem Abschuss der MH-17 im Jahr 2014.
Trotz seiner zweifelhaften Bilanz der Treffsicherheit hat Higgins den Beifall der Massenmedien, zum Teil weil seine „Enthüllungen“ immer zu dem Propagandathema passen, das die US-Regierung und ihre westlichen Verbündeten verbreiten. Higgins ist jetzt mit dem Atlantic Council in Verbindung, einem Pro-NATO Denkpanzer der zum Teil vom US-Außenministerium finanziert wird.
Neben der Finanzierung durch das Außenministerium und USAID fließen weitere Millionen an Dollar in das National Endowment for Democracy (NED) der US-Regierung, das seinen Dienst 1983 unter den Fittichen des CIA-Direktors William Casey aufnahm.
NED wurde zu einer Schwarzen Kasse, um etwas zu finanzieren, das unter der Reagan-Regierung unter dem Begriff „Wahrnehmungsmanagement“ bekannt wurde: Die Kunst, die Wahrnehmung der einheimischen und ausländischen Bevölkerung zu kontrollieren.
Das Auftauchen von StratCom
Im letzten Jahr, als sich der Neue Kalte Krieg aufheizte, erschuf die NATO in Lettland das Strategic Communications Command, um den Informationskrieg gegen Russland und gegen Personen, die die westliche Sichtweise bestreiten, auszuweiten.

Wie der altgediente Kriegskorrespondent Don North 2015 im Zusammenhang mit StratCom berichtete: „Die US-Regierung sieht jetzt die Kontrolle und Manipulation von Informationen als ‚Soft Power‘ (weiche Macht)-Waffen, dabei werden psychologische Operationen, Propaganda und öffentliche Angelegenheiten unter dem Schlagwort ’strategische Kommunikation‘ verbunden.“
„Diese Einstellung hat dazu geführt, dass Psy-Ops (manipulative Techniken zur Beeinflussung der Gedankenwelt einer angegriffenen Nation und die heimliche Formung der Wahrnehmung der Menschen) zu einem normalen Bestandteil der Informationspolitik der USA und der NATO geworden sind.“
Jetzt legen das Europäische Parlament und der US-Kongress noch einmal nach, mit neuen Gesetzesvorschlägen zur Eskalation der „Informationskriegsführung“.
Am Mittwoch haben Unterhändler im US-Kongress $160 Mio. genehmigt, für den Kampf gegen das was sie ausländische Propaganda nennen und gegen angebliche russische Kampagnen zur Verbreitung von „Fake News“. Diese Maßnahme ist Teil des National Defense Authorization Act (NDAA) und ermächtigt das Außenministerium, „Propaganda“ zu identifizieren und zu bekämpfen.
Diese Parteiübergreifende Massenflucht in eine Orwellsche Zukunft für das amerikanische Volk und die Weltbevölkerung folgt auf einen schlampig zusammengestellten Artikel in der Washington Post, in dem auf eine anonyme Gruppe verwiesen wird, die etwa 200 Internetseiten identifiziert hat, darunter einige der bekanntesten unabhängigen amerikanischen Quellen für Nachrichten, die Teil eines russischen Propagandanetzwerks sein sollen.
Typisch für diesen neuen McCarthyismus ist, dass der Bericht keine Beweise enthält, dass ein solches Netzwerk tatsächlich existiert. Stattdessen pickt er Fälle heraus, in denen amerikanische Journalisten ihre Skepsis gegenüber Behauptungen des westlichen Behördenapparats zum Ausdruck bringen.
Consortiumnews.com steht auch auf der Liste, anscheinend weil wir einige der Behauptungen und Anschuldigungen bezüglich der Krisen in Syrien und der Ukraine kritisch analysiert haben und nicht einfach das dominante „Gruppendenken“ des Westens übernommen haben.
Auf der „Schwarzen Liste“ stehen auch solche Seiten des Qualitätsjournalismus wie Counterpunch, Truth-out, Truthdig, Naked Capitalism und Zero Hedge, zusammen mit vielen politischen Webseiten quer über das ideologische Spektrum.
