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Darf ich vorstellen:
Die echten „Fake-News“

ard_27112016_tt_fakenews525In den ARD tagesthemen schwadroniert Ingo Zamperoni am Sonntag einmal mehr von „Fake News“ und „Russischer Propaganda“

von Tyler Durden                                               Übersetzung: FritztheCat

Mit ihrem Versuch, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von ihrem historischen Versagen abzulenken, unvoreingenommene, objektive und Tatsachen-basierte Berichterstattung bezüglich der Präsidentschaftswahl anzubieten, wobei buchstäblich jede einzelne Klitsche der Massenmedien dabei ertappt wurde (dank der gehackten Podesta E-Mails), wie sie als verlängerter Public Relations-Arm für die Clinton-Kampagne handelte, haben besagte Medien mit ihrer Einführung des Begriffs „Fake News“ in ein Wespennest gestochen – ein absichtlich undeutlicher, undefinierter Begriff, der ablenken und die Schuld auf Propaganda-Webseiten „lenken“ soll, die in ihrer neuesten Variante dieses Narrativs nun angeblich dazu dienen, russische Propaganda in den USA zu verbreiten.

Wie wir bereits berichtet haben, hat kein geringerer als die Washington Post – eine Firma, die Jeff Bezos gehört und der seit diesem Jahr mit dem gewählten Präsidenten Donald Trump in einem bekannten Medien-Clinch liegt – die Liste einer Webseite veröffentlicht, die am 21. August (laut ihrem whois Profil) angemeldet wurde und godaddy.com als Registrar benutzt. Ihr erster Tweet kam am 2. November und er enthält unter anderem Drudge Report und Zero Hedge als Repräsentanten „russischer Propaganda“. So beschreiben die „Wissenschaftler“ des Goebbels-artigen „PropOrNot“ ihre Qualifikation in ihrer Beschreibung und Empfehlung, welche Webseiten man in einer post-„Fake News“-Welt verbrennen kann (angefangen mit der Empfehlung einer Untersuchung durch die Obama-Regierung):

PropOrNot ist ein unabhängiges Team aus Computerwissenschaftlern, Statistikern, National Security-Professionals, Journalisten und politischen Aktivisten, die sich der Identifizierung von Propaganda verschrieben haben – insbesondere russischer Propaganda die auf das US-Publikum zielt. Wir sammeln öffentlich verfügbare Informationen, die Propaganda-Fabrikate miteinander und mit ihren ausländischen Koordinatoren verknüpfen, analysieren unsere Funde, dienen als zentrales Archiv und Orientierungspunkt für verwandte Informationen und organisieren Maßnahmen zur Abwehr.“

Wir arbeiten an der Aufdeckung der Propaganda, um eine Verzerrung der politischen und strategischen Diskussion zu verhindern, um unser kulturelles Immunsystem gegen feindliche Einflüsse zu stärken und um den öffentlichen Diskurs allgemein zu verbessern.

Viele unserer Beitragenden wollen anonym bleiben, wegen möglicher russischer Vergeltung, so wie es in Finnland und anderswo passiert ist.

Mit anderen Worten: Während sie die Anonymität der sogenannten „russischen Propaganda“-Webseiten angreifen (Webseiten die anonym bleiben wollen, weil sie wussten, dass diese Art der Vergeltung unausweichlich ist), wollen die öffentlichen Diener und Experten, die sich der Ausmerzung der russischen Propaganda in den USA verschrieben haben, lieber selbst anonym bleiben.

Um das festzuhalten: Wir haben kein Interesse daran aufzudecken, wer hinter dieser speziellen Organisation steckt (die passenderweise nach einer ähnlichen Liste auftauchte, die letzte Woche von einer in Misskredit geratenen liberalen Professorin verbreitet wurde, die ebenfalls Zero Hedge als „Fake News“ definiert hat). Wir wollen jedoch unsere Leser davor warnen, wer in den USA traditionell die wahre Quelle von dokumentierten Fake News ist. Die US-Regierung selbst, mit ihrem ausufernden Spionage- und Gegenspionage-Apparat.

Aber bitte nehmen Sie uns nicht beim Wort.