Der Fake News-Schnellzug
Normalerweise würde eine solche unbegründete Verschwörungstheorie ignoriert werden, aber – weil die Washington Post die unglaublichen Anschuldigungen als glaubwürdig behandelt – hat die Verleumdung ein Eigenleben entwickelt und wird von Kabelsendern und den großen Zeitungen wiederholt.
Aber die unangenehme Wahrheit ist, dass die US-Massenmedien jetzt eine eigene Fake News-Kampagne über „Fake News“ fahren. Man veröffentlicht falsche Behauptungen, die von einem anrüchigen und geheimen Laden erfunden wurden, der gerade erst im Internet aufgetaucht ist. Wenn das keine „Falschmeldungen“ sind, dann weiß ich nicht.
Und trotz der klaren Verletzungen der normalen journalistischen Praktiken durch die Washington Post wird sicher wieder niemand zur Rechenschaft gezogen, genauso wie es bei der WaPo keine Rechenschaft gab, als sie über die Massenvernichtungswaffen im Irak 2002/2003 als strikte Tatsache berichtet haben. Fred Hiatt, der Redakteur für die Kommentarseite, der am meisten für dieses katastrophale „Gruppendenken“ verantwortlich war, hat heute immer noch den selben Job.
Vor zwei Abenden hat Chris Matthews von MSNBC den fadenscheinigen Artikel der WaPo in seiner Sendung präsentiert und – wie andere ähnliche Berichte – keinen Wert darauf gelegt, dass die verleumdeten Journalisten zu Wort kommen.
Das halte ich für Ironie: Matthews hat wiederholt Journalisten dafür gescholten, dass sie bei der Betrachtung der Behauptungen der US-Regierung zu den irakischen Massenvernichtungswaffen als Begründung für den desaströsen Irakkrieg nicht skeptisch hingeschaut haben. Gleichzeitig beteiligt sich Matthews jetzt an der Verleumdung von Journalisten, die über die Behauptungen der amerikanischen und der westlichen Propaganda zu Syrien und/oder der Ukraine eine Skepsis an den Tag legen.
Während der US-Kongress und das Europäische Parlament Vorkehrungen dafür treffen, isolierte abweichende Informationsquellen abzuwürgen – alles im Namen der Demokratie – so besteht eine mögliche größere Gefahr darin, dass US-Massenmedien sich bereits mit Technologiefirmen wie Google und Facebook zusammentun, um ihre eigene Definition der „Wahrheit“ im Internet durchzusetzen.
Oder wie es Ignatius in seiner Kolumne formuliert, basierend auf den Gedanken des Ministers für Öffentliche Diplomatie, Richard Stengel: „Die größte Hoffnung ruht vielleicht auf jenen globalen Firmen, die die Plattformen für Soziale Medien geschaffen haben.“
„Sie sehen diesen Informationskrieg als eine existentielle Bedrohung“, sagt Stengel … „Die echte Herausforderung für die globalen Technologiegiganten besteht darin, die Währung der Wahrheit wiederherzustellen. Vielleicht kann ‚Maschinenlernen‘ (vermutlich eine Anspielung auf Algorithmen) Fälschungen erkennen und jedes Argument das sie benutzen aufdecken. Vielleicht wird eines Tages ein Mensch-Maschine-Prozess etwas erschaffen, was Stengel als einen ‚globalen Ombudsmann für Information‘ beschreibt.“
Ministerium für Wahrheit
Es gibt bereits eine Organisation aus etwa 30 Firmen der Massenmedien, darunter die Washington Post und die New York Times, aber auch die Atlantic Council-Klitsche Bellingcat, sie sind die aufstrebenden Schiedsrichter – oder Ombudsmänner – für Wahrheit, etwas das Orwell etwas weniger schmeichelnd als „Ministerium für Wahrheit“ bezeichnete.
Die New York Times hat sogar in einem Leitkommentar Internet-Zensur unterstützt. Sie benutzt die Hysterie über „Fake News“ als Rechtfertigung zur Marginalisierung oder Auslöschung von abweichenden Nachrichtenseiten.
Es scheint, als würde dieses „Mini True“ a la 1984 speziell jene journalistische Skepsis angreifen, wenn es um das „Gruppendenken“ der US-Regierung und der Massenmedien geht.
Ich habe jedoch in meinen vier Jahrzehnten beruflichen Journalismus die Skepsis immer als ein universelles journalistisches Prinzip verstanden. Ein Prinzip das in allen Fällen angewendet werden sollte, egal ob ein Republikaner oder ein Demokrat im Weißen Haus sitzt, egal ob ein ausländischer Führer beliebt ist oder verteufelt wird.
Wie wir in den vergangenen Jahren gesehen haben kann das Versagen, schwierige Fragen zu stellen und zweifelhafte Behauptungen von Regierungsbehörden und Massenmedien anzuzweifeln, zum Tod vieler Menschen führen, sowohl von US-Soldaten als auch von Menschen, deren Länder von Außenstehenden angegriffen oder destabilisiert werden.
Skepsis zu zeigen ist nicht die Bedrohung für die Demokratie, wie anscheinend der Unterminister Stengel und der Kolumnist Ignatius glauben.
Ob man die Sendungen von RT mag oder nicht – oder wahrscheinlich noch nie gesehen hat: Ein Journalist kann das Motto „question more“ nicht wirklich anzweifeln. Fragen zu stellen ist der Kernpunkt des Journalismus und damit einer Demokratie.
[Aus Protest gegen die Schmierenkampagne der Washington Post hat RootsAction eine Petition ins Leben gerufen, die man hier finden kann.]
Robert Parry (* 24. Juni 1949) ist ein US-amerikanischer Journalist, der in den Vereinigten Staaten vor allem durch seine Arbeiten zur Iran-Contra-Affäre, damals für Associated Press und Newsweek bekannt wurde. Während des Contra-Kriegs in Nicaragua deckte er den Skandal um das CIA-Handbuch Psychological Operations in Guerrilla Warfare auf und war an der Aufdeckung des vom CIA geduldeten Drogenschmuggels beteiligt. 1984 erhielt er den George Polk Award in der Sparte „Nationale Berichterstattung“. (wikipedia)



Wenn wir den ÖR-Medien lauschen, bestehlen wir uns in unserem eigenen Wahrheitsempfinden.
Es ist Zeit- und Kraftverschwendung und verschmutzt die eigene Seele.
Lesen wir lieber auf Seiten wie dieser so lange es geht und werden sperrig gegenüber den derzeitigen Autoritäten.
Ewig kann die Lügnerei nicht anhalten
Eine sehr gute und sehr wichtige Analyse, der man -sehr deprimiert – nur zustimmen kann.
Allerdings finde ich, dass wir hier im neoliberalen Westen uns vielmehr der „Schönen, Neuen Welt“ von Aldous Huxley annähern als der Armuts-Überwachungsdiktatur von George Orwell.
Die Verdummung der Bevölkerung erfolgt weniger durch Gewalt und Staatsterror, als durch allgegenwärtige, einstimmige Volksverblödung durch alle Medien zu unkritischen, aber glücklichen Konsum-Idioten.
Die meisten Menschen interessieren diese Themen überhaupt nicht. Solange deren Smartphone überall WLAN empfängt und man sich mit den banalsten Dingen ablenken kann, sind sie glücklich und zufrieden.
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen diesen beiden berühmten: Orwells 1984 ist noch ein brutaler Unterdrückungsstaat, in Huxleys Schöner Neuer Welt hat man es viel effektiver gelöst, indem das Volk mittels Propaganda, Medien und schulischer Erziehung von vornherein in den gewünschten Gedankenkäfig eingesperrt wird und sich darin glücklich und wohl fühlt. Dann wehrt es sich auch nicht dagegen.
Das ist doch vielmehr das, was wir gerade erleben.
Sehe ich auch so!