1975 hat eine Kommission Senate Committee to Study Governmental Operations with Respect to Intelligence Activities herausgefunden, dass die CIA Geschichten an die Presse weitergeleitet hat und dass es Bestandteil der Drehbücher der CIA war, Desinformationstaktiken gegen die eigene Bevölkerung anzuwenden:

Frage: „Haben Sie Leute, die von der CIA bezahlt werden, die für eine große Zeitung schreiben – ein amerikanisches Journal?“
Antwort: „Wir haben Leute, die Stücke an amerikanische Journale weiterleiten.“
Frage: „Haben Sie Leute, die von der CIA bezahlt werden, die für TV-Sender arbeiten?“
Antwort: „Ich denke dass geht in eine Art, äh, geht in Details, Herr Vorsitzender, die ich gerne hinter verschlossenen Türen beantworten möchte.“

(später)

Frage: „Haben Sie Leute die von der CIA bezahlt werden, die zu den nationalen Nachrichtenorganisationen beitragen – AP und UPI?“
Antwort: „Nochmal, ich denke wir reden hier über Details, Herr Vorsitzender, die ich lieber hinter verschlossenen Türen behandeln möchte.“

Man kann sich vorstellen, was später „hinter verschlossenen Türen“ gesagt wurde. Der damalige CBS-Präsident Sig Mickelson sagt weiter, dass die Beziehungen bei CBS mit der CIA schon lange vor seiner Präsidentschaft bestanden hätten und dass es „für Korrespondenten völlig in Ordnung gewesen sei, die Stationschefs der CIA und andere Mitglieder der Führungsriege der CIA als Informationsquellen zu verwenden.“

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„Ich glaube, dass es sehr bedenklich ist, wenn untergeschobene Geschichten, die einem nationalen Zweck im Ausland dienen sollen, nach Hause kommen und hier in Umlauf gebracht und geglaubt werden. Denn das würde bedeuten dass die CIA Nachrichten in den USA durch irgendwelche fremde Länder manipulieren kann“, sagte der demokratische Senator für Idaho, Frank Church, in einer Pressekonferenz zu den Anhörungen. Church war Vorsitzender der Church-Kommission, einem Vorläufer des Geheimdienstausschusses des Senats, der für die Untersuchung der Geheimdienst-Erkenntnisse der NSA, der CIA und des FBI verantwortlich war.

Genau diese Taktik – das Unterschieben von Desinformation in ausländische Nachrichtenmedien, damit diese Desinformation ganz bewusst in den Vereinigten Staaten auftaucht und auf diese Weise die Regeln zu inländischen Operationen umgeht – genau das wurde als legal betrachtet, weil es nicht auf amerikanischem Boden erdacht wurde. So hat 1981 der CIA-Direktor William Casey argumentiert.

Der damalige US Präsident Harry S. Truman, der 1947 die Gründung der CIA beaufsichtigte, als er den National Security Act unterzeichnete, schrieb später, er hätte nie vorgehabt, die CIA für etwas anderes als das Sammeln von Geheimdienstinformationen zu gründen. „Als ich sie gründete, da hätte ich nie geglaubt, dass sich die CIA in Friedenszeiten an Nacht- und Nebelaktionen beteiligen würde“, schrieb Truman 1963 ein Jahr nach der desaströsen CIA-Operation in der Schweinebucht.

Und natürlich gab es auch das ganze „Operation Mockingbird“-Fiasko:

„Nach 1953 wurde das Netzwerk von Allen W. Dulles beaufsichtigt, dem Direktor der CIA. Zu dem Zeitpunkt hatte die Operation Mockingbird einen großen Einfluss auf 25 Zeitungen und Nachrichtenagenturen. Standardverfahren war das Unterschieben von Geheimdienstberichten, die von der CIA zur Verfügung gestellt wurden, an Reporter, wissentlich oder unwissentlich. Diese Berichte wurden dann von den Reportern wiederholt oder zitiert, und deren Namen wurden dann in den Medienagenturen zitiert. Das Office of Policy Coordination (OPC) wurde mit abgezweigten Geldern des Marshall-Plans finanziert (die zum Wiederaufbau Westeuropas nach dem 2. WK vorgesehen waren). Ein Teil der Gelder wurde benutzt um Journalisten und Verleger zu bestechen.“

Wie unser Mitarbeiter „George Washington“ anmerkt, schrieb die New York Times 2008:

„In den frühen Jahren des Kalten Kriegs wurden bekannte Schriftsteller und Künstler, von Arthur Schlesinger Jr. bis Jackson Pollock, durch die CIA unterstützt, manchmal üppig, immer im Geheimen. Das war Teil des Propagandakriegs gegen die Sowjetunion. Es war vermutlich der erfolgreichste Gebrauch von „Soft Power“ in der amerikanischen Geschichte.“

Ein CIA-Mitarbeiter erzählte dem damaligen Besitzer der Washington Post – ja, ironisch – Philip Graham Folgendes in einer Unterhaltung über die Bereitschaft von Journalisten, CIA-Propaganda und Titelgeschichten zu verbreiten:

„Ein Journalist war billiger zu bekommen als ein gutes Call Girl, für ein paar Hundert Dollar im Monat.“

Der berühmte Watergate-Reporter Carl Bernstein schrieb 1977:

„Mehr als 400 amerikanische Journalisten haben in den vergangenen 25 Jahren Aufträge für die Central Intelligence Agency ausgeführt, so steht es in Dokumenten in der Datei des CIA Hauptquartiers.“

„In vielen Fällen, so zeigen es die CIA-Dokumente, wurden Journalisten angeheuert um Aufträge der CIA auszuführen, und das mit Zustimmung des Managements von Amerikas führenden Nachrichtenorganisationen.“

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„Zu den Vorständen, die ihre Konzerne an die Agentur verliehen haben, gehören die Chefs von CBS, Time, der New York Times, des Louisville Courier Journals und Coplex News Service. Andere Organisationen, die mit der CIA kooperierten, waren ABC, NBC, AP, UPI, Reuters, Hearst Newspapers, Scripps Howard, Newsweek Magazine, the Mutual Broadcasting System, der Miami Herald und die alten Saturday Evening Post und New York Herald Tribune.“

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„Im November 1973, nachdem die CIA angeblich ihr Programm beendet hatte, erzählte Colby Reportern und Redakteuren von New York Times und dem Washington Star, dass die Agentur „etwa drei Dutzend“ amerikanische Nachrichtenpersonen „auf der Gehaltsliste der CIA“ hatte. Darunter fünf, die für „allgemeine Nachrichtenorganisationen“ arbeiteten. Sogar während der Geheimdienstausschuss des Senats 1976 seine Anhörungen durchführte, unterhielt die CIA nach Angaben hochrangiger CIA-Quellen Verbindungen zu 75 bis 90 Journalisten aller Art – Vorstände, Reporter, Korrespondenten, Fotografen, Kolumnisten, Büromitarbeiter und Mitglieder der technischen Crews der Sender. Mehr als die Hälfte davon wurde aus CIA-Verträgen und Gehaltslisten entlassen, aber war immer noch durch andere geheime Abkommen der Agentur verpflichtet. Nach einem unveröffentlichten Bericht des House Select Committee on Intelligence, unter dem Vorsitz des Abgeordneten Otis Pike, haben 1976 immer noch mindesten 15 Nachrichtenorganisationen CIA-Mitarbeitern Unterschlupf gewährt.“

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„Diese Offiziellen, die sich mit diesem Metier auskennen, sagen, dass sich die Zahl von 400 amerikanischen Journalisten am unteren Rand bewegt … ‚Es gab zahlreiche Darstellungen, dass, sollte diese Sache bekannt werden, einige der größten Namen des Journalismus beschmutzt würden‘ …“

Welche Ironie, dass am Ende die Washington Post selbst beschmutzt wurde.

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Ein Experte für Propaganda sagte in einem Gerichtsverfahren unter Eid aus, dass die CIA zur Zeit Tausende von Reportern angestellt hat und ihre eigenen Medienorganisationen besitzt. Ob seine Schätzung stimmt oder nicht, es wird klar, dass viele prominente Reporter immer noch an die CIA berichten.