Komischerweise ist Huxleys Buch „Wiedersehen mit der Schönen Neuen Welt“ kaum noch bekannt, in dem er ebenfalls viele der heutigen Entwicklungen prophezeite:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brave_New_World_Revisited
Wie so viele gute Bücher wird es in D nicht mehr aufgelegt, ist nur noch gebraucht zu bekommen …
Die führenden Journalisten und Fernsehmoderatoren werden regelmäßig als Vorbilder und Stars inszeniert, um den weniger gut informierten Bürgern Sand in die Augen zu streuen. Dabei sind diese Sprechpuppen nur willfährige Schmierlappen.
Diese gefeierten Aushängeschilder der Sendeanstalten sollen den Zuschauern eigentlich die relevanten Ereignisse mit Objektivität, Unparteilichkeit, Vielfältigkeit und Ausgewogenheit nahe bringen. Doch tatsächlich wissen diese Trottel gar nicht, was in der Welt vor sich geht. Sie wissen nicht, was geschieht, weil sie einfach nur da sind und ihre Zeilen vom Teleprompter ablesen. Vorgefasste Texte, die ihre Mitarbeiter oder „Mitarbeiter“ ihrer Mitarbeiter ihnen vor der Sendung aufgesetzt haben. Sie streichen mittlere sechsstellige Jahresgehälter ein, damit sie dem Spiel auch weiterhin kritiklos gewogen bleiben. Auf ein prall gefülltes Säckel gebettet, braucht man keinen selbstkritischen Gedanken zu verschwenden.
Die klugen, grauen Eminenzen hinter den Kulissen. Die Taktiker, Propagandisten und Agitatoren. Seien es die unsichtbaren Meinungsführer aus den transatlantischen Denkfabriken, oder die Journalisten mit Nebeneinkommen bei den Nachrichtendiensten. Die ja nicht ohne Grund so heißen. Nur produzieren sie drei Sorten von Nachrichten:
– Die realistische Variante für sich selbst und die eigene Existenzsicherung.
– Die überzogene Version für die Regierung, um mit sich selbst erfüllenden Prophezeiungen ihre Budgets aufstocken zu lassen.
– Und die stark zensierten Pressemitteilungen fürs einfache Volk, damit die Zombiemassen weiterhin brav die Füße still halten und am Monatsende ihren Obolus abdrücken.
Wenn der neue Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, von russischen Hackerangriffen auf die Telekom schwadroniert oder Heiko Maas damit prahlt, dass „Fake-News“ bald der Vergangenheit angehören, dann kann man als informierter Bürger nur heiter schmunzeln.
Sie würden es wahrscheinlich nie zugeben. Aber was diese Herren wirklich umtreibt, ist doch die Tatsache, dass sich eine mittlerweile signifikante Anzahl Bürger nicht mehr bei der Tagesschau & Konsorten „informiert“. Die Massenmedien sind der bekannte Fisch, der in der Sonne auf dem trockenen zappelt. Und was noch viel schwerer wiegt: Generationen junger Menschen wachsen mit dem Internet, aber ohne Zeitungen, Radio und Fernsehen auf. Diese jungen Menschen erreicht die öffentlich-rechtliche Propaganda kaum noch.
Diese Bürger werden künftig nicht mehr so leicht auf die tagtägliche Agenda hereinfallen. Denn eins muss man ja klar sehen. Die als „Fake-News“ verunglimpften alternativen Nachrichtenquellen existieren ja nicht trotz, sondern gerade wegen dem aktuellen Zustand der Massenmedien. Würden diese die staatsvertraglich festgeschriebenen Qualitätsstandards der Objektivität, Unparteilichkeit, Vielfältigkeit und Ausgewogenheit ernst nehmen, es gäbe gar keine alternative Informationswelt im Internet.
Die Mainstreammedien haben sich ihre eigenen Fressfeinde selbst heran gezüchtet. Und welche ungeheure Sogwirkung die alternativen Medien mittlerweile haben, ist ja offensichtlich. Würden sie das Blatt nicht wenden, dann wäre jetzt nicht die Debatte um die Nebelkerze „Fake-News“ im Gange, um die weitere Verbreitung alternativer Ansichten zu minimieren bzw. komplett auszuschalten.