Eine vierteilige BBC-Dokumentation mit dem Titel „Century of the Self“ („Das Jahrhundert des Ichs“) zeigt, dass ein Amerikaner – Edward Bernays, ein Neffe von Sigmund Freud – das moderne Feld aus Manipulation der öffentlichen Wahrnehmung geschaffen hat. Und die US-Regierung hat diese Techniken ausgiebig angewendet.

Der frühere Newsweek und Associated Press-Reporter Robert Parry merkt an, dass Ronald Reagan und die CIA in den 1980ern einen Propagandafeldzug losgetreten haben, um der amerikanischen Öffentlichkeit die Unterstützung der Contra-Rebellen zu verkaufen. Dabei wurden auch private Spieler wie Rupert Murdoch zur Verbreitung von Desinformation benutzt. Parry merkt an, dass viele jener Leute, die damals in den 1980ern die einheimischen Propagandabemühungen Reagans angeführt hatten, heute immer noch in Machtpositionen sind:

Während die ältere Generation, die diese einheimischen Propagandatechniken ersonnen hat, aus der Szene verschwunden ist, sind viele ihrer Schützlinge immer noch bei den selben Organisationen unterwegs. Das National Endowment for Democracy, das 1983 auf Drängen des CIA-Direktors Casey und unter der Aufsicht von Walter Raymonds NSC-Operation gegründet wurde, wird immer noch von demselben Neokon geleitet, Carl Gershman, und er hat sogar ein noch höheres Budget, das jetzt über $100 Mio. pro Jahr beträgt.

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Der vielleicht schwerwiegendste Beweis, so wie er von @pierpont_morgan herausgestellt wird, findet sich im Abschlussbericht des oben angeführten Select Committee to Study Governmental Operations with Respect to Intelligence Activities, veröffentlicht 1976. Darin stechen mehrere Absätze hervor.

Ein Absatz gesteht freimütig ein, dass die Presse umfänglich durch die CIA gekapert wurde und wie Dutzende amerikanischer Journalisten mit der CIA zusammenarbeiteten, um sich Fake News auszudenken, zu formulieren und zu verteilen:

Das Komitee hat auch herausgefunden, dass eine kleine Anzahl vergangener Beziehungen in diese Kategorie passen. In einigen Fällen bestand das verdeckte Abkommen darin, die US-Zeitung für jeden Artikel zu entschädigen, der von einem CIA-Agenten geschrieben und von der Zeitung veröffentlicht wurde. In mindestens einem Fall ging die von einem CIA-Mitarbeiter für verdeckte Aufgaben übernommene journalistische Funktion so weit, dass der Beamte zu dem Schluss kam, er könne nicht den Bedürfnissen sowohl seines (unbewussten) US Medien-Mitarbeiters und der CIA zufriedenstellend dienen, und schied daher aus der CIA aus. Er hielt jedoch den Kontakt zur CIA aufrecht und berichtete, nur sehr gelegentlich, aus den Ländern in denen er arbeitete, an die CIA.“

(2) Von den weniger als zehn Beziehungen mit Autoren von kleinen, oder eingeschränkten US-Publikationen, wie Handelsblättern oder Mitteilungsblättern, waren die meisten zu Tarnzwecken.“

(3) Die dritte und größte Kategorie an CIA-Beziehungen mit US-Medien enthält die freischaffenden Journalisten; „Korrespondenten“ für Zeitungen, Nachrichtenmagazine und Nachrichtenagenturen; Gastautoren; Propagandaschriftsteller; und Agenten, die undercover als Mitarbeiter für US-Verlagshäuser im Ausland arbeiten. Mit Ausnahme der letzten Gruppe sind die meisten Personen in dieser Kategorie echte Autoren, Journalisten oder Fotografen. Die meisten werden von der CIA bezahlt und praktisch alle tun das bewusst; wenige der Nachrichtenorganisationen, für die sie arbeiten, wissen jedoch von den CIA-Verbindungen.“