„Fake-News“ sind alle öffentlichen Nachrichten und Botschaften, die der transatlantischen Agenda, ihren Agitatoren oder schlicht den Regierungen nicht ins Konzept passen. Die Massenmedien haben sich aller spätestens seit dem militaristischen Putsch in der Ukraine als Grundbestandteil dieses Konzepts entlarvt.
Eine breite Öffentlichkeit hat begriffen, dass die im NATO-Gleichschritt marschierende „Qualitätspresse“ elementarer Bestandteil des globalistischen Herrschaftssystems in Deutschland ist und mit Freiheit, Wahrhaftigkeit, Demokratie und Bürgerrechten nicht das Geringste am Hut hat.
Da stört ein Objektiver Blick der Bürger auf die Welt nur. Wo kommen wir denn dahin, wenn die Journalisten plötzlich nicht mehr in der Lage sind, den Bürgern das Denken abzunehmen? Doch je obszöner und drakonischer die kommenden Zensurmaßnahmen ausfallen werden, desto mehr werden die sterbenden Massenmedien den Streisand-Effekt provozieren. Und damit die Nachfrage nach alternativen Meinungen und Sichtweisen noch weiter befeuern.
Diesbezüglich bin ich äußerst gespannt, wie die Massenmedien damit umgehen. Auf Facebook, reddit, twitter und Konsorten sind viele kontroverse Thema umfassender Zensuren bzw. kompletter Löschung unterworfen. Und die erste Fluchtbewegung der Nutzer auf alternative, unzensierte Plattformen, wie zum Beispiel https://gab.ai/ hat eingesetzt. Gab ist im Prinzip eine Mischung aus reddit und twitter.
Je weiter das Internet alternative Sichtweisen in die breiten Bevölkerungsschichten transportiert, umso mehr bedroht das die Machteliten und ihren Gestaltungsspielraum. Wenn die Massenmedien ihre Deutungshoheit einbüßen, verlieren die Eliten eines ihrer primären Herrschaftsinstrumente. Es liegt auf der Hand, dass bis zum letzten Mann, bis zur letzten Zeitungsseite und zur letzten Sendeminute um das Modell der „Qualitätsmedien“ gekämpft werden wird. Mit allen – ich sage noch mal – mit ALLEN (!) Mitteln. Die Frontlinie des Informationskriegs verläuft exakt entlang der Rettung der „Qualitätspresse“ und ihrer transatlantischen Deutungshoheit.
Das wird für die inhaltlich, moralisch und autoritär erheblich schwerer angeschlagenen US-Mainstreammedien ein sehr ernstzunehmender Lackmustest. Wenn sie den nicht meistern, haben sie die erste Generation junger US-Bürger, die sich vollständig und endgültig aus dem Medienzirkus verabschieden und informell komplett auf das Internet wechseln. Und in ihrem Windschatten Familie, Freunde und ihre eigenen Kinder dazu ermuntern, es ihnen gleichzutun.
Das ist die kommende Generation internetgeprägter, mündiger(er) US-Bürger, mit denen sich die Massenmedien auseinandersetzen müssen. Die Abends, schon vorab durch das Internet informiert, vor dem Fernseher sitzen und nun wahrhaftige Fakten für die amerikanische Öffentlichkeit erwarten. Die US-Mainstreammedien müssen liefern, oder sie sind geliefert.
Und diesen Kampf werden sie mit ihren heutigen „Geschäftsmodellen“ zweifellos verlieren, weil unparteiliche, wahrhaftige Berichterstattung nicht Bestandteil ihrer Hauptfunktion sind. Ganz automatisch, weil die Zeit, die sie ihre Restdeutungshoheit noch halten können, gegen sie arbeitet. Es gibt für die Aufrechterhaltung ihres gegenwärtigen Funktionsprinzips nur zwei Lösungen:
Vollständige Kontrolle des Internets und damit internationale Etablierung der orwellschen Wahrheitsministerien, oder totale und endgültige Abschaltung des Internets.
Ersteres erscheint technisch unmöglich, dazu reichen gegenwärtige Großrechner und die eingesetzten Datenbanktechnologien nicht aus. Und zahlreiche Staaten weltweit restlos mitziehen müssten, um die Wahrheit des US-Imperiums im Internet zu beschützen.