(4) Die vierte Kategorie der verdeckten Beziehungen ähnelt jener Art von Kontakten, die Journalisten mit jeder anderen Abteilung der US-Regierung bei der gewöhnlichen Ausübung ihrer journalistischen Pflichten unterhalten. Da ist kein Geld im Spiel. Die Beziehungen beschränken sich für gewöhnlich auf gelegentliche Essen, Interviews oder Telefonate, wobei Informationen ausgetauscht und verifiziert werden. Der Unterschied ist natürlich, dass diese Beziehungen verdeckt vonstatten gehen. Der Journalist stellt gewisse Informationen über die Menschen, zu denen er Kontakt hat, zur Verfügung, entweder freiwillig oder auf Anfrage der CIA. In einigen Fällen begann die Beziehung, als der Journalist sich an einen Beamten einer US-Botschaft wendete, um darüber zu berichten dass er von einem ausländischen Geheimdienstmitarbeiter angesprochen wurde; in anderen Fällen ging die Beziehung von der CIA aus.

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Ein anderer Abschnitt des Berichts konzentriert sich darauf, wie die CIA Akademiker vereinnahmte. Er berichtet, dass „die Central Intelligence Agency jetzt Hunderte von amerikanischen Akademikern benutzt, die zusätzlich zur Bereitstellung von Hinweisen und gelegentlich zur Anknüpfung für Geheimdienstzwecke, auch gelegentlich Bücher und anderes Material schreiben, das für Propagandazwecke im Ausland verwendet wird. Darüber hinaus wird eine kleine Anzahl auch ohne ihr Wissen für kleinere Aktivitäten benutzt.“

Diese Akademiker kommen aus über 100 amerikanischen Colleges, Universitäten und verwandten Instituten. In der Mehrzahl der Institutionen weiß nur das betreffende Individuum über die CIA-Verbindung Bescheid. In anderen Fällen weiß zumindest ein Universitätsbeamter über die operationelle Verwendung eines Akademikers auf seinem Campus Bescheid. Zusätzlich gibt es im Ausland einige amerikanische Akademiker, die betrieblichen Zwecken dienen, hauptsächlich zur geheimdienstlichen Nachrichtensammlung.

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Es wird auch eingestanden, dass die CIA ausdrücklich Bücher zu Propagandazwecken benutzt:

Die Kommission hat herausgefunden, dass die Central Intelligence Agency der Aktivität von Buchveröffentlichungen eine besondere Bedeutung als eine Art der verdeckten Propaganda beimisst. Ein früherer Beamter des Clandestine Service gab an, dass Bücher „die wichtigste Waffe der strategischen (weitreichenden) Propaganda sind.“ Vor 1967 hat die Central Intelligence Agency über 1000 Bücher gesponsert, subventioniert und produziert; davon etwas 25% in englischer Sprache … Die Kommission befand, dass eine bedeutende Anzahl der von der CIA produzierten Bücher in den Vereinigten Staaten besprochen und vermarktet wurde.

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Oh, und die CIA benutzte besonders gerne die NYT und die Washington Post zur „Wiederholung der Propaganda“ (aus Seite 200 des Berichts):

CIA-Aufzeichnungen für die Propaganda-Bemühungen im September-Oktober 1970 in Chile zeigen, dass die „Wiederholung“ der Propaganda in den USA nicht unerwartet kam. Eine fernschriftliche Zusammenfassung von 25. September 1970 berichtet:

‚Sao Paulo, Tegucigalpa, Buenos Aires, Montevideo, Bogota und Mexiko City berichten über fortdauernde Wiederholung des Materials zum Thema Chile. Es gab dazu auch Stücke in der New York Times und der Washington Post. Die Propaganda-Aktivitäten erzeugen weiterhin gute Berichterstattung gemäß unserer Themenführung über die Entwicklungen in Chile’…“

Und so weiter und so fort, über 670 Seiten voller Details, wie die CIA – nicht Russland und nicht Putin – die Schöpferin und Verteilerin von irreführendem Propagandamaterial in den USA war, auch bekannt als „Fake News“.