Zweiteres würde schon allein aus wirtschaftlichen Gründen undenkbar sein. Im, durch und mit dem Internet wird im globalen Maßstab so unendlich viel Geld verdient, dass sich die großen amerikanischen Onlinekonzerne wie Amazon, Apple, Google, Facebook, Microsoft, Priceline Group und wie transnationalen US-Giganten alle heißen, dagegen wehren würden.
Und zwar mit all ihrer Macht, die sie auch öffentlich im Internet ausspielen können. Die sind in der Lage Menschen, auch weit über den eigenen Kundenstamm hinaus, über das Internet mobilisieren, wenn man ihre Geschäftsgrundlage bedroht. Und die Masse der Bürger weltweit kann sich ein Leben ohne Internet gar nicht mehr vorstellen.
Das Internet ist die zentrale Säule des US-Gesamtgeschäftsmodells. Sowohl der Privatkonzerne, als auch der transatlantischen Geheimdienste und NATOs / Militärs. Die Existenzberechtigung ganzer Zweige und Unterbereiche des Pentagons hängen allein vom Internet und dessen Ge- bzw. Missbrauch ab.
Wir gehen sehr sehr spannenden Zeiten entgegen. Wir sind Zeugen einer weiteren digitalen Zeitenwende. Überall hat man den Bogen überspannt und die zweifellos zwingend notwendigen Korrekturen werden kommen. Auf die eine oder andere Weise. Die Mehrheit, die der Propaganda heute noch täglich auf den Leim geht, wird irgendwann zur Minderheit werden. Spätestens, wenn ARD und ZDF die letzten Zuschauer weggestorben sind, die mit dem „Weltbild der Tagesschau“ groß gezogen wurden. Es kommt nicht nur Industrie 4.0, es kommt auch Informationswelt 4.0. Mit oder ohne die heutigen Massenmedien! Jeder kennt das Sprichwort:
Wer nicht mehr mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Die Massenmedien können es drehen, wie sie wollen: Alle derzeitigen Faktoren arbeiten geschlossen gegen sie, deswegen erleben wir gegenwärtig und zukünftig diese ausufernde Hysterie in sämtlichen Zeitungen und auf allen Kanälen. Von dort kommen die tatsächlichen „Fake-News“, die man im Kopf aussortieren können muss.
Die MSM haben fertig. Das ist nur eine Frage der Zeit. Aber die strukturellen Mächte hinter ihnen, die haben noch lange nicht fertig. Die verlagern schon jetzt ihre Kräfte ins Netz, züchten sich Bimbos wie Bellingcat, Avaaz, Korrektiv oder komplett gefakte Botnetze von „Aktivisten“ heran, die Meinungen manipulieren und sie werden dabei auch komplett verdeckt und unter falscher Flagge operieren, wie das die CIA schon immer in den MSM gemacht hat. Der Kampf um die Wahrheit wird sich verlagern, aber er wird sicher nicht leichter – eher im Gegenteil.
So ein kurzes Buch Liebe Ich
Kurz und Knackig
Ich meine auch,die Fals Flagg wird sich ins Internet verlagern,um uns
wieder Dumm aussehen zu lassen.
(DER KAMPF UM DIE WAHRHEIT WIRD SICH VERLAGERN)
Man nennt es das ewige Spiel -ARM GEGEN REICH -und die Reichen sind
Momentan vorne.Es ist nur schade das ein Georg Schramm das Handtuch geworfen
hat .Er hatte es immer sehr treffend geschildert was uns Blüht wenn wir nicht
aufpassen.
Ich finde die „Propagandaschau“ als ein sehr gelungenes Aufklärungsmedium. Ganz besonders freuen mich die entsprechenden Links , die zur Vertiefung beitragen können. Außerdem sind die Beiträge stets an aktuellen Themen orientiert.Für mich ein tägliches Muss, seit ich die Propagandamedien durchschaut habe.
Propaganda kostet Geld. Propaganda, die nur noch Zeit gewinnen will, kostet viel Geld.