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Natürlich bleibt das oben erwähnte zumeist unbemerkt; in einem höflichen Umfeld wird das niemals als „falsche“ Nachrichten bezeichnet. Gleichzeitig wird jeder, der es wagt den Status Quo anzugreifen – wir haben das in den letzten Tagen erlebt – sofort als Überbringer von „Fake News“ bezeichnet, oder schlimmer – als Diener des Kreml.

Mitarbeiter „George Washington“ hat ein paar grundlegende Gedanken zu diesem speziellen Thema und merkt an, dass der Erste Zusatz zur US-Verfassung die Pressefreiheit vor einer Zensur durch die Regierung schützt. Ja, der ganze Grund dafür, dass es der Regierung nicht erlaubt ist, die Veröffentlichung von Geschichten zu verhindern, ist der, dass es jene bestrafen würde, die die an der Macht kritisieren.

Warum? Weil die Gründerväter wussten, dass Regierungen (wie die britische Monarchie) immer auf jene einprügeln würde, die darauf hinweisen, dass der Kaiser nackt ist.

Aber die Freiheit der Presse steht heute in Amerika unter massiven Angriffen. Beispielsweise argumentieren die an der Macht, dass nur die hochbezahlte Lakaien der Konzernmedien, die als Stenografen für die überbezahlten Topmanager arbeiten, die verfassungsrechtlich garantierte Pressefreiheit genießen sollen.

Ein Professor der Harvard Law School argumentiert, dass der Erste Zusatz (das First Amendment) überholt sei und abgeschafft werden sollte. Als mit dem Finanzwesen vertraute Blogger die Politik der Federal Reserve herausforderten, da nannte ein Vertreter der Fed all diese Blogger „dumm“ und für Kommentare nicht qualifiziert. Und die Regierung behandelt echte Investigativ-Reporter wie Kriminelle … oder gar wie Terroristen:

  • Die Regierung gibt zu, dass Journalisten mit Anti-Terror-Gesetzen verfolgt werden könnten (auch hier). Nachdem zum Beispiel der Pulitzerpreisträger Chris Hedges, die Journalistin Naomi Wolf, der Pentagon-Papers-Whistleblower Daniel Ellsberg und andere die Regierung verklagt haben, per Gerichtsbeschluss die unbefristete Inhaftierung von Amerikanern durch eine Erlaubnis des NDAA (National Defense Authorization Act) zu untersagen – da fragte der Richter den Anwalt der Regierung fünf Mal, ob Journalisten wie Hedges unbefristet inhaftiert werden könnten, nur weil sie Bösewichte interviewen und dann darüber schreiben. Die Regierung weigerte sich zu versprechen, dass Journalisten wie Hedges nicht für den Rest ihres Lebens in einen Kerker wandern, ohne das Recht mit einem Richter zu reden.
  • Mit dem Ziel, die Bank of America vor einer drohenden WikiLeaks-Enthüllung nach Verfehlungen der Bank zu schützen, wies das Justizministerium die Bank of America an, eine spezielle, hart durchgreifende Anwaltskanzlei zu beauftragen, um ein Team zusammenzustellen, das WikiLeaks zu Fall bringen sollte. (siehe auch hier)

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Die (versagenden) Mainstreammedien versuchen verzweifelt, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die falschen „Fake-Medien“ zu lenken, um von den echten „Fake-Medien“ abzulenken, jene Washington Posts und New York Times, die traditionell als Werkzeug des Regierungsapparats zur Hirnwäsche der Öffentlichkeit gedient haben, sie erwarten einen noch größeren Rückschlag, da die amerikanische Bevölkerung erkennt, dass nichts davon eigentlich neu ist, und dass es immer die US-Regierung war, die direkt für die umfassende Propaganda verantwortlich war, die sich seit Jahrzehnten über die USA gelegt hat: etwas das die Regierung selbst bei zahlreichen Gelegenheiten in der Vergangenheit bestätigt hat – man muss sich nur die Mühe machen und die Information beiseite lassen, mit der man gefüttert wird, und seine eigenen Nachforschungen und Analysen betreiben.

Das ist es, worum es in dieser jüngsten Runde im ewigen Krieg um Information und Einfluss im Grunde geht.

Anhang: der komplette Bericht des Senatsausschusses