Aufgrund der desaströsen militärischen Situation auf allen Kriegsschauplätzen kann die US Propaganda nur noch auf Zeit spielen. Das wird richtig teuer.
Die BRD Propaganda profitiert von der Verdummung und Agonisierung unter den Führern CIA Brandt, Staatsterrorist Helmut Schmidt und Hitlerjunge Dr. phil. Helmuth Kohl. Sie knöpft der Bevölkerung die Propagandakosten durch Gebühren direkt ab.
Doch auch die BRD Propaganda verschlingt zunehmend mehr Geld, denn
1. betrifft die Verblödung auch die Journalisten
2 verschärft sich die soziale Situation durch weggebrochenen Mittelstand und
3 steigen die Kosten des Krieges durch Reimport traumatisierter Soldaten. Kriegsbeute indes ist nicht zu erwarten.
Der Artikel enthält weit mehr wichtige Denkanstöße. Leider kann ich nur diesen einen vertiefen.
Die „freien Qualitätsmedien“ haben jetzt zum Begriff der „Filterblase“ gegriffen, ohne zu bemerken, dass sie sich selber in der Filterblase der Propaganda und Manipulation befinden. Wir erleben gerade den Anfang vom Ende des freien Internet und überhaupt der Freiheit und der Wahrheit!!! Und dafür zahlen wir brav unsere Gebühren!!
Alles, was nicht im Mainstream der Medien vorgetragen wird, ist jetzt Propaganda. Die Wahrheit wollen die Politiker und Alpha-Medien nicht hören. Die Aufgabe ist klar: Alles bekämpfen, was die Wahrheit sagt.
Nun hat die Entwicklung der letzen Jahren gezeigt, dass die „Medien“ die in der Tat gar keine Medien, sondern Propagandastrukturen der herrschenden Klasse sind, immer wieder von alternativen, meistens richtigen Medien geschlagen werden.
Ich wundere mich manchmal, wie man eine Nachrichtensendung von ARD/ZDF sich ansehen kann, ohne die Krämpfe von der verkehrten Darstellung der Ereignisse zu bekommen. Ich nenne sie nicht mehr Lügenmedien, sondern Kotzmedien und manchmal will ich kotzen, wenn ich die blöde Fressen in diesen Sendern sehe, die falsch berichten. Das betrifft auch unsere Gewinner der letzten zwei Jahre, Herrn Kleber.
Für den menschlichen Verstand ist fast alles, was unsere „Medien“ vortragen eine Beleidugung.
Die Herrscher brauchen kein aufgeklärtes Publikum. Sie brauchen Sklaven, die nicht von Freiheit träumen, sondern Sklavenführer sein wollen (Diese Idee kommt von Prof. R. Mausfeld).
Wenn Sie soviel kotzen können, frage ich mich ernsthaft wo Ihre Leidensgrenze liegt,levan2015.
Schon mal daran gedacht sie Gehirnwäscheaparate abzuschaffen?
Oder heucheln Sie hier nur rum?
@Bernhard
?????
Ich kann levan2015 absolut verstehen und bewundere jeden, der trotz gesunden Menschenverstandes ohne sich übergeben zu müssen oder traumatisiert zu werden die Propaganda der westlichen Wertemedien noch erträgt!
Deshalb müsste @DOK & Co. hier mindestens den Friedensnobelpreis bekommen –
1. weil sie sich das antun um uns zu informieren
2. weil sie dabei die Nerven behalten und charakterlich so stark bleiben, sich nicht einschüchtern zu lassen.
3. weil sie damit mehr Verantwortungsbewußtsein zeigen als lles Möchtegern-Eliten-Schmierenfinken zusammen!
Ich weiß allerdings nicht ob sie schon an Bulimie leiden oder nur das Glück hatten, von Kleinauf an eine gesunde Ernährung und Erziehung und Bildung genossen zu haben…..?!
Höchstes Lob .Trotzdem Kotze Ich Jeden Tag
Sind schon längst weg, sowie Der Spegel, FAZ, Süddeutsche und fast alle anderen. Genug gekotzt.